Vernehmung von Feldmarschall Erich von Manstein im Nürnberger Prozess über seine militärische Rolle und den Generalstab der Wehrmacht.
Key Takeaways
- Der Generalstab der Wehrmacht war keine einheitliche Elite mit zentraler Macht, sondern arbeitete gleichberechtigt mit anderen Ämtern.
- Der Chef des Generalstabs hatte keine direkte Beratungsfunktion bei Hitler, sondern war Berater des Heeresoberbefehlshabers.
- Das OKW war ein Führungsstab Hitlers, aber keine übergeordnete Organisation der Wehrmachtsteile und hatte begrenzten Einfluss.
- Innerhalb der Wehrmacht gab es keine Sonderdienstwege oder privilegierte Kommunikationswege.
- Der Schliefenverein diente hauptsächlich der Pflege von Kontakten und der Schlichtung interner Streitigkeiten ehemaliger Generalstabsoffiziere.
Summary
- Erich von Manstein beschreibt seine letzte Dienststellung als Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Süd seit November 1942.
- Er erläutert die Rolle und Zusammensetzung des Generalstabs in der Wehrmacht und stellt klar, dass dieser keine einheitliche Führungsautorität darstellte.
- Der Generalstab war eine Elite aufgrund taktischer Fähigkeiten, jedoch gab es keinen einheitlichen Ton oder Sonderdienstweg innerhalb der Wehrmacht.
- Der Chef des Generalstabs war nicht der entscheidende Berater Hitlers, sondern lediglich Berater des Oberbefehlshabers des Heeres.
- Abweichende Meinungen durften in der Wehrmacht nicht mehr aktenkundig gemacht werden, anders als in früheren Zeiten.
- Das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) wurde 1938 als Führungsstab Hitlers geschaffen, war aber keine Dachorganisation der drei Wehrmachtsteile.
- Es gab keine einheitliche Willensbildung im OKW, und es hatte kaum Einfluss auf Hitler.
- Die Oberkommandos der Wehrmachtsteile verfolgten nationale Ziele, jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten und ohne vollständige Einigkeit.
- Der Schliefenverein war ein Zusammenschluss ehemaliger Generalstabsoffiziere, der sich hauptsächlich mit internen Streitigkeiten beschäftigte.
- Manstein betont die Unterschiede zwischen der Wehrmacht im Dritten Reich und der kaiserlichen Armee, insbesondere hinsichtlich der militärischen Führung.











