Burnout durch Stress im Job: Ursachen, Symptome und Therapie am Beispiel von Jana und Peter.
Ask about this video. Answers come from its transcript only — with the timestamp, so you can check them.
Generated from the transcript and can be wrong — check the timestamp.
Key Takeaways
- Burnout entsteht durch anhaltenden Stress und Überforderung im Job.
- Körperliche und psychische Symptome können schwerwiegend sein und müssen ernst genommen werden.
- Offene Kommunikation und frühzeitige Hilfe sind entscheidend, besonders bei Frauen.
- Therapie sollte individuell sein und neben medizinischer Behandlung auch Entspannungstechniken umfassen.
- Grenzen setzen und das Nein-Sagen sind wichtige Strategien zur Burnout-Prävention und -Bewältigung.
What the video covers
- Jana erlebt Burnout durch zunehmenden Stress und Arbeitsverdichtung als Abteilungsleiterin.
- Burnout entwickelt sich schleichend und führt zu körperlichen Symptomen wie Kieferschmerzen und Kopfschmerzen.
- Peter, IT-Projektmanager, betäubt seinen Burnout mit Alkohol und wird depressiv.
- Burnout kann zu Suizidgedanken führen, wie Peters fast tödliche Erfahrung zeigt.
- Frauen gehen oft offener mit Burnout um und suchen früher Hilfe als Männer.
- Gruppentherapie hilft Betroffenen, Grenzen zu setzen und das Nein-Sagen zu lernen.
- Therapie in der Salusklinik Lindow umfasst auch ungewöhnliche Methoden wie Qigong und Gartenarbeit.
- Wichtig ist die Akzeptanz der Diagnose und das Ernstnehmen der Symptome auch ohne organmedizinischen Befund.
- Der Umgang mit Burnout erfordert Bewusstsein für persönliche Bedürfnisse und Pausen im Alltag.
- Burnout ist ein komplexer Prozess, der Zeit zur Genesung braucht und oft mit hohen eigenen Ansprüchen verbunden ist.
Full Transcript — Download SRT & Markdown
Speaker A
Ich stand dann tatsächlich am Geländer und habe runtergeguckt und dachte mir so: Wenn ich jetzt springe, dann ist endlich alles vorbei. Die schwerste Entscheidung war, das zuzugeben, dass mir als starke Persönlichkeit das überhaupt passieren kann und dass ich hilflos bin und gar nicht mehr weiterweiß. Die Akzeptanz von dieser Diagnose ist mir absolut schwergefallen. Also man kann es erstmal gar nicht fassen, man kann es gar nicht verstehen. Wie ist es überhaupt so weit gekommen? Weil es halt ein absolut schleichender Prozess war. Diagnose Burnout. Jana ist ausgebrannt, zu viel Stress im Job. Mit 38, Anfang 2033, beginnt alles. Die Abteilungsleiterin einer Behörde in Brandenburg bekommt ständig mehr Arbeit und mehr Verantwortung zugewiesen. In dem Moment, als ich diese ganze Arbeitsverdichtung hatte, war es ja für mich normal, normal die Aufgaben zu erledigen, normal schneller zu machen, damit ich die Aufgaben erledigen kann. Also es war nicht möglich, nein zu sagen für mich in dem Moment nicht, weil ich alles andere, was für mich persönliche Bedürfnisse waren, in den Hintergrund gerückt habe, damit ich die Aufgaben wieder ordnungsgemäß erledigen kann. Jana hofft, der Stress wird wieder weniger, irgendwann. Doch die Arbeitsbelastung bleibt weiter hoch, zu hoch. Nach einem Jahr rebelliert ihr Körper. Die schlimmsten Symptome waren wirklich die Schmerzen im Kieferbereich. Ich konnte halt meinen Kiefer kaum noch bewegen durch diese permanente Anspannung. Daran gebunden natürlich Kopfschmerzen und akut, wirklich sehr akut, die Ohrenschmerzen. Ich konnte keine lauten Geräusche ertragen. Selbst wenn sich Familie oder Freunde mit mir unterhalten haben, schon die Stimmen von anderen zu hören, waren für mich schon laute Geräusche. Sie wird krankgeschrieben, doch niemand findet eine Erklärung für ihre Schmerzen. Erst Wochen später folgt die Diagnose Burnout. Bekommen und begreifen ist nochmal ein großer Unterschied, muss ich ganz ehrlich sagen. Das Bekommen von der Diagnose macht natürlich was mit einem. Man muss es akzeptieren und der Weg dahin, das ist nicht von heute auf morgen. Das hat Tage oder wenn, sogar Wochen gedauert. Seit fast fünf Wochen ist sie in der Salusklinik Lindow im Norden Brandenburgs. Hier versucht man ihr Burnout-Syndrom zu therapieren. Endlich. Das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, dass wir da sehr viel dran arbeiten müssen, dass auch wenn ein Arzt keine Diagnose findet, trotzdem wir die Symptome ernst nehmen und dann eben nicht sagen, da gibt's nichts Organmedizinisches, jetzt ist gut, sondern sagen, okay, wenn sie weiterhin Beschwerden haben, dann gibt es andere Fachrichtungen, die ihr helfen können. Für ihn hatte sein Burnout erhebliche Folgen. Peter aus Berlin hat als Projektmanager in der IT-Branche gearbeitet. Der Job hat ihn so ausgebrannt, dass er den Frust mit viel Alkohol betäubte. Wenn ich irgendwie einen stressigen Tag hatte auf Arbeit, dann habe ich als zur Entspannung getrunken, zum Einschlafen habe ich getrunken, um den Tag zu überstehen habe ich getrunken und weil ich wusste, am Freitag, dass ich Montag wieder zur Arbeit muss, habe ich halt das Wochenende durchgesoffen. Peter wurde depressiv, trank immer mehr, eine Kombination, die ihn fast das Leben gekostet hätte. Wir hatten so eine Art Dachterrasse, wo alle Raucher immer hingegangen sind, und ich stand dann tatsächlich am Geländer und habe runtergeguckt und dachte mir so: Wenn ich jetzt springe, dann ist endlich alles vorbei. Ne, alle meine Probleme sind weg, alle meine Schwierigkeiten, ähm, alle Unzulänglichkeiten, was auch immer, dann ist es endlich vorbei. Und ich habe mir diesen Moment herbeigesehnt, da wirklich zu springen. Ich war kurz davor. Im letzten Moment ist er nicht gesprungen. Trotzdem änderte Peter an seiner Jobsituation zunächst nichts. Der Grund: Als IT-Projektmanager verdiente er viel Geld, konnte allein rund 1000 Euro jeden Monat für eines seiner Hobbys ausgeben. Er ist selbst Motorradrennen gefahren. Dieser goldene Käfig, der hält dich dann halt eben gefangen. Du musst dir vorstellen, du hast einen gut bezahlten Job, der dir Status bringt, viel Geld, Aufstiegsmöglichkeiten, Karriere und einen Arbeitsvertrag, wo dich der Arbeitgeber nicht einfach kündigen kann. Ja, also ich habe wirklich, habe mir wirklich hervorragende Bedingungen durch jahrelange harte Arbeit erarbeitet und das wirst du ja nicht einfach weg, vor allem weil alle um dich herum sagen: Peter, du kannst doch diesen Job nicht aufgeben, das geht nicht, du bist doof, wenn du das machst. Frauen erleiden öfter Burnout als Männer, aber gehen anders damit um, meist offener. Es kann auch sein, dass Frauen schneller an dem Punkt kommen, dass sie eben nicht aufgrund einer übertriebenen Maskulinität sagen: Ich muss jetzt taff sein, ich muss es irgendwie durchhalten und das ist unmännlich, wenn ich jetzt äh bestimmte Einschränkungen kommuniziere, dass Frauen eher bereit sind, das frühzeitiger zu kommunizieren, frühzeitiger sich auch Hilfe zu holen. Ich weiß, dass ich einen hohen Anspruch habe. Ich weiß, dass das nicht gerade förderlich ist. Zurück zu Jana. In dieser Gruppentherapie geht es um Stress am Arbeitsplatz, erste Lösungsideen. Ich würde gerne jetzt noch mal zum Abschluss von Ihnen erfahren: Was sind für Sie so die, sage ich mal, zentralen Punkte, die Sie jetzt hier aus Ihrer Arbeitsplatzvorstellung mitnehmen und vielleicht auch schon Ideen haben, wie Sie die auch am Arbeitsplatz konkret umsetzen können? Na ja, Thema nein sagen auf jeden Fall, da wirklich noch mal abzuwegen, was ist wichtiger, die Pause, die man noch gar nicht hatte, den Tag doch erst wieder um 2:30 Uhr frühstücken, wie ich es immer so nenne, oder dann einfach zu sagen: Nein, es geht nicht, es reicht für heute, dann halt morgen. Also die Abgrenzung ist wirklich ganz, ganz super wichtig, auch dann da mal das Nein zu finden, egal ob die anderen das jetzt toll finden oder nicht. Das ist ja auch dann so das Thema. Endlich merken die Mitpatienten in der Gruppe, dass es auch bei anderen ähnlich ist und finden sich auch in den anderen immer wieder. Also das sind hier in der Gruppe immer wieder die ähnlichen Themen: ein hoher eigener Anspruch, Thema Grenzen setzen, nicht gut nein sagen können, das sind immer wieder Themen, die sich wiederholen. Das ist, glaube ich, auch ein ganz großes Verständnis in der Gruppe und auch das Gefühl für den Patienten, glaube ich, so: Da, ich bin nicht alleine, also an den anderen geht's auch ähnlich. Danke noch mal. Wenn man wirklich was von hier mitnehmen muss, man muss offen sein und es gibt halt eine tolle Gruppenregel: Alles, was in der Gruppe gesagt wird, bleibt in der Gruppe. Und da bin ich von überzeugt, dass wir uns da alle super dran gehalten haben und von daher war dann das Eis auch relativ gebrochen, nicht am ersten Tag, aber am zweiten und dritten Tag wurde es immer einfacher, offen zu sprechen. Das Qigong war für mich ganz, ganz wichtig, um zur Ruhe zu kommen. Es hat mir sehr geholfen, erstmal zu sagen, wenn man diese innere Unruhe verspürt, langsamer zu atmen, nicht in Hektik zu verfallen, sondern dann an diese Momente vom Qigong zu denken. Das hat mir ganz viel Bewusstsein gebracht, um in den Tag überhaupt starten zu können. Unkrautjäten gegen Burnout, eine ungewöhnliche Therapie, die aber Parallelen zur Arbeitswelt hat. Man kann im Garten nicht alles an einem Tag erledigen, genau wie im Job. Man hat natürlich einen hohen Anspruch, ne, man will so viel wie möglich schaffen. Hier ist so viel Unkraut, man kann gar nicht aufhören, am Ende irgendwo da eine Grenze zu finden. Während der ganzen Therapie, vier Wochen, habe ich das jetzt gemacht, hat sich dann schon gezeigt: Es ist gar nicht wichtig, wichtig ist, dass man ein bisschen was macht, dass man Spaß dabei hat, dass man auch mal hochguckt, nach rechts und links schaut und wirklich mal in einem langsamen Tempo macht. Es ist ja genug da und dann wirklich mal bewusst auch eine Pause zu machen. Jana ist seit knapp fünf Wochen in der Klinik. In der Zeit hat sie auch wieder mit dem Malen angefangen. Durch ihr Burnoutjahr hatte sie für ihre Hobbys keine Zeit, kein Klavierspielen mehr, kein Wandern mit der Familie oder Treffen mit Freunden. Ich habe das per...
Speaker A
nicht mehr weiter weiß die Akzeptanz von dieser Diagnose ist mir absolut schwer gefallen also man kann es erstmal gar nicht fassen man kann es gar nicht verstehen wie ist es überhaupt so weit gekommen weil es halt ein absolut
Speaker A
schleichender Prozess war Diagnose Burnout jana ist ausgebrannt zu viel Stress im Job mit 38 Anfang 2033 beginnt alles die Abteilungsleiterin einer Behörde in Brandenburg bekommt ständig mehr Arbeit und mehr Verantwortung zugewiesen in dem Moment als ich diese ganze Arbeitsverdichtung
Speaker A
hatte war es ja für mich normal normal die Aufgaben zu erledigen normal schneller zu machen damit ich die Aufgaben erledigen kann also es war nicht möglich Nein zu sagen für mich in dem Moment nicht weil ich alles andere
Speaker A
was für mich persönliche Bedürfnisse waren in den Hintergrund gerückt habe damit ich die Aufgaben wieder ordunggemäß erledigen kann Jana hofft der Stress wird wieder weniger irgendwann doch die Arbeitsbelastung bleibt weiter hoch zu hoch nach einem Jahr rebelliert ihr Körper die
Speaker A
schlimmsten Symptome waren wirklich die Schmerzen im Kieferbereich ich konnte halt mein Kiefer kaum noch bewegen durch diese permanente Anspannung daran gebunden natürlich Kopfschmerzen und akut wirklich sehr akut die Ohrenschmerzen ich konnte keine lauten Geräusche ertragen selbst wenn sich
Speaker A
Familie oder Freunde mit mir unterhalten haben schon die Stimmen von anderen zu hören waren für mich schon laute Geräusche sie wird krank geschrieben doch niemand findet einer Erklärung für ihre Schmerzen erst Wochen später folgt die Diagnose Burnout bekommen und
Speaker A
begreifen ist noch mal ein großer Unterschied muss ich ganz ehrlich sagen das bekommen von der Diagnose macht natürlich was mit ein man muss es akzeptieren und der Weg dahin das ist nicht von heute auf morgen das hat Tage
Speaker A
oder wenn sogar Wochen gedauert seit fast 5 Wochen ist sie in der salusklinik lindo im Norden Brandenburgs hier versucht man ihr Burnout Syndrom zu therapieren endlich das ist glaube ich ein wichtiger Punkt dass wir da sehr viel dran
Speaker A
arbeiten müssen dass auch wenn ein Arzt keine Diagnose findet trotzdem wir die Symptome ernst nehmen und und dann eben nicht sagen da gibt's nichts organmedizinisches jetzt ist gut sondern sagen okay wenn sie weiterhin Beschwerden haben dann gibt es andere Fachrichtungen die ih
Speaker A
helfen können für ihn hatte sein Burnout erhebliche Folgen Peter aus Berlin hat als Projektmanager in der itbranche gearbeitet der Job hat ihn so ausgebrannt dass er den Frust mit viel Alkohol betäubte wenn ich irgendwie ein stressigen Tag hatte auf Arbeit dann
Speaker A
habe ich als zur Entspannung getrunken zum Einschlafen habe ich getrunken um den Tag zu überstehen habe ich getrunken und weil ich w wusste am Freitag dass ich Montag wieder zur arbeiten muss habe ich halt das Wochenende durchgesoffen peter wurde depressiv
Speaker A
trank immer mehr eine Kombination die ihn fast das Leben gekostet hätte wir hatten so eine Art Dachterrasse wo alle Raucher immer hingegangen sind und ich stand dann tatsächlich am Geländer und habe runtergeguckt und dachte mir so wenn ich jetzt springe dann ist endlich
Speaker A
alles vorbei ne alle meine Probleme sind weg alle meine Schwierigkeiten ähm alle unzulängigkeiten was auch immer dann ist es endlich vorbei und ich habe mir diesen Moment herbeigesehen da wirklich zu springen ich war kurz davor im letzten Moment ist er nicht
Speaker A
gesprungen trotzdem änderte Peter an seiner Jobsituation zunächst nichts der Grund als itpjektmanager verdiente er viel Geld konnte allein rund 1000 € jeden Monat für eines seiner Hobbys ausgeben er ist selbst Motorradrennen Gefahren dieser goldene Käfig der hält dich dann halt eben gefangen du musst
Speaker A
dir vorstellen du hast einen gut bezahlten Job der dir Status bringt viel Geld Aufstiegsmöglichkeiten Karriere und ein Arbeitsvertrag wo dich der Arbeitgeber nicht einfach kündigen kann ja also ich habe wirklich habe mir wirklich hervorragende Bedingungen durch jahrelange harte Arbeit
Speaker A
erarbeitet und das wirst du ja nicht einfach weg vor allem weil alle um dich herum sagen Peter du kannst doch diesen Job nicht aufgeben das geht nicht du bist doof wenn du das machst Frauen erleiden öfter Burnout als Männer aber
Speaker A
gehen anders damit um meist offener es kann auch sein dass Frauen schneller an dem Punkt kommen dass sie eben nicht aufgrund einer übertriebenen Maskulinität sagen ich ich muss jetzt taff sein ich muss es irgendwie durchhalten und das ist unmännlich wenn
Speaker A
ich jetzt äh bestimmte Einschränkung kommuniziere dass Frauen eher bereit sind das das frühzeitiger zu kommunizieren frühzeitiger sich auch Hilfe zu holen ich weiß dass ich einen hohen Anspruch habe ich weiß dass das nicht gerade förderlich ist zurück zu
Speaker A
Jana in dieser Gruppentherapie geht es um Stress am Arbeitsplatz erste Lösungsideen ich würde gerne jetzt noch mal zum Abschluss von ihnen erfahren was sind für Sie so die sage ich mal zentralen Punkte die sie jetzt hier aus der ihrer arbeitsplatzvorstellung
Speaker A
mitnehmen und vielleicht auch schon Ideen haben wie sie die auch Arbeitsplatz konkret umsetzen können na ja them mal nein sagen auf jeden Fall da wirklich noch mal abzuwegen was ist wichtiger die Pause die man noch gar nicht hatte den Tag
Speaker A
doch erst wieder um 2:30 Uhr frühstücken wie ich es immer so nenne oder dann einfach zu sagen nein es geht nicht es reicht für heute dann halt morgen also die Abgrenzung ist wirklich ganz ganz super wichtig auch dann da mal das Nein
Speaker A
zu finden egal ob die anderen das jetzt toll finden oder nicht das ist ja auch dann so das Thema endlich merken die mitptienten in der Gruppe dass es auch bei anderen ähnlich ist und finden sich auch in den anderen immer wieder also
Speaker A
das sind hier in der Gruppe sind immer wieder die ähnlichen Themen ein hoher eigener Anspruch Thema Grenzen setzen nicht nicht gut nein sagen können das sind immer wieder Themen die die sich wiederholen das ist glaube ich auch ein
Speaker A
ganz großes Verständnis in der Gruppe und auch das Gefühl für den Patienten glaube ich so da ich bin nicht alleine also an den anderen geht's auch ähnlich danke noch mal wenn man wirklich was von hier mit muss man offen sein und es gibt
Speaker A
Hal eine tolle gruppenregel alles was in der Gruppe gesagt wird bleibt in der Gruppe und da bin ich von überzeugt dass wir uns da alle super dran gehalten haben und von daher war dann das Eis auch relativ gebrochen nicht am ersten
Speaker A
Tag aber am zweiten und dritten Tag wurde es immer einfacher offen zu [Musik] sprechen das chigon war für mich ganz ganz wichtig um zur Ruhe zu kommen es hat mir sehr geholfen erstmal zu sagen wenn man diese innere Unruhe verspürt
Speaker A
langsamer zu atmen nicht in Hektik verfallen sondern den noch an diese Momente vom chigon zu denken das hat mir ganz viel Bewusstsein gebracht um in den Tag überhaupt starten zu [Musik] können unkrautjäden gegen Burnout eine ungewöhnliche Therapie die aber
Speaker A
Parallelen zur Arbeitswelt hat man kann im Garten nicht alles an einem Tag erledigen genau wie im Job man hat natürlich einen hohen Anspruch ne man will so viel wie möglich schaffen hier ist so viel Unkraut man kann gar nicht
Speaker A
aufhören am Ende irgendwo da eine Grenze zu finden während der ganzen Therapie vier Wochen habe ich das jetzt gemacht hat sich dann schon gezeigt ist gar nicht wichtig wichtig ist dass man ein bisschen was macht dass man Spaß dabei
Speaker A
dass man auch mal hoch guckt nach rechts und links schaut und wirklich mal in einem langsamen Tempo macht es ist ja genug da und dann wirklich mal bewusst auch eine Pause zu machen jana ist seit knapp 5 Wochen in
Speaker A
der Klinik in der Zeit hat sie auch wieder mit dem Malen angefangen durch ihr burnoutjah hatte sie für ihre Hobbys keine Zeit kein Klavierspielen mehr kein wandern mit der Familie oder Treffen mit Freunden ich habe das permanent in Frage
Speaker A
gestellt dass ich meine Hobbys nicht mehr ma oder ob mich auch wirklich mit Freunden aktiv treffe ich hatte aber dann auch keine Energie mehr und keine Kraft mehr die Arbeit hat halt alles gekostet so dass dann nicht mal mehr
Speaker A
Lust oder Kraft da war überhaupt irgendwelche Hobbys noch zu machen man war dann einfach froh dass irgendwann mal noch Ruhe war kein Telefon klingeln einfach Ruhe nicht reden einfach mal Ruhe natürlich ist meine Familie aufgefallen dass ich mich vom Wesen her
Speaker A
verändert habe unauseglich permanent unausgeschlafen immer lustlos energielos das ist denen schon aufgefallen aber die eigenerkenntnis war zu dem Zeitpunkt noch nicht da die kam jetzt erst hier meditieren heute ein wichtiges Ritual das ihn stabilisiert in seinem neuen Leben der 40-Jährige hat einen Weg
Speaker A
aus dem Burnout gefunden er hat seinen Job gekündigt ich will mich nicht wieder in die Situation begeben wo ich etwas machen muss worauf ich einfach überhaupt keinen Bock habe und als ich mich dann dazu entschlossen habe zu kündigen habe ich war ich
Speaker A
absolut glücklich Peter reist nach der Kündigung ein Jahr um die Welt für ihn ist es das erste Mal dass er eine Reise ganz allein macht diese Erfahrung ist für ihn genauso wichtig wie dem Alltagstrott zu entfliehen in allererste
Speaker A
Linie ging es ja darum erstmal hier wegzukommen erstmal Abstand gewinnen das war auf jeden Fall schon mal eine gute Sache und eben diese Reise alleine zu machen um eben festzustellen nicht vorher zu wissen sondern durch den Prozess hindurch dann festzustellen e
Speaker A
ich kann auf mich zählen ich kann mich auf mich verlassen ich kann schwierige Situationen meistern in Peters Tagesablauf hat privates heute einen wichtigen Platz so jogt er jeden Morgen läuft sogar Ultramarathons über 100 km und er hat einen neuen Job gefunden als
Speaker A
Eventmanager es macht Freude ich arbeite viel mit Menschen ich ma Moderation und das ist viel viel besser als das was ich vorher gemacht habe es ist weniger Prestige es ist weniger sozialer Status das ist viel weniger Geld und ja aber es macht einfach mehr
Speaker A
Spß Geld ist eben nicht alles das kann man natürlich erst sagen wenn man irgendwie so ein bisschen Geld gehabt hat aber so ist noral schön sie zu sehen kommen Sie gerne rein Jana wird morgen aus der Klinik entlassen
Speaker A
Abschlussgespräch mit ihrem Therapeuten sie hat mit ihm fün wochenlang Strategien und Verhaltensweisen erarbeitet um den Arbeitsalltag zu bestehen ohne noch einmal auszubrennen am Ende interessiert mich sehr sehr ger sehr sehr genau wieso ihr Werkzeug weil der berühmte über den so
Speaker A
gesprochen wird das heißt was nehme ich mit ähm also ich habe mir bewusst gemacht wie ich bin ich weiß dass manche Sachen wichtig sind dass man so ist wie man ist ich weiß aber auch dass manche Sachen einfach zu viel sind dort einfach
Speaker A
den insgesamten Anspruch ein bisschen weiter runter zu fahren ist schon glaube ich die hauptessenz das größte Werkzeug was ich mitnehme einfach zu sagen nicht immer jetzt gleich sofort sondern in Ruhe hintereinander und dabei auch mal an die eigen Bedürfnisse denken
Speaker A
Verhaltensmuster die über Jahrzehnte meistens eintrainiert sind wieder umzulernen ist natürlich wahnsinnig frustran und anstrengend und lästig auch manchmal deseswegen wichtiger Bestandteil von Psychotherapie Motivierung ist also am Ball zu bleiben bei Sachen die ich eigentlich über einen ganz langen Zeitraum nicht gemacht habe
Speaker A
super anstrengend Jana will bald wieder arbeiten dass sie noch mal Burnout bekommt glaubt sie nicht ich ich bin mir da super sicher dass ich das umgesetzt bekomme ich weiß wie es funktioniert aber trotzdem immer wieder bewusst machen wo kann es enden wenn man nicht
Speaker A
die Bremse benutzt und es ist jetzt so eingeprägt das kann ich nicht mehr vergessen
Topics:BurnoutStressArbeitsbelastungTherapieSalusklinik LindowGruppentherapieQigongDepressionSuizidgedankenArbeitswelt











