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Europa brennt: Hitzekrise trifft Polykrise

Die Hitzekrise in Europa führt zu massiven wirtschaftlichen und menschlichen Verlusten und zeigt die dringende Notwendigkeit politischer Anpassungen.

Key Takeaways

  • Die Hitzewelle 2023 hat in mehreren europäischen Ländern das gesamte Wirtschaftswachstum zunichtegemacht.
  • Europa ist im Vergleich zu wärmeren Regionen schlecht auf extreme Hitze vorbereitet, was zu hohen Todeszahlen und wirtschaftlichen Schäden führt.
  • Technologische Anpassungen wie Wärmepumpen und Solarenergie sind entscheidend für die Bewältigung der Hitzekrise.
  • Die Hitzekrise ist Teil einer größeren Polykrise, die mehrere Krisenphänomene gleichzeitig verschärft.
  • Politisches Handeln und Investitionen in grüne Technologien sind dringend notwendig, um zukünftige Schäden zu minimieren.

What the video covers

  • Die Hitzewelle 2023 in Europa, besonders in Frankreich, Deutschland, Italien und Belgien, vernichtet das gesamte Wirtschaftswachstum dieser Länder.
  • Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle in Deutschland liegt bei etwa 14.000, europaweit bei fast 35.000.
  • Europa ist schlecht auf extreme Hitze vorbereitet, insbesondere im Vergleich zu wärmeren Regionen wie den USA oder Asien.
  • Wirtschaftliche Auswirkungen betreffen Produktion, Infrastruktur, Landwirtschaft und Gesundheit, mit einem BIP-Einbruch von bis zu 1 Prozent in betroffenen Ländern.
  • Die mangelhafte Anpassung an den Klimawandel zeigt sich in Problemen bei Energieversorgung, Transport und Landwirtschaft.
  • Technische Lösungen wie Wärmepumpen und Solarenergie werden als zentrale Anpassungsmaßnahmen hervorgehoben.
  • Die Polykrise aus Klimawandel, Wirtschaft und anderen Krisen verstärkt die Herausforderungen für Europa.
  • Politische und gesellschaftliche Widerstände gegen notwendige Anpassungen erschweren die Bewältigung der Hitzekrise.
  • Die Folgen der Hitzewelle sind nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich dramatisch, insbesondere für ältere Menschen.
  • Eine schnelle und umfassende grüne Elektrifizierung und Investitionen in Anpassungsmaßnahmen sind dringend erforderlich.

Answers

Questions about this video

Wie stark hat die Hitzewelle 2023 das Wirtschaftswachstum in Europa beeinflusst?

Die Hitzewelle 2023 hat in Ländern wie Frankreich, Deutschland, Italien und Belgien das gesamte Wirtschaftswachstum zunichtegemacht, mit einem BIP-Einbruch von bis zu 1 Prozent.

Warum ist Europa schlechter auf extreme Hitze vorbereitet als andere Regionen?

Europa hat im Gegensatz zu wärmeren Regionen wie den USA oder Asien nicht ausreichend in Anpassungsmaßnahmen wie Klimatisierung und grüne Energie investiert, was die Folgen der Hitzewelle verschärft.

Welche technischen Lösungen werden für die Bewältigung der Hitzekrise vorgeschlagen?

Wärmepumpen, die sowohl Kühlung als auch Heizung ermöglichen, sowie der Ausbau von Solarenergie werden als zentrale technische Lösungen zur Anpassung an die Hitzekrise empfohlen.

Full Transcript — Download SRT & Markdown

00:00
Speaker A
Im Falle Frankreichs, Deutschlands, Italiens und Belgiens ist davon auszugehen, dass die Hitzewelle dieses Jahr das gesamte Wachstum zunichte macht.
00:17
Speaker A
Das ist ein Skandal eigentlich, dass Europa sehenden Auges, offenen Auges auf diese Situationen hingeht und einfach irgendwie mit den Achseln zuckt und sagt: "Nee, das könnte nicht, geht nicht, zu teuer, muss nicht sein."
00:33
Speaker A
Dieser Sommer war vor allem eines: sehr trocken und sehr heiß.
00:41
Speaker A
Es hat überall gebrannt in Spanien, Frankreich, Belgien, Italien, aber auch hier bei uns in der Eifel.
01:01
Speaker A
Immer neue Hitzerekorde gab es und die Zahl der Hitzetoten schoss dramatisch nach oben.
01:17
Speaker A
Das Robert Koch-Institut geht mittlerweile von ca. 14.000 hitzebedingten Todesfällen allein in Deutschland in den letzten Monaten aus.
01:35
Speaker A
Für Europa sind die Zahlen sogar noch höher. Da spricht man von fast 35.000 Todesfällen.
01:53
Speaker A
Wenig überraschend wird 2026 damit vermutlich das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden.
02:06
Speaker A
Und da fragt man sich natürlich, und J und ich haben das auch im Vorgespräch miteinander getan, ist das ein Ausreißer, etwas, das man jetzt gerade erstmal hinnehmen muss, oder ist das tatsächlich ein Beginn von etwas Neuem, einem regelrechten Hitzezeitalter?
02:29
Speaker A
Denn schon jetzt ist klar, die ökonomischen Auswirkungen sind massiv.
02:41
Speaker A
Man sieht es in der Produktion, bei der Infrastruktur, Landwirtschaft, Gesundheit.
02:59
Speaker A
Wir wollen deshalb in dieser Folge mit Adam Tos besprechen, was das Ganze eigentlich wirtschaftlich für uns hier in Deutschland, in Europa, aber eben auch global bedeutet und vor allem, was jetzt eigentlich die Aussichten sind, was politisch zu tun gilt.
03:14
Speaker A
Darüber sprechen wir wieder mit Adam Tos, Wirtschaftshistoriker an der Columbia University in New York, und wir, das sind Jörg Has und Sarah Ratt von der Heimlichbstiftung, und das ist Folge 32 von Märkte Mächte Emission, unserem Podcast über globale Wirtschaft, Geopolitik und die Klimakrise.
03:27
Speaker A
Märkte Mächte Emissionen. Zur Lage der Welt mit Adam Tos.
03:43
Speaker A
Ich habe die Hitzewelle in Europa, vor allem in Frankreich, miterlebt.
03:55
Speaker A
Ich war im Juli dort, mitten in Paris, und es war natürlich extrem heiß, 40 Grad, rundherum nicht auszuhalten in der Sonne, tagsüber und ohne Klimatisierung, nur mit Föhnen und Schatten so gut es ging.
04:14
Speaker A
Und es ging, aber was man erlebt, ist natürlich diese Erfahrung, dass die Stadt dann leer und leise wird.
04:29
Speaker A
Niemand geht auf die Straße, die Geschäfte haben keine Kunden, niemand geht ins Restaurant.
04:48
Speaker A
Wir saßen mal im Restaurant, die Innentemperatur bei 38 Grad Celsius.
05:03
Speaker A
Das ist natürlich nicht appetitanregend.
05:18
Speaker A
Das ist eine extreme Erfahrung, vor allem, weil ich das natürlich vergleichen möchte mit einem Normalsommer in den USA, wo ich sonst lebe, oder Asien, wo ich einen großen Teil vom Juni und Juli verbracht habe, wo solche Temperaturen gang und gäbe sind, nur dass man halt darauf eingestellt ist, die Anpassung ist erfolgt und alles hängt natürlich vor allem von der Kühlung ab, von der Klimatisierung.
05:28
Speaker A
Das zentrale Problem für Frankreich, für Europa, ist einfach, dass diese Investitionen, diese Anpassung nicht getätigt worden sind.
05:38
Speaker A
Wir haben ja vor allem Auswirkungen auf den Energiesektor, dass Kraftwerke runtergefahren wurden, auf die Binnenschifffahrt ganz stark, auf die Landwirtschaft, damit natürlich auch irgendwie auf Makrogrößen wie Wachstum, Beschäftigung und Befürchtungen von Preisdruck.
05:57
Speaker A
Was siehst du da aus den bisherigen Abschätzungen?
06:08
Speaker A
Ja, man rechnet mit einem Einbruch, verteilt auf Europa in verschiedener Höhe, im deutschen Fall vielleicht zwischen 0,5 und 1 Prozent, Frankreich vermutlich über 1 Prozent, bei Italien ebenfalls, und das sind Zahlen, die ja dramatisch sind, weil es sich um volkswirtschaftliche Größen dreht, also ums gesamte BIP, und dramatisch vor allem, weil natürlich die europäische Wirtschaft kaum wächst.
06:26
Speaker A
Das heißt, wenn 1 Prozent wegfällt, dann ist das das gesamte Wachstum.
06:37
Speaker A
Im Falle Frankreichs, Deutschlands, Italiens und Belgiens ist davon auszugehen, dass die Hitzewelle dieses Jahr das gesamte Wachstum zunichte macht.
06:53
Speaker A
Bullstop, was ja ziemliches Drama ist.
07:08
Speaker A
Länder, die eher angepasst sind und ein bisschen schneller wachsen wie Spanien, die haben natürlich auch Auswirkungen, aber sie sind eben auf diese Hitze eingestellt.
07:27
Speaker A
Im Sommer wissen die Spanier, dass auf sie eine Hitzewelle zukommt, und man muss sich dementsprechend einstellen.
07:42
Speaker A
Was fehlt, ist die mangelhafte Anpassung in Europa.
07:59
Speaker A
Und das schlägt sich ja durch die Bank durch: Störung der Energieversorgung, Transport.
08:11
Speaker A
Man kennt die berühmte Rhein-Stelle bei Kaub, wo einfach das Wasser fehlt und wo die Wasserstraßen auch nicht befahrbar sind, da ist einfach Buddelarbeit nicht geleistet worden über Jahre hinweg.
08:28
Speaker A
Das soll sich bis in die 2030er hinziehen, dieses typische schleppende Tempo.
08:32
Speaker A
Und darüber hinaus sollten wir auch über andere Verluste reden, und zwar menschliche.
08:50
Speaker A
Ich meine, es sind 14.000 Menschen zu früh gestorben in diesem Jahr in Deutschland.
09:05
Speaker A
14.000, das ist keine geringe Zahl.
09:20
Speaker A
Das sind vor allem ältere Menschen, die zusätzliche Mortalität betrifft vor allem Menschen über 70.
09:36
Speaker A
Wenn man das kalt auf Geld umrechnet, reden wir über 5 bis 10 Milliarden Euro, die dort an versicherten Lebenswerten verloren gehen, und der Albtraum in einer Institution, was weiß ich, in einem französischen Krankenhaus zu liegen und ohne Kühlung.
09:49
Speaker A
Ja, es ist ein Skandal eigentlich, dass Europa sehenden Auges, offenen Auges auf diese Situationen hingeht und einfach irgendwie mit den Achseln zuckt und sagt, nee, das könnte nicht, geht nicht, zu teuer, muss nicht sein.
10:07
Speaker A
Oder sogar Menschen sich dagegen prinzipiell wehren, was mir noch schleierhafter ist.
10:23
Speaker A
Natürlich ist das ein Stromverbrauch, aber wir wissen, wir müssen Elektrifizierung, wir müssen grün elektrifizieren, und gerade bei solchen Bedingungen ist natürlich die Solarenergie die Lösung.
10:37
Speaker A
Und wenn es heißt, dass wir nicht genug grüne Energie haben, dann heißt das nur, dass wir nicht schnell genug Solarenergie ausbauen.
10:42
Speaker A
Ich bin da also recht ungeduldig.
11:00
Speaker A
Ich sehe das einfach als eine selbst erzeugte Katastrophe, die, wenn man sieht, wie andere Menschen in anderen Ländern, Teilen der Welt mit viel höheren Temperaturen und vor allem bei viel höherer Humidität, also bei viel höherer Luftfeuchtigkeit, weitermachen.
11:17
Speaker A
Denn der europäische Sommer war ja trocken.
11:37
Speaker A
Das heißt, das ist ein ganz anderes Problem als jetzt in Singapur oder Hongkong bei hundertprozentiger Luftfeuchtigkeit, wo du ja nicht schwitzen kannst, effektiv.
11:59
Speaker A
Das sind lösbare Probleme.
12:13
Speaker A
Und ich meine, mindestens ein Anreiz in gewisser Weise jetzt mit Wärmepumpen zu klotzen, denn Wärmepumpen können ja beide Probleme der Kühlung und der Erhitzung gleichzeitig lösen, und deshalb sind sie natürlich in Ländern wie Japan, die eine ähnliche Bandbreite der Temperaturen haben, schon sehr weit adoptiert.
12:31
Speaker A
Ich will wissen, wie schwer es sich Europa bei dieser Frage tut, gerade auch Deutschland.
12:50
Speaker A
Ja, es ist ein bisschen ironisch, weil ja gerade die politische Rechte gegen Wärmepumpen gehetzt hat, und in Thailand jedenfalls die US-Rechte jetzt so über Europa sich lustig macht, dass wir zu wenig Aircondition hätten, obwohl das ja eigentlich dasselbe Gerät ist.
13:05
Speaker A
Aber gut, das ist vielleicht nur so eine Fußnote.
13:16
Speaker A
Aber Adam, vielleicht an einer Stelle möchte ich dir auch ein klein bisschen widersprechen.
13:32
Speaker A
Es gibt sicherlich für diese Hitzewellen technische Lösungen, die man in Angriff nehmen kann.
13:48
Speaker A
Ich habe in diesem Sommer erlebt, in der Landwirtschaft in Südwestdeutschland, teilweise völlig vertrocknete Weiden.
14:06
Speaker A
Die Kühe haben im August das Winterfutter gefressen.
14:22
Speaker A
Und auch da kann man natürlich andere Sorten anbauen oder sonst was, aber es ist ja zum Teil auch unvorhersehbar.
14:39
Speaker A
Also, es ist wieder im nächst...
14:54
Speaker A
Ähm also es überlagern sich immer stärker äh Krisenphänomene. Ähm ist also der Polykrisenbegriff richtig angebracht oder wie siehst du das?
15:06
Speaker A
Ja, ich denke ja, ich meine, ich habe den Begriff ja nicht erfunden, sondern von Edgar Mor, der der große französische Intellektuelle, der Anfang dieses Jahres gestorben ist, dem ein großes Staatsäh Begräbnis bereitet worden ist in Paris.
15:22
Speaker A
Aber ja, bei diesem Begriff geht's tatsächlich um dieses Überlappen ähm der verschiedenen Bereiche, so dass das Ganze noch gefährlicher ist als seine Einzelteile und ähm das scheint tatsächlich ein treffender Begriff zu sein. Ich ich bin zum ersten Mal drauf gestoßen, während
15:40
Speaker A
wir über Covid diskutierten und wir haben ja auch damals mit der Ballstiftung viel Veranstaltung gemacht und das schien mir ein Begriff zu sein, der der erfasst, wie het heterogen, wie wie vielseitig wie wie gewisserweise ähm wie so ein ganzes
16:01
Speaker A
Buffet an an unmöglichen Problemen zusammenkommt Und ähm für mich selbst habe ich ja, wie du hast es ja in gewisser Weise nachgezeichnet, angefangen, ihn für mich selbst zu verwenden nach dem russischen Angriff auf auf die auf Ukraine. Ähm und
16:18
Speaker A
die die Diagnose ist bezieht sich ja ist ja nicht die Behauptung ist ja nicht, dass hier gewisser Weise ein Polyrrise einmaliges Ereignis ist, sondern sondern ein Zustand, ein Weltzustand, eine Konfiguration der Umstände, so dass solche scheinbar zufälligen äh ähm
16:37
Speaker A
Zusammentreffen von verschiedenen Krisen dann doch deiner Zufälligkeit im Berg, weil weil die Zufälligkeit strukturell bestimmt ist und zwar durch die Steigerung von verschiedenen Krisentendenzen, die zum Teil sich gegenseitig bedingen, aber zum Teil einfach aus verschiedenen Strängen zusammenkommen. Wir haben ja,
16:56
Speaker A
ich meine, seit den 70er Jahren haben sich Leute haben Wissenschaftlerinnen sich darüber Sorgen gemacht, wie wie ähm wie ein Planet mit der gegengärgelten Bevölkerung gewisserweise lebbar gemacht werden kann.
17:10
Speaker A
Und man kann ja wohl nur weiteres sagen, dass wir vielleicht mittlerweile an den Grenzen dieser Lebarkeit kommen und stoßen und das manifestiert sich nicht als allumfassende Krisen aller Menschen gleichzeitig und manifestiert sich, sondern manifestiert sich unter anderem in
17:27
Speaker A
dieser Ballung von verschiedenen Krisen an bestimmten Punkten in den bestimmten Momenten. Und das dafür scheint mir der Polykrisenbegriff durchaus tauglich zu sein. Er ist in gewisser Weise unbestimmt.
17:38
Speaker A
Mehr festgelegte sozialwissenschaftliche Kollegen werfen mir vor mit diesem Begriff gewisserweise einfach nur eine Kiste aufgemacht zu haben, wo man alles mögliche reinwerfen kann. Könt meiner Meinung nach zu Logik des Modells. Was daraus auffolgt ist, sind praktische Ideen darüber, was man was man machen
17:55
Speaker A
kann und was man nicht machen kann. Auf der einen Seite könnte man denken an Polylösungen. Das heißt, man versucht mit einem Mittel möglichst viele Fragen gleichzeitig zu bearbeiten. Das im Ansatz sah man das z.B. der beiden Administration mit
18:10
Speaker A
diesem berühmten Inflation Reduction Act, der ja gleichzeitig alle möglichen Dinge bedingte, die Herausforderung Chinas, Dekarbonisierung, soziale ähm Bedrängnisse in Amerika, Deindustrialisierung Regionalpolitik sollte alles mit diesem IR gemacht werden. Man könnte sogar sagen, z.B. die EU mit dem Next Gen EU
18:32
Speaker A
ähm dies das Programm vom Sommer 2020 hat die Covid-Krise umgemünzt in eine Gelegenheit, um Klima und Digitalisierungspolitik zu machen. Das das sind Antworten, das sind auf auf eine solche Herausforderung, aber man könnte auch minimaler ansetzen und sagen, okay, sein wir mal nicht so
18:52
Speaker A
ambitioniert. Weder das eine noch das andere Beispiel, dass ich angeführt habe, ähm stimmt besonders optimistisch.
18:58
Speaker A
Die Inflation Reduction Akt ist abgewählt worden und die Next EU hat relativ wenig vor sich für sich selbst vorzuweisen, das Programm in Europa seit 2020. Also könnte man auf könnte man auf technologische Lösung äh verweisen. Und da kommen wir zu dem Punkt zu dem
19:14
Speaker A
Streitpunkt zwischen uns äh ja zurück, mit dem wir angefangen haben, denn denn es scheint für mich jedenfalls unstrittig zu sein, dass dass im Grunde die Covid-Krise ja durch Impfstoffe gelöst worden ist und durch Massenimpfung. Und wenn sich solche technologischen Lösungen anbeten,
19:34
Speaker A
dann sollten wir um Gottes Willen uns darin bemühen, um damit umzugehen. Und deshalb für mich auch gewisserweise bis zu dem bis zum Pol, also ich würde das selbst zu einer Polik machen. Gottes Willen klimatisieren wir doch und dann
19:49
Speaker A
sind wir [gelächter] in der Kühle äh vielleicht bei klarem Kopf und so andere Dinge ausdenken. Aber ich schwö es euch, in großen Teilen der Welt ist es einfach unfassbar, dass einige hundert Millionen steinreiche Menschen wie in Europa sich einfach schwitzend
20:09
Speaker A
durch den Sommer krieseln, statt sich gottverdammt noch mal eine Klimaanlage zu kaufen. Und das ist der Gestus gewisserweise. Okay, man kann ganz ambitioniert Polyrise mit Polylösung ansetzen oder wir können einfach gewisserweise wir haben ein wir haben einen Nagel,
20:27
Speaker A
lass uns einen Hammer nehmen und diesen Nagel ähm äh reinklopfen. Und ähm wir müssen glaube ich vermutlich pragmatisch und möglichst möglich äh äh möglich mit offener mit offener Perspektive alle möglichen Lösungsansätze und unten strittig. Alter, ich streck mich mit meinen Vermietern darüber. Ups,
20:51
Speaker A
[gelächter] in meiner Mietwohnung, ich weiß, deine Wohnung braucht ja die Klimatisierung, aber äh nee, das ist das ist sicherlich unstrittig. Und eine schöne Polilösung ist übrigens auch Bäumepflanzen, die spenden Schatten, Spendenschatten und äh aus dem ziehen sie CO2 aus der Luft und so weiter. Also
21:11
Speaker A
auch das, was Europa bisher erlebt hat, geht mit Schatten und Föhen, ehrlich gesagt. Ähm wenn die Gebäude anständig äh vom vom Design und vom Layout anständig sind. Ich meine, in der Hinsicht ist es ja auch, also immer wieder finde ich erstaunlich,
21:27
Speaker A
wie wenig jetzt trotzdem auf politischer Ebene in Deutschland misskutiert wurde, was man denn jetzt gegen diese Hitzewelle akut machen kann in der Situation, aber auch präventiv, weil also auch ganz stark natürlich auch von Unionsseite es immer sehr stark
21:42
Speaker A
dargestellt wurde, wir müssen uns jetzt erstmal um die Wirtschaft kümmern, weil unsere Wirtschaft, der geht es so schlecht und das wird praktisch entgegengesetzt zum Klimaschutz. Dabei er hat ja jetzt genau das wieder gezeigt, das kann man alles nicht mehr
21:52
Speaker A
voneinander trennen. Also wir erleben einen riesigen Hitzesommer und es hat extreme ökonomische Auswirkung. Du hast ja am Anfang auch ein paar Zahlen genannt. Es gibt jetzt, glaube ich, vier oder fünf große Studien, die alle im Detail berechnen, wie sich das auf
22:06
Speaker A
verschiedene Bereiche auswägt. Und da kann man wirklich durch die Bank über alle Sektoren gehen, ob jetzt Bildung, Soziales Gesundheit Infrastruktur ähm Produktion, Arbeitswelt, also da ist nichts nicht betroffen. Und ähm deshalb, also ja, es ist immer wieder erstaunlich, wie gut wir dann doch daran
22:24
Speaker A
sind, praktisch die Polikrisen, die passieren, dann aber eben auch nicht in ihrer Gesamtheit zu sehen und wie sie vielfältige Auswirkungen haben, die kleine Ansatzpunkte brauchen, ne? wie das können dann Bäumepflanzen sein, aber ja in durch trotzdem durchdacht werden
22:40
Speaker A
müssen ähm was man da jetzt gegen tun kann und da ist natürlich jetzt gerade auch äh hier wir sitzen in Berlin jetzt steht hier bald die Wahl an auf Landesebene und im Bundestrend steht eine Partei ganz weit oben oder an
22:53
Speaker A
erster Stelle muss man ja tatsächlich sagen, die AfD, die ähm im Wesentlichen eigentlich eine Rückkehr in die Vergangenheit verspricht, den Klimawandel nicht komplett leugnet, aber auch nicht einsieht, dass jetzt diese Hitze Wellen verstärkt darauf zurückzuführen sein und damit er im
23:09
Speaker A
Prinzip die Gefahr droht, dass wir uns eigentlich gar nicht um diese Probleme auf politischer Ebene kümmern werden.
23:15
Speaker A
Also ja, ist es aus deiner Sicht, gibt's dann eine Negativspirale, also, dass jetzt in Krisen vielleicht auch dann eine Tendenz gibt, dass die die Bevölkerung stärker rechts wählt und damit eigentlich dann auch die Krise letztenendes verschärft?
23:30
Speaker A
Ja, klar. Ich meine, ich fliege am Wochenende nach Amerika zurück, [gelächter] wir bereits einen Präsidenten haben, der die Wirksamkeit seines eigenen Impfstoffes leugnet. Also, ich meine, das ist ja, das ist ja im Grunde der große Erfolg der ersten Amtzeit Trumps,
23:47
Speaker A
dass sie Operation Warp Speed. Ähm, das sind ja die, das ist der große Durchbruch und das ist der politische Diskurs ist dermaßen ähm aufgelöst und inkoherent, dass dass er nicht selbst zu seiner eigenen Erenschaft stehen kann. Also das das was
24:05
Speaker A
Bild, dass du mal s ist tatsächlich wirklich ein Albtraum und das Scheitern der Ampelkoalition ist ein Desaster für die deutsche Demokratie. mehr muss man so sagen und es ist klar, dass die Hauptschutz dafür nicht bei den Grünen liegt, ähm sondern bei der bei der FDP,
24:22
Speaker A
die zumindest die Quittung dafür bekommen hat, aber ihre Stimmen scheinen ja nicht, ja, scheint ja unter anderem auch die AfD zu erben.
24:32
Speaker A
Das Problem wird sein natürlich ähm da Vermittlung zu aufzubauen. Das ist Vermittlung in dem Sinne, dass man den Menschen erklärt, was gehen muss, aber auch logischerweise ähm Verbindungen herstellt. Denn es ist ja schön und gut zu sagen, dass die Lösung dass die
24:49
Speaker A
Erfahrung der Hitzewelle die Erfahrung der Hitzewelle lehrt, dass wir mit der Klimapolitik ernst machen müssen. Aber es gibt natürlich das Problem, dass die deutsche Klimapolitik das Problem zu einem wirklich keinen Teil berührt. Und da sind, glaube ich, Lösungen wie
25:06
Speaker A
Hitzepumpen besonders attraktiv, weil sie gleichzeitig Adaption, also gleichzeitig Anpassung und zur Lösung des Problems beitragen. Das heißt, also das ist ähm das ist absolut zentral. Das heißt, ich würde in diesem Moment gewisserweise den Schwerpunkt setzen auf solche Lösung.
25:27
Speaker A
Vielleicht ist dies nicht unbedingt der Moment, was weiß ich, bei den Elektroautos äh besonderes Phase zu machen, obwohl es dafür auch eigene Gründe gibt. Aber in der Palette der möglichen Klimalösung scheint mir, dass gewisserweise das, was an die Gebäude,
25:43
Speaker A
ansäusliche, was bei den Klimapumpen los ist, das ist das scheint mir die die optimale Antwort zu sein. Aber die größere Frage, die du stellst, Sarah, ist ja die entscheidende für die Legitimierung, denke ich, der demokratischen Politik im gegenwärtigen
26:00
Speaker A
Moment, nämlich ist man in der Lage, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren, ist man in der Lage große Probleme, die unter anderem von der AfD angesprochen werden, aber in einem verzehrten rassistischen xenophoben apokalyptischen Weise ist man in der Lage, diese Probleme anders auszudeuten
26:21
Speaker A
und dafür wir dann auch wirklich konkrete und unmittelbar äh äh ähm funktionale Lösungen auch zu bieten und ein ein Gespräch, einen Diskurs darum systematisch aufzubauen.
26:35
Speaker A
Und die Ampelregierung war ein Versuch in diese Richtung, ist aber dann ist aber wirklich dann auseinandergerissen worden und da kommt die Polrise halt hinzu, weil natürlich das Regierungsgeschäft ungeheuer erschwert würde durch den brutalen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Das kann
26:52
Speaker A
man ja nicht, kann man sollte man nicht in keiner Weise verleugnen. Und das Ziel muss sein, vermutlich immer wieder solche Krisen umzusetzen in Beschleunigung von strategischen Lösung.
27:03
Speaker A
Aber das ist ich habe keine einfache Antwort auf auf deine auf deine Frage, die mir wirklich die allerwichtigste scheint. Noch sollte man irgendwie jetzt einfach nach China gucken und denken, ja, aber da ein autoritäres System hat die Lösung. Ich meine gerade bei Covid
27:19
Speaker A
ist das ja wirklich in der Tragöde, weil weil sie in der ersten Runde natürlich für sich beanspruchen konnten, was weiß ich, mit einem Volkskrieg gegen Covid die erste Werde wirklich besiegt zu haben, aber dann sind sie an der zweiten
27:31
Speaker A
Welte an Omicron ähm über den Winter von 21 22 und dann mit dem Lockdown in Shanghai natürlich blamabel, desaströs gescheitert in ihrer Politik. Und das hat in auch in China eine ein absolut brutales Abbrechen der Zustimmung und des Vertrauens der
27:52
Speaker A
Bevölkerung zur chinesischen Regierung ähm bewirkt. Das heißt, es ist eine sehr sehr sehr sehr wichtige Frage für politische Systeme demokr ob sie demokratisch sind oder nicht. Ähm denke ich. Ich setze nach wie vor darauf, dass es gelingen muss, sowas
28:14
Speaker A
wie einen, ja, ich nenn es mal ein Klassenkompromiss äh zustande zu bringen, wo wir die Energie und die Kraft, die in dieser Gesellschaft steckt, die Ressourcen, die in dieser Gesellschaft stehen, dafür mobilisieren, die Krisen zu bewältigen, aber in der solidarischen Beweise weise,
28:29
Speaker A
dass die stärkeren Schultern eben auch die größeren Lasten tragen. Dazu muss es muss es kommen, halt ich für unabdingbar, aber mal schauen. Man muss das ja auch nicht als reine Kosten, ich meine, was weiß ich, die Schätzung der EU gehen dahin, dass das jährlich 40
28:45
Speaker A
bis 50 Milliarden Euro ausgegeben müssen werden müssen für die Modernisierung an Anpassung des Gebäudebestands in Europa an die auf uns zukommenden Herausforderungen. Und das ist [gelächter] what's not like. Das ist ein ein Investitionsprogramm ein Anpassungsprogramm.
29:05
Speaker A
Äh, das sind das sind gute Stellen äh in komplexen Situationen diese Anpassung zu erreichen. Ich pläere nicht dafür, dass wir jetzt irgendwelche plumpen Kühlungsgeräte an den schönen Wände von Paris einfach anklatschen. Da da müssen komplizierte und komplexe und
29:22
Speaker A
erfinderische Lösung gefunden werden. Aber das sind Herausforderungen, wie du sagst Jörg, die im Grunde eine gesellschaftliche Mobilisierung ermöglichen sollten und nicht zu einer Partsituation und zu einer gegenseitigen Blockierung. Und ähm und ich find's ich find's wirklich es ist bedrückend, dass
29:42
Speaker A
was diesen Sachen Bundeswehr und Aufrüstung gewisserweise diese Flexibilität da ist und ich meine das ist eine alte Lehrer, aber trotzdem das eine ähnliche Energie und eine ähnliche Fantasie und ähnliche Mobilisierungsvorstellung für diese im Grunde doch sehr viel nahliegendere
30:01
Speaker A
Herausforderung äh nicht zu nicht zu finden ist. Ja, danke Adam. freuen uns äh dich bald in einem Monat wiederzusehen für die nächste Folge. Äh [schnauben] wir bitten alle unsere äh Zuhörerinnen und Zuhörerinnen noch ein bisschen dran zu bleiben, weil wir haben dieses Jahr auch
30:18
Speaker A
noch ein MME Update, also da gibt's noch ein paar spannende neue Infos, aber erstmal tschüss Adam und herzlichen Dank für diese Aufnahme.
30:26
Speaker A
Bitte, bitte. Tschüss Leute. Ja, Jörg, du hast jetzt gerade diese Solidarität angesprochen, die es bedarf in der Gesellschaft und auch eine gewisse ja gemeinsame Verständigung, ne, dass man auch diese Probleme angehen will. Ich habe mich jetzt gefragt, also
30:43
Speaker A
wie sehe das denn deiner Meinung nach auf internationale eben aus? Wir haben jetzt sehr viel über Deutschland geredet und gleichzeitig ist ja auch klar geworden, andere Länder und andere Menschen äh sind auch viel viel stärker von der Polikrise betroffen und haben
30:56
Speaker A
auch viel weniger die finanziellen Mittel tatsächlich äh etwas dagegen zu tun. Also, wie sehr für dich diese internationale Solidarität dabei aus?
31:06
Speaker A
Na ja, es ist momentan vielleicht etwas aus der Mode gekommen. Ähm, es werden überall Mittel gekürzt für Entwicklungszusammenarbeit für Katastrophenhilfe und für internationale Organisation.
31:17
Speaker A
Aber im Prinzip haben wir das Instrumentarium weltweit. Wir haben internationale Institutionen wie das Worldfood Program, wir haben eine Weltgesundheitsorganisation, wir haben ein breites Instrumentarium internationale Kooperation, die gerade ähm Anpassung, Krisenvorsorge und Krisenbewältigung ähm möglich macht. Und ich glaube, man
31:37
Speaker A
muss jetzt einfach gegenhalten, gegen dieses Ich zuerst. Und in der Krise äh stelle ich die Ellenbogen aus und hoffe, dass ich alleine irgendwie durchkomme, weil letztenendes hängen wir alle ganz essentiell in dieser Welt äh voneinander ab und äh jeder von uns wird auch eines
31:55
Speaker A
Tages wird darauf äh angewiesen sein, Solidarität von anderer Seite zu erfahren. Und im Grunde geht's darum, dass wir eine heißer werdende Welt, heißer werdenden Planeten mit schwierigeren Verhältnissen, dass wir indem ein gutes Leben für alle solidarisch organisieren. Und dafür
32:14
Speaker A
braucht's leistungswegen stark die Bereitschaft äh, dass die Schwächeren äh unterstützt werden und dass die Stärkeren ihren gerechten Beitrag leisten. Und das muss gesellschaftlich diskutiert und eingefordert und immer wieder erkämpft werden. Das ist meine Hoffnung auch in dieser schwierigen
32:32
Speaker A
Zeit, dass wir da ähm die Fähigkeit dazu haben. Ja, und deshalb ist ja vielleicht auch schön, dass wir hier im Podcast immer auf die verschiedenen Ebenen blicken, weil es ist eben sehr leicht, wenn man zu Hause so viele Probleme hat, ja, auch
32:44
Speaker A
einfach sich nur um sich selber zu kümmern oder das, was halt direkt vor der Nase passiert. Aber letztenendes leben wir ja doch alle in einer globalisierten Welt. Äh und deshalb ist es natürlich auch extrem wichtig, da ein globales Verständnis auch von Problemen
32:58
Speaker A
weiterzubehalten und dann aber eben darüber hinausgehen, natürlich auch konkret gemeinsam zu handeln und äh solidarisch zu sein.
33:08
Speaker A
Wir wollen heute im Anschluss äh jetzt an das Gespräch mit Adam auch noch mal ein Update zu den Themen unserer vergangenen ähm Folgen von Märkte möchte Emission liefern. Wir nennen das MME Update und probieren es jetzt aus. Und vielleicht
33:26
Speaker A
sind da für euch spannende Infos drin zu den einzelnen Themen, über die wir in den vergangenen Monen gesprochen haben.
33:32
Speaker A
Wir verlinken zu jedem dieser einzelnen Punkte eine Quelle in den Showotes. Also, wenn euch das irgendwie interessiert, was wir da ansprechen, ihr könnt dann jeweils mehr nachlesen äh über die Showotes. Es ist im Prinzip so ein bisschen als ein kleiner Service für
33:48
Speaker A
euch gedacht, dass Themen, die für uns weiterhin relevant waren und wo wir auch weiterhin Sachen gelesen haben, wir eben manchmal dann nicht noch komplett in der Folge abdecken können, aber es als sehr relevant halten. Und deshalb geben wir
34:00
Speaker A
euch jetzt einen kleinen Überblick, was da ansonsten in den letzten Monaten noch passiert ist.
34:05
Speaker A
Ja, im April sprachen wir über den fünf Jahresplan Kinas und seine Bedeutung für den Klimaschutz. Und in China ist es so, dass dann äh nach dem allgemeinen Fjahresplan spezifische Sektor fünfjahrespläne veröffentlicht wurden.
34:19
Speaker A
Und natürlich haben die Klimainteressierten die eigenen Pläne für den Kohlektor, der so verschmutzend ist und für den Klima äh Schutz äh sehr interessiert verfolgt.
34:30
Speaker A
Und die Kurzfassung ist ehrlich gesagt, es bleibt irgendwie uneindeutig. äh die Signale, die von diesen Plänen ausgeht, sind so gemischt und ähm so richtig viel schlauer ist man hinterher nicht. Aber ähm jedenfalls es gibt da mehr Details und wer dazu was wissen will, äh
34:50
Speaker A
nachlesen in den Showotes. Auch großes Thema im Frühjahr war natürlich der Angriff der USA und Israels auf den Iran und die Folgen. Wir haben damals wie viele wahrscheinlich auch erwartet, dass es zu einer massiven globalen Energiekrise führen würde. Die
35:04
Speaker A
ist allerdings größtenteils äh ausgeblieben, zumindestens in dieser Intensität. Also, der Ölpreis blieb bei ungefähr 100 $ pro Barrel. Zwischendurch vermutete man, dass er auf über 200 klettern würde. Und was ist da passiert?
35:19
Speaker A
Äh, da ist auch eine Antwort tatsächlich wieder China, denn China hat seine Ölimporte kurzfristig fast um die Hälfte verringert, indem sie selber rasch elektrifiziert haben, Inlandsflüge verringert haben, Kohle verflüssigt haben, aber eben auch äh auf einen sehr großen Ölspeicher äh zunehmend
35:38
Speaker A
zurückgegriffen haben. An der Stelle auch interessant gab es ein CL Interview mit Adam, wo das noch mal in die Tiefe besprochen wird.
35:47
Speaker A
Ja, im vergangenen Mai haben wir äh das Thema der Konferenz zum Ausstieß aus den fossilen Energien in Santa Marta in Kolumbien gehabt. Äh da gibt's leider eine etwas schlechte Nachricht.
36:00
Speaker A
Kolumbien äh hatte Präsidentschaftswahlen und die progressive Regierung unter Gustavo Petro wurde äh leider abgewählt. Äh wir haben jetzt einen extremen rechtennachfolger, der wieder stark in fossile Energien einsteigen will, inklusive Fracking. Aber der in Santa Mata angestoßene Prozess wird
36:20
Speaker A
weitergehen. Es wird eine Nachfolg Konferenz geben, voraussichtlich im Februar 2027 unter Präsidentschaft von Twala und Irland. Also, wir bleiben dran. Auch sprachen wir im Juni über den Chinaschock für die deutsche und europäische Industrie. Kern des Themas war dabei vor allem die Krise der
36:40
Speaker A
Autoindustrie. Und Adam hat da selber im Juli eine spannende Analyse veröffentlicht, wo er noch mal gezeigt hat, wie die deutschen Autofilmen über die letzten Jahre ihre Preise und Profite steil angehoben haben und damit vor allem ihre Anteilseignerin sehr gut ausgestattet und begünstigt
37:00
Speaker A
haben. und stelle die Gewinne in die Forschung und die Weiterentwicklung auch gerade im Bereich der elektrischen Autos zu investieren. Da auch eine große Leseempfehlung sich noch mal das Chartbook anzuschauen.
37:12
Speaker A
Im Juli hatten wir das Thema der KI Bubble und ihre möglichen Folgen für Weltwirtschaft und das Klima. In seinem wirklich immer sehr lesenswerten Newsletter schreibt der amerikanische Publizist Bill McCibben über die äh doch in den USA sehr massiven Auswirkungen
37:30
Speaker A
des KI Booms auf die US-Emission und über den wachsenden dezentralen Widerstand gegen neue Rechenzentren.
37:39
Speaker A
Wir finden das ziemlich ermutigend, denn die KI Entwicklung in den USA scheint zunehmend außer Kontrolle zu geraten.
37:47
Speaker A
Also lest auch da mal rein in den Newsletter von Bill Mcbben. Das war's für heute.
37:53
Speaker A
Lasst uns gerne mal euer Feedback da, was ihr von MME Update haltet, ob das für euch hilfreich ist. Ansonsten freuen wir euch dann beim nächsten Mal wiederzuhören. Feedback könnt ihr wie immer an mme@böll.de schicken. Märkte Mächte Emission ist ein
38:09
Speaker A
Podcast der Henrich Böllstftung. Konzeption und Redaktion. Jör Sarah Ribert mit Adam Tus Produktionsleitung Jonas Witch Schnitt Audiokollektiv Projektmanagement Social Media und Marketing Christina Roder und SEO Hannes Jeremia Jax.
38:27
Speaker A
Märkte [musik] Mächte Emissionen zur Lage der Welt mit Adam Tos. [musik] เฮ
Topics:HitzekriseEuropaKlimawandelWirtschaftliche AuswirkungenAnpassungWärmepumpenSolarenergiePolykriseHitzeKlimapolitik

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