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Hirnforscher erklärt, was mit uns los ist - Gerald Hüther

Gerald Hüther erklärt, wie unser Gehirn funktioniert, warum wir suchen und wie wir als Menschen wachsen können.

Key Takeaways

  • Das Gehirn ist lebenslang formbar und nicht genetisch festgelegt.
  • Liebe bedeutet bedingungsloses Interesse an der Entfaltung des anderen.
  • Wir sind alle Suchende und lernen ständig, wie das Leben funktioniert.
  • Gesellschaftliche Strukturen können die individuelle Entfaltung hemmen.
  • Innere Unruhe trotz äußerem Erfolg ist ein Zeichen für die Suche nach Sinn.

What the video covers

  • Gerald Hüther beschreibt sich als Suchenden, der das Leben und Zusammenleben verstehen möchte.
  • Er definiert Liebe als bedingungsloses Interesse an der Entfaltung des Geliebten.
  • Hüther kritisiert gesellschaftliche Hierarchien und deren negative Auswirkungen auf die Entfaltung des Menschen.
  • Er erklärt die Neuroplastizität und wie das Gehirn lebenslang formbar ist, entgegen früherer deterministischer Annahmen.
  • Das starre Schulsystem wird als Folge des alten Denkens über genetische Determination dargestellt.
  • Hüther betont, dass niemand von Geburt an weiß, wie das Leben funktioniert, sondern dies erst unterwegs gelernt wird.
  • Er spricht über die innere Unruhe trotz äußerem Erfolg und die Suche nach einem stimmigen Leben.
  • Die Bedeutung von Offenheit, ehrlichem Austausch und Interesse am Gegenüber wird hervorgehoben.
  • Hüther sieht die Menschheit in einer Übergangsphase vergleichbar mit der Evolution vom Einzeller zum Vielzeller.
  • Er ist optimistisch, da jeder Mensch als Kind mit einem guten Kern geboren wird, der sich entfalten kann.

Answers

Questions about this video

Was versteht Gerald Hüther unter Liebe?

Liebe ist für Gerald Hüther das bedingungslose Interesse an der Entfaltung des Geliebten, nicht nur eine Beziehung, die an Bedingungen geknüpft ist.

Wie erklärt Hüther die Neuroplastizität des Gehirns?

Hüther beschreibt, dass das Gehirn lebenslang formbar ist und sich durch Erfahrungen und Lernen ständig neu verschaltet, entgegen früherer Annahmen, dass das Gehirn nach der Kindheit unveränderlich sei.

Warum ist das alte Schulsystem laut Hüther problematisch?

Das Schulsystem basiert auf der Annahme genetischer Determination, weshalb Schüler in Gruppen eingeteilt werden, anstatt jedem die Möglichkeit zu geben, sein volles Potenzial zu entfalten.

Full Transcript — Download SRT & Markdown

00:03
Speaker A
[musik] Also, wenn ich es ganz auf den Punkt [musik] bringe, bin ich jemand, der sucht.
00:11
Speaker A
Ich will einfach verstehen, wie das geht. Das Leben, [schnauben] also mein Leben, dein Leben, unser Zusammenleben.
00:20
Speaker A
Liebe ist das bedingungslose Interesse an der Entfaltung des Geliebten oder der Geliebten. Das ist doch nicht bedingungslos, wenn ich die nur mag, wenn sie meinen Plan erfüllt. Ist narzisstische Selbstbefriedigung.
00:35
Speaker A
[musik] Überall werden wir zu Objekten gemacht, überall eine Hierarchie und das ist hirntechnisch der Unsinn. [musik] Dann können sie auch nicht sich entfalten. Und jetzt kommt die schönste Erkenntnis.
00:48
Speaker A
[musik] Ich glaube, wir kennen alle dieses Gefühl. Wir sind total erschöpft, aber können nicht so richtig schlafen. Wir haben im Grunde alles oder ganz viel, was wir uns immer gewünscht haben und trotzdem ist da so eine Art innere
01:02
Speaker A
Unruhe. Und die Frage, wie schaffe ich es, dass ich mein Leben stimmig anfühlt oder wieder stimmig anfühlt? Mein heutiger Gast hat sein gesamtes Leben darauf verwendet, genau diese Frage zu verstehen. Gerald Hüter ist Hirnforscher und Autor. Er weiß, was in unseren
01:19
Speaker A
Köpfen passiert, wenn wir uns verlieren. Er weiß, warum wir einander verletzen und er weiß, was es braucht, damit wir wieder zu uns selbst finden. Ich wünsche euch viel Vergnügen im Hotel Matze mit Gerald Hüter.
01:35
Speaker A
Wenn wir uns nachts an einer Hotelbar kennenlernen würden, irgendwo in der Welt, und ich würde dich fragen, was machst denn du eigentlich? Was antwortest du in solchen Fällen? Ich [schnauben] würde erstmal gucken, ob du mir sympathisch bist und äh weil ich
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Speaker A
nicht mit allen Leuten so offen rede und ich möchte, wenn ich mit jemandem rede, ja auch ehrlich sein.
01:58
Speaker A
Und [schnauben] dann, wenn ich dann das Gefühl hätte, dass du mich magst und du mir auch irgendwie auf mich den Eindruck machst, als ob du ein ehrlicher Mensch bist, der ist auch einfach den es einfach wirklich interessiert, mit jemandem in Austausch
02:13
Speaker A
zu gehen, dann würde ich sagen, du, also wenn ich es ganz auf den Punkt bringe, bin ich jemand, der sucht.
02:21
Speaker A
Ich will einfach verstehen, wie das geht. Das Leben, also mein Leben, dein Leben, unser Zusammenleben.
02:30
Speaker A
Und ich bin ja von Hause aus Biologe und deshalb geht's auch um das Zusammenleben von allem, was da an menschlichen und anderen Lebensformen entstanden ist auf diesem Planeten. Und das ist eine wunderbare Suche. Ich glaube, dass wir alle auf irgendeine Art und Weise nicht
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Speaker A
genau wissen, wie es geht. Also Mensch sein ist eine schwierige Geschichte und Mensch werden erst recht. Und ich habe auch manchmal das Gefühl, wir sind noch weit davon entfernt, dass wir mit Fug und Recht sagen können, dass wir dort
02:59
Speaker A
angekommen sind, wo wir als Menschen mal sein könnten. Aber das würde ich so ungefähr sagen, ich bin einer, der sucht und der, wenn er dann was gefunden hat, es dann auch versucht anderen zu erklären. Bin auch ein Erklärer, ein
03:14
Speaker A
Suchender. Ein Suchender und ein Erklärer. Äh, aber dann ist schon ziemlich Schluss, weil einer, der sich aufopfert für andere, bin ich nicht. Hm, der unbedingt will, dass alle nach ihm, nach seinen Vorstellungen tanzen, bin ich auch nicht, aber ich bin unglaublich
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Speaker A
interessiert daran, was in jedem Menschen so äh vor sich geht und und das kriegt man raus, wenn man sich auf ein dieses Gegenüber einlässt.
03:44
Speaker A
Möchtest du denn, wenn du suchst, ankommen? Nein, [räuspern] wenn ich suche, kann ich ja nie ankommen. Also, dann wäre ich kein Suchender. Genau. W ich ja, wo ich hin will, sondern du, also ich lasse mich auf das ein, was mir da
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Speaker A
unterwegs begegnet und habe lediglich im Hinterkopf so ein ständiges Bemühen rauszufinden, ob es da ein Prinzip dahinter gibt.
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Speaker A
Also dieses Suchen und Verstehen, ja, das ich gerne verstehen würde, warum das so ist, wie es ist und wie es so geworden ist, wie es ist.
04:19
Speaker A
Und das äh das ist schon eine tolle Aufgabe. Ich mag sein, dass ich deshalb Biologe geworden bin. Mag sein, dass ich auch deshalb in dieser Hirnforschung gelandet bin. Da ist man ja unmittelbar konfrontiert mit dem Umstand, dass man
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Speaker A
rauskriegen will, wie das da oben so ein bisschen funktioniert. Was ist denn etwas, wo du sagen würdest nach vielen, vielen Jahren der Suche hier glaube ich, habe ich wirklich das habe ich verstanden, da weiß ich also das könnte ich im
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Speaker A
Grunde jeden Menschen, den ich treffe, erklären und der würde danach auch, wenn er mir richtig zuhört, das auch verstehen.
05:00
Speaker A
Ich also ich glaube fast, dass es dieses wir sind alle Suchende ist, weil das ist nicht nur so, dass ich suche, du bist genauso einer, der nicht weiß, wie es geht und der es irgendwie rauskriegen muss und unterwegs tausend
05:12
Speaker A
mal in die Irre läuft. Und das die die neurobiologische Grundlage für diese Aussage, wir sind alle suchend und keiner weiß, wie es geht, [schnauben] ist diese Neuroplastizität und die ich bin ja schon sehr lange in dem Geschäft, also
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Speaker A
was weiß ich von 70 bis 2030 Jahre habe ich hier wirklich mit hochgekremmelten Armen und den und der Lupe und allem, was da zur Verfügung stand, den experimentellen Hirnforscher gemacht und habe das da in alle seine Teile zerlegt und geguckt, wie das
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Speaker A
funktioniert. Und und als ich angefangen habe, gab es noch das Dogma, dass ein einmal ausgereiftes Gehirn des Menschen oder auch der Ratte oder der Maus oder was weiß ich sich nicht mehr ändern kann, aus die Maus. So, das war Determinismus
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Speaker A
pur. Also mussten irgendwie die genetischen Anlagen, so hieß es damals, legen fest, was draus werden kann und dann bis zur Pubertät oder bis man erwachsen ist, was immer das ist ja in jedem Land dann auch noch mal anders
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Speaker A
definiert, sollte es dann so sein, dass das Hirn sich dann nach diesen genetischen Programmen zusammengebaut hat, also Bauplan und dann fertiges Ding und das war dann so und das musste dann so bleiben, das konnte sich nichts mehr dran ändern. Musst es dann mit dem
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Speaker A
zufrieden sein, was da bis dahin entstanden war. Das ist tiefgreifend gewesen. Das merkt man erst dann, wenn man sich fragt, äh, könnte es sein, dass das als Begründung genommen worden ist für ein dreigliedriges Schulsystem und die Antwort heißt ja.
06:45
Speaker A
Weil es, wenn es genetisch ist, dann macht es doch keinen Sinn, alle in diese Schulen zu stecken, wo sie alle die Möglichkeit bekommen, das bestmögliche zu lernen und die maximalen Verschaltungsmöglichkeiten da im Hirn auszubilden, sondern wenn das alles
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Speaker A
begrenzt ist und genetisch determiniert ist, dann sucht man ja schlauerweise in der Grundschule aus, wer da passt und wer da nicht passt. Und da hat man die drei Gruppen gebildet, mit denen wir im Grunde genommen bis heute noch
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Speaker A
umherlaufen. Und da gibt es auch viele, die sind der Meinung, dass sie ihren Erfolg im Leben, [räuspern] ihren genetischen Anlagen verdanken.
07:24
Speaker A
Und das war die Neurobiologie in den 60er, 70er, 80er Jahren. Und dann kam dieser Umschwung in den 90er Jahren, wo es sich alles auf dem Kopf gestellt hat und wo die Ehrenforscher selbst fasziniert vor den Bildern saßen,
07:39
Speaker A
die sie da produziert hatten und wo plötzlich dort über hat einer Jonglieren gelernt und ein halbes Jahr später, als er richtig gut mit fünf Bällen jonglieren konnte, hatte der da auf einmal im Hirn eine Verschaltung, die war vorher gar nicht da gewesen, die hat
07:51
Speaker A
sich gebildet, weil er was gelernt hatte. Und plötzlich stellt man fest, das ist das ganze Leben lang formbar, umbaubar. Die Vernetzungen im Sinn niemals fest. Die können gar nicht genetisch determiniert sein. Da müsste ich das ganze Leben lang umher rennen,
08:05
Speaker A
so blöd wie ich am Anfang einmal gewesen bin. Und das ist natürlich eine Herausforderung für unser ganzes Denken gewesen und es hat sich bisher immer noch nicht ganz durchgesetzt, aber die Schlussfolgerung heißt, wenn das so ist, dass das immer wieder sich umbaut, dann
08:19
Speaker A
kann es ja nicht so sein, dass wir Gott gegeben oder durch irgendeine Instanz es schon in uns haben, dass wir wüssten, wie das Leben geht.
08:27
Speaker A
Müssen es unterwegs rausfinden. Das ist Menschheitsgeschichte. Seitdem die Menschen unterwegs sind, versuchen sie rauszufinden, wie es geht.
08:34
Speaker A
[schnauben] Und bist du in die Neurobiolo
08:50
Speaker A
es kann auch nicht so fest sein. Soweit war ich dann, ne? Ich habe das ja auch akzeptieren müssen, diese Dogmen, die es da gab. Es gab ja noch so ein anderes, dass das alles genetisches, also das dieser genetische Determinismus
09:03
Speaker A
war ja war ja äh sozusagen die Grundlage für alles geworden. Ich weiß nicht, kriegte bei der deutschen Forschungsgemeinschaft gar keinen wissenschaftlichen Forschungsantrag mehr durch, wenn ich da nicht eben auch ein Kapitel dazu gepackt hätte, wo ich molekular genetische Untersuchung
09:20
Speaker A
einbezogen habe. Wenn das nicht dabei war, floge ich da raus. Also, es war dann auch gewollt. Man sollte, man wollte immer diesen genetischen Determinismus so aufrechterhalten und dann hat man ja auch den Wahn geab, wenn man das jetzt mal richtig kräftig macht
09:34
Speaker A
und das alles genetisch aufschlüsselt, dann hätte man am Ende das Genom des Menschen entschlüsselt und dann wüsste man, was der Mensch ist. Kannst du dich nur erinnern, wann das war? Um 2000, wo sie in der FAZ die ganze vordere Seite
09:48
Speaker A
abgedruckt haben mit diesen blöden Buchstaben von dem genetischen Code. Nee, das war nicht mehr. Und dann haben sie gedacht, das heißt jetzt und jetzt wüssten sie, was der Mensch ist, weil sie den genetischen Code entschlüsselt hatten vom Menschen und dann haben sie
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Speaker A
noch ein bisschen weiter gemacht. Ist immer blöd, wenn man dann weiterforscht und haben es beim Fadenwurmen auch noch mal gemacht und dann haben sie festgestellt, der Fadenwurm hat genauso viele aktive Gene wie der Mensch.
10:11
Speaker A
Und dann war es schwierig, dann hat die Erklärung nicht mehr gereicht und seit der Zeit ist das alles aufgebrochen.
10:16
Speaker A
Was war das für dich für ein Moment, als es dann klar war, dass es so ist, dass es nicht festgeschrieben ist, dass es beweglich ist, dass es äh dass jemanden Jonglieren lernen kann und sich danach die Nervenbahn ändern? Was? Also, das
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Speaker A
muss ja für jemanden für dich ja Wahnsinn gewesen sein eigentlich. Es ist äh schwierig gewesen, ehrlich gesagt, weil du du bist ja du zählst dann zu denen, die das plötzlich verstehen in einer Welt von vielen anderen, auch von
10:42
Speaker A
Kollegen, die es immer noch nicht verstanden haben. Mm. Und [räuspern] wenn du da nicht aufpasst, dann wirst du da sehr tapfer rausgeboxt, weil weil du da plötzlich Dinge behauptest, die nach deren Vorstellen gar nicht sein dürfen, weil es ein neues Denken ja dann auch
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Speaker A
ist. Das ist ja revolutionär. Das ist in den Konsequenzen dann revolutionär. Es ist natürlich auch schon revolutionär, wenn ich behaupte, das ist alles genetisch, weil damit kann ich alles kann ich der gesamten Bevölkerung einreden. Es hat gar keinen
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Speaker A
Sinn, dass ihr euch darum bemüht, euch ein besseres Leben zu machen. Ist sowieso alles genetisch und was du nur einmal da ausgebild hast, das geht sowieso nicht wieder weg und ändern kannst du dich auch nicht mehr und viele rennen ja bis heute noch so
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Speaker A
rum und sagen, so bin ich eben. Ja. Und so bleiben sie dann auch. Und dann kommt da plötzlich so eine neue Ströme und solch die ersten Kandidaten wie ich, die das dann auch öffentlich gemacht haben, so ungefähr seit 95 schreibe ich so
11:36
Speaker A
populärwissenschaftliche Beiträge und bringen das ganze Konzept durcheinander und und erzählen das einer breiten Öffentlichkeit, dass der Mensch nicht determiniert ist und dass das mit dem dreigliedrigen Schulsystem vielleicht nicht die beste Idee ist und dass wenn man ein dreigliedriges Schulsystem braucht, es
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Speaker A
definitiv nicht an den Genen liegt. und dann dass man vielleicht auch mal gucken muss, was für Rahmenbedingungen Kinder in unserer Gesellschaft vorfinden, welche was für Erfahrungen die da machen können und dann heißt es ja erfahrungsabhängige Neuroplastizität und da ist da steckt das schon drin,
12:11
Speaker A
wenn du andere Erfahrung machst, kriegst du ein anderes Hirn. Und wenn wir beide da im Amazonischem Regenwald groß geworden wären, da kommt's so darauf an, dass man das Grün, die verschiedenen Grüntöne unterscheiden kann, dann wüssten wir, könnten wir 120
12:25
Speaker A
verschiedene Sorten von Grün unterscheiden und benennen. Das brauchst du in Berlin nicht. Wahrscheinlich nicht mehr.
12:32
Speaker A
Ein anderer Erfahrungshintergrund. Hier brauchst du dafür andere Sachen, die die da unten nicht brauchen. Und da das alles auch strukturell im Hirn in Form von Vernetzungen ja Vernetzungsmustern festgezucht wird, ist es einfach berechtigt zu sagen, jeder Mensch hat
12:46
Speaker A
ein anderes Hirn, weil es gibt keine zwei Menschen, die die gleichen Erfahrung gemacht haben.
12:52
Speaker A
[musik] Ich weiß ja nicht, wie es mit eurem Zeitempfinden ist, wenn es um Hotel Matze geht, aber mir kommt es so vor, als würde ich das so seit drei oder vier Jahren machen und als wäre das immer noch so der Anfang von etwas. Allerdings
13:06
Speaker A
ist es überhaupt nicht so, denn im Herbst 2026 feiert dieses kleine Hotel hier Zehnjähriges. Ich nehme das zum Anlass, um mal rauszukommen und würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir uns in Zürich Bonn Dresden München Köln Wien, Hamburg oder [musik] Berlin sehen.
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Speaker A
Da sitzt mich auf der Bühne. Mit mir auf der Bühne sind Überraschungsgäste. Es wird vorher [musik] nicht bekannt gegeben, wer mit mir auf der Bühne sitzen wird. Es sind allerdings, das kann ich sagen, Lieblingsgäste. Gäste, die das Hotel Matz in den letzten 10
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Speaker A
Jahren mitgeprägt haben. [musik] Der eine oder andere Neuzugang wird aber auch dabei sein und ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn wir uns sehen.
13:40
Speaker A
Wenn ihr auch dabei seid, Tickets gibt es ab jetzt unter hotematze.de/live. Und ich würde sagen, alles weiter machen wir dann später, aber das ist jetzt erstmal die Ankündigung und es wird noch ein paar Überraschungen geben. Ich freue mich drauf und ich freue mich [musik]
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Speaker A
auf jeden Fall auf euch und bedanke mich schon mal, dass ihr hier so seit vielen vielen Jahren am Start seid und bin gespannt, wie lange euch das Ganze so vorkommt. [musik] Schreibt das mal. Tschüss.
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Speaker A
Wie würdest du denn den Zustand deines Gehirns oder meines Gehirns und den von unserer Gesellschaft? Also, wenn wir jetzt von, wir sagen jetzt mal zwischen Götting und Berlin und Dresden, Rostock, Hamburg, Freiburg, gibt es da etwas, was sich in den letzten Jahren
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Speaker A
verändert hat? Und ich frag deswegen, weil ich immer wieder Zuschriften auch kriege von Menschen, die sagen, dass sie oder schreiben, dass sie sehr unruhig sind, dass sie schlecht schlafen, dass sie überfordert sind. Ähm und das ist etwas, was immer wieder hier sozusagen
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Speaker A
ins Hotel kommt und ich merke das bei mir selber auch. Ich sch auch schlechter. Ja. Ähm ist das ein Zustand, den wir jetzt hier gerade kennen und den man vielleicht in Amazonas nicht so kennt. Wie wird es unseren Hirnzustand
14:56
Speaker A
diesbezüglich gerade beschreiben? Das was wir sehen und ich glaube seit Corona in einem ganz hohen Ausmaß sehen ist Verunsicherung. Das hat es in dieser Weise bisher noch nie gegeben.
15:08
Speaker A
Das hat es noch nie gegeben. So ein Ausmaß von Verunsicherung in breiten Schichten der Bevölkerung, wie wir das erlebt seit 2016 oder so hat's noch nicht gegeben. Nee, das ist es hat es hat Situationen gegeben, wo das wo es
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Speaker A
gefahren gegeben hat, als z.B. dass die Währung abstürzt oder dass irgendwie was passiert, was unvorhergesehen ist. Aber das führt ja nicht zu einer Verunsicherung, sondern das führt ja zu einer Bündelung der Kräfte.
15:37
Speaker A
Mhm. Dann kümmert man sich darum, dass das irgendwie wird. Was wir im Augenblick haben, ist es bröckelt und gestürzt an allen möglichen Stellen ein. Es ist sozusagen überall zu sehen, dass es so nicht weitergehen kann, aber es gibt
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Speaker A
nirgendswo ein handlungsleitendes Muster. Wir wissen nicht, was wir machen sollen. Wir wissen nicht, wie wir das in Gaza und Israel und mit den USA und mit den Russen und in der Ukraine irgendwie jemals zu zur Ruhe bringen sollen. Also Hilflosigkeit ist das
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Speaker A
vielleicht noch besser geeignete Wort und aus dieser Hilflosigkeit entsteht dann diese Verunsicherung und dann entsteht dieses dringend, das ist hirntechnisch [gelächter] natürlich ziemliches Durcheinander in der Birne, wenn man es jetzt mal so flott sagt. Äh, wissenschaftlich ausgedrückt heißt es,
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Speaker A
du hast eine bestim normalerweise hast du immer eine Erwartungshaltung aufgrund dessen, was du schon so erlebt hast und so stehst da und dann kommt plötzlich was Nachrichten heute Abend wieder und dann wird wieder erzählt, was ja Trump oder wer auch immer für neue Botschaften
16:38
Speaker A
verkündet hat für die Welt und dann merkst du, wie das eine Diskrepanz ist zwischen dem, was du erwartest hast. Du wolltest ja eigentlich eine andere Welt und jetzt kriegst du das hier vorgesetzt und dann kommt es mit deiner Erwartungshaltung zur
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Speaker A
Kollision und das gibt dann durcheinander und dann feuern die Nervenzellen durcheinander und das ist das nennen die Neuropiologen Errausel oder Inkoherenz. Vielleicht ist Inkohärenz der gute Zustand. Kohherent ist nämlich der Zustand, wo alles schön passt. Das war vorher, als du noch nicht
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Speaker A
die Nachrichten angesch Da ging es noch. hast auf dem Sofa gelegen und hast jetzt gut gehen lassen und da war es ziemlich kohent einigermaßen, wenn dich nicht jemand anders noch geärgert hat und dann kommt plötzlich diese Inkohärenz und
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Speaker A
diese Inkohrenz breitet sich aus und das musst du dir so vorstellen, als ob die Nervenzellen jetzt auf einmal kein geordnetes synchrones Muster mehr hinkriegen, als ob die sozusagen aus dem Rhythmus fallen und dann feuert jedes so vor sich hin, wie es ihr gerade
17:38
Speaker A
einfällt. Und das verbraucht eine Unmenge von Energie, weil die sich alle gegenseitig verrückt machen und du kriegst keine Ordnung wieder rein. Und wenn das jetzt nicht so ist, dass du eine Lösung findest, jetzt fängst du an eine Lösung zu suchen, weil du das schon
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Speaker A
von früher kennst. Das geht dann nämlich immer tiefer rein und dann erreicht es auch die Bereiche, die für die körperliche Regulation zuständig sind.
18:00
Speaker A
Dann kriegst du schon diesen Schweißausbruch und das Herz hängen anzurasen und die Knie werden weich und was noch alles und dann weißt du schon, also wenn das jetzt wieder so durcheinander ist im GOP, da muss ich was tun. Das ist lebensgefährlich und es
18:13
Speaker A
ist es auch tatsächlich. Also, wenn man nichts nichts findet, geht man daran zugrunde an diesen [räuspern] inkoherenten Zuständen, die also keine Ordnung wiederherkrieg zustande bekommen. [japst] Aber wir sind ja als Menschen ziemlich schlaue Wesen. Wir kriegen schon was hin. Ich erzähle dir
18:30
Speaker A
gleich mal ein Beispiel, wo man es nicht hinkriegt, aber wir kriegen meistens immer eine Lösung bis auf wenige Ausnahmen [japst] und dann machen wir das. Und in dem Augenblick z.B. können wir dann versuchen, wenn wir Gefahr laufen, die
18:42
Speaker A
Kontrolle zu verlieren. Dann macht man was, dass man die Kontrolle zurückgewinnt. Kann auch brutal sein und also auch so, dass ich das gewalttätig gegen andere, hauptsächlich habe wieder Kontrolle und das ist dann eine Lösung und diese Lösung ist deshalb eine
18:57
Speaker A
Lösung, weil sie diesen inkohärenten Zustand im Hirn, wo alles durcheinander ging, Haufen Energie [räuspern] verbraucht worden ist, plötzlich umwandelt in einen kohärenteren.
19:06
Speaker A
Na, du hast sozusagen eine Lösung gefunden. Ob die gut oder schlecht ist, müssen wir noch mal drüber reden. Aber auch wenn du deinem Gegenüber eine auf die Nuss haust, dass der erstmal außer Gefecht gesetzt ist, ist auch eine
19:16
Speaker A
Lösung, weil im Augenblick ist dann die Ursache deines Durcheinanders im Hirn vorbei. Du kriegst sozusagen einen inkohärenten energieaufwendigen Zustand umgewandelt in einen weniger energieaufwendigen, etwas kohärenteren Zustand und das führt immer dazu, dass im Hirn etwas angeht. haben die
19:35
Speaker A
Hirnforscher früher Belohnungszentrum genannt und da werden so Bodenstoffe ausgeschüttet. Da haben sie dann gesagt, das ist die wirken so ähnlich wie Kokain und Heroin zusammen. Das sind Endorphine und Katiholamine und die wirken aber auch als sogenannte Wachstumshormone.
19:54
Speaker A
Das heißt, die Lösung, die du jetzt hattest, nämlich, dass du mir gerade einen auf die Nuss gehauen hast, weil ich hier so einen großen Mund habe, die wird jetzt dadurch, dass ich jetzt weg bin als Ursache deiner Kümmernisse äh
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Speaker A
dann auch noch gebannt. Das heißt, du kriegst auch noch diese Vernetzung, die du aktiviert hast, damit du mich los wirst, die kriegst du auch noch verstärkt und gefestigt, so dass du in dir selbst diese Überzeugung herausbildest. Wenn ich einen vor mir
20:18
Speaker A
habe, der mich zu sehr bedroht oder belästigt, haue ich ihm ein auf die Bezon, dann ist wieder alles gut. Manche haben nichts anderes genannt als das.
20:26
Speaker A
Und das ist dann diese Lösung und mit der rennt man dann das ganze Leben lang rum. [schnauben] Und da kannst du dir vorstellen, da gibt's viele Lösungen, ne? Manche versuchen immer Ordnung zu schaffen, manche versuchen sich klein zu machen,
20:36
Speaker A
sagen bitte, ich ich wollte doch nur und bin da nicht dran schuld und und andere versuchen sich anzupassen und denen alles recht zu machen. Manche versuchen sich bedeutsam aufzuspielen, dass sie Macht und Einfluss gewinnen.
20:50
Speaker A
Und es gibt auch viele, die sich selbst zurücknehmen und sagen, ich armes Schwein, alle hacken auf mir rum, ich armes Opfer. Ist auch eine Lösung. Und wenn du dir hast, ist es nicht mehr so schlimm, wenn andere auf dir rum, wenn
21:00
Speaker A
du dir immer so sagen kannst, ich arme Schwein. Und wenn dann einer kommt, dann haut wieder auf dir rum, sagst du, ja, ich armes Schwein, ich wusste es ja schon. Es kommst du nicht so wieder in diese Unruhezustände und das darum
21:11
Speaker A
geht's, glaube ich. Und diese Unruhezustände, die sind ja jetzt, wie du sagtest gerade so unruhig war es eben noch nie.
21:18
Speaker A
Und deshalb, weil eben jetzt im Augenblick gerade mal keine gute Lösung ist und früher haben wir schneller gewusst, was wir machen sollen. Da hat irgendein Präsident oder Bundeskanzler gesagt und so und dann haben wir es gemacht oder es war ein eindeutiger
21:32
Speaker A
Feind da oder wir haben alle daran geglaubt, dass wenn wir so machen, ging es so.
21:36
Speaker A
Mhm. Und das ist ja alles aufgeflogen. Also nichts von dem, was wir was der die große Menge der Bevölkerung so an Lösungsstrategien bisher hatte, um gesellschaftlich schwierige Situationen wieder in Ordnung zu bringen, kohenter zu machen, nichts [räuspern] davon
21:54
Speaker A
funktioniert. zu erleben einfach wie immer mehr Unzufriedenheit entsteht, weil immer mehr Menschen mit dem was was sie davor finden, nicht zufrieden sind und keine guten Lösungen finden, um es zu ändern und dann polarisiert sich das.
22:07
Speaker A
Die einen sagen, so muss es gemacht werden, die anderen sagen so, dann hat man schon wieder den nächsten Ungemach und dann hauen die sich gegenseitig auch noch die Köpfe ein und am Ende weiß keiner mehr, wo es lang geht. Ich wollte
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Speaker A
dich nämlich gerade fragen, was der dieser also das klein machen oder sich groß machen, also sich Opfer als Opfer geben oder auch als oder einrichten vielleicht sogar oder das andere eine machtvolle Position. Das ist etwas, was ich sagen würde, das gab's schon immer,
22:34
Speaker A
das ist irgendw also das, das gab's auch schon im Osten, im im Westen früher und jetzt sind ja noch mal neue jetzt kommen noch mal neue Sachen dazu. Siehst du jetzt Ausprägungen, die eben neu sind? Also nicht nur klein machen oder
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Speaker A
groß machen. Gibt es irgendetwas, wo du sagst, du hast nämlich gerade schon die Polarisierung angesprochen? Ist das etwas Neueres? Ist das ein Ergebnis von diesem zu viel, von dieser Unruhe?
23:00
Speaker A
Oder siehst du noch andere? Erstmal noch das, was wir da besprechen miteinander, ist [räuspern] seit Menschen Gedenken so. Das Menschen haben immer die Möglichkeit gehabt, Koherenz in ihrem Hirn herzustellen, indem sie andere äh sozusagen zwingen, sich so zu
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Speaker A
verhalten, wie sie das gerne möchten. Und es gab auch immer die Möglichkeit für die Unterlegenen sich selbst einzureden, dass sie das, dass sie das eben jetzt erdulden müssen, dass sie zu dumm waren für den Aufstieg und fürs Sabitur oder keine Ahnung was. Das ist
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Speaker A
eine ganz alte Geschichte. Was jetzt neu ist, ist, dass man früher, wenn man so eine Strategie gefunden hatte, entweder ich sag mal den allen anderen, wo es lang geht, oder aber ich ziehe mich zurück und äh hoffe, dass ich dass mir
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Speaker A
geholfen wird, dann hat man das individuell einzeln gemacht und wir haben mit den modernen digitalen Kommunikationsmedien plötzlich eine andere Ebene geschaffen. Ich muss das nicht mehr alleine machen. Wenn ich mich schlecht behandelt fühle und ich eine Lösung suche, dann schreibe ich das da
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Speaker A
rein und dann finde ich 20 andere 100 vielleicht zwei tausende, die alle dasselbe Problem haben und die mich alle darin bestärken, wenn du das jetzt so machst, dann ist das der richtige Weg.
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Speaker A
Wenn du wieder einen vor dir hast, der sagt, er glaubt dir die Klima Veränderungen nicht, die die Wissenschaft nachgewiesen hat, dann musst du dem dieses und jenes erzählen oder das und das mit ihm machen. Dann wird das schon glauben. Und auf der
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Speaker A
anderen Seite genauso. So. Und da merkst [räuspern] du, die Polarisierung war auch schon immer da, aber es gab noch nie so viel Möglichkeiten, die eigene Meinung durch eine große Gruppe zu bestätigen, so dass man sich nicht so alleine fühlt. Also, ich bin auf dem
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Speaker A
Dorf groß geworden, da gab's auch Leute mit sonderbaren Meinungen, [schnauben] ne? Also die hat man dann eben belächelt und hat man gesagt, ja, schon gut, der nun wieder oder die so und so, aber der hat doch keine keine
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Speaker A
der hat doch nie die Vorstellung herausbilden können, dass er da nur was Wichtiges beizutragen hat oder dass die Lösung, die er gefunden hat, äh dann für alle anderen gleichermaßen wichtig sein sollte. Stimmt. Und jetzt geht die Person geht jetzt ins Internet und sagt
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Speaker A
holt sich Zustimmung. Die Erde ist eine Scheibe und da sagen gibt's genug Leute, die sagen ja und dann dann sitzen die richtig dick da und gerade und vertreten diese Meinung, finden die bestätigt und lassen sich auch gar nicht
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Speaker A
mehr davon abbringen. Je mehr Anhänger die finden für ihre für ihre jeweiligen Vorstellungen, desto sicherer sind sie, dass ihre Vorstellung stimmt. Und das glaube ich hat mit der Richtigkeit der Vorstellung, die da vertreten wird, nichts zu tun.
25:49
Speaker A
Deswegen ist die Wahrheit auch gar nicht mehr so ein Thema. Die einen, die die anderen Schallatne beschimpft haben, hatten auch eine Vorstellung, sonst hätten sie das so nicht sagen können. Und die, die das hinnehmen mussten, dass sie Schalatanik
26:02
Speaker A
benannt worden sind, die hatten ja auch n eine Vorstellung, was wo sie meinten, was wichtig wäre. Und dann wenn man das dann zu Ende denkt, siehst du, dass sich eigentlich doch nicht Menschen bekämpfen, sondern Vorstellungen.
26:14
Speaker A
Ich habe neulich habe ich gesehen, das es gibt einen berühmten Sänger, da ist Xbevia Naidu, ich weiß nicht, und der hat ähm hat behauptet, dass in einer bestimmten Chipssorte, dass da embryonale Gewürzmischung drin sei.
26:33
Speaker A
Und ich habe ich hab da hab das gesehen und da ist ja das ist ja lustig, dass er das sagt.
26:40
Speaker A
Also ich weiß selber nicht, was das für Wort ist, was du da suchst. Dieses Ja, [gelächter] ich wusste nicht. Also ich absurd absurd absurd und ich dachte, okay, es ist ja so absurd, dass es ist einfach Schugu. Ja.
26:54
Speaker A
[schnauben] Und dann habe ich aber die Kommentare gesehen und dachte hä warum sind da so viele Leute, die schreiben stimmt.
27:01
Speaker A
Ja, danke, endlich sagt einer. Und ich so und jetzt verstehe ich aber so ein bisschen wie das zustande kommt, dass es eben nicht unbedingt darum geht, dass jemand irgendwie was sagt, was stimmt, sondern das kann auch völlig absurd sein
27:13
Speaker A
und dann trifft sich ja der eine absurde mit den anderen absurden und die bestätigen sich gegenseitig in ihrer Absurdität.
27:20
Speaker A
Und jetzt kommt jetzt kommt das allerschlimmste, was eben in unserer heutigen Gesellschaft auch noch äh nicht ganz in die Köpfe vorgedrungen ist. Du kannst keinen anderen Menschen verhändern. Also davor da dadurch, dass du jetzt dem betreffen erzählst du, das
27:35
Speaker A
ist aber jetzt totaler Stoß, was du da erzählst. [gelächter] Das ist ja, das ist ja, was das sagt, ist ja Ausdruck einer bestimmten Überzeugung.
27:45
Speaker A
Ja, und [räuspern] der würde das nicht sagen, wenn er nicht diese Überzeugung hätte. Und eine Überzeugung ist im Deutschen so etwas ähnliches wie eine innere Einstellung und eine innere Haltung. Die die hat die hast du dann.
27:56
Speaker A
Und diese inneren Einstellungen und Haltungen und Überzeugungen, die lenken dein Verhalten und damit auch das, was du sagst und wie du es sagst und und was du nicht sagst. Das heißt, was dir entgegentritt von mir ist mein Verhalten. Du siehst mich hier agieren,
28:14
Speaker A
wackle ein bisschen mit den Händen und mach Mund ab und zu und sage irgendwelches Zeug. Das ist das, was du auf der Verhaltensebene siehst und es könnte sein, dass es dich stört und dann gibt kommen Menschen immer wieder auf
28:24
Speaker A
die Idee und sagt, das muss ich ändern in Partnerschaften Männer, die ihre Frauen verändern wollen und und oder ihre Eltern oder ihre Kinder oder weißt an am an am Arbeitsplatz Kollegen wollen sich gegenseitig dauern sagen die sich gegenseitig wie sie endlich anders zu
28:38
Speaker A
werden haben und das funktioniert aber nicht, weil die Ebene auf der du ansetzen musst ist ja nicht die Verhaltensebene.
28:46
Speaker A
hat aber in der Vergangenheit so gut funktioniert im vorigen Jahrhundert, weil da haben wir gar nichts anders gewusst und haben uns gegenseitig immer nur auf der Verhaltensebene erzogen. Und das ist noch die alte Pädagogik, die auch unsere heutigen pädagogisch
29:00
Speaker A
Studenten immer noch auf den Hochschulen auf den pädagogischen Hochschulen lernen und das ist die Konditionierung. Da wird mit Belohnung und Bestrafungen ein bestimmtes Verhalten erzwungen oder hervorgebracht oder es wird auch die Aneignung eines bestimmten Lernstoffes erzwungen oder hervorgebracht
29:21
Speaker A
mit Belohnung und Bestrafung und das das ist natürlich das einzuson ist nicht nachhaltig, sondern das kann jemand mal sich sozusagen über sich ergehen lassen.
29:35
Speaker A
Also wenn du denkst, nein, du nimmst und sagst du, das ist aber jetzt der größte Schluss und sag, guck mal, ich habe hier 500 Leute, die sind alle mit mir gekommen und die wollen dir alle sagen, dass das kostet, dann sagt er
29:44
Speaker A
vielleicht, na ja, ist schon in Ordnung, ich sag das nicht wieder oder so ist ist in Ordnung. So und dann drehst du dich um mit deinen 500 Leuten und dann erzählte wir dich selber. Das heiß was du gemacht hast ist eine vorübergehende
29:58
Speaker A
Verhaltensänderung, die hält auch nur so lange wie du Belohnung oder Bestrafung in Aussicht stellst. An der zugundeligen inneren Einstellung an der Haltung hat sich nichts geändert und die müssten wir ändern. Du müsstest mich dazu bringen, dass ich wenn ich so Blödsinn erzähle und mich
30:14
Speaker A
hier sonderbar verhalte und dir dauernd ein auf die Nuss hauen will, müsstest du mich doch dazu bringen, dass ich meine Einstellung dir gegenüber oder überhaupt anderen Menschen gegenüber grundsätzlich verändere und dann ein liebevoller Mensch z.B. werde, der das nicht mehr
30:29
Speaker A
nötig hat, sich so auf diese Art und Weise äh zu behaupten. Heiß das ein, also du unterscheidest zwischen Verhalten und Einstellung.
30:37
Speaker A
Ja. Und und [räuspern] ich sag als Neurobiologe, die Einstellung, diese innere Überzeugung oder Haltung ist die Metaebene sozusagen. Das ist ein Netzwerk oben drüber, was das Netzwerk unten drunter mit den Verhaltens äh Mechanismen steuert.
30:54
Speaker A
Das heißt, das Verhalten ist was einfaches, ein Reflex oder irgendeine Bewegung oder irgendein Ausdrucksform oder sowas, aber das, was da zusammengebaut wird an konkreten Verhaltensweisen, das wird bestimmt von dieser inneren Einstellung.
31:11
Speaker A
Gibt's ein schönes Beispiel, wenn wenn du dich noch erinnerst, als du so ein kleines Kind warst, so zwei oder so und wolltest eine Tasse nehmen.
31:18
Speaker A
Mhm. Und dann hat es so so ist das gegangen. [räuspern] Dann wusste man auch nicht genau, ob man den Mund trifft oder so. Das kannst du dir vorstellen, warum das so kompliziert ist. Das sind tausende von Muskeln und aber tausende
31:31
Speaker A
von Nervenbahnen, die da koordiniert aktiviert werden müssen. Das kannst du nicht auf Anhieb, sonder das geht am Anfang furchtbar. Es ist auch anstrengend, die feuern alle quer und das muss immer wieder korrigiert werden, sonst läuft das alles daneben und das
31:46
Speaker A
musst du ein paar mal üben und dann nach einer gewissen Zeit hast du das übergeordnete Muster herausgebildet. Das da haben wir jetzt im Deutschen gar keinen Namen dafür. Das ist im verankert. Also Mund zur Tasse zur Mund führen. Und wenn du das Muster aus
32:01
Speaker A
aufrufst und sagst, ach, jetzt will ich mal was trinken, dann nimmst du die und trinkst. Und das ist energiesparend bis zum Umfallen gemessen an dem, was du vorher hattest. Und du siehst, wie ein übergeordnetes Muster den ganzen Kleinkram da unten drunter lenkt und
32:16
Speaker A
steuert. Damit wir das andere Ende noch haben. Es gibt auch in unserem Zusammenleben übergeordnete Muster, die den ganzen kleinen Kram unten drunter lenken und stört das sind unsere Menschenbilder, unsere Weltbilder, die lenken das und wenn die nicht in Ordnung
32:31
Speaker A
sind, dann kommt unten auch nur quer auch nur durcheinander raus. Also das heißt, man muss eigentlich dann immer auf diese Einstellungsebene kommen oder auf die darüber gelegene Ebene, die also bei den Einstellungen ist es ja so, die inneren Einstellungen erwirbst du ja
32:46
Speaker A
durch Erfahrung. Das die kriegst du nicht von irgendjemand gelehrt. Mhm. Sondern da das sind im Grunde genommen sind das die Lösungen, die du für die Probleme, die du auch schon in der Kindheit und später im Leben hast, sind
33:00
Speaker A
das die Lösungen, die du da findest. Wenn mal ganz kurz, also ich ich habe jetzt ich habe sie mir mal aufgezeichnet. Also, wir haben unten haben wir die Erfahrung. Mm.
33:07
Speaker A
Und die Erfahrung ist immer die die Lösungserfahrung, nenne ich jetzt mal. Also, der Erfahrung wird ja erst dann, wenn du dich hinstellen kannst, sagen, aha, jetzt habe ich da was gemerkt.
33:18
Speaker A
Wenn es dir bewusst wird, dass da irgendwas passiert ist, sonst ist es ja nur ein Erleben. Das ist dir passiert, ohne dass du irgendwie reflektiert hast.
33:25
Speaker A
Eine Erfahrung wird das, wenn das wirklich dir ein bisschen klarer wird, wenn das klar wird. Also eine Erfahrung, meine Lieblingserfahrung, die ich immer zum Besten gebe, ist Musikunterricht in der in der, was wei ich zehn Klasse, wo Pubertät so und alles. Und der Lehrer,
33:41
Speaker A
den wir damals hatten, der bestand darauf, dass man vorsinkt. So, das war eine Erfahrung.
33:46
Speaker A
Willkommen im Club. Ja, habe ich [gelächter] genauso erlebt. Ja, das ist die Erfahrung. Und jetzt wird's interessant. Da weißt du noch heute, wie der Lehrer hieß und wie das Zimmer aus. Das ist der kognitive Anteil der, aber du kannst dir auch heute sofort
33:59
Speaker A
noch vergegenwärtigen, wie es dir dabei gegangen ist, als du da oben standst. Kriegst den selben Schweißauspuffort.
34:04
Speaker A
So, und das ist das ist eine Erfahrung, die wird jetzt aneinander gekoppelt und deshalb ist jede Erfahrung immer emotional und kognitiv gekoppelt und deshalb kannst du eine solche Erfahrung, wenn aus dieser Erfahrung dann diese feste Überzeugung geworden ist,
34:20
Speaker A
wahrscheinlich bei dir auch, ich kann nicht singen, das ist dann in der ein ist das dann die Einstellung die Einstellung, da hast du die Erfahrung verdichtet in dieser Einstellung und jetzt heißt die Frage, wie willst du denn das jetzt ändern, diese
34:32
Speaker A
Einstellung? Ganz kurz ganz kurz. Das ist meine Einstellung und danach verhalte ich mich. Ja, denn ich sage jetzt nimmst, du singst nicht mehr.
34:38
Speaker A
Ich sing nicht mehr. Genau. Also so fängt. Okay, jetzt jetzt haben wir diesen Dreiklang. Sehr spannend und genau und jetzt will ich aber jetzt willst du mich aber überzeugen und sagen Mensch, ich bin hier in diesem tollen Chor, da solltest du mit und dann
34:51
Speaker A
würde ich dir ja sofort sagen, nee, singen kannst du vergessen, Gerald, das das läuft nicht. Na, die primitivere Variante ist jetzt, dass du unter Bedingungen gerätst, wo dich jemand anders zum Singen bringen will und der verspricht dir da 100 € wenn du da jetzt
35:04
Speaker A
mal singst, ja, oder prügel, wenn du nicht singst und dann kann es sein, dass du singst, ja, aus diesem oder jenem Grund, das ist aber wieder, da hat er nur, das ist das Verhalten auf der die Verhaltensebene, auf der er gearbeitet
35:18
Speaker A
hat mit Belohnung und Bestrafung. Sieht dann so aus, als würdest du das machen, was er will.
35:23
Speaker A
Mhm. Aber es kommt ja nicht aus dir. Wenn wir es wirklich verändern wollten, müssten wir die Haltung verändern und diese Einstellung, mit der du herumläufst, dass du für singen zu doof bist.
35:36
Speaker A
Und wie komme ich da jetzt ran? Also nehmen wir lass uns doch wirklich diesen lass uns das Beispiel von dem Singen nehmen. Also man kann es ja auch wirklich partnerschaftlich durch alles tauschen, was man will, aber wir nehmen
35:46
Speaker A
es einfach mal singen, weil wir es beide erfahren haben. [japst] Ähm Lehrer, Lehrerin führt einen vor, die Klasse lacht. Hast du aber hast du hast du mal jemanden gesehen oder gefunden oder ist dir in meinem Leben jemand begegnet, der äh der
35:59
Speaker A
versucht hätte, dich wieder zum Singen zu bringen? Äh dem das wenigstens wichtig gewesen wäre, dass du oder dem es überhaupt aufgefallen wäre, dass du gar nicht singst. Äh, nee, ich singe jetzt inzwischen ganz ich, mir macht's nichts mehr aus, komischerweise.
36:15
Speaker A
Okay, das ist aber noch nicht die das ist noch nicht die Begeisterung, mit der man dann nee, ich würde jetzt nicht in der Öffentlichkeit mich hinstellen und irgendwo singen. Ich habe jetzt aber kein Problem zu Hause von meiner Frau
36:26
Speaker A
und meinem Sohn zu singen. Na ja, das [räuspern] das das habe ich auch, das geht voll. Aber jetzt mich irgendwo jetzt hier, wenn du sagen würdest, ich setze mich jetzt ans Klavier und wir singen mal was zusammen, würde ich
36:34
Speaker A
sagen, nee, das machen wir mal nicht. Das Jetzt kommen wir in die interessanten Bereiche. Mhm.
36:40
Speaker A
abrichten und dressieren, also mit Belohnung und Bestrafung dich dazu bringen, dass du singst. Das können jeder.
36:48
Speaker A
Das haben wir genau das das brauche ich noch nicht mal dich zu mögen. Mhm.
36:52
Speaker A
Im Gegenteil, ich behandle dich wie ein Objekt und ich mache dich auch zum Objekt meiner Abrichtungs und Tressurmethoden.
37:01
Speaker A
Wir warten ein Augenblick damit, alle die uns hier zuschauen, sich das vergegenwärtigen, weil das wird ständig mit ihnen gemacht, ne? Du kriegst eine Belohnung und eine Bestrafung, wenn du eine gute Zensur nach Hause bringst. Du kriegst eine Belohnung und eine
37:12
Speaker A
Bestrafung, wenn du jetzt hier den Tisch ordentlich abgeräumt hast oder wenn du deine Arbeitsaufgaben ordentlich erfüllt hast. Alles alles, was wir normalerweise in dieser Gesellschaft kennen, wird mit dieser Abrichtungs Ideologie gemacht. Und jetzt wollen wir es anders machen. Und dann kann ich dir
37:27
Speaker A
nur sagen, jemand [räuspern] dich dich könnte nur jemand dazu bringen, wieder gerne zu singen, wenn das jemand wäre.
37:37
Speaker A
der dich irgendwie einlädt oder der Lust auf singen macht. Also, weil der einzige, der das jetzt ändern kann, weil du hast dir ja diese Einstellung selbst ins Hirn gebaut, du bist auch der einzige, der sie wieder umbauen kann und
37:49
Speaker A
du wirst sie aber nur dann umbauen, wenn du willst. Und wenn du nicht willst, geht's nicht. Da kannst du kann ich 100 mal sagen, aber jetzt hier mach doch mal. Nee. Mm. Das ist deine Einstellung und deshalb kann ich dich nur einladen
38:02
Speaker A
und ermutigen und inspirieren, dich mal drauf einzulassen, wie das wäre, wenn du noch mal singen würdest.
38:11
Speaker A
Das heißt, ist ja genauso mit keine Ahnung dem das Kind, dass das Zimmer nicht aufräumt. Ähm, ja, dann gehen wir sofort in diesen Abrichtungsmodus. Wenn nicht, bis da und dann das Volk, dass sich nicht impfen lassen will oder wenn nicht bist.
38:25
Speaker A
Du bist dann, dann darfst du nicht. Das ist also das ist das ist ob Objektmachung und das heißt, das ist dann da wird einfach Verhalten dressiert aber es ist nicht ehrlich. Es ist und es verändert nicht.
38:38
Speaker A
Es verändert nicht wirklich was in der Person. Die Einstellung würde sich verändern oder eher verändern, wenn du sagst, guck mal äh Matze Gerhard, wir haben ja am Wochenende äh der ist der Peter ist noch dabei und der und der Ben ist noch dabei und die Anja
38:53
Speaker A
und wir sind da an der Kneipe. Du magst doch Fisch so gern. Komm doch mal vorbei und nicht wundern, wir singen da mal ein bisschen. Wenn du Lust hast, mach mit.
39:02
Speaker A
Wenn nicht, auch nicht so schlimm. Großartig. Ja, das funktioniert. Okay. Und du kannst auch sagen, ich gehe, ich war kürzlich mal zu so einem Chor, also so wir haben so ein Gospel Chor hier in Stadtteil, die singen auch in der
39:14
Speaker A
Kirche. Also, ich wenn du Lust hast, komm doch mal mit. Du musst gar nicht mitsingen, du kannst dich in die letzte Reihe stellen und einfach mal hören, wie das ist. Also, ich bin so begeistert. Da merkst du schon, ich mit meiner
39:25
Speaker A
Ansteckung lade ich dich ein, weil weil ich so begeistert bin, kann ich das auch gut. Das ist bei Eltern genauso. Wenn Eltern gerne lernen, wird es automatisch dazu führen, dass die Kinder auch gerne lernen lesen malen musizieren weil
39:40
Speaker A
die das in sich tragen, [gelächter] fällt ihnen das Einladen so leicht. Das wird niemals so, dass jemand gut musiziert oder malt oder singt oder weil er gut abgerichtet worden ist mit entsprechenden Lernprogrammen, sondern weil er das aus sich selbst heraus
39:56
Speaker A
fast wie ein Bedürfnis herausformt. So. Und dann stehst du mit mir in diesem Chor da und wir singen diesen Gospel und dann kannst du plötzlich gibt's irgendeine innere Stimme in dir, die sagt dir jetzt machin Mund auf und dann fängst du [räuspern]
40:10
Speaker A
an und machst die ersten Töne erstmal so brummen und dann merkst du, das passt. Also, du passt da rein in das ganze und dann wirst du auch lauter und dann guckst du auch auf den Text und singst da mal
40:24
Speaker A
Strophe mit und dann kann es sein, dass du das nächste Mal wiederkommst freiwillig. Weil das so gut gefallen hat, weil das eine neue, eine andere und diesmal sogar eine viel viel bessere Erfahrung war als damals das Scheiß Vorsingen im
40:39
Speaker A
Schulunterricht. Hast du das geschafft? Dann unterschreibst du überschreibst du das? Hast du das geschafft?
40:46
Speaker A
Ja, ich habe das geschafft. Ich hab ich habe eigentlich relativ vieles äh noch [schnauben] mal neu bewertet und noch noch mal umgeschrieben. Ja, aber ich bin auch wirklich schon alt. Ich habe nicht alles so schnell geschafft.
40:58
Speaker A
Das ist auch manches sitzt wirklich ziemlich hart und das kriegt man nur schwer wieder raus.
41:02
Speaker A
Das heißt, du hast dir Ich singe richtig gerne. Ich ist nur nicht so, dass ich dann wirklich in so ein Chor gehe und da regelmäßig da singe aber aber wo immer ich die Gelegenheit habe, laut mitzusingen, bin ich da voll mit
41:16
Speaker A
vollem Hals dabei. Wir gucken mal, wie sich das heute noch inentwickelt. Vielleicht die letzten Antworten werden heute nur noch gesungen.
41:24
Speaker A
Lass uns mal also das lass uns das mal auch noch auf ein anderes Beispiel übertragen. Ähm, wir gehen mal von Beziehung zu Hause aus und es gibt ja in jeder Beziehung, sage ich jetzt mal, ich pauschalisiere jetzt mal,
41:38
Speaker A
gibt es immer irgendetwas, was einen an den anderen stört, wenn er doch nur das machen würde, wenn sie doch nur weniger das und so weiter. Und wie spricht man sowas dann am besten an, ohne dass es dieses innere Augenrollen?
41:56
Speaker A
Genau, dann räume ich halt auf. Das ist jetzt was kleineres vielleicht, aber ähm ich möchte beispielsweise, dass es geselliger bei uns zu Hause ist und meine Frau möchte das nicht so die für ihre Ruhe haben. Ähm oder man merkt,
42:13
Speaker A
es gibt ja jetzt mittlerweile auch das, das kennst du bestimmt auch schon, diese ganzen bevor Beziehung überhaupt zustande kommen, gibt's erst mal ganz viele Red Flags, die man sagt, die dürfen, das darf nicht, also der Mann muss Therapie gemacht haben, der muss
42:24
Speaker A
dieses, der muss das sein, der muss ja es gibt es gibt ganz viel was sozusagen so ein Katalog, der erfüllt sein muss, wenn man ein Freund von mir hat mir das irgendwie auf dem Dating Profil gezeigt und ich ist ja Wahnsinn, das ja wie so
42:35
Speaker A
Bestellung eigentlich, man bestellt so ein Mann oder so eine Frau und dann bindet man sich nicht, weil man merkt, Ja, der wird ja auch ständig sozusagen beurteilt. Der wird, jetzt sage ich dir mal, wie das Wort dafür heißt, wie ein
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Speaker A
Objekt. Das ist wieder wie ein Objekt. Wie ein Objekt wird der zum Objekt von Erwartungen gemacht. Es wird ihm gesagt, wie er sich zu verhalten hat. Er bekommt also einen Tipp und Ratschlag oder Maßgabe nach der anderen und er wird
43:02
Speaker A
ständig bewertet. Also schlimmer geht es gar nicht. Das ist die übelste Art und Weise, wie du mit einem anderen Menschen umgehen kannst, weil in dem Augenblick, wo ich dich zum Objekt mache, also wo ich jetzt anfange z.B. dir zu sagen,
43:16
Speaker A
du äh [räuspern] [schnauben] finde, dass du eine total blöde Einstellung hast, mache ich dich zum Objekt meiner Bewertung und das reicht ja schon. Und dann ist sofort dieses kleine eben geflochtene Band von Verbundenheit, was ich da bilden wollte. Das ist
43:34
Speaker A
Futsch. Ich habe dir zu verstehen gegeben, so wie du bist, passt mir das nicht. Und damit ist dein Bedürfnis und auch meins nach Verbundenheit zerstört.
43:44
Speaker A
Damit ist eines der Grundbedürfnisse, die wir alle schon mit auf die Welt gebracht haben, wenn wir uns vorstellen, das passiert schon als Kind, nämlich [schnauben] das Bedürfnis nach dazu gehören und so angenommen werden, wie man ist. Futsch macht eine riesige
43:59
Speaker A
Inkoherenz. Das Kind muss eine Lösung finden dafür. Und wenn das dann noch weitergeht und ich dir auch noch sage, du die Art und Fe wie du dich hier vorbereitet hast, die geht so nicht. Das musst du gefälltig so und so machen.
44:11
Speaker A
Also so wie die wie die [gelächter] wie der Partner da bestellt wird, ja, ne? dann ist das mache ich dich zum Objekt meiner Vorgaben [schnauben] und äh dann ist das zweite Grundbedürfnis, dass du als Mensch hast und niemals los
44:24
Speaker A
wirst und auch schon aus dem Mutterleib mitgebracht hast, das Bedürfnis nach eigenen Gestaltungsmöglichkeiten, nach Autonomie und dann am Ende nennen wir das Freiheit. Das wird auch noch verletzt. So in dem Augenblick, wo ich ein anderen Menschen in dieser Weise zum
44:37
Speaker A
Objekt mache und ihn abrichte und risere und ihn nach meinen Vorstellung auf der Verhaltensebene zu verändern versuche, verletze ich seine beiden Grundbedürfnis und er muss dann eine Lösung finden. Und die Lösung die haben wir alle gefunden.
44:51
Speaker A
Deshalb klappen unsere klappt unser Zusammenleben nicht. Die Lösung heißt dann du bist ein blöde. Also du kannst es ruhig sagen, alles in Ordnung. [gelächter] Ich nehm es nicht krum, aber Kinder sagen das schon. Das sagt die Mama, du musst dir jetzt hier ein
45:04
Speaker A
bisschen beeilen oder was und Schuhe zubinden und beugt sich das Kind das Mädchen runter und sagt: "Blöde Mama, wow, das haben wir alles schon mal gehört." Ja, denn da fängt es an, wo das Kind, weil es zum Objekt der elterlichen Belehrung
45:18
Speaker A
gemacht wird, selbst die Eltern und in dem Fall die Mama zum Objekt seiner Bewertung macht. Ich würde sagen, wenn das passiert, ist das Kind in unserer Kultur angekommen.
45:29
Speaker A
An von alleine passiert das nicht, weil das angeboren ist das nicht. Da gibt's kein genetisches Programm, sondern das geht nur dann, wenn die Alten das auch so machen. Es wird zurück zurückobjektisiert, ja? Es wird es wird sozusagen in eine
45:44
Speaker A
Welt hinein gestoßen, in der die Menschen sich alle wie Objekte behandeln und deshalb ist es dann kein Wunder, dass es auch wie ein Objekt behandelt wird und dann lernt es eben dann genau wie die anderen auch andere auch wie
45:56
Speaker A
Objekte zu behandeln und dann kriegt die Mama wird dann zum Objekt der Bewertung und dann auch der Belehrung und der bewert der der Maßnahmen. machen Kinder dann praktisch, die drehen den Spieß einfach nur um und manche Eltern kommen
46:09
Speaker A
damit nun gar nicht mehr zurecht, weil die hatten sich das ganz anders vorgestellt. Lass uns diese zwei Ebenen noch gehen. Einmal so diese Beziehungsebene und dann würde ich gerne noch mal an die Gesellschaftsebene wechseln, also diesen Moment, also jetzt
46:22
Speaker A
fand ich ganz schön jetzt auch, dass du schon klar gemacht hast zwischen Eltern und Kindern, wie das schon anfängt. Und jetzt geht es aber weiter, ne? Ich habe gerade erzählt, Dating Plattform äh da bestellen wir uns sozusagen den
46:33
Speaker A
zukünftigen Partner, die Partnerin und sagen, das hätte ich gern, diesen Roboter. Ähm und dann gibt es aber auch Beziehungen, wo man dann man ist ein zwei Jahre zusammen und dann fangen die Sachen an vielleicht zu nerven. Und du
46:48
Speaker A
sagst ja gerade, man kann einen anderen Menschen nicht ändern, sondern man kann nur sich selbst ändern.
46:53
Speaker A
Und vielleicht hast du, ich weiß nicht, ob das dir zu privat oder persönlich ist, vielleicht gibt's auch ein Beispiel aus deiner Beziehung zu deiner Frau, wo du gesagt hast, okay, guck mal, das ist etwas, da sind wir eigentlich nicht, da
47:04
Speaker A
hatten wir irgendwie unterschiedliche Einstellung. Ähm und da haben wir einen Weg gefunden durch eine Ansprache, durch was auch immer zusammenzufinden.
47:17
Speaker A
Fällt dir da was ein? Ich überlege gerade, ob ich ob mir mal was anderes einfällt, als das, was mir immer einfällt. [schnauben] [räuspern] Aber vielleicht ist das schneller und auch einsichtiger, wenn wir das nehmen. Also, ich bin jemand,
47:28
Speaker A
der äh schon aus dem Eltern heraus, also ich habe eine Lösung gefunden für die Inkohärenz, die als Kind bei mir immer entstanden ist, weil ich gemerkt habe, meine Mama mag mich so, wie ich bin, ganz besonders, wenn ich mein Zimmer so
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Speaker A
schön aufräume. Also habe ich, [schnauben] damit es kohenter wird, immer schön aufgeräumt und bin einer geworden, der auch immer ordentlich versucht Ordnung zu schaffen. Das ist mir vielleicht bin ich auch deshalb Naturwissenschaftler geworden.
47:58
Speaker A
Ordnung muss sein. Ordnung muss sein. Genau. Und ich bin auch dadurch gut vorangekommen, dass ich die Dinge ordnen konnte, wenn du so ein so ein wissenschaftliches Experiment planst. Das kannst du nicht irgendwie chaotisch machen. Das muss alles ordentlich aufgeschrieben und geplant
48:11
Speaker A
werden. s, dass ich eine zu den Menschen gehöre, die also doch sehr vorausschauend und das kommt wird dann besonders deutlich, wenn ich für meine Frau das Bet fertig mache in dass sie dann die Möhren oder die Erbsen einseht
48:24
Speaker A
und dann mache ich das so ein schönes, man kennt alles, das so ein schönes Bett und dann mit dem Rechen schön glatt und dann habe ich so eine Schnur, die ziehe ich da und mache ihr dann diese Reihen
48:34
Speaker A
und die sind also schön gerade und dann gebe ich ihr das Bet und führe sie zu dem Bet und sagen, guck mal das schöne Bild. Jetzt habe ich es fertig. Jetzt kannst du sehen.
48:46
Speaker A
Und dann macht sie, dann sagt sie: "Danke schön, das hast du sehr schön gemacht." Und dann äh macht sie Streusart.
48:54
Speaker A
Streusart. Sie sie mag die Reihen nicht. Sie möchte, dass das, was sie das seht, so wachsen kann, wie es [gelächter] wachsen will. Sie mag es nicht in Reihen legen. Das ist aus Gründen, die wir uns jetzt auch noch mal anschauen könnten,
49:07
Speaker A
ihr zu wieder, wenn man so in Reihen gelegt wird. Und deshalb [schnauben][räuspern] war ihre Lösung immer dann, wenn ich in mit einer Situation konfrontiert werde, wo einer versucht, es ordentlich zu machen, mache ich die Ordnung kaputt. Und jetzt
49:22
Speaker A
kannst du dir jetzt hast du die Antwort auf die Frage, liegt der jetzt auf der Zunge, das du ahnst was das jetzt also erstens hätten wir uns nie gefunden, wenn wir solche Fragebogen hätten ausfüllen müssen, dann hätte ich keine
49:35
Speaker A
Chance. Also niemals und sie auch nicht bei mir. Das werden niemals geganken werden, denn man man es suchen sich dann nur gleicha, die die gleichen Überzeugung haben. Nebenbei gesagt, ich finde das etwas problematisch, weil die Spannung und die
49:49
Speaker A
Leidenschaft und sogar die Erotik in so einer Beziehung gar nicht entstehen kann, wenn das alles gleich ist. Das ist wie Brüderchen und Schwesterchen.
49:57
Speaker A
[schnauben] Und ich mag aber natürlich das auch ein bisschen, wenn es ab und zu mal ein bisschen leuchtet. Also gut, ihr habt jetzt so und dann haben dann haben wir das Problem gehabt, we ja und äh und dann mussten wir einen Weg
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Speaker A
finden, wie wir uns dann nicht die Köper einhauen, weil das war natürlich ich hatte eine Erwartung, ich hätte sie um einah zum Objekt meiner Erwartungshaltung gemacht, dass sie da also bitteschön das auch so schön in die Reihen reinzutun hat und es gibt dann
50:26
Speaker A
etwas, was man darüber setzen kann, um das zu ändern. Und ich habe nicht sie geändert, ich habe mich geändert.
50:34
Speaker A
Es ist mir nicht mehr so wichtig, ob sie das jetzt gerade auss oder quer.
50:39
Speaker A
[schnauben] Aber was hast du dafür gebraucht, dass es dir nicht mehr so wichtig ist?
50:43
Speaker A
Etwas anderes, was mir an ihr wichtiger ist. Das ist doch total bekloppt, wenn ich meine wunderbare Frau reduziere auf diese blöde Art und Weise, wie sie die Erbsen und die Bohnen in so ein Bet legt. Und das wäre mir fast so wichtig
50:57
Speaker A
gewesen, dass wir in Streit gekommen wären. Ja. Und in 90% der Fälle passiert das zu Hause.
51:02
Speaker A
100%. Ja. Also [gelächter] nicht n 90, sondern 100%. Ja. Ja. Und das ist aber doch entweder also dann bräucht könnte man zurücktreten, könnte sich fragen, mag ich jetzt eigentlich meine Frau? Geht es mir darum, dass wir uns das
51:14
Speaker A
Zusammenleben so angenehm wie möglich machen und auch so fruchtbar wie möglich? Oder geht es darum, dass ich mich mit meinen blüden Vorstellungen hier durchsetze und ihr zeige, wer hier der Chef ist und wo es lang geht? So und
51:27
Speaker A
das ist dann leichter, sich selbst noch mal zu fragen und das zu ändern, als das mit der Frau zu machen. Und dann weiß ich aber schon, wie du mich anguckst, kann ich es schon erkennen und das ist auch
51:41
Speaker A
richtig. Es geht wahrscheinlich mit nicht so ganz nah in und ganz miteinander schon zu verstrickten Familienangehörigen geht es schwer. Die sind schon Jahre zusammen, alte Beziehung, die haben sich schon so eingeschossen und wenn ich da zu meiner Frau sagen würde, du ich möchte nicht,
52:00
Speaker A
dass du mich zum Objekt machst. Die lacht mich einfach aus, die hört gar nicht zu. Ach nimmt das gar nicht ernst.
52:05
Speaker A
Er wieder mit seinem Objekt Scheiß. Ja, du kommst immer mit demselben Zeug und so und dann kommt man da nicht richtig an auf diese Weise kommt man da nicht weiter. Das würde mit einer mit einer frischen Beziehung oder auch mit dem
52:18
Speaker A
Freund oder mit dem Arbeitskollegen. Arbeitskollege ist ein gutes Beispiel, da kann dem kann ich doch sagen, du pass mal auf, ich habe das bisher immer so gemacht, wir müssen mal überlegen, wie wir das jetzt gemeinsam machen wollen, wenn wir hier immer zu an einem Tisch
52:29
Speaker A
sitzen und dann kann der sagen, neö, ich hät es lieber so und dann kann ich mit ihm gemeinsam eine Lösung finden, wie wir so hinkriegen. es für beide gut ist.
52:38
Speaker A
Und was empfiehlst du dann dem Also ohne, dass ich jetzt an meine Eltern denken würde um Gottes Willen, was empfehlst du denn dann so einem alten Ehepaar in so Moment? Also, wenn die eben genau da sind ja die Bahnen sind ja
52:51
Speaker A
gelegt, was du erst gesagt hast, ne? Das hört sich dann total blöd an, wenn ich das sage, weil es auch etwas deutlich macht, was in unserer Gesellschaft so problematisch und schwierig geworden ist, ist in Wirklichkeit ist es doch ganz einfach
53:05
Speaker A
dieses ältere Ehebart. Die beiden müssten sich immer hinsetzen und sich fragen, ob sie sich überhaupt mögen.
53:11
Speaker A
Punkt. Und was sie miteinander wollen, ne? Und dann gibt es so eine wunderbare Definition für Diebe, die heißt Liebe ist das bedingungslose Interesse an der Entfaltung.
53:23
Speaker A
des Geliebten oder der Geliebten bedingungsloses Interesse. Das ist doch nicht bedingungslos, wenn ich die nur mag, wenn sie meinen Plan erfüllt.
53:33
Speaker A
Dann habe ich doch das schon von Anfang an eingekesselt. Das kann doch keine Liebe sein. Das ist doch nur noch soll ich sagen, was es ist narzisstische Selbstbefriedigung, wenn ich solche Listen austeile, wie der zu sein hat und was der alles zu können
53:49
Speaker A
so eine ich würde abhauen, wenn ich so eine [gelächter] wenn ich mich aus Versehen so einer Frau nähern sollte, die solche Listen, das ist der Tod, da ist auch nichts da. So, aber das alte Eheparty könnten sich doch
54:04
Speaker A
auf Sofa setzen, könnten sich noch mal an die Zeit erinnern, als sie mal zusammengekommen sind, was sie da eigentlich mal in ihrem Leben und miteinander machen wollten, wie viele wunderbare Stunden die schon miteinander erlebt haben und ob es jetzt wirklich so
54:16
Speaker A
wichtig ist, ne, dass sie ihm dauernd sagt, du schnichst so furchtbar und ich will lieber ein eigenes Schlafzimmer haben. [räuspern] Will sie wirklich ein eigenes Schlafzimmer haben oder will sie nur ihren Willen durchsetzen? will sie nicht vielleicht dann, wenn sie ein
54:30
Speaker A
eigenes Schlafzimmer hat, wieder doch die neben ihm schlafen, weil es doch schöner ist, wenn er in der Nähe ist.
54:36
Speaker A
Das kann man doch alles miteinander besprechen. Und aber, wenn man eine feste Vorstellung davon hat und man auch bei den Freundinnen und den anderen überall gehört hat, dass die alle eigene Schlafzimmer haben und dass die alle den Mann rausgeschmissen haben, weil er
54:48
Speaker A
angeblich schncht, es gibt auch Frauen nebenbei gesagt, die schneichen, [gelächter] dann dann macht das machen das immer mehr. Dann wird ein eine ungünstige Einstellung, die verbreitet sich irgendwie wie die Peste. Ja, also das ist ja genau dieses ähm
55:08
Speaker A
wenn ich ich merke das immer, wenn ich irgendwo sitze und esse allein und neben mir Leute sitzen und dann geht es eigentlich immer entweder reden also wenn es ist jetzt wirklich Klischee, es tut mir leid, aber das ist mein, also es ist nicht äh
55:22
Speaker A
wissenschaftlich belegt, sondern einfach nur Erfahrung. Wenn es Arbeitskollegen sind, reden sie meistens schlecht über die Arbeit, also eins nach dem anderen.
55:30
Speaker A
Und wenn es Frauen sind, über die Männer, reden sie schlecht über die Männer. Und es ist richtig wie so rei um, also es ist wirklich ansteckend. Genau. Und was du sagst, meiner schneicht. Ja, meiner auch. Ja, meiner auch. Die Nerven und
55:41
Speaker A
Genau. Das das ist ein Beispiel dafür, was du gerade sagtest. Das verbreitet. Das ist ich finde das toll, dass wir uns an der Konkretheit des Lebens hier so reinarbeiten, aber das generelle Prinzip, was dahinter steckt, heißt, es ist immer eine Art von Verunsicherung
55:57
Speaker A
da. Man weiß nicht genau. Es ist was störendes, ist eine Inkohärenz. Mhm. Man hätte gerne eine Lösung, weil stimmt schon, dass man nicht so gut schlafen kann und ab und zu man abwach wird. Man hätte gerne eine Lösung. Jetzt sucht man
56:08
Speaker A
eine Lösung [schnauben] und da ist die Chance relativ groß, dass wenn einem nicht die Lösung selbst einfällt und die Würte einem ja nur dann einfallen können, diese Lösung, dass man bei dem Mann bleibt, indem man sagt, du äh ich
56:20
Speaker A
finde das zwar furchtbar, aber ich muss dich jedes Mal dann einfach rütteln, dass du wach wirst, damit mit dem Schnechen aufhörst. Dann ist ja auch eine Lösung und so kann es dann auch weitergehen. Dann können sie zusammenschlafen. Wenn das aber jetzt
56:32
Speaker A
diese Lösung der Frau nicht einfällt oder wenn eine Person in so eine schwierige Situation kommt und ihr keine Lösung einfällt, dann guckt diese Person, wie es andere machen. Das macht auch der hast du auch gemacht als kleiner Junge mit deinem Papa. Und dann
56:48
Speaker A
guckst du, wie der das macht und dann probierst du das aus und meistens klappt das dann auch noch. Also die Frau geht dann zu ihren Freundinen zum Kaffeekränzchen und dann reden darüber, dass die anderen ja auch so ein Problem
57:00
Speaker A
haben und dann hört sie, wie die das gelöst haben. Aha, also offenbar muss man dann ein eigenes Schlafzimmer haben.
57:06
Speaker A
Also will ich auch ein eigenes Schlafzimmer ab nach Hause und der Mann wird für die vollendete Tatsache gestellt, dass er jetzt ein eigenes Schlafzimmer für die Frau zu anzuschaffen hat. So, das ist dann hat man sich sozusagen eine sonderbare
57:18
Speaker A
Lösung. Sonderbare Lösung, ne? Weil es ist, [gelächter] ich weiß nicht, ob es eine gute ist, das muss man dann erst noch genauer anschauen, aber eine bestimmte Lösung hat man von anderen übernommen. Im Hirn ist ein Inkoherärenter in einen
57:33
Speaker A
kohärenten Zustand umgewandelt worden. Die dabei freiwerdende Energie hat gereicht, um dieses sogenannte Belohnungszentrum zu aktivieren. Und es ist ein guter Zustand, dass man jetzt eine Lösung hat. Fühlt man sich wohl, würde man auch immer wieder so machen.
57:46
Speaker A
Und dabei sind aber auch noch diese Hormone da oben freigesetzt und diese Wachstumshormone und die haben dann auch noch die Verknüpfung im Hirn so gestärkt, dass man beim nächsten Mal beim nächsten Kaffeegränzchen mit dem Brusthunter überzeugung allen anderen
57:58
Speaker A
Frauen, die da sitzen und immer noch nicht wissen, wie sie das Problem mit dem Schnarchen mit ihrem Mann lösen sollen, erzählt, wie man das gefällig zu lösen hat. Eigenes Schlafzimmer.
58:07
Speaker A
[schnauben] So geht's. Und deswegen ist es so ansteckend. Und deshalb ist das ansteckend. Deshalb reden die Leute sich gegenseitig ihre Lösungen ein und das wird ja noch viel schöner. Das was das Hirn sich merkt, das merkst du ja, wie das hier
58:19
Speaker A
immer deutlicher wird in dem was wir miteinander besprechen. Das Gehirn merkt sich nicht die Probleme nicht die Probleme werden in Form von Vernetzungen da oben festgehalten. Beispielsweise bei einer Traumatisierung. das Problem selbst, denn mit dem kann das Hirn
58:34
Speaker A
nichts anfangen. Was das Hirn sich merkt und deshalb in Form von Vernetzung und Verschaltungen festschreibt und verankert, das ist die Lösung. Ist doch auch ganz logisch. Es will doch was lernen. Es will do nicht immer zu dieselben Probleme vor sich
58:47
Speaker A
herchieben, sondern es sucht eine Lösung. Und das heißt, wenn du dann nachts immer wieder von diesem Trauma träumst, dann ist das auch nur Ausdruck der Tatsache, dass dein Hirn immer noch nach eine Lösung sucht für das Problem, was du offenbar immer noch nicht hast
58:59
Speaker A
lösen können. Und wenn du das Trauma verdrängst und deshalb mit all dem nichts mehr zu tun haben willst, wie das vielen gegangen ist, die den Zweiten Weltkrieg und diese ganzen furchtbaren Zeiten überlebt haben, dann haben die das einfach verdrängt und haben in den
59:13
Speaker A
50er Jahren Wiederaufbau gemacht. Dann kann man das eine Zeit lang machen [gelächter] und das ist auch erstmal eine Lösung, dann ist das Verdrängen die Lösung.
59:19
Speaker A
Das Verdrängen ist dann die Lösung. Aber viel dieser Lösung, die wir so anwenden, auch das, wie man den Mann dann sozusagen expediert aus dem Schlafzimmer raus, sind eben kurzfristig sehen die ganz gut aus, langfristig machen die in dem Falle die Beziehung zu dem Mann
59:34
Speaker A
schlecht oder die Beziehung zu dir selbst oder die Beziehung zu anderen Menschen, weil es kurzfristig nur eine gute Lösung ist. langfristig wird sie immer hinterlicher und du kannst dich nicht mehr entfalten und deswegen ist auch sowas wie ein ein
59:48
Speaker A
Verdrängen. Also bei einem Trauma beispielsweise sorgt dann unter Umständen dafür, dass du dass man eine Depression hat äh oder sich in anderen aus irgendwann kommt an anderen Ebene wieder raus kommt an irgendeine Stelle raus, weil du bist die Inkoherenz nicht wirklich los
60:02
Speaker A
geworden. Du hast nur eine Lösung gefunden, um diese ständig aufflammenden Flashbacks und was da dar wieder hochkommt, um das unter Kontrolle zu halten mit Hilfe des Verdrängens, das ist immer noch besser als wenn es immer zu kommt, dann das ist noch schädlicher, aber aber
60:18
Speaker A
es ist keine richtig gute Lösung, weil es müsste doch eigentlich integriert werden. eine richtig gute Traumherapie würde dir die Gelegenheit geben, dass das furchtbar erlebte in den Schatz deiner Erfahrungen zu integrieren, so dass du sagenst, das war alles
60:33
Speaker A
furchtbar, aber es ist Teil von mir [räuspern] und das gehört mit zu meinem Leben.
60:38
Speaker A
Und ist dieses, also du hast erst von Energie gesprochen, ne? Also wenn die wenn ich eine Lösung habe, dann habe ich eine gewisse Energie. Da wird werden Stoffe freigesetzt und äh tut mir gut.
60:49
Speaker A
Okay, ich verdränge, tut mir gut. Alles klar, also geht mir jetzt besser. Und deswegen merkt sich das Gehirn diese Lösung. Mm.
60:56
Speaker A
Und wenn ich jetzt von Anfang an sagen würde, ich das ist das kriege ich da weniger Energie, also geht das Gehirn den Weg der meisten Energie und machen wir deswegen solche Sachen so? Also wie wir können auch ein
61:13
Speaker A
anderes Beispiel nehmen, weil Trauma ist manchmal ein bisschen so hart. Ich kenne das, dass ich wenn ich hab ein anderes Beispiel, was schön geht. Äh, ich bin ja auch an der medizinischen Fakultät gewesen an der Uni Medizinstudium.
61:26
Speaker A
Da musst du als frischer Student, das hast du nun endlich geschafft, dass sie dich aufgenommen haben und dann wirst du durch dieses furchtbare Studium durchgeleiert.
61:34
Speaker A
Mhm. Das ist so elend. Da möchtest du unterwegs 20 mal hinwerfen und dann heißt die Frage, wie hältst du denn das durch? Weil du kommst ja dauernd in solche inkoherenten Zustände, wo du sagst, also alle Kumpels aus der
61:46
Speaker A
Klasse, die haben Handwerker gelernt und die gehen jetzt schön einen saufen mit den anderen und ich sitze hier vor meinem Buch und bereite mich auf dieses blöde Examen vor und dann musst du irgendwas haben, was dich trägt und im
61:59
Speaker A
Deutschen heißt es der Spatz in der Hand ist uns lieber als die Taube auf dem Dach.
62:03
Speaker A
Oh, hab ich lange nicht gehört. Ja, aber genauso ist es. Und tendenziell neigst du dann dazu, die schnelle Lösung zu nehmen, weil du dann erstmal wieder Ruhe in die Perne kriegst und du hältst es nur dann aus, die kurzfristig günstig
62:16
Speaker A
aussehende Lösung nicht zu nehmen, wenn du etwas langfristiges hast, was dir noch kohenter erscheint. Das heißt, der Studierende äh der der hält diese diesen Prüfungsstress und das ganze elende Studium durch immer mit der mit dem mit [räuspern] der Vision und dem Bild vor
62:34
Speaker A
Augen, dass er dann im weißen Kittel Oberarzt ist. Und das ist so kohent, weil das war das, was er sowieso schon wollte, vielleicht auch sein Papa oder die Mama und keine Ahnung und da passt auf einmal alles und für dieses dann
62:48
Speaker A
passende zukünftige Bild ist er bereit alles zu tun. nebenbei gesagt, das hat die katholische Kirche auch äh im Mittelalter äh den Menschen mit auf den Weg gegeben, dass wenn sie sich denn hier durch dieses Jammerteil durchgearbeitet haben, dass sie dann ins
63:04
Speaker A
Himmelreich kommen. Das war auch ein hoffnungsvolles Bild, für dass man bereit war, die Inkoherenzen, die das tägliche Leben mit sich gebracht hat, sogar, dass man da Hexen verbrannt hat und alles mögliche in Kauf zu nehmen und auszuhalten. Deswegen quälen sich die
63:23
Speaker A
jungen Männer und Frauen manchmal, denke ich, in den Fitnessstudios, weil sie unbedingt, sie wollen diesen Sixpack haben.
63:29
Speaker A
Genau. Und das ist so furchtbar. [gelächter] Also diese Quälerei ist gut, dann sogar nehmen sie auch noch Anabolika und sonst was, damit das besonders toll wird, aber es geht am Ende nur um dieses Bild und das hält jedes Bild von sich selbst und
63:44
Speaker A
das ist häufig ein Bild, da muss man wieder fragen, wo haben Sie denn dies blöde Bild her? Ich meine, so schön sieht das ja nun auch nicht aus und ich habe auch wenig Frauen gefunden, die das so heiß darauf waren, so ein Muskelpaket
63:55
Speaker A
da. Meistens haben die ja dann auch äh gar nicht so eine richtige männliche Potenz. Also das ist das diese Muskeln da stimmen nicht mit den anderen Teilen des Mensch des Mannseins überein.
64:09
Speaker A
Das darüber kann ich jetzt nicht sprechen, das weiß ich nicht. Man hört das so. Vor allen Dingen, wenn dann auch noch Testosteron eingenommen wird dann schrumpft das die Gronaten.
64:19
Speaker A
Mhm. [räuspern] Und dann sieht das schon kümmerlich aus da unten. Okay. Also ist oben viel, unten weniger.
64:24
Speaker A
Ja. Und dann ist aber die Frage, woher das ist ja für die ein ganz bestimmendes ihr oftmals ihr ganzes Leben über längere Zeiträume bestimmendes Bild. Und das ist toll, dass wir das besprechen können, weil weil das deutlich macht,
64:38
Speaker A
wie sehr Menschen in der Lage sind, auf alles alles hint anzustellen, weil sie ein bestimmtes Bild davon im Kopf haben, worauf es im Leben ankommt. Das ist das, was ich mit dem wir sind alle Suchende gemeint haben. Da habe ich nämlich nicht
64:53
Speaker A
dazu gesagt, dabei kann man sich verirren. Und sowas ist garantiert eine Verirrung, weil das kann sie nicht durchhalten. Vielleicht bis 40 können sie dann dieses Spiel machen und dann merken sie schon, jetzt hängt dann doch alles ein bisschen runter und bei den
65:05
Speaker A
Frauen kommen sie dann auch nicht mehr so an und dann bricht sozusagen das Bild und die Bühne, auf der sie sich da gestellt haben, in sich zusammen.
65:15
Speaker A
Die Verirrung und das ist dann Verirrung ist ist, weil das mit dem Suchen du suchst und dann kann es ja passieren, dass du so ein falschen Abzweig nimmst und irgendwo landest in z.B. eigenen Schuldzuweisung.
65:28
Speaker A
Ich bin zu doof für Mathe. Ist eine Lösung für ungünstige Erfahrung, die du im Matheunterricht mit ungünstigen Lehrern gemacht hast.
65:38
Speaker A
Aber es ist natürlich eine Verwicklung, weil dann am Ende wirst das ganze Leben mich wieder Matte machen. Die ganzen naturwissenschaftlichen Fächer sind dir verschlossen. Du hast ein ganzen riesigen Bereich, wo du mal später tätig sein könntest, dir versaut, weil du dir
65:53
Speaker A
eingerätet hast, du könntest kein Mathe. Und das sagt der Neurobiologe, jeder Mensch kann Mathe. Aber man kann den Menschen sozusagen die Freude am Denken und am Zusammenbauen von Lösungen, die mathematisch äh gestellt werden, so versauen, dass die ke Freude am Singen versaut haben.
66:13
Speaker A
Das ist ja auch nicht angeboren, dass wir nicht singen können. Du hast das gesagt, jetzt habe ich mir notiert, das ist der Tod. Und da ging es um darum, dass wenn deine Frau oder deine Partnerin dich so objektivieren würde,
66:28
Speaker A
also so viel Erwartung hätte, du hast so und so so zu sein. Und das heißt, du bist ein Mensch, der sich selbst liebt und der auch weiß äh was tut mir gut und was tut mir nicht gut. Und da gibt es aber ganz viele
66:41
Speaker A
Menschen, die in Beziehung sind, die auch die ihn nicht gut tun, die dann sagt man jetzt ist der Begriff toxische Beziehung. Ähm da gibt's eigentlich diese ganz große Erwartungsliste am Anfang, was alles sein soll, Redflex, White Flex und so weiter. Und dann haben
67:00
Speaker A
sie das und sind dann trotzdem also haben ein ein Objekt vor sich und haben dann ein Objekt, aber dieses Objekt tut ihnen gar nicht gut und sie tun sich gegenseitig überhaupt nicht gut.
67:10
Speaker A
Warum sucht der Mensch immer wieder etwas, was ihn in seiner in der Partnerschaft, ne das gerne als Beispiel, offensichtlich nicht gut tut?
67:21
Speaker A
Immer wieder der gleiche Typ, der dadap, die gleiche Typin, die didip, die ihn einengt die betrügt, was genauer gucken. Es sind manchmal Vorstellungen, die auch in den Kreisen der Männer oder Frauen kooperiert werden und glauben, sie müssten unbedingt so
67:41
Speaker A
eine haben. Das hat auch dann was damit zu tun, dass sie dann die Anerkennung ihrer Kumpels finden, wenn sie so eine kriegen.
67:48
Speaker A
Also, [schnauben] das sind zum Teil Vorstellungen, die da eine große Rolle spielen, dass man sich dann zu einen zurecht backt und es ist auch natürlich Bequemlichkeit, weil es ist äh äh natürlich viel einfacher, sich [schnauben][räuspern] einen auszusuchen, mit dem es nicht so viele Reibungspunkte
68:06
Speaker A
gibt. Und deshalb ist das kurzfristig eine Lösung und kurzfristig kann man so auch erstmal ein Zusammenleben gestalten. Kurzfristig kann man sogar Kinder kriegen und kann eine Partnerschaft aufbauen, die die von außen betrachtet eigentlich ganz harmonisch aussieht. Ich meine gar
68:22
Speaker A
nicht, also das ist harmonisch, das kann ich sogar noch ein bisschen verstehen, dann ist es zurecht gebacken und es ist es bequem, aber es gibt ja auch genau das andere, dass es dieses es wird vorher objektiviert, also das gibt den
68:35
Speaker A
Katalog und dann ist die Beziehung aber grässlich. Also es ist nicht bequem, sondern es ist sie behandeln sich wirklich schlimm.
68:44
Speaker A
Ähm und was ist, was steckt da dahinter dieses diese Anziehungskraft von kennst du bestimmt auch Leute, wo du denkst, also der hat immer oder die hat immer wirklich Vollkatastrophen als Partner, wo man denkt, du bist da so eine tolle
68:57
Speaker A
Person, warum hast du immer Arschlöcher, die dich scheiße behandeln? Mhm. Was ist das eine ist das auch eine Art Lösung, die man da gefunden hat, die man dann immer wieder ähm den Weg den man immer wieder geht, weil man sagt, okay,
69:12
Speaker A
ich habe offensichtlich muss man gucken, aber wenn wenn man immer wieder mit denselben Vorstellungen, also die machen wir es ganz primitiv, die muss blond sein und eine große Brust haben. Mhm.
69:23
Speaker A
und dann nach dem Auswahlkriterium immer wieder rangehst, dann musst kannst du nur immer wieder scheitern, weil das sind zu keine keine hinreichen komplexen Auswahlkriterien für eine [gelächter] lebenslange Beziehung. Das hast du schön gesagt.
69:37
Speaker A
So und das heißt, du scheiterst den eigenen Vorstellungen und bis du die nicht aufgibst und irgendwann kommt bei den meisten der Punkte und sagt, ist mir jetzt egal, ob sie blond ist oder nicht, weil es geht, hast du dann gelernt, es
69:50
Speaker A
geht eigentlich um was anderes als um dass sie im Äußeren deinem Erwartungsbild entspricht und [schnauben] dann könnst du dein Erwartungsbild loslassen und damit wirst du frei.
70:02
Speaker A
wie als ob du dich in deinem eigenen Erwartungsbild verwickelt hast und auf einmal löst sich diese Verwicklung und auf einmal guckst du gehst hier durch Berlin und siehst lauter schöne Frauen, die du vor allen nicht gesehen hast, weil du immer nur die Blonden angeguckt
70:15
Speaker A
hast und ob die groß genug im Oberteil da waren. Und das ist die eine Variante. Und die andere ist eben, wenn du mit dem mit der Erwartung reingehst, dass du einen Mann haben willst, der in jeder Hinsicht deinen Erwartungen entspricht und dem du
70:29
Speaker A
das auch noch diktierst, dann behandelst du den von Anfang an wie ein Objekt und dann kriegst du auch das, was du her, also was du dann dir selbst hergestellt hast, nämlich eine Objektbeziehung.
70:41
Speaker A
Wenn es für deine vorübergehend sieht das dann erfolgreich aus, weil das kann sein, dass es so ein Unterwürfiger ist, der das alles mitmacht.
70:49
Speaker A
Und dann weiß ich jetzt schon, wie das weitergeht. Langweilig. Dann ist das jetzt so langweilig und so ein Langweiler willst du nicht haben, der immer alles so macht wie so oder aber der haut auf den Tisch und und haut dich
71:03
Speaker A
raus und macht es den Zirkus nicht mit. Aber dazwischen ist nicht so viel. Also lange hält man so eine Art von Objektbeziehung nicht durch.
71:13
Speaker A
Also manche sind da große Künstler drin und ich glaube im Folgen Jahrhundert war das auch noch viel dramatischer, weil die dann zusammen bleiben mussten wegen der Kinder und der finanziellen [gelächter] Abhängigkeiten. Da konnte man ja gar nicht und dann haben die
71:26
Speaker A
einfach in den sauren Apfel gebissen und haben das durchgehalten, ne? Das siehst dann da muss man eben mal die Zähne zusammenbeißen im Bett abends, wenn er kommt.
71:34
Speaker A
Mhm. Furchtbar. Furchtbar. Ja. Und da bin ich auch froh, da ist so viel passiert. Also, wenn man darf jetzt nicht, wenn wir hier so angefangen haben, es ist im Augenblick eine große Verunsicherung in der Welt. Ja, aber es ist auch viel passiert und das,
71:49
Speaker A
was ich als Neurobiologe dann immer wieder mehr klar zumachen versuche, ist, dass das doch im Grunde genommen über die gesamte Menschheitsgeschichte um nichts anderes geht, als um dieses Erkenne dich selbst. Das ist ein Bewusstwertungsprozess.
72:05
Speaker A
Menschheitsgeschichte ist ein einziger Prozess, in der eine Spezies offenbar mit Hilfe ihres Gehirns und ihrer Erfahrung, die sie macht und der Tatsache, dass sie soziale Gruppen bildet, sich über sich selbst und über das Leben bewusst werden kann und damit
72:21
Speaker A
plötzlich auch ihre eigene Rolle in diesem großen, lebendigen, evolutionären Prozess definieren können. Und das ist ja absurd, was wir machen. Wir wir leben ja gegen diese anderen Lebewesen und benutzen die wie Objekte zur eigenen Bereicherung oder zu irgendwelchen
72:38
Speaker A
Zwecken. Und in Wirklichkeit müssten wir doch alle das tiefe innere Gefühl haben, dass wir Teil dieser großen lebendigen Matrix sind, dass ich mit dem mit der mit dem Grashüpfer und dem Marienkäfer, den ich nachher hier draußen wiedersehe, dass das dass das nicht irgendwas
72:54
Speaker A
Fremdes ist, sondern dass das Teil dieses großen lebendigen Systems ist, von dem ich ja auch Teil bin. Und dann würde das ja eine ganz andere Einstellung zurfolge haben. Dann würde ich mich ja ganz anders in der Welt positionieren. könnte ich nicht andere
73:08
Speaker A
Tiere und andere Pflanzen und Lebewesen für meine Zwecke benutzen, dann komme ich aus dieser Objektbeziehung raus.
73:17
Speaker A
Wenn ich jetzt da sitze und denke und hör dir zu und und du sagst, es ist eine Bewusstwerdung.
73:25
Speaker A
Mhm. große Bewusstwertung, der auch wenn du vor 10 Jahren hätten wir über vieles, worüber wir heute reden, noch gar nicht reden, möglich weise noch gar nicht denken können.
73:36
Speaker A
Es ist uns jetzt also z.B., dass Frauen in der Lage sind, ihr Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.
73:42
Speaker A
Ich habe noch eine Spiegermutter gehabt, die musste ihren Mann fragen, ob sie arbeiten gehen darf.
73:48
Speaker A
Also, das sind doch Prozesse in Gang gekommen, wo wir plötzlich sozusagen als ob es uns den ganzen Horizont erweitert hat. Das ist alles gut, dass wir manchmal mit dem, was wir da so schnell lernen, nicht Schritt halten können und
74:02
Speaker A
es integrieren können in unser bisheriges Leben. Das ist der Preis. Ja, dann da müssen wir halt durch und deshalb gibt es dann Krisen. Das das macht dann inkoherent.
74:11
Speaker A
Das heiß, wir leben eigentlich gerade in der in der spannendsten Zeit, die man sich vorstellen kann, weil wenn alles Friede Freude Eierkuchen ist, ist ja Stillstand. Das ist auch dieser auch dieser Wunsch, den den viele Menschen haben. Es möchte doch endlich so werden,
74:24
Speaker A
wie sie es sich wünschen. Also das Himmelreich unter das Paradies oder Schlaraffenland oder so, da wollen sie alle hin. Das sage ich immer, du. Es gibt nur einen Moment, wo du tatsächlich diese vollständige Kohärenz in deinem Hirn und deinem Körper herstellen
74:39
Speaker A
kannst. Und das ist der, wo du gerade gestorben bist. Da da ist alles kohent, aber das kriegst du nicht mehr mit. Und davor, solange du lebst, ist das ganze Leben davon gekennzeichnet, dass schon wieder irgendwas nicht passt. Das ist
74:54
Speaker A
das Leben, nicht dass man es immer zu passend macht, wie wir das alle wollen und schön bequem und schönes sondern dass man lernt, wie es immer wieder, wenn es auch immer wieder neue Schwierigkeiten gibt, wiederpassend gemacht werden kann.
75:07
Speaker A
Das heißt, wir leben wirklich in der eigentlich in der Zeit, also dieser Umbruch, in dem wir leben, ist ein Vorzeichen bestenfalls dafür, dass wir ein jetzt einen ganz großen Entwicklungsschritt machen.
75:19
Speaker A
Ja. Ja, das ist eine Art Emanzipation. Wir befreien uns aus einem alten System, ich würde sagen 10.000 Jahre und das war dieses alte System, wo immer von oben nach unten durchkommandiert wurde. Ich nenne das immer hierarchisch Ordnungssystem und da bist du ja immer
75:36
Speaker A
Objekt unten und willst und das hat den damit kannst du aber viel machen. Gesellschaftlich ist das ein sehr kohenzstiftendes, also die die Hierarchie ist eine sehr ein sehr kohenzstiftendes Prinzip.
75:49
Speaker A
Ich weiß was zu tun ist. Der sagt, ich weiß, wo ich hingehöre. Arbeit richtige richtige Führungsfigur. Also der Chef, der sagt, hier geht's lang und da und so wird's gemacht. Der der sorgt für Ordnung, der sorgt dafür, dass alles an
76:01
Speaker A
seinen Platz hat und dass die da vorankommen gemeinsam. Also in Gesellschaften ist die Gefahr relativ groß, dass man sich zunächst erstmal kann würde sagen, in der selbstverschuldeten Unmündigkeit in solche hierarchischen Ordnungssysteme rein kanalisiert, aber damit sie erfolgreich ist, also ziemlich viel
76:19
Speaker A
aufbauen kann, auf dem Mond fliegen kann und und Nil [schnauben] entwässern kann, Pyramiden bauen, das ist alles Hierarchie.
76:25
Speaker A
und ist so eine Struktur in der W das ja alles gar nicht gegangen und du siehst jetzt eine Zeit, wo sich das auflöst, aber hundertprozentig, das siehst du auch, wenn ich dir sage, siehst du es auch, weil was wir was du dann über
76:38
Speaker A
diese 10 000 Jahre hast, ist ja eine Situation, wo immer die die unten waren hoch wollten. ist ja Mist im Objekt da unten zu sein, dem man sagt, so und wie kommst du hoch, indem du was erfindest, indem du was Neues in die Welt bringst,
76:51
Speaker A
was die anderen gebrauchen können und wenn du das 10 000 Jahre überall auf der Welt machst, weil das hat sich überall durchgesetzt das Prinzip, dann wird die Welt immer schneller verändert. Dann wird es eine Welt, die ist volatil und
77:03
Speaker A
die ist nicht mehr kontrollierbar. Die ist globalisiert und digitalisiert. Und was in dieser nicht mehr, also in dieser neuen Welt, in dieser komplexen Welt nicht mehr geht, ist Hierarchie. Die ist die ist zu steif. Da ist eine hierarchische
77:19
Speaker A
Ordnung, wo mit dem Trump oben, der weiß, wie es geht oder irgendeinem König oder einem Kaiser, der den anderen sagt, wie es zu gehen hat, noch nicht mal mit einem Unternehmer, der als Chef des Unternehmens alle Fäheten in seiner
77:32
Speaker A
Hand hält, ist alles zu steif. Du brauchst plötzlich Beweglichkeit in der Gesellschaft. Du musst sie volatil nennen die das, ne? Du musst du müsstest eine Gesellschaft bauen, in der die Menschen nicht [seufzt] von oben her kommandiert werden müssen.
77:49
Speaker A
Und das ist in, um das vielleicht zu illustrieren, ich habe das ja oft auch im Führungsseminar mit Führungskräften und dann sage ich immer, die vornehmste Aufgabe einer Führungskraft besteht darin, sich selbst unnötig zu machen.
78:01
Speaker A
Und da ist das schon gesagt, dann musst du aber alles dafür tun, dass deine Mitarbeiter in diese Selbstverantwortung kommen, dass die dich nicht mehr brauchen. Und dann sagen die mir: "Ja, das würde ich gerne machen, aber meine Mitarbeiter können das nicht." Und dann
78:13
Speaker A
sage ich, ja, da müsste sie in die Selbstverantwortung führen. Und dann wissen Sie nicht, wie es geht, weil das geht nicht mit Abrichtung und Dressur.
78:21
Speaker A
Das da das sagen sie immer, ich habe Ihnen schon mehr Geld versprochen. Nee, sage ich, dafür machen die das nicht. Es ist eine Einstellung, ob ich immer gesagt kriegen will, was ich zu tun und zu lassen habe oder ob ich
78:30
Speaker A
selbstverantwortung für das übernehme, was ich mache. Das ist eine völlig andere Einstellung. So und da kann ich meine Mitarbeiter als Chef nur einladen und ermutigen und inspirieren, dass sie sich auf diesen auf diese neue Erfahrung einlassen, wie das ist, wenn sie mal
78:45
Speaker A
selber was gestalten und man es ihnen nicht vorgibt. Das müsste in der Schule schon passieren, dass man es nicht vorgibt, sondern dass sie selbst gestalten können. Das müsste an der Arbeit überall passieren. Es müsste in der ganzen Gesellschaft überall müssten
78:58
Speaker A
die Menschen merken, dass es ihnen nicht vorgegeben wird, sondern dass sie es selbst ausprobieren dürfen, dass sie in den Kommunen selbst ausprobieren dürfen, wie sie da endlich wieder eine Gaststätte dorthin kriegen und Gott und Geschäft, wenn das alles weg ist. Und
79:12
Speaker A
das ist dann Selbstverantwortung und das ist Übernahme von Verandungen. Das ist diese neue Form, wie sich eine andere Gesellschaft langsam, aber jetzt von unten nach oben neu strukturiert. So, das ist ein Emanzipationsprozess ein Bewusstwertungsprozess und der läuft schon. Das ist nicht so,
79:31
Speaker A
dass wir auf den warten müssen. Wir müssen nur genauer hingucken. Der wird über die Massenmedien, die wir her da vorgeführt kriegen, da wird uns das nicht erzählt. Da musst du wirklich mal in die in die Stadtteile und in die
79:41
Speaker A
Gemeinden gehen und dort, wo die Leute sich selbst zu helfen versuchen, so heißt das dann.
79:49
Speaker A
Erklär mir mal, wenn du das kannst ähm oder magst auch. Ich ich sehe gerade zwei Bewegungen, wenn ich nach da gucke, wieso die Hierarchien sind. Auf der einen Seite sehe ich auch eine Art ähm von denen lassen wir uns nichts mehr
80:04
Speaker A
sagen, also eine gewisse Eliten Aversion. Ähm und gleichzeitig werden aber Männer auf Positionen gewählt, die so diese alte Struktur haben. Also, wir sehen eine Trump als mächtige Figur, wir sehen Key, wir sehen wir sehen diese Männer, die jetzt noch mal zeigen oder auch ein
80:32
Speaker A
in März mehr arbeiten jetzt Leute so mal anstrengen und wir wählen solche Figuren oder auch gleichzeitig, wenn wir diese Figuren nicht mehr haben wollen, wählen wir auch wieder die AfD, die auch so für so eine bestimmte Ordnung steht
80:48
Speaker A
und gleich, also das ist so ein Ordnungsversprechen. Mhm. Ähm und wie gehen diese beiden Sachen zusammen? Dieses wir wählen wieder Leute, die so sind und gleichzeitig löst sich das aber auf. Also, wie geht diese beide? Wie wie wie kannst du diese das
81:05
Speaker A
was du was du beschreibst und was wir da sehen, das ist ja schon die Lösung, nämlich verunsicherte Menschen, wie wir das versucht haben, für ihn deutlich zu machen, die angesichts der Vielfältigkeit der Probleme keine richtige [räuspern] Orientierung mehr
81:19
Speaker A
haben, auch nicht wissen, wie es geht und es ist auch kein guter äh Menschstat, auf den sie sich verlassen können. Und dann kommt in solchen unsicheren Zeiten zwangsläufig das Bedürfnis nach Ordnung.
81:32
Speaker A
Und wenn dann einer auftaucht und ihnen das verspricht, dass er weiß, wie es geht, dann wird er gewählt. Das ist die Lösung. Ich wähle mir einen, der Ordnung schafft, egal wie. Hauptsache dies durcheinander hört dir auf.
81:45
Speaker A
Und dann hast du dann diese Leute in den Position sitzen und musst dann zuschauen, wie sie scheitern, weil es geht nicht mehr. Also die, du kannst die Hierarchie nicht wieder einführen. Da müsstest du die Welt wieder so einfach
82:00
Speaker A
machen, wie sie vor 300 Jahren gewesen ist. Das geht auch nicht mehr. Es ist jetzt ein System, wo ja, es ist Menschen auf der Suche, wie es denn anders gehen könnte, laufen jetzt in Kreis, wählen sich irgend so ein
82:13
Speaker A
Hampelmann, der meint, er wüsste, wie es geht und ihnen das auch verspricht, bis sie merken, der war es auch nicht. Dann wählen sie sich einen anderen Hampelmann, der auch verspricht, wie es gemacht werden muss und der stellt dann
82:23
Speaker A
stellt man fest, der der war es auch nicht. Und irgendwann in diesem [räuspern] dauernden sinnlosen Kreis werden immer mehr Menschen auf die Idee kommen, dass es so überhaupt nicht geht, dass es sich gefälligst jetzt mal um das kümmern
82:36
Speaker A
müssen, wo sie Einfluss haben und wo sie was bewirken können. Und das ist aus meiner Sicht, das ist die Kommune, das ist dort, wo sie leben, das ist ihre Familie, das ist die Nachbarschaft, das ist das, wo die Menschen zusammenleben
82:49
Speaker A
und da bin ich eben schon seit langem dabei. Deshalb habe ich auch so eine Akademie gegründet für Potenzialentfaltung in Gemeinschaften. Ich versuche rauszufinden, warum wir nach dieser, na ja, [räuspern] warum wir nicht so gut in der Lage sind, Gemeinschaften zu bilden,
83:05
Speaker A
die wohl sich die Menschen wohlfühlen und sagen, das war so irre, als ich die in dieser Gemeinschaft habe ich gesehen, was wozu Menschen in der Lage sind und ich war noch nie so glücklich wie damals, als ich zu dieser Gemeinschaft
83:16
Speaker A
dazu gehöre. Wenn ich jetzt draußen hier in Berlin oder sonst wo solche Menschen suchen, sag, sagen Sie mal, wo ist ihnen denn das mal passiert? Die wissen, die meisten haben das nie erlebt. Es gibt welche, wenige, dass das vielleicht in
83:27
Speaker A
der Familie so war. Manchmal erzählen sie was vom Sportverein oder der Feuerwehr oder bei den Pfadfindern oder also es ist schon manchmal erlebbar, aber eben doch nur kurz und auch nur in der kleinen Nische.
83:40
Speaker A
Und warum geht das nicht überall? Das ist das, was mich interessiert, weil das wäre die Voraussetzung, dass Menschen hier in Berlin in dem Stadtteil plötzlich ihre Tische runterholen, die unten in die Straße stellen und gemeinsam frühstücken. Warum geht das
83:53
Speaker A
nicht? Es gibt immer so Momente, wo es so ein bisschen geht, also ich denke an unsere an die WM, die wir hatten, da gab's diese diese Euphorie und da gab's dieses, das zumindest in Deutschland entdeckt worden ist, ach stimmt, es gibt
84:06
Speaker A
ja die Straße und wir können Public Viewing machen und das ist ja, was wir vielleicht sonst in Spanien oder Portugal gesehen haben, das können wir auch machen. Und dann hat sich das, ich würde sagen, durch Corona wieder eingeklappt und jetzt sind wir wieder zu
84:19
Speaker A
Hause und sind durch die Endgeräte in der Vereinzelung. Das so, so denke ich gerade. Ähm und wir sehen aber, wenn das so ist, also wenn wir rausgehen und auf andere Menschen treffen, dann ist das ja wunderschön. Ich habe das
84:33
Speaker A
jetzt erlebt am 1. Mai in Berlin. Es gibt keinen schöneren Tag als den. Und früher als Revolution gestartet, jetzt gehen alle raus, ich weiß nicht wie viel, hunderttausende junge alte, alle möglichen Richtungen zusammen in Kreuzberg auf der Straße tanzend. Der
84:50
Speaker A
spel die wurde einfach aufgemacht und Boombox rausgestellt einfach Freude miteinander einfach Freude und man sieht wie glücklich die Menschen sind. Guck mal, ich krieg eine totale Gänseut, weil ich das ich fand's so sagte das wollen die das ist das was jeder Mensch sich
85:03
Speaker A
wünscht. Absolut so und das wird nicht lebbar in der gegenwärtigen Welt, in der sie unterwegs sind. Und dann kommen mal so kleine Gelegenheiten wie so ein Lichterflackern und dann erlebt man es mal und dann kriegt man eine Ahnung, dass das stimmt,
85:17
Speaker A
ja, dass da irgendwas in einem drin ist, was weiß, wie es richtig wäre, aber man kriegt es nicht hin.
85:23
Speaker A
Ja, man kriegt es alleine schon schwer hin und man kriegt es gemeinsam mit anderen dann noch schwerer hin, weil wir nicht wissen, wie es funktionieren soll. und der und dann habe ich ja viel darüber auch versucht äh rauszufinden,
85:37
Speaker A
[gelächter] wie denn dann so eine Veränderung, wie sie notwendig wäre passieren könne. Und da habe ich gemerkt, dass es eine Möglichkeit ist, dass man das wird auch immer gesagt, das muss noch schlimmer werden. Volle Kanne gegen die Wand mit
85:50
Speaker A
diesem westlichen System, also wir wir müssen diesen Kreis volle Kanne gegen die Wand, das muss richtig kaputt gehen und dann kann was Neues entstehen. Das ist dann diese das sind die Protagonisten der Krisen und Phönix aus der Asche. Es muss erst durch
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Speaker A
die destruktive Krise gehen, bevor was konstruktiv Neues passieren kann. Gibt's manche Leute und das heißt auch so ein bisschen in jeder Krise steckt eine Chance. Also ja, aber wenn wir uns das dann genauer angucken und du kennst ja
86:15
Speaker A
wahrscheinlich auch den einen oder anderen, der mit so einer festen Vorstellung und heftig verwickelt im Hirn gegen die Wand geknallt ist, der hat ist das selten als Neuer unten wieder aufgetaucht. Der macht meistens das Alte weiter nur noch kräftiger als
86:30
Speaker A
wo ist er tot oder ist dann ganz umgiert, dann kommt er gar nicht mehr dazu. sind ganz selten welche, die dann in dieser Krisensituation im Hirn so durcheinander kommen, dass die wieder Kontakt kriegen zu tieferliegenden Bereichen, die die
86:46
Speaker A
ganze Zeit nicht mehr zugänglich waren und die aus der frühen Kindheit stammen und wo sie dann wo dieses tiefere Wissen liegt und wo man dieses Kribbeln kriegt und sagt, mit das so ein Leben wollte ich doch gar nicht leben. Das [räuspern]
86:59
Speaker A
ist ja ja alles daneben gegangen. und dann ändern die das und werden machen irgendwas anderes, aber dann sind sie auch raus aus den alten Mustern. Also die die Familie passt da nicht mehr, die Arbeitsstelle passt nicht mehr, dann ist
87:11
Speaker A
alles anders und dann sind so was man dann oft als die Aussteiger jetzt seht, aber aber das sind dann vorher waren sie eben noch Unternehmer und Burnout und dann machen sie im im bayerischen Wald und und alleine in der Hütte.
87:28
Speaker A
allein in der Hütte, das ist aber auch nicht in Gemeinschaft leben, sondern das ist dann aussteigen und dann ist es nämlich auch wieder nur ein keine Lösung. Immerhin für den einzelnen selbst scheint es eine Lösung zu sein, dass er durch so eine Krise gehen kann
87:40
Speaker A
und dann wie Phönix aus der Asche wieder auftaucht, dass das eine Gesellschaft so handhaben kann, das würde heißen, sie muss durch einen katastrophalen Krieg durchgehen, um anschließend zur Besinnung zu kommen. Das hatte ich gehofft, dass der Zweite Weltkrieg sowas
87:53
Speaker A
war und dass da wirklich alle Menschen sagen, das ist jetzt, das reicht jetzt. Sowas braucht man nicht noch mal, wir ändern das. Und dann haben sie auch eine Zeit lang das durchgaden und jetzt guckt er die Welt an, in der wir gelandet
88:03
Speaker A
sind. Jetzt bereiten wir den nächsten Krieg vor. Die meisten rechnen sogar damit, dass das jetzt auch demnächst knallt.
88:09
Speaker A
Ja. Und es ist wieder dies es hat wieder nicht gereicht. Und wieder gibt es Objekte.
88:14
Speaker A
Ja, also es ist ein es werden Menschen beschämt. Ähm es waren früher waren es die Juden, jetzt äh sind es die Migranten und was nicht alles. Also es ist oder die linken oder die rechten oder die dies oder die das. Ja,
88:27
Speaker A
du musst ja den Menschen zum Objekt machen, denn du musst den anderen zum Objekt machen, damit du ihn bekämpfen kannst. Ja, also auch diese ganze Wettbewerbssituation, wo wir sagen, ohne Wettbewerb keinen Fortschritt, wie wollen wir denn ohne Wettbewerb in den
88:38
Speaker A
Schulen? Ja, das kannst du schon machen. Muss ja aber klar sein, Wettbewerbedeutet in der Art und Weise, wie wir ihn vollziehen, immer, dass man gegen den anderen zufällde zieht und den zum Objekt seiner Versuche macht, in zu überholen.
88:55
Speaker A
Mhm. Wenn du Kinder beobachtest, wenn die Wettbewerb machen, die machen nicht Wettbewerb, um den anderen auszuschalten, sondern die machen Wettbewerb am Anfang, um sich auszuprobieren und zu gucken, wie schnell sie wirklich rennen können und wie hoch sie auf dem Baum können. Da
89:09
Speaker A
geht's nicht darum, immer der Beste zu sein, sondern die wollen sich selbst beweisen. Das ist eine tolle Form von Wettbewerb. Die ist be bei uns in unserer Art von erwachsenen Wettbewerben regelrecht perverti pervertiert. Da geht's nur noch um Selbstdarstellung und
89:22
Speaker A
gewinnen und besser sein als der andere. Und damit machen wir uns gegenseitig zum Objekt hier der Gewinner, da der Verlierer. Wunderbar.
89:30
Speaker A
In der Schule hier der Gewinner, da der Verlierer. Nur weil das Kriterium in der Schule diese kognitiven Fähigkeiten sind. Und der Verlierer wäre vielleicht im amazonischem Regenwald ein ganz großartiger und anerkannter und bewunderter Blasrohrspezialist geworden, weil er so gut Kirschkern spucken kann.
89:47
Speaker A
Der hat bei uns kommt er nicht auf den grünen Zweig. der wird also hinten dran muss der sich anstellen, weil weil wir nach bestimmten Kriterien die Gewinner aussuchen. Aber wenn du jetzt, also ich finde das ein schönes Bild mit dem Wettbewerb und ähm also und
90:04
Speaker A
das wir haben das hier irgendwann als so ein Leitbild genommen, den Ball hochwerfen. Mhm.
90:10
Speaker A
Also wie man das als Kind gemacht hat auf dem Hof oder wo auch immer, dass man versucht hat, den Ball so hochzuwerfen, wie es nur geht. Und dann geht's nicht darum, hat man ja nicht stand mit dem Maßband da, sondern hat sich selber
90:18
Speaker A
darüber gewundert, wie hoch der fliegt, wie hoch der fliegt und war so ganz äh überrascht über die eigene Kompetenz oder Fähigkeit oder die Entfaltung. Mhm.
90:26
Speaker A
Ähm, das ist so das, was wir so als Leidbild haben. Ähm und jetzt bin ich in der Situation und du auch, dass wir das machen können. Wir können jetzt beide rausgehen und könnten uns ein Ball nehmen und könnten sagen, Gerald, komm
90:42
Speaker A
mal, lass mal ein Ball hochwerfen. Und wir würden uns total freuen ähm und hätten eine Freude daran, weil wir vielleicht einer bestimmten Entfaltung schon näher gekommen sind, weil wir vielleicht unser Leben so eingerichtet haben. Du hast dich auch entschieden, du
90:55
Speaker A
bist aus der ehemaligen DDR geflüchtet, du äh bist auch aus einem wissenschaftlichen Betrieb, in diesen engen Sachen bist du irgendwann raus und hast dich im Grunde befreit. Und ich habe das in meiner Art auch gemacht. Und jetzt ist es aber so, dass wir in der
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Speaker A
ökonomischen Zeit leben, alles wird teurer, alles wird enger. Ähm und da ist jetzt vielleicht, nehmen wir Anja, die als Krankenpflegerin arbeitet, die ähm Schichtdienst hat, die geschieden ist, die zwei Kinder hat. Und jetzt sitzen wir hier beide privilegiert in unserer
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Speaker A
Entfaltungsmöglichkeit und sagen, der entfalte dich mal, wirf mal den Ball so hoch wie du kannst oder geh mal raus aus dem Wettbewerb und sie hat aber vielleicht gerade Angst auch nach ihren Job zu verlieren, weil da kommt jetzt noch der Roboter oder die
91:47
Speaker A
günstigere, was auch immer. Wie kriegen wir Anja dazu? Also, welche Möglichkeit hat Anja? Kannst du dir vorstellen, dass Anja auch nicht als Einzelwesen in diesem armseligen Krankenhaus Arbeiten machen muss, die ihr von anderen vorgeschrieben werden, sondern es könnte doch auch in dem Krankenhaus
92:07
Speaker A
so sein, dass Anja Mitglied eines Teams ist und dass das ein Team ist, die sich regelmäßig zusammensetzen und überlegen, wie die Arbeit aufgeteilt wird, dass es vielleicht so ähnlich ist, wie ich das mal in den USA gesehen habe, dass da
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Speaker A
auch die Ärzte mit zu diesem Team von Kranken Krankenpflegern und Krankenschwestern gehören und dass die gemeinsam den Eindruck machen, also so habe ich das in den USA erlebt, als ob Ihnen eigentlich wirklich das Wohl und Fehl und die Gesundung dieser
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Speaker A
Patienten am meisten am Herzen liegt und nicht ihre berufliche Karriere und die Art von Bedeutung, die sie dadurch erlangen, dass sie irgendwelche Dinge machen, die und und andere für ihre Zwecke dann ausnutzen. Wenn jetzt es Gelänge, dass Anja nicht mehr in dieser
92:55
Speaker A
Vereinzelung alleine sehen müsste, wie sie mit diesem billigen Gehalt und dieser zurechtkommt und wie sie dann auch noch mit dem Kind alleine gelassen wird, weil dann muss auch irgendwie dafür gesorgt werden, wenn du dir vorstellst, dass wir das anders organisieren könnten, das
93:15
Speaker A
Anja Teil einer kleinen Community wäre, auch zu Hause, wo es sie wohnt, wo es dann auch ältere Menschen gibt, die sagen, ich passe doch gerne auf dein Kind auf, ich habe sowieso keine keine Enkelkinder und bringst sie doch zu mir
93:27
Speaker A
jeden Tag. Was muss man denn die in so eine Kindergrippe tun? Ich nehme noch zwei andere, dann ist es nicht so alleine und dann würden die sich gegenseitig helfen. Da wird in eine Gesellschaft entstehen, wo man immer guckt, wie man dem anderen helfen kann,
93:40
Speaker A
dass er die in ihm angelegten Potenziale entfalten kann. Und das würde dann auch für Anja an dieser Arbeitsstelle zutreffen. Da ging es dann nicht mehr darum, dass sie ihren Job macht und alles ordentlich erledigt, sondern da würden alle gemeinsam nachdenken, wer
93:54
Speaker A
welche Arbeiten am besten übernehmen kann, damit es für alle und für das, was sie alle gemeinsam wollen, auch optimal ist. So und wir kriegen einfach solche Gemeinschaften nicht hin.
94:03
Speaker A
Genau. Also ich würde nämlich saß neulich länger in der Notaufnahme und habe gesehen, wie sich Anja und ihre Kollegin, wie die sich wirklich den Arsch auch gerissen haben. Unglaublich.
94:13
Speaker A
Und trotzdem war das ein unschöner Ort und äh weil das sozusagen die und sie konnten auch gar nichts anders machen, weil sie waren einfach nur so und so viel Leute, es gab so und so viel Patienten und das roch scheiße da und
94:25
Speaker A
das war fürchterlich und das war jetzt kein Ort, wo man sagt, hier werde ich gesund, sondern hier werde ich wahrscheinlich eher noch kränker. Ähm und jetzt könnte ich können wir an ja sagen, ja, sprecht euch mal miteinander ab. Und ich sah die, wie die dann
94:38
Speaker A
schnell nach draußen eine geraucht haben und ich sah den an, dass die wahrscheinlich sich abend richtig einen reinstellen, um das, was die den ganzen Tag da erlebt haben, irgendwie zu verarbeiten. Also ich bin da bei dir, dass dieser
94:49
Speaker A
Ja, dann würde ich dann müssen wir konsequenter sein. Mhm. Und äh und wir müssen in eine Situation uns denken, wo man noch handeln kann. Da was du beschreibst, ist hal der pure Notfall und alles ist drunter und drüber. Da
95:04
Speaker A
gibt es keine konstruktiven Lösungen mehr. Da gibt's nur noch Notlösung, mit denen man erstmal Zeit gewinnt oder das ganze kriegt und da würde ich mich einfach krank schreiben, wenn ich Anja wäre. Würde die Möglichkeiten nutzen, um meine Haut zu retten und mir das Leben
95:17
Speaker A
so zu gestalten, dass ich hier nicht umkomme. Und das machen ja auch viele. Und da braucht man sich auch nicht zu wundern, warum die das machen. Wir haben es im Grunde genommen schon angedeutet an, ja, würde das nie machen, wenn sie in so
95:28
Speaker A
einem Team arbeiten würde. So ein Team kann man aber aufbauen, wenn man das will. Aber es kann man natürlich nicht mit Leuten aufbauen, die alle nichts anderes in ihrem Leben erlebt haben, als dieses isolierte nebeneinander her und in Konkurrenz arbeiten.
95:43
Speaker A
Deswegen haben wir auch so viele Krankschreibung wie Ja, das ist doch alles zutiefst unbefriedigend.
95:49
Speaker A
Früher gab es noch dann beschweren sich jetzt auch die Unternehmen so eine Art Loyalität gegenüber der Firma. Mhm. H kleines Familienunternehmen, die hatten zehn Leute und die zehn Leute sind für dick und dann sind die durch diese haben
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Speaker A
die alles gemacht für diese Firma und jetzt gibt es diese schönen Messungen, die da von den Soziologen gemacht werden. Die Loyalität der Mitarbeiter gegenüber ihren Firma hat dramatisch abgenommen. Ja, was willst du denn anderes erwarten, wenn wenn ich bin doch
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Speaker A
nur ich kann doch nur als Anja in so einer Firma Loyalität herausbilden und mich auch für das einsetzen, was von der Firma gemacht, wenn ich das Gefühl habe, dass dass das auch erwünscht wird, wenn ich dort nur noch kontrolliert werde, wenn ich dort
96:34
Speaker A
nur noch an der kurzen Leine gehalten werde, wenn ich dort ausgebeutet werde und ausgelutscht werde wie eine Zitrone, dann muss ich dann muss ich sagen, dann bitte Anja, ich würde dich sehr einladen ermutigen inspirieren dir was auszudenken, wie du den Laden hier
96:50
Speaker A
verlässt. Sage ich auch den Lehrern. Wenn so ein Lehrer in dieser Schule so kaputt ist, dass er gar nicht mehr richtig laufen kann, dann hat das doch auch keinen Sinn, wenn sich vor Schüler stellt, das hat ja, wie wir vorhin schon
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Speaker A
gesagt haben, eine Wirkung auf die Schüler. ein ein unglücklicher Lehrer versucht Unterricht zu machen in seiner ganzen äh Problematik, die er dann auch den Schülern zeigt, dann führt es dazu, dass die den nicht ernst nehmen, dass die bei
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Speaker A
dem nichts lernen und dass sie auch noch unglücklich werden. Es ist es hat doch keinen Sinn. Also muss man die eigentlich ermutigen, dass ist, dass man sagt, achtet [räuspern] doch ein kleines bisschen mehr auf das, was ihr tut. Und
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Speaker A
ich nenne das dann immer sehr einfach und sage, man, ich gebe dir jetzt mal die Erlaubnis oder nimm dir bitte selbst die Erlaubnis, dich doch ein bisschen stärker um das zu kümmern, was dir gut tut. Mach nichts mehr, was dir nicht gut
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Speaker A
tut. Und dann kommen die und sagen aber Klo putzen, ne? So, das sind dann die Ausreden und dann sage ich, du, das habe ich auch schon mal erlebt, dass ich das nicht so toll fand, das Klo zu putzen.
97:54
Speaker A
Und dann kann ich warten, bis meine Frau sagt, du jetzt nimm hier das Zeug, sonst kriegst du den Besen um die Ohrengepfe jetzt nicht das Gloh putzt, dann stelle ich auch den Betrieb ein. Das ist Druck, das ist sozusagen Abrichtung und
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Speaker A
Ressour. Dann putze ich das Klo aber wiederwillig. Aber ich kann auch natürlich für mich selbst beschließen, dass ich auf so einem dreckigen Klo auch nicht mehr sein möchte.
98:16
Speaker A
Und dann entschließe ich mich und sage, es mache ich jetzt mal sauber. Dauert eine halbe Stunde und dann habe ich wieder ein schönes Klo und dann freue ich mich hinterher auch noch, dass ich das Klo geputzt habe. So geht's doch
98:26
Speaker A
auch. Und dann ist das aus einer anderen Einstellung gemacht und es ist das gleiche im Ergebnis. Das gleiche.
98:34
Speaker A
Vielleicht ist das Blut diesmal, wenn ich es mit dieser Liebe und Fürsorge und aus freien Stücken gemacht habe, sogar sauberer, als wenn ich es nur so abgearbeitet habe, wie es mir vorgeschrieben wird von meinem Arbeitgeber.
98:49
Speaker A
Wie sehr ist das systemisch und wie sehr ist das auch persönlich? Also, wir erleben ja immer wieder auch Menschen, [seufzt] politische Figuren. Ich würde jetzt mal, ich nehme jetzt mal Robert Habeck, ähm den ich, wo ich gedacht habe und wir können den
99:07
Speaker A
auch rausnehmen, wenn du sagst ist mir zu politisch oder so, aber den ich erlebt habe als jemand, der eigentlich in der Ansprache einladend ist [seufzt] und der dann aber sobald er in diesem größeren System war ähm eigentlich relativ mit schöneren Worten, aber
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Speaker A
letztenendes das gleiche gesagt hat wie alle anderen und aus diesem Hoffnungsschimmer, den ich jetzt hatte und wahrscheinlich viele auch und er selber ja wahrscheinlich ich auch irgendwann gemerkt habe, miert nicht und seine Konsequenz war am Ende jetzt ja
99:32
Speaker A
auch zu sagen, okay, ich gehe raus aus dem aus dem Betrieb. Genauso Kevin Küh sind ja ein paar Leute, wo man das Gefühl hatte, okay, die sind irgendwie anders drauf und dann rein ins System System geworden, rausgeschmissen oder sich selbst
99:46
Speaker A
rausgeworfen. Ich glaube, wir machen uns alle nicht so richtig klar, was es bedeutet in so einer politischen Partei in die Spitzen vorzustoßen. Das ist wie in der KBDSU, weil das der Auswahlkriterien sind doch die gleichen. KPDSU, was ist das für
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Speaker A
alle, die es nicht wissen. Das war die kommunistische Partei in der Sowjetunion, als es die noch gab. Oder ist die SED in der DDR oder so. Das ist wurscht, was das für eine Partei ist, die das unterscheidet sich dann in den
100:14
Speaker A
Inhalten und in irgendwelchen äh Sachthemen. Aber das Prinzip, das Prinzip heißt, ich komme hier eigentlich nur weiter, wenn ich innerhalb meiner Ortsgruppe möglichst viele Anhänger finde, die mich als Delegierten für den nächsten Kreis Parteitag vorschlagen.
100:30
Speaker A
Mhm. So und da muss ich mir damals in der DDR als SD Mitglied oder heute als CDU Mitglied oder als grünes Mitglied angucken, was habe ich denn hier für Typen in meiner Ortsgruppe und wenn es mir nicht gelingt deren Erwartungen zu
100:43
Speaker A
erfüllen, wählen die mich nicht als Delegierten und dann ist aus. Das heißt, ich bin in so einer Parteikarriere gezwungen, die Erwartungen zu erfüllen, die andere haben, sonst kriege ich keine hinreichend starke Unterstützung.
100:59
Speaker A
Und wenn ich das jetzt über 10 Jahre gemacht habe, immer geguckt habe, was wollen sie denn alle und was erwarten sie denn alle, dann siehst du denen das an den Augen an. Manchmal gucke ich mir das im im Ich gucke nicht so gerne
101:11
Speaker A
diesen öffentlichrechtlichen, aber manchmal gucke ich da rein und dann sehe ich wieder welche sitzen. Die sind die sind einfach geil auf Macht, auf Einfluss, auf Bedeutung. die das sind wichtiger bis zum Umfallen und die reden auch so und das die ganze Gestik und das
101:26
Speaker A
ganze Gabe ist so, dass ich sagen muss, mein Gott, das ist ja sozusagen ein Produkt der ihnformenden Kräfte geworden und diese formenden Kräfte das ist eben diese Parteienhierarchie in der man nur aufsteigen kann, indem man genauso wird wie die, die schon aufgestiegen sind.
101:44
Speaker A
Und das ist dem Hab wahrscheinlich auch passiert. Mm das der ist vielleicht relativ weit. Der Gorbatschow ist ja auch ein bisschen wie Phönix aus der Asche da durchgestoßen.
101:55
Speaker A
Manchmal ist in so einer Partei auch gerade sehr viel durcheinander an der Spitze und dann kann man plötzlich von unten kommen so relativ schnell durchstoßen, aber in der Regel muss man sich da hochkämpfen und wenn man sich da hoch
102:07
Speaker A
gekämpft hat, erkennt man sich selber nicht mehr im Spiegel, fürchte ich, aber die gucken dann auch nicht mehr rein.
102:12
Speaker A
Was ist denn der Unterschied? Weil wir sprechen über Gemeinschaften gerade. Dann könnte man ja sagen, guck mal, die Ortsgruppe ist eine Gemeinschaft. Ähm die äh die Partei ist eine Gemeinschaft.
102:23
Speaker A
Ähm die Anhänger von Xber Naidu, die ihn da bestätigen, sind auch eine Gemeinschaft. Also, aber du meinst ja eine andere Gemeinschaft. Also, was ist denn deine Gemeinschaft? Das ist jetzt das spannendste, was es überhaupt gibt, das ist die Frage, was hält eine
102:39
Speaker A
Gemeinschaft zusammen und zwar so, dass die in den einzelnen Mitgliedern dieser Gemeinschaft angelegten Potentiale sich so gut wie möglich entfalten können, wie auch das, was in der ganzen Gemeinschaft am Potenzial steckt zur Entfaltung kommen kann. Ich denke sofort an
102:57
Speaker A
Fußballmannschaft gerade. Das ist in die Frage, was sich dort entfaltet, ist die Fähigkeit Fußball zu spielen und Spiele zu gewinnen. Das ist noch keine Potenzialentfaltung.
103:07
Speaker A
Das ist eine bestimmte Kompetenz, die du dann gemeinsam umsetzt und verwirklichst. Was ist denn der Unterschied zwischen Potenzial und Kompetenz?
103:14
Speaker A
Potenzial ist das, was aus dir werden könnte. Wenn du jetzt anfangen würdest, anschließend nach dem Gespräch noch mal zu gucken, was alles möglich ist. Und das ist das Potenzial. merkst du, manches geht nicht mehr. Das ist schon perdü und manches ginge aber noch. Äh
103:31
Speaker A
und da könntest du dich fragen, ob du nicht auch sowas machen mit, also was weiß ich Akkordon spielen lernen oder Tango oder singen oder also gibt's noch eine ganze Menge. Du kannst auch noch mal ein ganz anderen Job machen und in
103:43
Speaker A
einem ganz anderen Bereich äh dich noch mal ausprobieren. Das ist alles Potenzial. Das hast du jetzt hier so wie du sitzt, aber das ist noch nicht als Fähigkeit ausgeformt.
103:53
Speaker A
Okay. Die das meiste Potenzial, was du jemals besessen hast, hattest du, als du eine Eizelle gewesen bist vor der Befruchtung, weil schon mit der Befruchtung war die Hälfte festgelegten, dass du ein Mann wirst und nicht eine Frau.
104:09
Speaker A
Also denen müsste man sagen, bevor die Befruchtung stattfindet, hat die das ganze Potenzial und dann sag man müsste man eigentlich sagen, ein Potenzial genau also Potenzial ist das, was an Möglichkeiten drin steckt in einer Gemeinschaft oder aber in
104:23
Speaker A
im einzelnen und da bräuchten wir Gemeinschaften, die so ganz ganz und also das ist sozusagen der Raum der Möglichkeiten ist das Potenzial, also dieses die große Spielwiese, also dass ich wenn mich wenn wir beim Fußball bleiben, dass ich ähm Ähm,
104:38
Speaker A
hast du ein hast du eine Kompetenz, also aus diesem Potenzial hast du einen Aspekt herausgenommen, hast dauernd trainiert, bist ein richtig toller Fußballspieler geworden und hast eine hohe Kompetenz im Fußball spielen, aber nicht im Geige spielen.
104:51
Speaker A
Mhm. Und ideal wäre sozusagen geile Fußball und gleichze besser wäre gewesen, du hättest nicht nur Fußball spielen gelernt, sondern auch noch die anderen Möglichkeiten, die dir naturgemäß inne gewohnt haben und die mit denen du geschenkt beschenkt worden bist, hättest
105:09
Speaker A
die auch entwickeln könen. Jetzt kommen wir zu dem entscheidenden Punkt. Das geht ja gar nicht. Das weiß ja schon jeder im Sport. Wenn du also was weiß ich Hürdenläufer wirst, da wirst du nicht Schachspieler. Das eine verhindert regelrecht das andere, weil das so
105:23
Speaker A
unterschiedliche Tätigkeiten sind. Und einer, der jetzt Augenchirurg ist, der wird doch nicht der wird doch nicht Physiotherapeut.
105:31
Speaker A
Und dann sagen, es geht doch immer um Spezialisierung. Deshalb genau und deshalb ist das jetzt so eine spannende Frage, wie man das Potenzial erhalten kann, obwohl man sich spezialisieren kann. Hm, sogar muss und dann bin ich wieder Biologe und sage,
105:48
Speaker A
dann gucken wir uns doch mal die Einzeller an. Die haben dann ja, es gab ja eine unendlich lange Zeit, wo die alle einzeln rumgeschwommen sind und da haben sich lauter verschiedene Arten gebildet und und dann irgendwann haben die mal
106:00
Speaker A
angefangen, haben sich zusammengelagert und haben dann so ein Vielzeller gebildet oder sie sind nach der Teilung zusammen geblieben und haben so eine Kugel gebildet und das war dann der Vielzeller und der Vielzeller hat dann einzelne Bereiche, wo Zellen sich
106:14
Speaker A
spezialisiert haben und manche sind zu Leber geworden, manche zur Lunge, manche zur Haut und indem sie Sie spezialisiert haben und Hautzellen geworden sind, konnten sie jetzt nichts anderes mehr werten. Meine Leberzellen, die sind jetzt Leberzellen, die haben sozusagen
106:27
Speaker A
ihr Potenzial dahinegeben. Für diese Spezialisierung haben sie ihr gesamtes Potenzial dahinegeben. Aber sie sind jetzt Teil eines größeren Verbandes geworden, der heißt jetzt Gerald.
106:42
Speaker A
Und da haben sie andere Spezialisten, die alle so zusammenhalten, dass sich alle verschiedenen Spezialisten gemeinsam mit ihren ganz unterschiedlichen Spezialisierung oder Differenzierungen oder Fachkompetenzen darum bemühen, dass der Gerald am Leben bleibt und gesund bleibt. Und das wäre dann das, was ich wo ich was wir zu Ende
107:04
Speaker A
denken müssten für so eine Gemeinschaft. Du einzel geht es nicht, aber wenn ich jetzt einen Augenchirurgen habe und noch ein ein Geigenspieler und noch ein Fußballer und also und die verschiedener, die sind umso besser und die bilden so ein Team, also eine
107:22
Speaker A
Gemeinschaft, die wirklich nicht durch Druck und Angst oder irgendsowas zusammengehalten wird, sondern weil sie sich mögen, dann werden die sich gegenseitig helfen und dann dann wäre es so, dass ich in so einem Team nicht unbedingt Geige spielen muss, um
107:38
Speaker A
zu erleben, wie toll das ist, Geige zu spielen, weil ich hätte ein Du siehst es da drüben, weil das ist der Unterschied auch zwischen Ortsgruppe und Gemeinschaft. In der Ortsgruppe gibt's einfach nur Geigenspieler und wenn jetzt alle Geige spielen, denkst du auch meine
107:50
Speaker A
Güte, das dauer ja und die müssen auch noch wettbewerben, wer jetzt besser Geigespielt, das ist so als wäre meine Lungenzellen und meine Leberzellen würden miteinander konkurrieren, wer der bessere ist.
108:01
Speaker A
Das ist absurd. Ja, also sind wir, um das noch auf den Punkt zu bringen, offenbar an so einer Übergangsphase angekommen, die ungefähr dem Übergang ähnlich ist, den es schon mal gegeben hat, als die Einzel zum Vielzeller geworden sind.
108:16
Speaker A
Das sind noch keine Gemeinschaften. Wir leben noch das Einzelleben. Wir gucken dann im Tierreich nach und sagen, da müssen doch aber irgendwie andere haben es vielleicht schon hingekriegt und stellen wir fest, ja, da gibt's die Insekten.
108:29
Speaker A
Aber dann muss man gleich sagen, ja, die haben einen Weg gefunden, [räuspern] das zu managen, dass die als Einzelwesen alle mit ihren jeweiligen Kompetenzen dazu beitragen, dass das Ganze gelingt, aber es ist es sie haben dazu dafür auf
108:42
Speaker A
ihre Freiheit verzichten müssen. Einzelwesen, wenn das einmal eine Arbeiterbabiene ist oder eine geht nicht mehr Drohne ist Drohne und aus die Maus.
108:51
Speaker A
Das heißt, der Insektenstadt ist nicht unser Modell, weil der einzelne dann keine Freiheit mehr hat. Und wir haben ja gesagt, es sind ja zwei Grundbedürfnisse, die wir schon auf die Welt bringen. Verbundenheit hätten wir gerne und Autonomie und Freiheit hätten
109:05
Speaker A
wir auch gerne und zwar möglichst beides. Also müssen wir doch nach einem Gesellschaftsmodell suchen, wo man gleichermaßen frei und verbunden gleichzeitig se fühlen kann und dann merkt man, da fallen jetzt sämtliche Tiermodelle raus, die Büffelhärte, Insektenschwarm oder Schmetterlings und
109:23
Speaker A
und Vogelschwarm. Das ist als es wird immer daher geredet, dass der Mensch so organisiert ist wie diese Schwärme oder wie andere Gemeinschaftsbilden Insekten oder Tiere. Aber das ist ja absurd, weil das kann ja gar nicht gehen, weil der
109:36
Speaker A
Mensch zu einer ganz anderen Leistung befähigt ist und die hat das schon seit den Primaten auf und das ist die Fähigkeit etwas zu bilden. Das heißt individualisierte Gemeinschaft.
109:48
Speaker A
Individualisierte Gemeinschaft heißt auf jeden kommt es an, aber vorwärts geht's nur gemeinsam. Also eigentlich individualisierte Gemeinschaft ist doch am Ende der Mensch.
110:00
Speaker A
Das ist nicht der Mensch, sondern das ist die Gesellschaftsform, in der der Mensch zum Menschen werden kann.
110:06
Speaker A
Ja, aber wenn wir genau, also der Mensch, wenn wenn der der Mensch alleine ohne so eine individualisierte Gemeinschaft verkommt und verhungert und der kommt noch nicht mal, aber die Zelle auch, also wir brauchen, also die du bist ja nicht nur sozusagen,
110:16
Speaker A
aber da ist es ja auch schon das Prinzip gefunden worden, wie die zusammen bleibt. Wir haben es ja noch nicht. Wir wir wir eiern ja rum und wissen nicht, wie es geht und finden nicht zueinander und bilden dann Gemeinschaften manche
110:28
Speaker A
gleichen Hühner Hühner schwärmen oder sowas und manche sind rudelbildend und manche äh also alle möglichen Formen von Gemeinschaften haben wir und meistens sind es dann auch Gemeinschaften, die werden durch etwas von außen zusammengehalten. solche Angst und Not und weiß der Kugo Gemeinschaft und jetzt
110:46
Speaker A
haben wir in der Bundesrepublik vor allen Dingen eine Gemeinschaft, die nenne ich immer gerne Besitzstandfahrungsgemeinschaft.
110:52
Speaker A
Da wollen sie alle nur ihre Besitztümer erhalten, aber eine Potenzialentfaltungsgemeinschaft, sorry, da sind wir noch nicht. Ja, aber das ist also ich meine das aber die könnten wir erfinden. Da ist jetzt die Aufgabe, dass wir die rauskriegen. Ja, genau.
111:05
Speaker A
Ich würde aber sogar soweit gehen sagen, wir müssen die gar nicht erfinden, weil wir sind sie, also wir sehen ja schon an, wie du es erklärt hast, wie so wie der Mensch ist, also wie jeder einzelne von uns aufgebaut ist mit den Zellen und
111:17
Speaker A
allem, wie es zusammenspiel, deine Leberzellen und deine Lungzellen. Also eigentlich haben wir es ja schon da und wir sehen ja zu was der Mensch alles fähig ist. Nur müssten wir das, was der Mensch mit all den Zellen und all den
111:31
Speaker A
Möglichkeiten, das müssten wir auf alle übertragen. Also das heißt, wir müssen eigentlich, deswegen meine ich, wir müssen eigentlich nur Mensch sein, dann haben wir es ja, es geht dann, also man kann das so weit treiben, dass man sagt auch der der
111:45
Speaker A
das Nährstoffversorgungssystem, was bei uns der Blutkreislauf ist, das ist unser Handelssystem. Unsere Handelsrouten, die über die ganze Welt gespannt sind, global in bis in die letzte Ecke. Wunderbar. Genau wie die Blutgefäße auch bis in lette Ecke gehen.
111:59
Speaker A
Und dann haben wir noch ein Informationssystem weltumspannend. Das wäre wie bei unser Nervensystem, das ist auch schon da und trotzdem kriegen wir es nicht hin. Und jetzt kommt die Antwort auf diese komische Feststellung, dass wir es nicht hinkriegen. Und die heißt, weil wir mit
112:13
Speaker A
unserer mit unseren Erfahrungen und den darausgewonnen Überzeugungen noch in der hierarchisch geordneten Gesellschaft geblieben sind.
112:24
Speaker A
So, deshalb habe ich das mit der Partei erzählt. In jeder Partei hast du dieses Ordnungprinzip.
112:29
Speaker A
Überall werden wir zu Objekten gemacht. Wenn ich einkaufen gehe, gibt's den Verkäufer und den Kunden. Wenn ich zum Arzt gehe, den Arzt und den Patienten.
112:37
Speaker A
In der Schule ist es der Lehrer und der Schüler, die Eltern und ihre Kinder.
112:40
Speaker A
Überall eine Hierarchie, wo es immer einen gibt, der dem anderen sagt, wo es lang geht.
112:46
Speaker A
Und das ist hirntechnisch der Unsinn, der größte Unsinn, weil das kann nur zu Verwicklungen führen. Und solange Menschen sich dann in solchen Notlösungen, die sie finden, um einigermaßen zu überleben bei solchen Verwicklungen, den solange die da drin hängen, in diesem Verwicklung, können
113:04
Speaker A
sich auch nicht befreien, dann können sie auch nicht sich entfalten. Und jetzt kommt die schönste Erkenntnis, da bin ich. Also da geht's mit mir als Biologe durch, weil die ist auch dann so banal, dass da gar nicht jemand wieder sprechen
113:18
Speaker A
kann. Und es ist auch bezeichnend, dass die klassische Wissenschaft sowas nicht findet. Entfaltung ist nicht etwas, was man erst erfinden muss oder machen muss.
113:29
Speaker A
Entfaltung ist das Grundmerkmal alles lebendigen. Etwas, was sich nicht mehr entfalten in Klammern will, ist tot.
113:37
Speaker A
Maus tot. Das heißt, wenn wenn ich wenn ich mich zu sehr verwickelt habe in meinen eigenen Vorstellungen und nicht mehr rauskomme, kann ich mich auch nicht mehr entfalten. Dann gucke ich nur noch mit den mit so einer Röhre in die Welt und
113:51
Speaker A
gucke, ob das, was ich jetzt hier alles in meiner Verwicklung sehe, ob das auch eintritt und das, was ich will, ob das auch erreichbar ist. Ich muss erst diese Verwicklung loswerden, damit ich wieder frei werde und zu entscheiden, was
114:03
Speaker A
überhaupt wirklich will und was mir angucken will. Das kannst du gar nicht. Die größte Unfreiheit ist nicht die, dass uns geraubt wird durch irgendwelche andere Leute, sondern es sind unsere eigenen bescheuerten Vorstellung, die aufgrund von früher vorherigen Lösungswegen und Suchen nach Lösungen
114:19
Speaker A
entstanden sind. Das heißt, wir machen uns selber unfreit. Das ist das was der selbstverschuldete Unmündigkeit und dann laufen wir so rum und dann wollen wir das die anderen auch machen und halten das ganze System auf diese Weise am
114:31
Speaker A
laufen und kommen aus der Nummer nicht raus wie eine wie ein altes Ehepaar, wo die sich gegenseitig dauernd das selber erzählen, obwohl sie doch eigentlich nur sich an der Hand nehmen müssten und sagen müssen, ab jetzt machen wir es
114:42
Speaker A
anders. Kriegen sie nicht hin. Kriegen sie nicht hin. Ja. Ja. Und wir sehen und dann musst du fragen, warum geht es nicht? Und das habe ich mich auch gefragt und ich habe eine Nein, es ist nicht im Verdacht und eine
114:57
Speaker A
Vermutung, es ist eine Feststellung, die kann ja auch jeder selber prüfen. Es würde gehen, wenn es mehr Menschen gäbe, die sich selbst mögen. Das ist hat sich da ein bisschen angedeutet. Wir haben ja gesagt, eine Gemeinschaft, die wirklich eine
115:11
Speaker A
Potenzialentfaltungsgemeinschaft werden, wie so wie unser Körper sowas ganzheitliches, wo man dann sagen mal, man ist man ist eben hat ein wirkliches Interesse an der Entfaltung der anderen und deshalb bringt man sich selbst ein und versucht den anderen dabei zu hebben, dass die
115:27
Speaker A
sich auch einbringen. Sowas wollten wir ja haben, die Liebe. Mhm. Und dann wäre das eine Gemeinschaft, die nicht durch Druck zusammengehalten wird, auch nicht durch Regeln, auch nicht durch Vorschriften, sondern die wirde durch ein inneres Band zusammengehalten, was die Menschen
115:44
Speaker A
miteinander verbindet, wie du das jetzt nennst. Äh, lassen wir erstmal stehen, aber es müsste so etwas sein. Es müsste ein Gefühl sein, was ich für dich habe und was du für mich hast und was dazu führt, dass wir ein wirkliches Interesse
115:56
Speaker A
aneinander haben und versuchen uns gegenseitig zu helfen, anstatt hier den der der Öffentlichkeit vorzuführen, wer von uns der bessere Klugscheißer ist.
116:06
Speaker A
Aber was und dann ist das die wärst sowas wie Liebe. So und jetzt heißt die Frage und dann haben wir gesagt und wir müssen uns gegenseitig einladen und ermutigen, inspirieren und haben wir gesagt das kann aber kein Dienstleister
116:18
Speaker A
und auch kein Vorgesetzter weil er vorgesetzter ist. Und in so Objektbeziehung geht's ja überhaupt nicht und deshalb ist die Voraussetzung, dass du einen anderen Menschen einladen kannst, äh dass du ihn magst, geht nicht anders.
116:34
Speaker A
[schnauben] Deswegen deshalb geht es nicht, weil du einladen. Ja, du müsstest den Menschen, von dem du dir wünscht, dass er sein Horizont noch mal erweitert und noch ein bisschen bisschen sich entfaltet. Den den musstest du müsstest du mögen. Wenn du
116:50
Speaker A
den nicht magst, kannst du ih nicht einladen. Du, das ist prinzipiell nicht möglich jemanden einzuladen, den du nicht magst. [schnauben] Also, wenn ich jetzt hier dein Friseur bin, dann kann ich dich nicht einladen, weil ich bin dein Dienstleister. Wenn ich aber dein
117:04
Speaker A
Friseur bin, der dich mag, dann kann ich dich einladen. Es sind aber nicht alle Friseure so, dass die dich mögen.
117:11
Speaker A
Und deshalb heißt die Frage, was bringt einen Menschen dazu, dass der in der Lage ist, einen anderen zu mögen? Und da heißt die Antwort, die ich da gefunden habe, die heißt, der muss sich selber mögen. Wenn einer anders sich selber
117:21
Speaker A
nicht mag, geht's nicht. Also jetzt mal ganz ich mach's mal ganz plump. Ja, [seufzt] also we einladen. Sind jetzt hier an dem Hotelzimmer und ähm und hier sitzen ja Leute, die ich im Grunde eingeladen habe. Also, ich habe dich eingeladen.
117:40
Speaker A
Ich weiß ich nicht, ob das nun einladen ist. Ja wirklich das Gefühl, was du mir vermittelst, dass du mich gerne bei dir hast. Das hast du mir noch nicht vermittelt dadurch, dass du gesagt hat, Gerald, ich würde gerne
117:52
Speaker A
mal ein Gespräch mit dir führen. Komm doch mal hier am so und so viel um 3 vorbei. Das hab das ist das heißt offiziell Einladung, aber das ist eher so eine Art äh Vorgabe, ja, um unser Treffen zu ermöglichen.
118:06
Speaker A
Aber letztenendes ist es also so aus mir heraus [schnauben] die Menschen, die jetzt hier sitzen, das ist das ist passiert, als ich da unten angekommen bin mit dem Taxi hier vor und du standst vor der Tür, dann habe ich dich angeguckt und du hast mich
118:17
Speaker A
angeguckt und dann haben wir beide gewusst, wir machen hier ein spitzenmäßiges Gespräch miteinander. Da brauchtest du mich nicht mehr einladen, sondern es war passiert. Das war die Einladung und da haben wir beide gemerkt, wir mögen an etwas an uns. Du
118:31
Speaker A
musst mich nicht ganz mögen und ich dich auch nicht ganz, aber irgendwas an dir gefällt mir. Und deshalb kann ich dich einladen und deshalb kannst du auch mich einladen, weil es auch an mir irgendwas geben wird, was dir gefällt. Und wenn es
118:42
Speaker A
denn so wäre, dass Menschen, dass wir vielleicht auch unsere Kinder und die, mit denen wir zusammen sind, häufiger äh einladen, doch mal sich selber zu fragen, ob sie nicht jemanden, der ihnen total auf den Senke geht, nicht auch ein
118:59
Speaker A
bisschen mögen können, dann kann man das mit denen ausprobieren und dann sagen die meisten, die ist so furchtbar kann ich nicht mögen.
119:07
Speaker A
Und dann sage ich immer, du guck doch noch mal genauer hin. Also Grunde genommen, das ist schon so, das musst du auch zugeben, wahrscheinlich, wenn du es ausprobierst an jedem Menschen und seid ihr auch noch so blöd, gibt's irgendwas,
119:18
Speaker A
was du magst, was du mögen kannst, wenn du willst. Das heißt, dass er schöne Augen hat oder dass es was weiß ich was, dass du ihn in seiner Tollpatschigkeit dann einfach auch ein bisschen magst. Manche mag man auch deser, weil sie sich so Mühe geben
119:34
Speaker A
und nichts zustande bringen. Also das es gibt irgendwas findet man bei jedem Menschen und wenn ich erstmal was habe, was ich mag, dann kann ich diesen Anteil in dir, den ich mag, einladen und dann ist es meistens so, dass dann der ganze
119:48
Speaker A
Matze hinterherkommt, weil das findet er so toll, dass er endlich mal einen gefunden hat, der ihn mag.
119:54
Speaker A
So und das wenn du jetzt Chef wärst in der Firma [räuspern] und dann würde ich dir das genauso erzählen und der Herr Müller, der immer nicht sich mit den digitalen Medien beschäftigen will und das dies immer abgelehnt hat sich damit
120:06
Speaker A
zu befassen, der müsste jetzt von dem Chef eingeladen, ermutigt und inspiriert werden und dann sagt er weiß nicht wie das geht. S müssten ihn mögen und dann guckt er mich total blöd an und dann erkläre ich ihm das ist er muss ja nicht
120:21
Speaker A
den ganzen Herr Müller mögen, aber irgendwas an dem Mitarbeiter wird er doch finden, was er mag und dann lädt er diesen Anteil in diesen Mitarbeiter ein und vielleicht ist das so ein so ein IMK, der am Wochenende hat er gefragt,
120:34
Speaker A
was man so am Wochenende gemacht Müller, ich war beim Bienen und dann oh und dann merkt er plötzlich der Chef, er hat einen Mitarbeiter, der ist im in Welt, wo wo es immer weniger Bienen gibt. Wie großartig ist das denn? Und dann kann er
120:48
Speaker A
den Herrn Imker einladen und kann sagen, Herr Müller, also wir hätten das Thema mit diesen mit diesen digitalen, ne, Prozessen und haben sie nicht doch mal Lust und dann redet er ganz anders.
121:02
Speaker A
Der Müller sieht das ja, plötzlich ist er gemeint. Plötzlich kriegt er keinen Dienstauftrag und wird ein Objekt behandelt, sondern er fühlt sich gesehen, er fühlt sich wertgeschätzt, er fühlt sich gebeten, sich was anzuschauen und dann macht er das und wir und di,
121:18
Speaker A
dass wir das nicht hinkriegen, das ist die große Frage, warum das so ist. Und noch mal, ich fürchte, es kommt daher, dass die meisten auch die meisten Chefs sich selber nicht mögen. Ich kann das kann man wahrscheinlich nur, wenn man
121:30
Speaker A
sich selber mag. Wenn ich mich selber nicht mag, das sieht man doch allentalpen. Das sind ja Leute, die wenn man so richtig so furchtbare Leute das sieht in der Schule oder an der Arbeit oder hier im im Zug,
121:41
Speaker A
wenn ich her das die dafür sehe ich doch von von 5 m Abstand schon, dass die sich nicht leiten können. Die mögen sich nicht.
121:49
Speaker A
Ich würde das gerne ein bisschen Stress testen. Na los. Also einladen, also wir gehen mal davon wir lassen es bei dem Bild bleiben, ob das hier das Hotelzimmer ist, ähm oder bei dir zu Hause im Garten, wo das im Möhrenbeet äh
122:04
Speaker A
wo die wo das äh es gibt eine schöne Sitzecke. Und wenn ich jetzt es ist schon so, dass ich sagen würde, nee, ich möchte nicht, dass alle Menschen hierherkommen. Also ich möchte nicht, es gibt Menschen, deren Weltbild das ist einfach, dann merke ich, dass
122:28
Speaker A
sie sie haben ein Weltbild, was andere Menschen sehr zum Objekt macht. Mhm. Also, ich möchte nicht, bleiben wir mal da, bleiben wir mal, ich möchte eigentlich nicht, dass wenn wenn er noch leben würde, ich möchte jetzt nicht, dass Adolf Hitler hier reinkommt und ich
122:43
Speaker A
setze mich hin mit ihm und äh gucke mal, was er ob es da ob er vielleicht irgendwie er hat ja früher war er war so Kunst interessiert hatte, war auch in der Kunstschule und ich gucke mal, Mensch, ich mag ja auch Kunst zu sehr und haben
123:01
Speaker A
wir vielleicht irgendwie so ein gemeinsamen Nenner in der Kunst. Na, das ist jetzt auch so eine Lösung, die du da für dich gefunden hast.
123:10
Speaker A
Da kommt ein schöner Vorschlag und dann treibst du den derartig ins Absurde, wo du mit diesem Vorschlag als Lösung gar nichts mehr anfangen kannst. Das ist gemein.
123:20
Speaker A
Okay. Machen viele Leute sehr gerne so. Das ist man spitzt es derartig zu, dass man sagen muss, das ist nun müssen wir denn an diesem extrem Ausnahmebeispiel darüber reden, wie Menschen besser zueinander finden und dann würde ich dich runterholen von dem würdest sagen,
123:37
Speaker A
nimm doch den Höcke. Mhm. Und dann würden wir immer wirdst du vielleicht immer noch sagen, das ist nun auch nicht der mit dem ich rede und dann würde ich es vielleicht mit was weiß ich wie die alle heißen, Frau Weigel oder
123:48
Speaker A
Herr Gauland irgendwann kommen wir bei einem an, wo du sagst, na mit dem ging's schon. Mhm.
123:53
Speaker A
Würde ich sagen, okay, dann nimm doch den. Warum musst du jetzt so mit einem anfangen, wo du es überhaupt nicht hinkriegst? Und dann machst du das mit dem Gauland oder wie immer der heißt.
124:03
Speaker A
Und dann stellst du fest, das ist gar nicht so furchtbar mit dem. Du kannst durchaus dich mit ihm über bestimmte Dinge unterhalten. Du lernst sogar manches noch von ihm. Er hat ja auch ganz andere Erfahrung gemacht. Du erkennst, welche Lösungen er für sich
124:15
Speaker A
gefunden hat. Hast sogar möglichweise ein gewisses Verständnis dafür. Und dann kann es sein, dass es dich überhaupt interessiert, was das für Leute sind.
124:24
Speaker A
Nicht, weil du so einer werden willst wie die, sondern weil du verstehen willst, wie die unterwegs sind. Das ist doch eine völlig andere Herangehensweise an solche Menschen, als dass du dich von denen abschottest und eine Brandmauer errichtest, wo du sagst, mit dem rede
124:39
Speaker A
ich nicht. Das ist ich ich natürlich will ich gerne verstehen, was diesen diesen Al Fitler dazu gebracht hat, so zu sein, wie er ist. Da kann ich nicht einfach sagen, der ist so, weil ich seine genetischen Anlagen waren
124:53
Speaker A
oder weil er da von irgendeiner Kunsthochschule abgelehnt worden ist. Das ist mir doch alles viel zu wenig.
124:57
Speaker A
Wenn ich wirklich vermeiden will, dass so einer noch mal an die Macht kommt, muss ich doch alles dafür tun, dass ich verstehe, warum der so geworden ist. Das habe ich leider in meiner Ausbildung nicht erklärt bekommen. Ich habe in der
125:11
Speaker A
Schule erklärt bekommen, was es für ein furchtbarer Mensch ist. Aber es hat mir keiner geholfen zu verstehen, warum der in so eine so eine schreckliche Geisteslage gekommen ist, warum der das sich alles so ausgedacht hat in und und
125:25
Speaker A
warum der dann auch noch so viele Anhänger gefunden hat für diesen Mist, für dieses unmenschliche Zeug, was er sich da ausgedacht hat. Ich ich wenn wir nicht versuchen einander zu verstehen, können wir doch gar nichts machen. Dann sitzen wir nur gegenüber und lehnen uns
125:40
Speaker A
gegenseitig ab. Und das würde in dem Bild von diesem vielzelligen Organismus nicht gehen. Auch wenn dieser vielzeitige Organismus Fußbildz hat und der gehört da nicht hin, dann nützt es nichts, den Fuß abzuschneiden, sondern da muss muss ich gucken, dass ich meine eigenen
125:59
Speaker A
Selbstheilungskräfte so reaktiviere, dass mein Immunsystem stark genug wird, sich gegen so einen Eindringling Eindringling zu wehren, indem ich einfach sage, ich ich wehre mich dagegen, indem ich nicht mit ihm rede und mich nicht um ihn kümmere, wirst du sehen, hast du ihm nur
126:16
Speaker A
die anderen Zehen auch noch alle angesteckt. [gelächter] Jetzt haben wir aber Bilder hier, da ist es wunderbar.
126:23
Speaker A
Aber manchmal ist es auch notwendig, dass man es in solche Bilder gießt, weil dann wird es dann verliert es irgendwie diesen Schrecken.
126:30
Speaker A
Ich finde das total in Ordnung. Dafür sitzen wir hier und können uns das angucken. Ich habe nur also wo ich ein einen eine Irritation habe und dich also ein eine Verständnisirritation ist genau in diesem ähm weil du das mit der
126:46
Speaker A
Selbstliebe verknüpft hast. Also, wenn also und das Bild ist ist also ja, das ist okay. Ich verstehe das und dann sage ich nur, diese Selbstiebe besteht darin, dass ich mir nicht verzeihen kann, wenn ich nicht versuche, etwas völlig unverständlich ist, für
127:03
Speaker A
mich wenigstens verstehbar zu machen. Das ist die Selbstliebe. Ich ich würde damit also mein das ich kann nicht leben, wenn ich mit Phänomen konfrontiert bin, die ich nicht verstehe.
127:18
Speaker A
Und deshalb würde ich auch die Möglichkeit nutzen, mit Menschen zu reden, mit denen vielleicht keiner reden würde. Nicht, weil ich so werden will wie die, nicht weil ich denen eine Bühne und eine Plattform geben will, sondern einfach um zu verstehen, was die
127:32
Speaker A
getrieben hat und welche wieso das, was die da machen, bei denen so einer Lösung geworden ist, wie die sich verwickelt und verirrt haben. Das will ich deshalb wissen, weil ich das dann für mich selbst und meine eigene Lebensgestaltung
127:46
Speaker A
nutzen kann und weil ich es dann sogar auch noch andere Menschen weitergeben kann als eine Erkenntnis oder Erfahrung, damit so etwas nicht noch mal vorkommt.
127:56
Speaker A
Darum geht es doch, dass du diese also Okay, das heißt, also es ist erstmal die Selbstliebe notwendig, dass du das kannst.
128:07
Speaker A
Ähm und dann geht es aber auch darum, das hast du ganz am Anfang auch schon gesagt, ne? Du bist auf der einen Seite ein Suchender, aber auch ein erklärender. Hast du Erklärender gesagt? Ja, so ne. Also, dass es auch darum geht, nicht nur zu
128:20
Speaker A
gucken, okay, ich habe jetzt hier die Zellen mir angeguckt und ich habe mir jetzt in der Gemeinschaft angeguckt oder ich habe auch ich hab's verstanden und ich hab's verstanden und ich habe jetzt ähm äh ähm Adolf Hitler äh mit dem
128:33
Speaker A
gesprochen oder wieem auch immer. Und dann geht es aber auch darum für dich zu sagen, okay und jetzt gebe ich das, was ich da gesehen habe, was ich meine verstanden zu haben, das gebe ich jetzt weiter und versuche zu erklären und ein
128:44
Speaker A
Verständnis zu generieren. Ja, und wenn ich versuche liebevoll mit mir umzugehen, weil ich mich selber mag, dann darf ich doch nicht darauf verzichten, dieses Bedürfnis nach Verständnis auch zu stillen. Das heißt, ich muss dann den Dingen auf die Spur gehen. Du
129:01
Speaker A
hast diese paar Bücher hier liegen, die da die ich da geschrieben habe. Und da ist jedes einzelne Buch ist nichts weiter als ein Ausgangspunkt, über den ich mich gewundert habe und den ich verstehen wollte. Ich schreibe nicht Bücher, damit ich damit
129:16
Speaker A
Geld verdiene oder viele viele Anhänger finde, sondern ich schreibe Bücher deshalb, weil ich mir im Schreibprozess über bestimmte Dinge erst Klarheit verschaffe. Ich verstehe es sozusagen dadurch besser, dass ich es aufschreibe.
129:29
Speaker A
Und das einzige ist, dass ich mir angewöhnt habe, es gleich so aufzuschreiben, dass es, wenn es jemand anders liest, er das auch gleich versteht. So entsteht also ein eigener Erkenntnisprozess, indem ich versuche etwas zu verstehen, der dann am Ende ein
129:42
Speaker A
Buch hervorbringt, was aber eigentlich nicht der Grund ist, weshalb ich es aufgeschrieben habe. So ist das und das und das wird und wenn ich das jetzt nicht machen würde, also keine solche, also ich hätte so ein Bedürfnis etwas zu
129:57
Speaker A
verstehen und es stimmt schon, ich möchte gerne verstehen, wie Nationalsozialismus möglich geworden ist und wenn ich das jetzt nicht machen würde, sondern mich so mit billigen Erklärungen zufrieden geben würde, dass ich sage, der Hitler war ein war ein
130:12
Speaker A
Diktator und es waren waren Verführer und es war dieses und was das so Stichworte alles genannt dann würde ich formiert die Achtung verlieren, weil das ist nicht das, was mir hilft zu verstehen. Dann falle ich auf Propaganda rein.
130:26
Speaker A
Jetzt sind wir ganz tief in was drin, weil es hat ja jetzt nichts damit zu tun, dass ich dass wir über den Hitler reden, sondern wir reden ja darüber für uns, ja, was was es eigentlich bedeutet, wenn man sich selbst mag. Das heißt nämlich,
130:40
Speaker A
dass man sich selbst auch treu bleibt und es heißt für mich auch, dass ich den Gestaltungsraum, den ich habe, nutze.
130:48
Speaker A
Wenn ich wenn ich jeder Mensch hat einen anderen Gestaltungsspielraum, ich wo ich da wohne, gibt's Menschen, die haben so einen und ich habe vielleicht einen größeren, du hast vielleicht noch einen größeren Gestaltungsspielraum, indem du äh mit Dinge verbreiten kannst und
131:01
Speaker A
andere Leute äh anderen Leuten etwas nahe bringen und verständlich machen kannst, was die sonst vielleicht nicht so leicht verstehen würden. Das heißt, man jede in meiner Sicht ist jeder Mensch sozusagen vor sich selbst und um die Achtung vor
131:17
Speaker A
sich selbst nicht zu verlieren und sagen zu können, dass er s sich selbst auch mag, aufgefordert, den ihm zur Verfügung stehenden Gestaltungsraum auch zu nutzen.
131:28
Speaker A
Also, wenn ich dann auf einmal 100.000 1000 Anhänger habe, die auf das hören, was ich sage und ich äh hätte etwas zu sagen und würde es dann nicht sagen.
131:40
Speaker A
[schnauben] Das ist dann dann hätte ich das Gefühl, das ist Mist, was ich da mache.
131:44
Speaker A
Ja, oder wenn ich wenn ich dann anfange mich mit dem, was ich den letzten Jahre gemacht habe und wo es eigentlich doch alles Dinge sind, wo ich Themen aufgreife, die für sehr viele Menschen vielleicht interessant und vielleicht auch hilfreich sind, wenn ich das jetzt
132:00
Speaker A
nur meinen Leuten in Witzenhausen erzählen würde, da, wo du lebst, ja, ja, das wäre dann den Gestaltungsspielraum nicht genutzt.
132:07
Speaker A
Und wie gehst du dann? Und das würde ich dann für mich selbst würde ich sagen, dass da habe ich das, was in mir drin ist gar nicht zu Entfaltung gebracht. Und dann haben wir gesagt, Liebe ist das bedingungslose
132:17
Speaker A
Interesse an der Entfaltung. Das heißt, ich habe da irgendwie aus Bequemlichkeit oder aus anderen Kunden das, was in mir steckte, gar nicht entfalten können.
132:25
Speaker A
Und wie gehst du damit um, wenn das wenn dein Ansinn, was du hast, wenn dein also dein dein Verstehen wollen, also dein Suchen, dein Verstehen wollen und das auch weitertragen, weiter gestalten, wenn das missverstanden wird, also wenn das
132:41
Speaker A
Das habe ich oft genug gehabt. Mhm. Habe ich Übung. [gelächter] Ja, genau. Und äh also wenn dieser Boden, den du da bereitest, wenn der ausgenutzt wird, also ne, es ist also was jetzt gerade sehr viel passiert, ist das Wort Meinungsfreiheit.
132:59
Speaker A
Das wird genommen gerade und wird man die Meinungsfreiheit ist eingeschränkt, die Meinungsfreiheit ist eingeschränkt.
133:05
Speaker A
Man nimmt dieses Wort, um ganz viel sagen zu können und immer wieder zu sagen, die Meinung ist eingeschränkt.
133:12
Speaker A
Und damit habe ich manchmal das Gefühl, bin ich aber denke ich drüber nachvel, wird da nicht einfach ein Wort benutzt, wird dann nicht einfach irgendw also genauso könnte eine Erkenntnis von dir einfach benutzt werden, falsch verstanden werden, falsch geframed
133:27
Speaker A
werden und dann guck mal, der Hüter hat doch gesagt und Schwurbler oder was auch immer. Wie gehst du mit damit um, dass etwas, was von dir kommt, was dein Erkenntnis ist, benutzt wird, um m um eine Hierarchie vielleicht auch wieder
133:44
Speaker A
in alten System zu dienen? Das weiß ich nicht, ob das jeder versteht, aber es ist mir egal. Und ich will ich brauche das nicht brauche nicht die Anerkennung anderer Leute und ich freue mich, wenn jemand was mit dem was ich mache anfangen kann, aber
134:05
Speaker A
wenn da irgendwelche sind, die damit gar nichts anfangen können, ist das auch in Ordnung. Und dann habe ich gelernt, dass ich denen nicht so viel Beachtung schenken darf, weil sie dadurch noch mächtiger werden.
134:18
Speaker A
Also ist das strategische, was ich über die Zeit gelernt habe. Ich bin ja in verschiedenen Bereichen da deformiert worden, [schnauben] das ist, dass ich mich, dass ich mir es angeguckt habe und dann habe ich mich nicht drum gekümmert
134:31
Speaker A
und habe nicht darauf reagiert und das hat dazu geführt, dass die sich dann so ein bisschen wund gelaufen haben. Also ADHS z.B. ein großer Gegner von ADHS, die Pharmaindustrie hat mich da furchtbar gefressen. Die haben dann auch so eine Webseite gemacht, auf der
134:46
Speaker A
ich da als der große äh Jatan dargestellt werde. Sollen sie machen. Ich hab da gab's welche, die wurden da auch dargestellt, weil sie der Pharmaindustrie dann nicht so ganz beliebig so ganz gefällig waren, aber [schnauben] das ich die haben sich
135:02
Speaker A
dann gekümmert und haben das so Detektive Beauftragt und Rechtsanwälte und sowas mir doch egal. Ich habe das nicht nötig, mich mit denen darum zu streiten. Ich weiß, dass ich das, was ich mache, kann ich vor mir selbst vertreten und eine andere Instanz kenne
135:15
Speaker A
ich nicht. Und ich mache auch das, was ich dann nach außen gebe, so dass ich vorher ausprobiere, ob das sozusagen in dem vielzeitigen Organismus auch die Zustimmung von der Leber und der Lunge und den anderen Teilen findet.
135:33
Speaker A
Was ist das dann für dich dieses Korrektiv? Also, welches, also um das jetzt mal wegbringen von der von der Leber, also ist sind das dann Freunde, sind das dann Vertraute?
135:43
Speaker A
Also, das ist die das ist eine eigenartige Fähigkeit, dass ich [japst] äh gelernt habe, mich in andere Menschen auf eine [räuspern] besondere Weise einfühlen zu können. Das heißt, ich habe ganz früh mal angefangen Bücher zu schreiben, populärwissenschaftliche und das ist
136:01
Speaker A
überhaupt nicht gegangen, dass wenn du dann 30 Jahre lang nur solche englischsprachigen Fachartikel geschrieben hast, du kannst d plötzlich ein Buch über die Angst schreiben und das für normales Publikum. Und da habe ich jetzt sich mal angefangen und dann
136:12
Speaker A
habe ich gelernt, wie ich es machen muss. Ich muss um den Tisch, um den Schreibtischerum die Leute alle hinsetzen, für die ich das schreibe und dann muss ich die angucken. Hast du es verstanden? Ja. Und du, der Herr Pfarrer
136:22
Speaker A
hast es auch. Ja. Ach und der Kinderarzt auch. Und dann habe ich sie alle durchgefragt, auch den Fachkollegen sage und Herr Hirnvorscher. Ja, hat er gesagt und genickt. Und wenn die dann alle genickt haben, habe ich weitergeschrieben.
136:33
Speaker A
Und so habe ich so ein inneren inneres Team, ein inneres Team, was ich aufrufe und dann gucke und dann merke ich schon manchmal widerspricht auch einer und sagt, nee, so kannst du das nicht machen. D bedanke ich mich herzlich,
136:45
Speaker A
weil der hat auch recht und dann kann ich das an irgendeiner Stelle korrigieren. Und wie ist es, wenn es also das eine ist ja Anerkennung und das andere ist aber auch benutzen?
136:58
Speaker A
Also das meinte ich erst mit diesem Freiheitsbegriff, der so benutzt wird. Alle reden von der Freiheit, aber benutzen die eigentlich für die Interessen einer für den eigenen Aufstieg in einer Hierarchie, für die eigene Macht.
137:12
Speaker A
Ja, das ist passiert einem ständig. Ich habe diese Akademie für Potenzialentfaltung gegründet. Das womit wir am meisten beschäftigt sind, ist die wieder loszuwerden, die nur da reingegangen sind, weil sie gehofft haben, da drin Akquise zu machen, das Schild an ihre Tür zu nageln oder
137:29
Speaker A
irgendsowas und das ist dann schwierig. Das kann man aber schwer vermeiden, was ich im Augenblick erlebe, dass richtig sehr, sehr viele Fake Videos unterwegs sind. Die werden da von irgendwelchen Plattformen in das Internet gestellt.
137:44
Speaker A
Von dir. Ja, w ich nachgemacht, richtig? Also in am Anfang mit Standbild und jetzt sogar hier so wie ich hier sitze, dann erkennt man das nur daran, dass ich immer dieselbe Bewegung mache und dass die Lippen nicht ganz so und die Mimik
137:56
Speaker A
fehlt und alles, aber es ist so manche manche fallen da drauf rein und da die erzählen schon das, was ich auch erzähle. Also es ist nicht so mich für Unsinn benutzen oder für ganz widersprüchliche Geschichten, aber die Art und [schnauben] Weise, wie sie es
138:12
Speaker A
machen, ist eben genau umgekehrt, was du tun musst, damit du einen Narzissten erkennst. So, denn wenn ich das so sage, dann würde ich nie sagen, mache ich doch denjenigen, dem ich das erzähle, zum Objekt meiner Belehrung.
138:25
Speaker A
Und das merken die nicht. Das heißt, das sind welche, die machen das, aber die haben selbst gar nicht verstanden, was sie was eigentlich ausmacht.
138:33
Speaker A
Und ich ma kann wieder nichts machen, dann ist juristisch kann man dagegen nicht vorgehen. Es ist kein sexueller Übergriff. Ich werde einfach nachgemacht und andere Leute verdienen so mit dem was sie da faken, ihr Geld.
138:44
Speaker A
Werbeeinnahmen. Juristisch geht da nichts. Wir haben ja ganz am Anfang über diese Unruhe gesprochen.
138:52
Speaker A
Mhm. Wo an welcher Stelle jetzt jetzt hast du noch eine Unruhe? Also, wo merkst du, da bist du ähm da hast du es eigentlich verstanden, also ne, du hast deine Bilder, du hast die Biologie, du hast all die Sachen und du merkst, aber diese
139:07
Speaker A
Tür, gegen die laufe ich und laufe und immer wieder drüber. Also und ich habe eigentlich, ich sag schon ein immer im Podcast oder auf Bühnen sage ich eigentlich so ist das so, ich muss das und das, aber du merkst in deinem
139:19
Speaker A
eigenen Gerald leben merkst du also das also ich habe es voll [gelächter] verstanden, aber ich laufe immer noch diesen alten Weg jeden immer wieder komme ich ich komme nicht zu der Lösung und das ist eher das Eingeständnis, das
139:38
Speaker A
an bestimmten Bereichen mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen, kein Durchbruch zu erzielen ist.
139:45
Speaker A
[gelächter] Ja, ist aber schön. Entschuldigung. Und das darf ich auch dann für mich selbst so einsehen.
139:52
Speaker A
Also heißt, das heißt, du weißt, du siehst, da ist die Tür, aber ich habe nicht meine Mittel reichen nicht aus, um die zu öffnen. Das heißt, ich laufe immer wieder daneben, dass die Wand Nee, ich lauf dann nicht mehr weiter in
140:02
Speaker A
die Richtung. Ach so, okay. Also das [gelächter] immerhin ich kann dann erkennen, dass an der Stelle das vergebliche Liebes mir ist. Ich kümmere mich nicht um Sachen, die wo ich merke, die lassen sich nicht bewegen. Ich habe das jahrelang mit der
140:16
Speaker A
Schule versucht. Ich war sogar bei Frau Merkel in dieser Zukunftskommission. Du hattest auch maline Schule hier in Berlin Bürgerdialog. Genau. Und dann war da noch eine Kollegin mit drin. Dann die hatte hier diese Schule in Berlin Mittegekründet. Marke Drasfeld.
140:32
Speaker A
Mhm. Und dann haben wir mit der Frau Merkel gesessen und äh haben begriffen, dass man die Schule über die politischen Instanzen nicht ändern kann, die die also wenn ich so ganz auf den Punkt bringe, haben wir dort erfahren müssen,
140:46
Speaker A
dass Politiker nur dann anders andere Vorgaben für die Schule machen können, wenn die Bevölkerung, die diese Politiker wählt das auch gut findet.
140:58
Speaker A
Und dann kann ja durchaus ein Kultusminister auch in einem Bundesland der Meinung sein, dass das ganz gut wäre, wenn man die Schulpflicht abschafft, damit das damit nicht die Schüler, wenn man sie fragt, warum gehst du in die Schule, immer sagen müssen,
141:09
Speaker A
weil ich muss ja und wenn der das machen würde, würde der über eine Medienkampagne innerhalb von 14 Tagen abgeräumt, weil es zu viele Erwachsene gibt, die glauben, [japst] äh ohne Zwang kriegt man Kinder nicht erzogen, die glauben ohne
141:28
Speaker A
Druck gibt's keine Leistung und die glauben, ohne Wettbewerb geht's nicht vorwärts. So und wenn man das jetzt irgendw in Frage stellt, dann kommen die Frösche in einem Sumpf, den man abzulassen versucht, alle raus und Quarken und zwar sehr laut.
141:44
Speaker A
Und das habe ich genug oft schon gehört, das Quarken und da weiß ich an der Stelle kommt man nicht weiter, weil es müsste sich wahrscheinlich die erwachsene Bevölkerung mit ihren inneren Einstellungen ändern und das würde heißen, die ganze Gesellschaft müsste
142:00
Speaker A
sich ändern und das wiederum heißt, dass die Schule dann doch offenbar nur eine Widerspiegelung dessen ist, was in dieser Gesellschaft läuft. Mm. und dass man deshalb mit einer Änderung der Schule überhaupt nicht weiterkommt, dann müsste man anders anfangen. Und was ich
142:14
Speaker A
jetzt versuche ist, ob es weiter unten geht. Also die Idee heißt, wenn wir Kinder in der vorschulischen Zeit so begleiten, dass die alle so ein so eine innere Haltung und Einstellung herausbilden wie Pipi Langstrumpf, dann wenn die alle in die Schule kämen,
142:31
Speaker A
in die Grundschule, dann ging die Schule nicht mehr so. Das heißt, die die würden die Schule sprengen.
142:36
Speaker A
Mhm. Und das könnte kann ich mir vorstellen, dass das geht. Und deshalb habe ich da so eine Initiative gegründet, die heißt Kinderliebe.
142:44
Speaker A
Und eben auch mit dieser Definition die Liebe zu einem Kind ist das bedingungslose Interesse an dessen Entfaltung. So und damit kann man rangehen und damit kann man reingehen und dann kann man auch diejenigen, die da ständig mit ihren Förderprogrammen
142:58
Speaker A
kommen, fragen, wo ist denn hier das Interesse an der Entfaltung? Du hast da nur ein Interesse daran, dass das Kind in der Schule dir keine Schwierigkeiten macht.
143:07
Speaker A
Und du folgst doch nur den Vorgaben der Schule, um das Kind ordentlich vorzuberrennen, dass es die Grundschule leichter hat. Das hat mit Entfaltung nichts zu tun. Und das ist schon auch ein bisschen frecher Arbeit äh die manches in Frage
143:21
Speaker A
stellt, aber aber langsam und ich muss auch keinen schnellen Umsturz ab. Ich will, wenn ich mich für irgendwas einsetze, an der Stelle mich einsetzen, wo ich das Gefühl habe, da lässt sich was bewirken und dort lässt sich was
143:33
Speaker A
bewirken. Ich habe aber das Gefühl auch tatsächlich, dass es also wenn ich mir die Generation [seufzt] meines Sohnes angucke und auch die Jüngerin und das ist jetzt nicht nur Berlin Prinzlauer Berg bl, sondern ich merke irgendwas verändert sich gerade. Ich merke, dass
143:49
Speaker A
diese diese Generation ganz andere Generation von Eltern und das ist also diese nicht alle, aber es sind viele dabei.
143:55
Speaker A
Es ist wirklich viel und wenn ich gucke wie ähm also und egal wo ich bin in Deutschland ähm also wie involviert beispielsweise na erkenne ich es am deutlichsten, die Väter sind.
144:08
Speaker A
Also die Anwesenheit der Väter auf Spielplätzen ist ähm also ich würde sagen, ich bin 79 geboren, also da hat man nie einen Vater auf dem Spielplatz gesehen. Äh also ein DDR das also gibt es gab's nicht oder Grippe oder so
144:23
Speaker A
irgendwas null. Und das ist jetzt wirklich das hat sich so verändert und wie viel Männer auch die sogar in Führungsposition sind sagen, ich gehe jetzt raus und ma einen nehmen Elternzeit und mach dies und mach jenes und ich verzichte auf den nächsten
144:37
Speaker A
Sprung. Ja, und dadurch verändert sich, glaube ich, also das ist also, weil du erst sagtest, ne, wir werden uns verändern und da sehe ich eigentlich das größte Prozess ist schon längst ja, der Prozess ist schon längst im Gang. Auch diese diese jungen
144:50
Speaker A
Eltern, die jetzt wohl die Partnerschaft dann nicht gelingt, die sich trennen müssen. Das ist zu meiner Zeit noch mit zum großen Krieg ein hergekommen oder wie man das nennt.
145:00
Speaker A
Da haben sich die Partner geschlagen und mit dem Rechtsanwalt verfolgt und sonst was. Und das ist dann so, dass die Kinder zerrissen worden sind zwischen denen und heute tun die sich zusammen sagen, okay, wir kommen nicht miteinander klar, aber wir wollen doch
145:14
Speaker A
alles dafür tun, dass wir weiter Eltern sind, also Mama und Papa für unser Kind sind.
145:19
Speaker A
Das ist unvorstellbar gewesen in in den 60er Jahren, 70er Jahren, wo ich dann eigentlich Vater gewesen bin. Ja, das also kenne ich auch noch und das hat sich tatsächlich genau, es wurde ja so beschämt, man hat sich gegenseitig beschämt und
145:32
Speaker A
und äh und wurde es eben und genau, es ist jetzt mittlerweile, ich erlebe auch immer wieder mehr, dass sogar dieses Nestprinzip, ne, dass die ähm die Kinder bleiben in der Woche versuchen, äh und es ist eben nicht mehr so
145:45
Speaker A
zwischen Stadtteile hin und her gefahren werden müssen, sondern man guckt, wie kann man das für das Kind ja machen und das ist schon äh das ist ein großer Fortschritt, finde ich. Ja, ich weiß nicht, ob alles gut ist, aber sie
145:57
Speaker A
versuchen es. Ja, sie sie wollen andere Wege gehen und da ist wirklich viel im Gange und äh und das war eben und ist auch in vielen Fällen immer noch so, dass so unterschiedliche Vorstellungen, wie man Kinder erziehen muss, worauf es da
146:10
Speaker A
ankommt und worauf es im Leben überhaupt ankommt, äh eben Ausdruck von Verwicklungen sind, von Lösungen, die diese Menschen gefunden haben. Und das wäre dann dieser zweite Teil, um den ich mich da kümmere. Ich habe eine Akademie für Entwicklungshilfe aufgebaut mit
146:26
Speaker A
einer Webseite und da gibt es einen Entwicklungshilfeparcour und das macht mir irsinnig viel Spaß, also über so ein so ein so ein Weg zu finden, das hätte nie eine KI machen können, sowas. Aber du gehst dann äh durch so ein Eingang und dann gehst du
146:41
Speaker A
von Zimmer zu Zimmer. Mhm. Und in jedem Zimmer passiert, kommst du so ein Schritt weiter zu dir selbst, bis du dann am Ende der unteren Etage an der Frage ankommst, jetzt hast du verstanden, warum du dich verwickelt hast. Jetzt darfst du für dich die Frage
146:57
Speaker A
beantworten, ob du weiter damit rumlaufen willst oder ob du sie loswerden willst. Und ist das ein kostenloser Kurs oder muss man das bezahlen? M bisschen Geld einsammeln und äh aber das ist dann nicht so viel und da gibt es auch wir machen das auch in so
147:11
Speaker A
Gruppen, also schließt sich einer Reisegruppe an, die durch diesen Parcours läuft. [schnauben] Äh Akademie für Entwicklungshilfe heißt das.
147:20
Speaker A
Pa die Show den Link. Ja. Äh ja, also das macht mir sehr viel Freude und zwar deshalb, weil ich immer gesucht habe, wie Menschen, wir haben darüber gesprochen, ihre inneren Einstellung verändern. Mhm.
147:33
Speaker A
Das geht, das funktioniert schön, weil die werden ja auch nicht belehrt, sondern die gehen daad durch und machen Erfahrungen und können plötzlich sich selbst noch mal anschauen, können sich selber fragen, woher sie die Macke haben, mit der sie die ganze Welt
147:45
Speaker A
tyrannisieren und ihren Partner oder wen auch immer und kommen dann zu der Lösung, dass sie sagen: "Ja, eigentlich ist jetzt das habe ich damals gemacht, weil der Papa wollte unbedingt, dass ich das so mache und dann habe ich da auch
147:58
Speaker A
Medizin studiert und weil ich die Praxis übernehmen sollte, aber ehrlich gesagt Das war's doch gar nicht. Das ist doch gar nicht mein Leben, das zu erkennen. Ja, dann stellt man sich hin, also stellt sich so eine Frau hin und sagt und jetzt
148:10
Speaker A
mache ich das anders. Und dann findet sie Weg, wie sie diese ganzen Kompetenzen, die sie sich als Medizinerin angeeignet hat, auch in diesem neuen Tätigkeitsbereich einsetzen kann, dass das auch nicht so ist, dass sie das alles über Bord werfen muss,
148:25
Speaker A
sondern dass sie dankbar sein kann für diesen schwierigen [räuspern] Kompetenzerwerb. und dass sie aber das jetzt auch mitnehmen kann in den neuen Bereich und es dann dort ihr plötzlich Chancen und Möglichkeiten gibt, die sie gar nicht hätte, wenn sie nicht vorher diesen
148:41
Speaker A
diese Ausbildung gemacht hätte und solche Dinge kommen dann zustande. Also auch so so ich hab so das welche sagen, ich habe jetzt sehr lange mit meinem Partner zugebracht und es war schon schwierig. Ja, also und schon seit 20
148:55
Speaker A
Jahren frage ich mich, ob ich da nun ob wir das nicht lieber beenden sollten.
149:00
Speaker A
Und dann [schnauben] habe ich diesen Selbstentwickler Kurs da gemacht und und dann habe ich gedacht äh also die manche sagen dann und dann habe ich gemerkt, das tut mir wirklich nicht gut, also irgendlich muss dann Ende machen. Ich krieg das nicht
149:16
Speaker A
gebacken. Ich weiß auch nicht, wie es anders geht. Und dann haben wir das aber friedlich beendet und ich habe ihm das gesagt und der hat das auch eingesehen und wir haben Weg gefunden. Dann sage ich: "Wow, geil." Und noch besser
149:26
Speaker A
gefallen mir die anderen, die dann sagen und dann habe ich das also da gemacht und dann habe ich mit meinem Partner geredet und habe ihm das erzählt und wie man sich verwickelt und dass wir hier immer streiten und in Wirklichkeit sind
149:38
Speaker A
das doch nur die von uns gefundenen Lösungen, die wir uns um die Körper hauen und in Wirklichkeit mögen wir uns doch. Und da hat mein Partner gesagt, das stimmt. Und [schnauben] dann geht das so weiter und das endet dann damit,
149:49
Speaker A
dass sie sagen und jetzt sind wir zusammen. Es war noch nie so schön und sogar im Bett ist es so wie noch nie.
149:55
Speaker A
Und dann kriege ich Tränen in die Augen und sag, okay, dafür lohnt es sich. da muss ich jetzt nicht die ganze Welt retten und das macht das macht sehr viel Freude und es ist dann im Nachhinein betrachtet eben bisschen schade, dass
150:07
Speaker A
man zu alt werden muss, bis man an solchen Möglichkeiten herankommt und ich bin aber fest davon überzeugt, dass man dass das nicht Sache des Alters ist, sondern dass wir uns gegenseitig auch helfen können. Und deshalb bin ich auch
150:20
Speaker A
froh, wenn junge Menschen in so ein Prozess reingehen, das kann man auch schon mit 25 bis dahin bringen und dann kann man selbst wieder Entwicklungshelfer für andere sein.
150:30
Speaker A
Ich finde diesen Wort schön Entwicklungshelfer, weil das so, also weil diese Verwicklung ähm über die wir heute auch gesprochen haben und dass man dass man sich erstmal dass man sich entwickelt, also und dass man auch anderen dabei hilft sich zu
150:45
Speaker A
entwickeln, das ist schön. Also das, dass uns das auch allen passiert, dass das nicht was Böses ist, das keiner will sich gerne verwickeln, aber es passiert eben, weil wir weil die Welt noch nicht so ist, wie was sie bräuchten, damit es uns äh damit es
150:57
Speaker A
uns so ginge, dass wir nicht irgendwelche blöden Lösungen uns ins Hirn bauen müssen, die diejenigen übrigens, die äh die besten Entwicklungsheiter sind. Weißt du, wer das ist?
151:10
Speaker A
Kinder. Ja. Die noch nicht verwickelt sind. Ja. [schnauben] Und wenn du dann mal so kleine siehst, so bis drei, also bis wir sie erzogen haben, dann ist schon vorbei. Aber vorher so viel Lebensfreude, so viel Entdeckerfreude Gestaltungslust so
151:26
Speaker A
viel Einheit von Denken, fühlen und Handeln, so viel Ehrlichkeit, so viel hast du nie wieder. Also müsste ständig müssen Eltern auf die Knie fallen mit lauter Dankbarkeit, dass ihnen so ein Entwicklungshelfer geschenkt worden ist, der Sie noch mal daran erinnert, was das
151:44
Speaker A
Leben eigentlich bedeutet. Und das habe ich schon erlebt, dass Eltern das verstanden haben und dann haben die gesagt, dann muss ich jetzt aber aufhören das Kind zu erziehen. Hab ich gesagt, keine keine schlechte Idee.
151:54
Speaker A
Begleite es ins Leben, zeig ihm, wie das Leben geht, aber hör auf, das zu machen, was die Bauern mit ihrem Obst machen, mit dem Spalierobst, weil dieses Festbinden der kleinen Apfelbaumästchen an den Träten, das heißt Erziehung, die erziehen ihren Obstbaum, dass er
152:13
Speaker A
möglichst viel Ertrag gibt. Dieses wunderschöne Zitat von Karl Valentin, was prägt mich nämlich total.
152:19
Speaker A
Du brauchst deine Kinder nicht erziehen, sie machen dir sowieso alles nach. [gelächter] Das liebe ich.
152:24
Speaker A
Ja, da gibt's nur eins von Einsteinen. Man kann Kinder nur erziehen, indem man ihnen ein gutes ein Vorbild ist und wenn es nicht anders geht, eben ein schlechtes.
152:33
Speaker A
Auch gut. [gelächter] Was sagst du denn so kurz vor Schluss diesen Menschen, die da zu Hause sind, die das jetzt hören und die den ganzen Tag so eine Unruhe haben? Wir haben von dieser unruhigen Zeit gesprochen, dieser so permanenten
152:51
Speaker A
Anspannung. Und viele hören ja auch, das finde ich auch ganz schönen Podcast, um sich so ein bisschen zu entspannen. Und äh ich würde diesen Menschen meinen Tipp geben, der mir sehr geholfen hat.
153:02
Speaker A
Der hat mir vor allen in der Coronazeit geholfen. Da bin ich ja manchmal schweißgebartet vor den Nachrichten gesessen und da ist irgendwann habe ich das gelernt, dass ich mir das anschauen kann wie ein Theateraufführung.
153:17
Speaker A
Man kann sich dieses hier in Berlin, diese Hektik, wenn ich hier vom Hauptbahnhof besehe, ist ja vollkommen bescheuert, rammelvoll alles. Da kann man sich drüber aufregen und dann werde ich Mitspieler auf der Bühne. Ich kann mich aber auch hinsetzen, das fällt mir
153:31
Speaker A
natürlich leichter, wenn ich aus Witzen außen komme und kann mir das angucken, sagen: "Boah, sie sind da total beknallt." So und man kann diese Fähigkeit hat der Mensch, das nennt man die Fähigkeit sich zu distanzieren von dem was da läuft. und es aus einer
153:47
Speaker A
reflexiven, also von einer Beobachterposition aus zu betrachten und das hat den wahnsinnigen [räuspern] Effekt, dass man dann nicht emotional reinrutscht.
153:57
Speaker A
Ich bleibe beobachter, ich sitze im Sessel, guck mir das an. Die sind nach wie vor genauso blöd wie immer im Fernsehen in der Diskussionsrunde, aber ich kann das sitzen und einfach nur lechen kann. Jetzt sagt er schon wieder
154:09
Speaker A
sowas und das vorher habe ich gesagt, ist denn der total bescheuert? Nee, jetzt sagt er schon, guck mal. Und jetzt wird gleich, der wird jetzt wieder das sagen auch. Tatsache macht er auch. Und da sitze ich da und das ist auf einmal
154:22
Speaker A
ein völlig anderes Begegnen der Wirklichkeit und ich begegne der Wirklichkeit indem ich sie mir erstmal ganz genau anschaue, weil ich festgestellt habe, dass wenn ich sie nicht genau angeschaut habe, kann ich sie nicht verstehen und wenn ich sie
154:36
Speaker A
nicht verstanden habe, werde ich Teil dieser Wirklichkeit ohne irgendwas begriffen zu haben. Und dann bin ich weit weg von dem, was Menschsein bedeutet.
154:45
Speaker A
Und deswegen das ganze Leben als Theaterstück. [gelächter] Nein, nicht das ganze Leben, aber nee, ich mach dann schon meine meine Aufführung an irgendwelchen Stellen mit, aber nicht bei jedem bei jedem Schmierentheater.
154:55
Speaker A
Mhm. Aber ist eine schöne Vorstellung. Also ich finde auch zu sagen genau man manchmal sitzt man ja vom Fernseher oder irgendwo und regt sich so auf und ist so involviert und dann aber so diesen dann hat es dich emotional aber
155:09
Speaker A
reingezahrt. Dann in Wirklichkeit stehst du mit auf der Bühne. Genau. Aber sozusagen ich setze mich mal in die zehnte Reihe und guck mal was die so machen. Guck mal so, was die so machen und äh habe was zu
155:19
Speaker A
naschen dabei und vielleicht eine liebe Person neben mir und man lacht oder wundert oder staunt gemeinsamhetzen und was die sich alle für Probleme machen und was die alle wichtig finden.
155:28
Speaker A
Ist ja Wahnsinn. Dann sitzt man da. Also, ne, das so, das ist erstmal ganz gut. Dann kann man sicher, also wahrscheinlich wird das automatisch dann so kommen, dass man äh erkennt, dass das keine gute Art und Weise ist, sein Leben
155:42
Speaker A
zu gestalten. Realitätstheater. Gerald, ich habe zwei Fragen zum Schluss noch. Was möchtest du gewesen sein?
155:53
Speaker A
Es wäre schön, wenn ich das gewesen sein könnte, worum ich mich immer schon bemüht habe, ein ein liebevoller Vater und ein liebevoller Mensch.
156:03
Speaker A
Mir ist dieser Begriff liebevoll mit sich selbst und mit der Welt und mit anderen umzugehen.
156:09
Speaker A
Sozusagen die wichtigste Haltung, die ich äh zu verwirklichen versuche und gelingt mir immer besser, aber das braucht noch ein bisschen. Ja, weil ich habe noch zu tun. Es ist vieles ist auch in mir entstanden, wo ich dann Mühe habe
156:28
Speaker A
auch das liebevoll anzuschauen. Guck, ich bin aus der DDR abgehauen. Ich habe diesen Ich habe da [räuspern] Sachen, ich habe im Knast gesessen. Ich habe, also ich will jetzt gar nicht alles aufziehen. Ich habe Sachen erlebt, wo Leute sagen, wieso lebt denn der noch?
156:42
Speaker A
Das war nicht alles schön und das war nicht alles toll. Aber und manchmal habe ich dann das Gefühl, dass das noch ein bisschen an mir herum nackt. Ich habe so ein Fluchtmodus, das sagen ich habe so ein Atemlehrer und
156:57
Speaker A
Psycho Physiotherapeuten und der kann das genau an meinem Oberkörper und an der Art und Weise, wie ich atme, mir erklären, dass ich eigentlich immer noch im Fluchtmodus unterwegs bin. Und den habe ich schon sehr lange. Das ist der
157:10
Speaker A
Fluchtmodus schon damals, als ich aus der DDA abgehauen bin. Und wovor flüchtest du? Vor Vereinnahmung.
157:20
Speaker A
Ja, ich bin einer, der flüchtet, um sich seine Freiheit zu bewahren. Es gibt ja zwei Formen, wie man sozusagen Herrschaft ausübt.
157:32
Speaker A
Das eine ist die alte, die wir alle kennen, das ist Unterdrückung. Das hatten die da drücken auch Stalinismus und so. Und dann habe ich im Westen noch eine andere kennengelernt, die an die ich bisher gar nicht so gedacht hatte.
157:44
Speaker A
Das ist Verführung. Verführung ist was ganz heimtürkisches, weil gegen Bevormundung und Gewaltherrschaft kannst du dich ja wenigstens wehren. Dann bleibst du Subjekt. Kann sein, dass es dich zermalmt. Kann sein, dass es dich umbringt. Kann sein, dass du das ganze
158:01
Speaker A
Leben in unter furchtbaren Bedingungen zubringen musst. Aber du bleibst Subjekt. Du kannst sagen, ich bin hier stehe, ich kann nicht anders.
158:09
Speaker A
Der verführt ist, der steht da und weiß gar nicht, wo er ist. Der schützt seine Verführer. Ach, dann können wir doch unseren nächsten Urlaub gar nicht mit dem Kreuzschiff machen. Und wie sollen wir denn das jetzt machen, wenn das
158:21
Speaker A
Benzin immer teurer wird, so und dann kommen die Forderungen des verführten und und so einer wird dann natürlich auch immer dazu beitragen, dass das Verführungssystem erhalten bleibt und deshalb ist das eine viel sicherer Form der Herrschaftssicherung, die Menschen
158:41
Speaker A
zu verführten zu machen als zu unterdrücken. Hat übrigens auch schon die Kirche gewusst. Und da hast du Angst davor, dass dir das passieren könnte, dass du irgendwo verführt werden könntest und deswegen hast du diesen Flucht vor beiden. Also ich will beides ist ja
158:57
Speaker A
Freiheitsverlust und eine Zeitlang meines Lebens bin ich vorherrschaftssystem abgehauen und jetzt vor Verführungssystem dann vorführungssystem, also diese Arbeit im Markt Blan Institut als experimenteller Hirnforscher, da war ich vorübergehend so verführt, dass ich Tag und Nacht gearbeitet habe.
159:16
Speaker A
Vom Erfolg verführt oder ja von den Möglichkeiten, die da plötzlich bestanden haben. Sowas kann ich ja gar nicht kommen aus der DDR und habe auf einmal alles geht auf einmal alles und da habe ich zwei Jahre 3 Jahre
159:29
Speaker A
äh auf eine Art und Weise gearbeitet, wie das keiner für möglich hält. Das ist jetzt glaube ich auch das, was die, wenn ich dir da zuhöre, was ich meine erste Verbindung, die ich habe, ist ist KI und ist jetzt auch Social
159:44
Speaker A
Media und du kannst alles jetzt sein und es ist du brauchst gar nicht mehr eine große Firma und es ist also es ist ja total verführerisch, ja, dass du jetzt alles brauchst auch niemanden mehr anstellen, brauch kein Risiko, du kannst alles und deswegen
159:57
Speaker A
verführt uns das Endgerät immer mehr und deswegen sind immer mehr in dieser Verführungsschleife eigentlich.
160:04
Speaker A
Aber das sagt der Hernforscher, wie wollen wir denn überhaupt rausfinden, was wir falsch machen, wenn wir uns nicht verirren?
160:12
Speaker A
Mhm. Und das, was ich nun auch sagen könnte, ist erst dadurch, dass wir mit dieser KI konfrontiert sind und feststellen, dass das, was wir bisher für unser Herausstellungsmerkmal gehalten haben, nämlich unsere kognitiven Fähigkeiten, wir nun ein Gerät gebaut haben, was uns
160:29
Speaker A
im Bezug auf das Herausmark überlegen ist, das ist schon eine Schmach. Mhm. Ist eine schmache.
160:34
Speaker A
Aber aber in Wirklichkeit ist es doch die Herausforderung, sich klar zu machen, dass das nicht unser Herausstellungsmerkmal sein kann. Also was ist denn das, was uns jetzt wirklich als Menschen auszeichnet? Definitiv nicht diese Kombinierfähigkeit und Programmierfähigkeit und auch nicht, dass viele wissen, was
160:51
Speaker A
man da irgendwo ablegen kann. So, aber dann, wenn ich dann die Leute frage, wissen sie es nicht?
160:56
Speaker A
Und da wird aber jetzt durch diesen Prozess, mit dem wir da konfrontiert sind, ist notwendig äh sich Antworten zu suchen auf das, was uns als Menschen eigentlich auszeichnen soll.
161:09
Speaker A
Aber das ist doch für einen Suchenden wie dich das schönste Grund. Ja, deshalb habe ich auch nichts dagegen, dass da so eine neue Technologie kommt, wenn sie dazu führt. Es ist manchmal sehr schmerzhaft. Es kann sein, dass es mit
161:22
Speaker A
einem wirtschaftlichen Niedergang einhergeht, den wir alle noch nicht richtig ahnen. Es kann sein, [schnauben] dass es ganze Berufe gar nicht mehr geben wird. Und dann habe ich dieses Beispiel mit dem mit dem Gärtner. Also, wenn du so ein
161:37
Speaker A
Gärtner hast, also eigentlich jeden Beruf, wo du so aufschreiben kannst, was der machen soll und wo du dann einen, der das nicht, der nicht gut performt durch ein anderen Ersetzung, da kannst du auch die KI nehmen, also irgende
161:46
Speaker A
Roboter Automaten. Und dann habe ich das Bild von dem Gärtner, der da so die Vorschriften befolgt und dann mit dem Laubbläser dadurch dann sage ich, den kannst du auch ein Automaten hinstellen, der bläst genauso gut mit dem Laub. Aber der
161:58
Speaker A
Gärtner, der seine Rosen liebt und der da auch guckt und förmlich spürt und fühlt, was seine Rosen brauchen, das das erst niemals mit KI zu ersetzen. Und dort fängt das menschliche an und da müssten wir hin und nicht Gärtner
162:18
Speaker A
ausbilden, die möglichst effizient den Garten aufräumen, das kann jemand anders machen. oder Leute, die möglichst viel sich merken können, damit sie bei jedem äh Wettbewerb da auch gewinnen. Das braucht man auch nicht mehr, weil das ist ja Wissen, totes Wissen,
162:34
Speaker A
was man sich daz getan hat und aber aber Menschen, die das, was sie tun mögen, die bräuchten wir schon dringend.
162:45
Speaker A
Aber ich habe da ich bin ähm irgendwie und auch durch das Gespräch mit dir jetzt, das hat wir also es ist irgendwie was Feines. Ich bin optimistisch. Also ich glaube auch, dass es ähm also so viele Sachen, die natürlich also
163:03
Speaker A
und vielleicht brauchen wir einfach mehr Schleifen als uns lieb ist im Kreis und dann laufen wir noch mal im Kreis und noch mal im Kreis. Aber ich, wenn ich jetzt so an mich selber denke und auch an meine Liebsten
163:13
Speaker A
und äh und auch an die Kreise, die ich immer auch noch laufe, genauso wie du ja auch noch den deine Kreise läufst, ähm irgendwie sind immer weniger geworden, habe ich das Gefühl bei mir. Also es sind andere wird immer klarer das spüre
163:28
Speaker A
ich auch und ich merke doch, wenn ich genauer hinschaue, wie weit die Leute schon sind. Also, wenn man wirklich mal mit so ganz normalen Menschen da auf dem Dorf redet, die die wissen schon, worum es geht und worauf es ankommt. Den brauche ich nicht
163:42
Speaker A
viel zu erklären. Ja, und wenn man dann noch so ein bisschen was aufbaut, dass die mal zusammenkommen beim Feuerwehr fest und dann alle an einem Tisch sitzen, dann halten die keine Naziren, sondern die überlegen, wie sie sich gegenseitig unterstützen
163:57
Speaker A
können, was sie noch machen kön Dorf noch schöner zu machen oder keine Ahnung. Auf alle Fälle ist das ein sehr konstruktives Zusammenwirken, was da in vielen Bereichen schon entstanden ist oder noch nicht ganz untergegangen ist.
164:09
Speaker A
We nicht genau sehr, wenn du lebst jetzt in in Westdeutschland, aber ich sehe das in Ostdeutschland auf dem Land immer mehr wieder. Das ist so, das finde ich irgendwie abgefahren, das die entdecken das wieder. die entdecken das wieder, aber so in in diesem
164:22
Speaker A
Tauschsystem, also dass es nicht mehr um Geld geht, sondern dass es wirklich ach okay, ich du machst das, ich mache das und auch nicht sofort, sondern irgendwie mal ein halbes Jahr später, also ich ich also diese das Loslassen
164:38
Speaker A
vom von diesem Geldfluss, äh das was wir in der DDR ja total hatten, ähm das habe ich jetzt an so vielen Stellen immer wieder gehört, finde ich ersta erstaunlich, dass das dahin zurückgeht und ich hoffe auch wirklich, dass das, was du erst sagtest, ne, diese
164:56
Speaker A
man ich bin im im Dorf aufgewachsen, wo es die Kneipe gab und wo man irgendwie klar saßen da irgendwie auch irgendwie die Typen, die irgendwie sich mittags irgendwie schon reingestellt haben, aber es gab diese Feuerwehrfeste und all das.
165:07
Speaker A
Und wenn ich jetzt sowas wie jetzt Berlin am 1. Mai gesehen habe, dann ähm und auch es gibt immer mehr Beispiele, wenn man sagt, okay, jetzt dieses Gebäude steht jetzt ewig leer, kommt, wollen wir irgendwie gucken, wie wir es
165:19
Speaker A
irgendwie wieder beleben und lass uns zumindest einmal im Jahr da was machen, ähm an dem See uns treffen und und Räume kreieren, die Menschen zusammenführen.
165:29
Speaker A
Und man sieht das jedes Mal, wenn ich keine Ahnung Live Veranstaltung mache, mache ich das immer so, dass ich am Ende sage, okay, jetzt ich gehe jetzt von der Bühne runter, bitte bleibt noch 10, 15 Minuten sitzen und redet einfach mit der
165:42
Speaker A
Person neben hinter euch vor euch, die ihr noch nicht kennt. Und das ist der schönste Moment des Abends und auch für die Leute selber.
165:49
Speaker A
Ja, klar. Weil du hörst dann diese Schnattern wie so Pinguine äh die miteinander unterwegs sind und ich habe die ersten Geschichten schon gehört, wer sich da wie, wo, mit wem kennengelernt hat und die jetzt andere Sachen zusammen machen und keine Ahnung
166:03
Speaker A
Business Tipps gekriegt haben und was nicht alles. Also und man muss glaube ich Räume kreieren, wo Menschen zusammenkommen und dann lieben sie es auch. Also was du er schon sagtest zu zeigen, guck mal hier 1. Mai ist doch
166:15
Speaker A
toll. Ich kann dir ja noch sagen, was mich so optimistisch macht. Das ist der Umstand, dass jeder Mensch als Kind mit diesem mit diesem Guten zur Welt kommt. Mm. Es es wird kein Schwein auf die Welt geboren und auch kein Gewalttätiger und
166:31
Speaker A
kein sexueller Missbräucher und sonst sowas, sondern das ist jedes Kind auf seine Weise was ganz besonderes. Jedes hat irgendwelche Begabungen und Fähigkeiten, die es da entfalten kann und es ist erst dann durch diesen Sozialisationsprozess in die wir diese
166:48
Speaker A
Kinder bringen müssen, weil wir wissen nicht, wie wir sie anders großziehen sollen als in Gemeinschaften. Und wenn die ebeno bescheuert sind wie unsere, die wir im Augenblick haben, da müssen sie halt da auch rein. Aber aber das heißt, das ist so ähnlich wie wenn du
167:01
Speaker A
eine klare Quelle hast, die oben am Berg rauskommt. Das sind die Kinder, die in der Gesellschaft erzeugt und unten drunter pissen immer mehr rein, so dass das am Ende ein ziemlich stinkender Fluss wird, der dann auch einen Krieg nach dem anderen da unten im
167:14
Speaker A
Meer ausficht. Aber das hört ja nicht auf. Die Quelle sprutet weiter und dann können wir mit sowas, was wir machen, dazu beitragen, dass nicht so viele reinpissen und dass das, was die Kinder da mitbringen etwas länger erhalten bleibt. Dass das nicht schon mit drei
167:31
Speaker A
futsch ist und sie dann nicht mehr das Denken fühlen und handeln als Einheit verspüren, sondern schon in sich gespalten sind, wie wir alle. Und wenn wir das alles ein bisschen noch ein Jahr und noch ein Jahr und noch ein Jahr
167:43
Speaker A
hinauszögn könnten, bis sie dann endlich äh bis es nicht mehr zu vermeiden ist, dass sie auch andere wie Objekte behandeln, dann ist da ganz viel geworden damit und das ist der Weg und das ist so als ob diese Quelle da
167:54
Speaker A
plötzlich bis zur Mitte runterkommt, ohne dass einer reingepisst hat. Das ist ein herrliches Bit. Ist ein herrliches Bitz. Das mit dem Pinkeln habe ich bisher auch noch nicht gesagt, aber es ist ja einfach äh das verführt mich auch natürlich ein bisschen so, wie
168:09
Speaker A
wir miteinander reden, solche Bilder zu suchen, die so anschaulich sind. [gelächter] Guck mal, ich habe ein letztes Bild noch für dich.
168:16
Speaker A
Ähm und zwar eine große Plakatfand am Alexanderplatz. Äh Imagination ist gefragt und du darfst entscheiden, was für alle Menschen auf diesem Schild steht, auf diesem Plakat steht. Was schreibst du drauf?
168:31
Speaker A
Am liebsten würde ich nichts drauf schreiben, weil ich will Ihnen ja nicht vorschreiben, was sie tun und lassen sollen.
168:39
Speaker A
Und deshalb würde ich wahrscheinlich bitte [schnauben] irgendwas komisches drauf schreiben. Der Neuentöter ist ein fröhlicher Vogel.
168:53
Speaker A
Der Neuentöter ist ein fröhlicher Vogel. Ja, weil das also das dann haben sie was worüber sie nachdenken können. Als erstens wissen sie gar nicht, was ein Neuentöter ist. Dann hört sich das so furchtbar an, als wäre der Ador Fitler
169:05
Speaker A
der Neuentöter. Und da müssen sie ein bisschen gucken und stellen fest, nee, das ist gar kein furchtbarer Vogel. Er hat nur ein blöden Namen [schnauben] und der fängt eben so Würmer und Rauben und spießt sie bei den Schlehenbüschen auf diese Stacheln da
169:19
Speaker A
drauf und ist eigentlich ein total fröhlicher Vogel. Es sieht nur so komisch aus, man muss genau hingucken. Also, das wäre jetzt die ganze Geschichte, die man mit sowas erzählen kann und das betrachte ich eben eher als eine Einladung und
169:32
Speaker A
Ermutigung und eine Inspiration, seinen eigenen Kopf zu verwenden, um sein Leben zu gestalten und nicht [gelächter] äh von irgendeinem Hirnforscher gesagt zu kriegen, was sie nun am besten machen sollen, damit sie glücklich werden.
169:45
Speaker A
[schnauben] Ja, das meinte ich nämlich erst len lass ich durchgehen. Und das meinte ich nämlich erst auch mit diesem Benutzen auch sozusagen. Und ähm ey, wie schön, dass wir zusammen hier unterwegs waren, an der gesucht haben, äh hier und da
169:59
Speaker A
verirrt wieder zurückgefunden haben und jetzt einfach weitersuchen. Das macht total Spaß mit dir und es war eine richtig ähm schöne Begegnung. Ich habe, guck mal, auf meinen Zettel irgendwie nicht viel drauf geguckt.
170:10
Speaker A
Bist nicht weit gekommen. Ich bin nicht weit gekommen und das das ist auch herrlich.
170:14
Speaker A
Es findet das auch trotzdem gut, wenn man sich vorbereitet, weil das ja auch ein bisschen den Blick öffnet und mir hat es sehr viel Freude gemacht und ich komme auch gerne noch mal wieder, wenn diejenigen, die uns hier zugeschaut und
170:27
Speaker A
zugehört haben, das auch ganz gut finden. Ich würde sagen, das machen wir gar nicht davon abhängig.
170:34
Speaker A
Ja, doch. Ich mag nicht, wenn ich wenn ich dann gar niemanden habe, der zuschaut, aber wir dann können wir miteinander Bier trinken gehen. Kön. Ja, also das meine ich also ohne Mikro. Das das könnte uns doch auch das sag schön,
170:44
Speaker A
wenn es euch gefällt, aber wenn nicht, dann trefft uns trotzdem noch mal. So machen wir das.
170:48
Speaker A
Schön. Danke [gelächter] schön. Ich danke dir. Alles Gute. Dir auch. [musik] Das war Gerüter. Vielen, vielen herzlichen Dank fürs Zuschauen und auch zuhören. Für mich war das so eine Folge, wo ich danach gedacht, ah, genau, dafür mache ich das hier. Genau, deswegen
171:06
Speaker A
sitze ich hier und freue mich immer so wahnsinnig, wenn jemand hier kommt, sich hier hinsetzt und ich von dieser Person so neue Erkenntnisse gewinnen kann und die hatte ich hier heute zu Hauf. Das Gehirn merkt sich die Lösung und nicht
171:18
Speaker A
das Problem. Wir müssen vom Funktionieren wollen ins Spüren kommen und sehr interessant auch natürlich das Thema Verhalten, dass man das eben nicht dressieren kann, sondern dass man die Einstellung ändern muss und das die Einstellung, die kann man nur in
171:34
Speaker A
sich selbst ändern. Ja, das waren drei von ganz ganz vielen Erkenntnissen. Ich bin gespannt, was ihr aus dieser Folge mitgenommen habt. Schreibt das gerne in die Kommentare und ich würde mich außerdem wahnsinnig freuen, wenn ihr diese Folge weiterleiten würdet. Ich
171:46
Speaker A
glaube, da gibt's ganz viele Menschen, die genau das jetzt gerade gebrauchen können. Herzlichen Dank dafür.
171:51
Speaker A
Herzlichen Dank auch an mein Team, an Lena Rochol für die Redaktion an Mitvergnügen für die Distribution und Vermarktung und an Alex Stößlein für die Produktion. Wenn ihr Lust habt auf eine weitere Folge heute Matze, dann möchte ich euch die Folge mit Gunter Schmidt
172:04
Speaker A
empfehlen. Wenn ihr die angehört habt, dann wisst ihr, warum ich die euch jetzt empfohlen habe. Ich wünsche euch einen schönen Tag, eine gute Nacht. Auf bald eu Matze.
172:16
Speaker A
[musik] [musik] [musik]
Topics:Gerald HütherHirnforschungNeuroplastizitätMenschliches VerhaltenLiebeSelbstentfaltungGesellschaftSchulsystemSuchenderHotel Matze

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