Erklärfilm zum EU-Emissionshandel: Funktionsweise, Ziele und Bedeutung für Klimaschutz in Deutschland.
Key Takeaways
- Der Emissionshandel ist ein zentrales Instrument der EU für den Klimaschutz.
- Das Cap begrenzt die Gesamtemissionen und sinkt jährlich, um die Dekarbonisierung zu fördern.
- Handel mit Emissionsberechtigungen schafft wirtschaftliche Anreize für Emissionsreduktionen.
- Die DEHSt überwacht die Umsetzung des Emissionshandels in Deutschland.
- Unternehmen profitieren von Investitionen in umweltfreundliche Technologien durch geringeren Berechtigungsbedarf.
What the video covers
- Der Klimawandel ist auch in Deutschland spürbar durch Hitzerekorde, Starkregen und Überschwemmungen.
- Die EU hat 2005 den Emissionshandel eingeführt, um Unternehmen Anreize zur Emissionsreduktion zu geben.
- Der Emissionshandel basiert auf dem Prinzip 'begrenzen und handeln' (cap and trade).
- Das Cap legt die maximale Emissionsmenge für alle beteiligten Kraftwerke und Industrieanlagen fest.
- Unternehmen müssen Emissionsberechtigungen kaufen oder ersteigern, um ihre CO2-Emissionen abzudecken.
- Nicht genutzte Berechtigungen können verkauft werden, wodurch ein Marktpreis entsteht.
- Die Menge der jährlich verfügbaren Berechtigungen sinkt, was zur schrittweisen Dekarbonisierung führt.
- Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt ist in Deutschland zuständig.
- Unternehmen, die mehr CO2 ausstoßen als Berechtigungen besitzen, müssen zusätzliche kaufen oder Strafen zahlen.
- Der steigende Marktpreis für Berechtigungen macht Investitionen in klimaschonende Technologien wirtschaftlich attraktiv.
Chapters
- 00:00Folgen des Klimawandels in Deutschland
- 00:17Notwendigkeit des Klimaschutzes und Emissionsreduktion
- 00:26Einführung des Emissionshandels in der EU
- 00:41Zuständigkeit und Prinzip des Emissionshandels
- 00:53Definition und Funktion des Caps
- 01:44Erwerb und Nutzung von Emissionsberechtigungen
- 02:14Sanktionen und Reduktionsziele der EU
- 02:34Dekarbonisierung durch sinkendes Cap
- 03:22Beispielhafter Handel mit Emissionsberechtigungen
- 04:05Wirtschaftliche Anreize für klimaschonende Investitionen
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Speaker A
Der Klimawandel ist spürbar. Auch in Deutschland zeigen sich die Folgen der globalen Erwärmung mit immer neuen Hitzerekorden, Starkregen oder Überschwemmungen.
Speaker A
Um die Erderwärmung und die Folgen des Klimawandels zu begrenzen, müssen wir das Klima schützen und Klimagasemissionen verringern.
Speaker A
Zu diesem Zweck hat die Europäische Union im Jahr 2005 den Emissionshandel eingeführt. Er schafft Anreize für Unternehmen, weniger Kohle und Gas zu verbrennen und so ihre klimaschädlichen Emissionen zu verringern.
Speaker A
In Deutschland ist hierfür die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt zuständig. Der Emissionshandel funktioniert nach dem Prinzip „begrenzen und handeln“, also „cap and trade“.
Speaker A
Das Cap definiert, wie viel alle einbezogenen Kraftwerke und Industrieanlagen in der EU zusammen emittieren dürfen – also die Summe aller Emissionsberechtigungen.
Speaker A
Diese Berechtigungen müssen die Unternehmen am Markt erwerben – entweder kaufen oder an einer europäischen Börse ersteigern, zum Beispiel an der Leipziger Energiebörse EEX.
Speaker A
Industrieanlagen erhalten Berechtigungen nach festen Regeln teilweise noch kostenfrei. Wenn ein Unternehmen in einem Jahr Emissionen von 100.000 Tonnen CO2 verursacht, braucht es die entsprechende Anzahl an Berechtigungen und muss diese jeweils jährlich abgeben, wodurch sie praktisch gelöscht werden.
Speaker A
Tut es das nicht, werden finanzielle Sanktionen fällig. Die EU gibt vor, um wie viel und wie schnell sich die jährlichen Gesamtemissionen verringern sollen. Das Cap ist also eine Reihe von jährlich neu zur Verfügung stehenden Emissionsberechtigungen für alle Kraftwerke und Industrieanlagen.
Speaker A
Da die Menge an neuen Berechtigungen von Jahr zu Jahr sinkt, führt das Cap Schritt für Schritt zur Dekarbonisierung.
Speaker A
Beispielsweise hat Unternehmen A 100.000 Berechtigungen. Es stößt jedoch 125.000 Tonnen CO2 aus. Es muss also 25.000 Berechtigungen dazukaufen.
Speaker A
Das ist beim Trade möglich – dem Handel mit Berechtigungen. Unternehmen B hat ebenfalls 100.000 Berechtigungen.
Speaker A
Dank vorausschauender Investitionen in klimaschonende Techniken verursacht das Unternehmen aber nur 50.000 Tonnen CO2-Emissionen. Nicht benötigte Berechtigungen kann das Unternehmen zum Verkauf anbieten.
Speaker A
Beim Handel zwischen den Unternehmen bildet sich so ein Marktpreis für die Berechtigungen. Da die Höchstgrenze, also das „Cap“, jedes Jahr weiter sinkt, steigt dieser Marktpreis.
Speaker A
So wird es für Unternehmen auch wirtschaftlich attraktiver, in umweltfreundliche Techniken zu investieren – und so ihre Emissionen zu reduzieren.
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