Das Video erklärt, welche wichtigen Verbraucherschutzrechte die EU eingeführt hat, von Gewährleistung bis Fluggastrechten und Roaming-Gebühren.
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Key Takeaways
- Die EU hat den Verbraucherschutz in vielen Bereichen deutlich verbessert.
- Gesetzliche Gewährleistung und Widerrufsrecht sind zentrale Errungenschaften.
- Fluggastrechte und Roaming-Gebührenregulierung sind praktische Vorteile für Reisende.
- Trotz Kritik gibt es viele positive Effekte der EU-Gesetzgebung für Verbraucher.
- Kulanz der Händler ergänzt oft die gesetzlichen Vorgaben.
What the video covers
- Die EU hat wichtige Verbraucherschutzrechte wie die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren eingeführt.
- Das 14-tägige Widerrufsrecht für Online- und Fernabsatzkäufe wurde durch EU-Recht geregelt und schützt Verbraucher.
- Fluggastrechte sind klar definiert, z.B. Entschädigungen bei Flugausfällen oder Verspätungen.
- Die Abschaffung der Roaming-Gebühren innerhalb der EU erleichtert und verbilligt das Telefonieren im Ausland.
- Es gibt Ausnahmen und Einschränkungen bei Rückgaberechten, z.B. Hygieneartikel oder speziell angefertigte Produkte.
- Viele Händler zeigen Kulanz, auch wenn gesetzliche Regelungen nicht immer greifen, z.B. bei Offline-Käufen.
- Die EU reguliert auch den Schutz vor Fake-Bewertungen und irreführenden Rabattaktionen.
- Einheitliche Ladestandards für elektronische Geräte sind ein weiteres Thema, das die EU angeht.
- Das Video zeigt sowohl positive Errungenschaften als auch kritische Aspekte der EU-Politik auf.
- Der Sprecher betont, dass er die EU nicht uneingeschränkt lobt, aber wichtige Fortschritte anerkennt.
Chapters
- 00:00Einleitung: Was hat die EU für Verbraucher getan?
- 01:43Gesetzliche Gewährleistung und Beweislastumkehr
- 03:22Widerrufsrecht und Ausnahmen bei Rückgaben
- 05:07Fluggastrechte und Entschädigungen
- 06:37Abschaffung der Roaming-Gebühren
- 09:26Tarifgestaltung und Auslandstarife
- 09:37Fake-Rabatte und Bewertungsschutz
- 13:03Einheitliche Ladestandards und EU-Regulierungen
- 14:51Kritische Betrachtung und Fazit
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Speaker A
EU, was haben diese Politiker in Brüssel eigentlich jemals für uns getan? Die Gewährleistung, das Widerrufsrecht, Abschaffung der Roaming-Gebühren.
Speaker A
Ja, okay. Aber abgesehen davon, ja, ehrlicherweise schon ein paar Sachen über die ganzen Jahre hinweg. Und was genau da die größten Meilensteine sind und wo sie es vielleicht auch verbockt hat, das schauen wir uns heute mal an.
Speaker A
Wir haben ja in der Vergangenheit schon das ein oder andere Video gemacht, wo wir auch direkt oder indirekt auf EU und deren Gesetzgebung eingegangen sind. Und da hat sich so bisschen rauskristallisiert. In dem Moment, wo man die EU kritisiert, kriegt man
Speaker A
erstaunlich viel Zuspruch und das stellenweise auch aus gewissen Kreisen, wo man vielleicht gar nicht unbedingt Zuspruch haben möchte. Und keine Sorge, das soll jetzt kein reines Verherrlichungsvideo der EU werden. Ich werde auch von denen nicht bezahlt, selbst wenn mir das jetzt die
Speaker A
entsprechende Klientel nicht glauben wird, wahrscheinlich. Aber trotzdem möchte ich diese Gelegenheit hier nutzen. Einmal ganz kontraintuitiv zu unserem sehr plakativ gestalteten Thumbnail darauf einzugehen, was die EU denn alles Gutes geleistet hat für uns Verbraucher hierzulande und auch im
Speaker A
europäischen Ausland. Und wir steigen mal direkt ein mit einem Thema, was tatsächlich schon Ende der 90er beschlossen wurde, wo jeder sagen wird, ja, ist vollkommen normal, dass wir das haben, aber ja, ist es tatsächlich weltweit betrachtet nicht unbedingt,
Speaker A
nämlich die gesetzliche Gewährleistung. Und diese gesetzliche Gewährleistung, die schützt mich als Verbraucher vor mangelhaften Produkten und zwar ganze 2 Jahre lang, wobei das muss man so ein bisschen einschränken, denn nach dem ersten Jahr gilt die sogenannte Beweislastumkehr. Das heißt, wenn es der
Speaker A
Händler, der in diesem Fall tatsächlich mein Ansprechpartner ist, wirklich drauf anlegt, dann kann er theoretisch sagen, ja, weisen Sie mir mal nach, dass dieser Mangel schon von Anfang an bestanden hat. Aber erfahrungsgemäß sind dann gerade die großen Händler wie z. B. in
Speaker A
Amazon sehr kulant, was diese Auslegung angeht und ich persönlich habe das noch nie gehabt, dass irgendjemand tatsächlich diese Beweislastumkehr gefordert hat, zumal die auch verschärft wurde mit der Zeit, denn mittlerweile ist es ein Jahr, wie gerade gesagt, früher war es lediglich ein halbes Jahr.
Speaker A
Und um das noch mal deutlich klarzustellen: Die gesetzliche Gewährleistung ist komplett unabhängig von der Herstellergarantie. Die ist nämlich wiederum freiwillig und ja, wie hoch die ausfällt, kann auch jeder Hersteller selbst festlegen, aber um die gesetzliche Gewährleistung kommt er halt
Speaker A
nicht drumrum bzw. weist der Händler nicht. Passend dazu das 14-tägige Widerrufsrecht, ebenfalls was man schlichtweg als gegeben annimmt, aber ist erneut keine Selbstverständlichkeit, sondern ursprünglich durch EU-Recht geregelt, nämlich schon 2011. Und gerade das ist wahrscheinlich das Gesetz, wovon
Speaker A
der durchschnittliche MyDealz am meisten Gebrauch macht, denn Hand aufs Herz, jeder von uns hat schon mal irgendwas gekauft, was er entweder vielleicht nicht unbedingt brauchte, einfach weil es günstig war. Ist natürlich nicht gut, aber passiert jedem mal, oder? Und das ist natürlich auch
Speaker A
ein denkbarer Fall. Das Produkt hat sich einfach als schlechter rausgestellt, als man es ursprünglich dachte. Und klar, wir haben ja gerade gelernt, da gibt's dann zwar die gesetzliche Gewährleistung, aber vielleicht will ich ja gar nicht diesen Prozess anstoßen, wo
Speaker A
dann erstmal für Ersatz gesorgt werden kann seitens des Händlers oder wo auch eine Reparatur denkbar ist. Ich will das Produkt vielleicht gar nicht haben und es möglichst unbürokratisch wieder loswerden. Ja, und innerhalb der ersten 14 Tage nach Erhalt der Ware, wichtig,
Speaker A
ne, nicht nach Bestellung, sondern in dem Moment, wo ich das Produkt in Händen halte, habe ich 14 Tage Zeit, es zu inspizieren, also es auch zu benutzen tatsächlich. Und wenn es mir dann nicht gefällt, auch unabhängig davon, also ich muss
Speaker A
nicht mal einen Grund angeben, kann ich es an den Händler zurücksenden. Und das klingt jetzt erstmal bisschen unfair den Händlern gegenüber, weil die dann auf sehr viel Schrott sitzen bleiben.
Speaker A
Natürlich gibt es dementsprechend auch ein paar Einschränkungen. Zunächst einmal sind solche Dinge wie Hygieneprodukte ausgenommen, denn ich glaube, niemand möchte irgendwie benutzte Rasierer zurücknehmen und möchte auch die dann nicht weiterverkaufen oder natürlich auch irgendwie speziell angefertigte Produkte, wo dann
Speaker A
mein Name eingraviert ist oder so. Das ist davon ausgenommen. Und das Ganze gilt auch grundsätzlich nur, wenn Privatkunden bei gewerblichen Händlern kaufen. Also weder ein Privatkunde bei den Privatkunden kauft, da muss das auch nicht explizit ausgeschlossen werden, selbst wenn es viele machen, es greift
Speaker A
da schlichtweg nicht und auch nicht, wenn gewerbliche Kunden bei ja einem gewerblichen Händler kaufen. Da gibt es ebenfalls kein fixes Rückgaberecht, selbst wenn viele Händler das dann in diesem Fall ebenfalls als Kulanzleistung anbieten. Und offline gilt das übrigens
Speaker A
ebenfalls, weil da argumentiert man ja, wenn ich in MediaMarkt gehe und mir da irgendwie ein neues Smartphone kaufe, dann könnte ich es ja theoretisch vor Ort ausprobieren. Also da gibt es dieses 14-tägige Rückgaberecht ebenfalls nicht, zumindest nicht auf Papier, aber erneut
Speaker A
Thema Kulanz. Viele Händler wissen natürlich, dass die Leute gerade in diesem Fall dann ja noch mehr im Internet kaufen würden, einfach weil sie auf der sicheren Seite sind und gewähren dann von sich aus auch ein solches Rückgaberecht. MediaMarkt und Saturn
Speaker A
machen das z. B. für die Kunden, die ihrem Club beigetreten sind, aber auch andere Händler machen das vor Ort, oftmals gegen Kassenbon, aber in manchen Fällen sogar auch ohne Kassenbon oder wenn man irgendwie was zu bemängeln hat bei Aktionsfahrern bei
Speaker A
Aldi oder so, das ist so der Klassiker, da wird das dann eigentlich auch ungefragt umgetauscht direkt an der Kasse. Dann gerade jetzt in der Urlaubssaison relevant, das Thema der Fluggastrechte und da haben wir ja sogar im Haus quasi einen Experten mit dem
Speaker A
guten Dr. Böse, der auch in vergangenen Videos schon aufgetreten ist. Für dieses hier habe ich ihn jetzt nicht an Land gezogen, aber Fluggastrechte natürlich immer wieder ein extrem nachgefragtes Thema, wenn es am Flughafen mal nicht klappt und genau dafür sind sie da, wenn
Speaker A
eine Airline irgendwie einen Flug entweder komplett annulliert oder mit sehr, sehr viel Verspätung das Ganze erst losfliegt oder irgendwelche anderen Sondersituationen, dann können sie es nicht einfach darauf bewenden lassen, sondern es ist ganz klar definiert, welche Entschädigungen ab welcher
Speaker A
Verzögerung greifen oder was sie gegebenenfalls sonst noch bezahlen muss. Also, wenn ein Flug z. B. komplett ausfällt, dann muss sie euch die Nacht im Hotel bezahlen. Wenn in irgendeiner Form Gepäck nicht ankommt, dann muss sie dafür aufkommen. Natürlich müsst ihr
Speaker A
auch irgendwie was essen zwischendurch, sei es am Flughafen, da muss sie dann für Verpflegung sorgen. Oder sei es ja, wenn ihr irgendwo anders übernachten müsst, dann fällt natürlich auch noch eine Verpflegungspauschale an oder oder auch das alles ist tatsächlich durch
Speaker A
EU-Recht geregelt. Und ich lehne mich mal aus dem Fenster und würde jetzt mal behaupten, keine Airline dieser Welt würde das freiwillig anbieten, wenn es ihnen nicht gesetzlich vorgeschrieben wäre. Also, das ist wirklich eine sehr hilfreiche Sache für alle, die gerne mal
Speaker A
in Urlaub fliegen. Ja, wenn man dann endlich mit dem Flieger im Ausland angekommen ist, dann stellte sich zumindest in der Vergangenheit potenziell ein weiteres Problem. Wie sieht's denn aus mit meinem Smartphone-Tarif bzw. was zahle ich dafür?
Speaker A
Grundsätzlich konnte man den in der Regel weiter verwenden. Dafür gibt es ja das Thema Roaming. Also ein Anbieter aus einem Land wählt sich automatisch in das Netz eines anderen Anbieters ein. Dafür haben die Verträge miteinander blablabl.
Speaker A
teure Angelegenheit und da spreche ich jetzt gar nicht mal von Anrufen und SMS. Schreibt ihr überhaupt noch jemand?
Speaker A
keine Ahnung, sondern vor allem von Datenverkehr und zwar irgendwie pro Mega abgerechnet irgendwie Beträge von 19 Cent pro Megbte oder so und dann streamst du mal ein Video und hast das nicht auf dem Schirm, dass du gerade im
Speaker A
Roaming bist und na ja, dann wird's auf jeden Fall richtig teuer auf der Monatsrechnung und da hat die EU mehrere Dinge auf den Weg gebracht, die uns das Leben deutlich erleichtern und es uns vor allem deutlich günstiger machen,
Speaker A
denn innerhalb des gesamten EU-Raums ist schlichtweg die Roaminggebühr mittlerweile komplett abgeschafft, ne? Es gab so mehrere Etappen, wo sie gesunken ist und mittlerweile ist es aber so, wenn ich irgendwie meinen deutschen Handytarif im Spanien nutzen möchte und dazu zählen dann auch
Speaker A
tatsächlich sowas wie die Kanaren oder ich möchte es irgendwo anders in der Europäischen Union nutzen, dann muss ich mir da keinen Kopf drum machen, denn das ist in meiner Flatrate tatsächlich mit inkludiert. Also es kostet keinen Centra. Ich muss lediglich vielleicht
Speaker A
irgendwie gucken, dass das Datenvolumen ja dann doch irgendwie gedrosselt ist, weil das ist grundsätzlich zulässig.
Speaker A
Also, wenn ich in Deutschland einen unlimitierten Tarif habe, muss der nicht im Ausland auch komplett unlimitiert sein. Aber das bedeutet in der Praxis dann eher, dass ich keine Ahnung nach 30 GB das so eine gängige Größe bei den
Speaker A
Anbietern irgendwie einfach sehr stark gedrosselt werde in der Geschwindigkeit, aber ich werde dann trotzdem nicht unbemerkt zur Kasse gebeten und das ist aus meiner Sicht wahrscheinlich einer der größten Verdienste, den man der EU zuschreiben kann, denn erneut glaubt
Speaker A
irgendeiner von euch, dass ich das jemals so ergeben hätte, dass die Anbieter untereinander auf das Geld verzichten? Nein, sowas funktioniert halt tatsächlich nur mit gesetzlichen Vorgaben und führt dann wiederum dazu, dass sich dadurch dann natürlich auch so ein gewisser Wettbewerb der Anbieter
Speaker A
untereinander ergibt, die dann von sich aus hingehen und sagen: "Ja, EU ist ja grundsätzlich gesetzlich geregelt, aber bei uns kriegst du dann auch noch die Schweiz hinzu. Ist bei den meisten der Fall, England ist bei den meisten auch
Speaker A
noch drin, aber bei dem einen oder anderen Anbieter ist dann z.B. auch irgendwie in die Türkei mit drin und je nachdem, wo man gerne hin verreiß, kann das natürlich auch der ausschlaggebende Punkt sein, sich für den einen Tarif zu
Speaker A
entscheiden und nicht für den anderen. Der nächste Punkt ist dann relevant, wenn ihr im Internet schon mal mit einer Kreditkarte was bezahlt habt. Da war das in der Vergangenheit durchaus so, dass gerade auf Reiseportalen gerne mal im allerletzten Schritt dann noch eine
Speaker A
Buchungsgebühr hinzukam und die waren nicht gerade gering. Also, da ging es durchaus in die Prozente und bei so einer Reise, ja, können da da schon durchaus 50 € zusammenkommen. Und da hat die EU tatsächlich auch 2015 schon gesagt, m das ist so nicht zulässig. Man
Speaker A
darf nicht für eine bestimmte Zahlungsart noch zusätzlich einen Aufschlag verlangen. Vor allem nicht irgendwie erst im letzten Bestellschritt versteckt oder so. Das muss, wenn überhaupt, dann direkt vorne ausgewiesen sein. Aber auch das Argument, was viele Einzelhändler gerne mal anführen, dass
Speaker A
die Kartengebühren so hoch werden, auch das greift mich mehr. Das ist ebenfalls von der EU geregelt und da reden wir tatsächlich auch nur über kleine einstellige Prozentbeträge und dementsprechend ergibt's auch eigentlich keinen Sinn, dass manche Kioske oder Restaurants irgendwie sagen: "Ja, bei
Speaker A
uns kannst du erst ab 10 oder 25 oder gar 50 € mit Karte bezahlen, weil ja, ich meine, prozentualer Anteil ist ein prozentualer Anteil, aber das wäre noch mal ein anderes Thema." Grundsätzlich kann man aber festhalten, die EU hat
Speaker A
eindeutig dafür gesorgt, dass wir mit unseren ganzen Kreditkarten, die wir als Myal uns so angehäuft haben, auch vernünftig bezahlen können, ohne ja von den Anbietern ausgenommen zu werden.
Speaker A
Dann bewegen wir uns ins Jahre 2019, also noch eine relativ frische Regelung im Vergleich zu den anderen, die Regel gegen Fake Rabatte und Fake Bewertungen.
Speaker A
Es sind grundsätzlich zwei verschiedene Bestandteile eines gemeinsamen Gesetzespaketes. Was bedeutet Fake Rabatte? Ja, das ist so der klassische Fall von z.B. Prime Day oder auch irgendwie Mehrwertsteueraktion bei Mediaamarkt, dass die in der Vergangenheit gerne mal den Preis ja
Speaker A
plötzlich hochgezogen haben, um dann mit einer hohen Preisersparnis werben zu können, einer prozentualen. Und da hat die EU irgendwann gesagt, das ist für [räuspern] den Verbraucher irreführend.
Speaker A
Du lieber Händler, du führst jetzt bitte den günstigsten Preis der letzten 30 Tage an, dass der Verbraucher auch eine vernünftige Entscheidung treffen kann, nämlich auf Basis dessen, was es realistisch betrachtet, regulär kostet und nicht was du da als Mondpreis dran
Speaker A
geschrieben hast. Und an der Stelle muss ich jetzt tatsächlich das erste Mal meckern, denn das Gesetz ist an und für sich gut gedacht, aber erlaubt leider ein sehr großes Schlupfloch, nämlich den Workaround über den UVP. Da kann nämlich
Speaker A
der Händler einfach hingehen und sagen: "Ja, gut, ich werbe nicht mit einem Streichpreis, aber ich schreibe die unverbindliche Preisempfehlung dran. Und jeder von uns weiß, eine unverbindliche Preisempfehlung ist in den allermeisten Fällen viel zu hoch. Also, die wenigsten
Speaker A
Produkte werden tatsächlich zum UVP verkauft regulär. Die meisten kosten weiß ich nicht 50% weniger, teils 80% weniger. Also ist absolut nicht sagend und trotzdem wird es irgendwie akzeptiert, dass man diesen UVP dahinschreiben darf, sofern er dann nicht als Streichpreis gilt. Und
Speaker A
trotzdem wird natürlich irgendwie eine Referenz hergestellt. Also aus meiner Sicht ist diese Regelung ein ja zahnloser Tiger und Bedarf grundsätzlich einer Überarbeitung. Haben wir euch in der Vergangenheit aber auch schon ein detailliertes Video zu gemacht. Und das Thema mit den Fake Bewertungen ist ja
Speaker A
ebenfalls nett gedacht, aber de facto wahrscheinlich nicht kontrollierbar, denn an und für sich ist es verboten, dass irgendwo Fake Bewertungen geschrieben werden und das gilt natürlich zum einen für die Anbieter selbst. Also, die dürfen jetzt nicht irgendwie Bewertungen erfinden unter
Speaker A
ihren Produkten, aber es gilt auch für Marktplätze, wo dann tatsächliche Kunden irgendwie Bewertung drunter schreiben dürfen. Da muss auch an und für sich der Marktplatz sicherstellen, dass da keine Fake Bewertungen auftauchen. Wie er das genau macht, ja, das ist nicht so näher
Speaker A
definiert und eine Amazon z.B. verbietet das natürlich offiziell in seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen, aber machen wir uns mal nichts vor. Wenn man irgendwo noch immer Fake Bewertungen findet, dann ist es gerade unter den ja neu hinzugekommenen asiatischen Produkten auf Amazon und Co.
Speaker A
Dementsprechend nur, weil es irgendwo in dem Gesetzespaket drin steht, heißt das natürlich noch lange nicht, dass es im Alltag auch tatsächlich greift.
Speaker A
Dementsprechend aus meiner Sicht die deutlich zuverlässigere Quelle, die Mys Community. Also, wenn irgendwas bei uns als Video gepostet ist, dann nicht unbedingt die Rezensionen nur auf der Seite lesen, wo es dann hinführt, sondern auch auf jeden Fall immer in die
Speaker A
Kommentare bei uns schauen, was schreiben denn die Nutzer unserer Seite und in aller Regel [musik] sind die deutlich kritischer eingestellt als so der Durchschnittskunde auf den Marktplitzen. Für den nächsten Punkt zücke ich einmal mein Smartphone aus meiner Hosentasche und habe mir noch das
Speaker A
Smartphone vom Kameramann ausgeliehen. Das hier ein Pixel, das hier ein Apple Gerät und wir vergleichen einmal die Ladebuchse und was fällt auf? Ja, die sind komplett identisch. Und erneut haben wir das der EU verdanken und zwar mittlerweile weltweit, weil einfach die
Speaker A
EU ein sehr großer Wirtschaftsraum ist. Es ist nämlich EU-weit inzwischen Pflicht, dass neue Geräte gewisser Kategorien mit einer USB-Cuchse auf den Markt kommen müssen, dass wir nicht diese unsägliche Situation haben, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht. Und ich will jetzt gar nicht nur Apple
Speaker A
blamen, die natürlich mit ihrem Lightning Anschluss sehr, sehr lange noch an einem proprietären Anschluss festgehalten haben. Aber wenn wir noch weiter in die Vergangenheit zurückgehen, als Apple noch gar nicht unbedingt eine Rolle gespielt hat im Mobilfunksegment, dann hatten wir die gleiche Situation,
Speaker A
wenn nicht sogar schlimmer, weil da hatte wirklich jeder, also ein Siemens, ein Nokia und wie sie nicht alle hießen, einen eigenen proprietären Ladestandard und der war stellenweise sogar von einer Generation zur nächsten auch noch mal ein anderer. Insofern [musik] danke,
Speaker A
danke, danke liebe EU, dass ihr uns endlich vom Kabelsalat befreit. und wer alles oder zumindest ein Großteil der neuen Geräte mittlerweile mit USB-C aufladen können. Und in eine ähnliche Richtung geht auch unser letzter Punkt, den ich hier noch explizit erwähnen
Speaker A
möchte. 2024 erstmals beschlossen und 2026 muss er jetzt durch die Mitgliedstaaten dann auch verabschiedet werden. Dementsprechend war er auch gerade noch mal in den Nachrichten das sogenannte Recht auf Reparatur und das schreibt Herstellern erneut gewisser Produktegorien vor, dass sie eine
Speaker A
Reparatur in angemessener Zeit zu einem angemessenen Preis und mit zugänglichen Reparaturinformationen anbieten müssen. Also quasi, dass die keine Eintagsgeräte bauen, die ja, wenn sie einmal irgendwie kaputt sind, nie wieder repariert werden können. Gerade bei Smartphones haben wir das in der Vergangenheit gesehen, dass
Speaker A
die stellenweise dermaßen verklebt und verschraubt und vernietet und verlötet sind, dass da genau gar nichts funktioniert. Aber auch bei Laptops und auch natürlich bei anderen Elektrogeräten in der Vergangenheit war das echt ein Problem. Wer sich das mal vor Augen führen möchte, der kann gerne
Speaker A
mal bei iixet vorbeischauen, die sich ja mit genau solchen Dingen auseinandersetzen. Und quasi schon in vorauseilendem Gehorsam haben auch viele Hersteller in den vergangenen Jahren schon ihre Fertigungsprozesse deutlich angepasst. Google z.B. hat mit der Pixel Serie mittlerweile eigentlich recht gute
Speaker A
reparierbare Smartphones auf dem Markt. Für so ein Massenprodukt natürlich muss man dazu einschränkend sagen, ne? Auch da kommst du jetzt nicht einfach so rein, indem du hinten die Abdeckung entfernst. Die Zeiten sind vorbei. Aber wir haben euch ja in der Vergangenheit
Speaker A
auch schon mal gezeigt, wie man z.B. ein defektes Display austauscht und gerade auch bei Akkus, die gerne mal irgendwie festgeklebt und nicht rausnehmbar waren, hat sich einiges getan. Groß durch die Schlagzeilen ging z.B., dass Nintendo jetzt für die Switch 2 extra eine
Speaker A
europäische Version auf den Markt bringt. Also den scheint das dann irgendwie doch nicht wichtig genug zu sein, dann weltweit wenigstens das einheitlich zu gestalten. Aber hey, das können sie natürlich so machen, wie sie wollen. Sofern wir hier dann die Version
Speaker A
bekommen, wo man, wenn dann die Joycons irgendwann mal ja defekt sind, dann auch den Akku austauschen kann und sich dann nicht dumm und dämlich zahlt für die Reparatur. Und dazu muss man jetzt fairerweise auch sagen, das was ich
Speaker A
gerade vorgelesen habe, also hier angemessene Zeit und angemessener Preis, das ist natürlich nicht näher definiert, ne? Das ist im Zweifelsfall eine Einzelfallentscheidung. Und wenn jetzt z.B. Google hingehen würde und sein Ersatzdisplay für 300 € anbieten würde, statt, ich glaube, es waren irgendwie
Speaker A
100 oder so, die ich damals bezahlt habe, dann könnte man schon darüber diskutieren, ob das ein angemessener Preis ist, aber es ist halt nicht irgendwo klar niedergeschrieben und auch da ist sicherlich noch Verbesserungsbedarf vorhanden. Aber die EU ist auch noch nicht ganz durch damit.
Speaker A
Es folgt z.B. 2028 noch eine europäische Reparaturplattform. Da bin ich mal sehr gespannt, was die dann bringen wird, ob die dann auch noch Dinge leichter gestalten wird oder zumindest übersichtlicher für Verbraucher. Und unabhängig davon, wie diese Plattform dann funktioniert, finde ich das
Speaker A
grundsätzlich gut, dass es ein generelles Bewusstsein auch bei den Verbrauchern schafft, dass es auch ja stellenweise massive Unterschiede gibt einfach in der Reparierbarkeit und dass man das vielleicht beim Kauf auch irgendwie mit berücksichtigen sollte.
Speaker A
Nicht nur wie günstig ist ein Gerät und vielleicht auch wie schnell ist ein Gerät und wie schick sieht's aus, sondern auch ja, wie gut kann ich es denn reparieren, falls da irgendwann mal was mit sein sollte. Denn wir wissen
Speaker A
alle, wir haben nur eine Erde, die Ressourcen sind begrenzt und wir sollten zumindest schauen, dass wir im Rahmen unseres übermäßigen Konsums dann zumindest die Müllproduktion soweit es geht vermeiden. So und bevor man mir jetzt unterstellt, dass ich die EU in
Speaker A
den Himmel lobe, selbst wenn ich in der Vergangenheit ja durchaus auch schon mal Kritik geäußert habe, möchte ich am Ende noch einen kleinen Schnelldurchlauf machen von Dingen, die vielleicht stellenweise gut gemeint waren, aber in der Praxis ja doch eher nervig sind und
Speaker A
nicht unbedingt das erreicht haben, was eigentlich erreicht werden sollte. Und das erste, was wahrscheinlich uns allen präsent ist, ist das Thema mit dem Cookie Banner. Ja, niemand von uns möchte irgendwie ausgesperrt werden im Internet und ja, selbstverständlich ist
Speaker A
das auch gut, dass man darüber entscheiden kann, dass man z.B. irgendwelche Cookies nicht haben möchte, aber dass ich bei jedem neuen Besuch einer Webseite, zumindest wenn ich meine Daten zwischendurch lösche, immer wieder angesprungen werde von so einem Riesen
Speaker A
Ding, bevor ich die Seite benutzen kann und dann erstmal was auswählen muss und aus Faulheit wahrscheinlich dann auch mich da nicht irgendwie durchs Menü klicke. Das ist leider in der aktuellen Ausgestaltung suboptimal und es gibt ein paar Addons, die das regeln, nutze ich
Speaker A
selber, aber so ganz ideal ist das nach wie vor leider nicht. Dann für Myalter auch durchaus in en ir Form relevant das Thema des Geoblocking Verbots. Da hat sich die EU schon 2018 gedacht, ja, Moment, wenn wir alle hier der
Speaker A
europäische Wirtschaftsraum sind, dann darf auch kein Händler irgendwie seine Produkte bzw. seine Dienstleistungen auf ein bestimmtes Land beschränken. Ist ja grundsätzlich auch eine gute Sache, aber trotzdem ergibt sich daraus dann keine Lieferpflicht in alle EU-Staaten. Ist natürlich auch eine logistische Sache,
Speaker A
aber stellenweise ist es ja so, dass ich nicht mal irgendwie bei österreichischen Händlern nach Deutschland bestellen kann. selbst wenn das, weiß Gott nicht der große logistische Aufwand ist, ob ich jetzt in Österreich oder in Bayern sitze. Also an der Stelle hat es keine
Speaker A
wirkliche Verbesserung gegeben und zusätzlich gibt's noch diverse Ausnahmen, die sich im digitalen Bereich abspielen. Also z.B. irgendwie Streaming von Filmen und Musik oder auch sowas wie Sportrechte. Da kann ich jetzt als deutscher Kunde nicht hingehen und sagen, ja, ich möchte aber gar nicht
Speaker A
hier den teuren deutschen Tarif buchen, um eine gewisse Waldsportart zu verfolgen. Ich möchte das lieber günstiger machen über keine Ahnung Rumänien oder wie auch immer. Da habe ich als Kunde leider kein Anricht drauf.
Speaker A
Und selbst wenn es grundsätzlich natürlich technische Möglichkeiten gibt, seinen echten Standort zu verschleiern, ist das mindestens mal graubereich. Und dann zuletzt noch das große Phantom, was uns irgendwie gefühlt schon seit einer Ewigkeit verfolgt und immer wieder abgewarscht wird und irgendwie kommt's
Speaker A
trotzdem immer wieder die Chatkontrolle und auch gerade jetzt sind sie immer wieder dabei, dass sie mal wieder irgendwie eine Chatkontrolle einführen wollen und als Begründung wird dafür immer wieder rangeführt, dass ich dadurch Straftaten aufklären lassen oder gar verhindern lassen und natürlich vor
Speaker A
allem gegen Kinder, ne? Also das Wort nehme ich jetzt nicht in den Mund, aber dürfte klar sein, worüber wir reden und es dürfte ebenfalls klar sein, dass das grundsätzlich eine gute Sache wäre, wenn man das denn so verhindern könnte. Und
Speaker A
da geht's jetzt eben in den Konjunktiv und da stellt sich natürlich die Frage, ist das zum einen den Verlust der Privatsphäre wert, wenn auf der anderen Seite natürlich auch technische Workarounds existieren, derer sich das entsprechende Klientel garantiert zu
Speaker A
bedienen weiß. Also am Ende wird's wahrscheinlich eher drauf hinauslaufen, dass der Durchschnittsbürger gläser wird, während der der wirklich kriminelle Dinge im Internet treibt, da sich wahrscheinlich ins Fäustchen lacht und irgendwelche anonymen Messenger mit Ende zu Ende Verschlüsselung benutzt
Speaker A
oder einfach über verschiedene Wege seine Spuren im Internet verschleiert. Und ich will das Thema jetzt gar nicht bagatalisieren und ich will auch gar nicht sagen, dass es dann richtig und falsch gibt. Trotzdem sollte man sich zumindest der Implikationen bewusst
Speaker A
sein, die eine solche Gesetzesänderung, wenn sie denn dann im keine Ahnung 12000 Anlauf tatsächlich durchgesetzt wird, mit sich bringt. Ja, ich glaube an der Stelle soll das jetzt auch erstmal reichen. Dieses Video könnte man sicherlich auch 3 Stunden lang machen,
Speaker A
denn Beispiele gibt es sowohl von der positiven Seite als auch natürlich von der negativen Seite noch zahllose mehr.
Speaker A
Ich habe mich jetzt extra auf die konzentriert, die in irgendeiner Form für My Dealer bzw. Onlineshoper im Allgemeinen sehr relevant sind.
Speaker A
Ansonsten, falls ich irgendwas Elementares vergessen habe, schreibt gerne mal unten in die Kommentare und schreibt natürlich auch gerne eure Meinung zu den jeweiligen Gesetzespaketen da unten rein. Was findet ihr gut umgesetzt? Wo würdet ihr euch noch irgendwelche Anpassungen
Speaker A
wünschen oder was hat die EU vielleicht bislang gar nicht auf dem Schirm, was immer relevanter werden dürfte in den nächsten Jahren. Kleiner Ausblick, was uns jetzt in näherer Zukunft noch bevorsteht, z.B. das Thema Greenwashing hat sich die EU auf die Agenda
Speaker A
geschrieben, ne? Also, dass nicht jedes Unternehmen einfach mit solchen Dingen wie nachhaltig etc. werden darf, ne? Das muss man auch irgendwie nachweisen können künftig. Dann die sogenannte By now pay later Regelung. Da ist wahrscheinlich der Klassiker sowas wie
Speaker A
Clana, aber auch eine Finanzierung über PayPal auch. Da wird deutlich reguliert werden in Zukunft. Vielleicht auch nicht alles nur gut, weiß ich nicht, ich nutze sowas nicht, aber schreibt gerne, wenn ihr da irgendwie auch Probleme seht. Bin ich mal interessiert dran. Und zuletzt
Speaker A
auch der sogenannte Digital Fairness Act, der solche Dinge wie Dark Patterns noch mal in den Blick nimmt, aber auch sowas wie künstliche Countdown Timer, versteckte Zusatzkosten, schwierige Kündigungen, gerade ganz aktuelles Thema, manipulative Personalisierungen oder suchtfördernde Funktionen, was auch
Speaker A
immer das heißt. Ich hoffe, Myals wird nicht verboten, denn ist natürlich auch suchtfördernd, machen wir uns mal nichts vor. Ja, also zur eingehenden Frage zurück, was hat Brüssel bzw. die EU eigentlich jemals für uns getan? aus meiner Sicht eine ganze Menge und aus
Speaker A
meiner Sicht ist das zumindest was das Thema Verbraucherrichte angeht dementsprechend auch eine wirklich wirklich wichtige Instanz. Das meine ich vollkommen unironisch heißt aber natürlich im Umkehrschluss trotzdem nicht, dass ich mit allem was die EU macht, einverstanden bin. Und man darf
Speaker A
definitiv auch darüber diskutieren, braucht diesen riesen Verwaltungsapparat mit ja wirklich mit unter hochbezahlten Politikern, die das Ganze verantworten oder ginge das vielleicht auch in etwas schlanker oder ginge das vielleicht auch einfach mal auf Bundesebene? Es ist ja nicht so, dass alles die EU immer
Speaker A
vorgeben muss. Da darf er gerne auch Deutschland mal mit führendem Beispiel vorangehen, aber ich habe so eine gewisse Ahnung, ob das in der aktuellen Legislaturperiode stattfinden wird oder nicht. Wenn ihr das Video informativ fandet, es gegebenenfalls als Denkanstoß
Speaker A
nehmt oder jemanden kennt, der gerne mal auf die EU flucht und ihm das zusenden wollt, ja, dann tut das gerne mal und lasst ihm natürlich bei gefallen auch gerne einen Daumen nach oben da und den Kanal dürft ihr ebenfalls gerne
Speaker A
abonnieren und die Glocke aktivieren. Ah.
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