Neuroanatomie: Blutversorgung des Gehirns (Clip 3 von 3) — Transcript

Übersicht der Blutversorgung des Gehirns durch die drei großen Arterien und deren klinische Bedeutung.

Key Takeaways

  • Arteria cerebri anterior versorgt vor allem Beine und mediale Hirnareale.
  • Arteria cerebri media ist zuständig für Gesicht, Arme und seitliche Hirnregionen.
  • Arteria cerebri posterior versorgt Sehzentrum und wichtige tiefere Strukturen wie Thalamus.
  • Lakunäre Infarkte durch kleine Gefäßverschlüsse sind häufig bei Bluthochdruck und können Demenz verursachen.
  • Verschlüsse der großen Hirnarterien führen zu charakteristischen neurologischen Ausfällen wie Hemiparese oder Gesichtsfeldausfällen.

Summary

  • Die Arteria cerebri anterior versorgt vordere und mediale Großhirnbereiche, inklusive Frontallappen, Parietallappen und Basalganglien.
  • Die Arteria cerebri media versorgt seitliche Hirnregionen wie Teile des Frontallappens, Parietallappens, Temporalappens, Thalamus und Basalganglien.
  • Die Arterien lenticulostriatae, Äste der Arteria cerebri media, versorgen Basalganglien und Capsula interna ohne Anastomosen.
  • Chronischer Bluthochdruck kann zu lakunären Infarkten in diesen kleinen Gefäßen führen, was langfristig vaskuläre Demenz verursachen kann.
  • Die Arteria cerebri posterior versorgt den Okzipitallappen, Basalfläche des Temporallappens, Hippocampus, Thalamus und Teile des Hypothalamus.
  • Ein Verschluss der Arteria cerebri posterior führt zu homonymer Hemianopsie oder bei bilateraler Okklusion zu Rindenblindheit.
  • Infarkte im Versorgungsgebiet der Arteria cerebri posterior können ein Thalamussyndrom mit zentralem Thalamusschmerz verursachen.
  • Die motorische und sensorische Versorgung zeigt, dass Beine vorwiegend von der Arteria cerebri anterior und Kopf/Arme von der Arteria cerebri media versorgt werden.
  • Die arterielle Versorgung des Gehirns ist essentiell für das Verständnis neurologischer Ausfälle bei Gefäßverschlüssen.
  • Das Video schließt mit einer Zusammenfassung der drei großen Hirnarterien und deren Versorgungsgebiete.

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Speaker A
Schauen wir uns jetzt noch zum Schluss an, welche Großhirnbereiche die drei großen Arterien versorgen. Hier sehen wir das Gehirn von der Seite, einmal seine Oberfläche und einmal sagittal durchgeschnitten. Die Arteria cerebri anterior verläuft auf dem Corpus callosum und versorgt große Teile des Gehirns, grob gesehen den vorderen Teil des Gehirns und eine mediale Oberfläche, Oberfläche im Sinne von der Oberfläche in der Fissura longitudinalis herum. Die Äste sind aber lang genug, um über die Mantelkante hinauszuragen und dadurch zählen zum Versorgungsgebiet der Arteria cerebri anterior der Frontallappen, Parietallappen, das Corpus callosum, Bulbus olfactorius und Tractus olfactorius, Capsula interna, zumindest die vorderen Anteile, und Teile der Basalganglien. Die Arteria cerebri media verläuft nach der Aufteilung der Arteria carotis interna seitwärts durch den Sulcus lateralis und versorgt z.B. auch einen Teil des Frontallappens, Parietallappens, dann Temporalappens, den Thalamus, Capsula interna, die hinteren Anteile. Die vorderen wurden ja von der Arteria cerebri anterior versorgt und auch ein Teil der Basalganglien. Im Zusammenhang mit der Arteria cerebri media lohnt es sich, die Arterien lenticulostriatae zu merken. Diese entspringen schon im ersten Segment, also noch tief drin aus der Media, und versorgen die Basalganglien und die Capsula interna. Das sind feine Endäste, die keine Anastomosen mehr bilden. Wenn die verschlossen sind, sind sie verschlossen. Es gibt keine alternative Versorgung. Diese kleinen Arterien sind sehr anfällig für Veränderungen und Schädigungen durch einen chronischen Bluthochdruck. Wenn man sich MRT-Bilder von Hypertonikern anschaut, haben die häufig lauter kleine alte Miniinfarkte im Gehirn, und das nicht nur in den Basalganglien. Diese kleinen Infarkte nennt man auch lakunäre Infarkte. Und wenn man im Laufe seines Hypertoniker-Lebens zu viele von ihnen sammelt, führt das dann über kurz oder lang zu neurologischen Auffälligkeiten, unter anderem der zweithäufigsten Demenzform, der vaskulären Demenz. Wenn ihr euch jetzt hier die Versorgungsgebiete der beiden anschaut und euch die beiden Homunkuli hier vorstellt, motorisch und sensorisch, was fällt auf? Genau, der Bereich für Kopf und Arme fällt vor allem in den Zuständigkeitsbereich der Arteria cerebri media. Die Hemiparese in so einem Fall wäre also brachiozephal betont. Die Beine fallen dafür in den Zuständigkeitsbereich der Arteria cerebri anterior. Die Arteria cerebri posterior versorgt jetzt den Lobus okzipitalis, aber auch die Basalfläche des Lobus temporalis, den Hippocampus, auch ein Teil des Thalamus sowie hintere Abschnitte des Hypothalamus. Was würde also bei einem Verschluss der Arteria cerebri posterior passieren? Ein einseitiger Verschluss, also eine unilaterale Okklusion, wir wollen ja gleichzeitig hier medizinisch lernen, geht mit einem Gesichtsfeldausfall der Gegenseite einher, einer homonymen Hemianopsie. Das besprechen wir im Kapitel Sehen dann noch genauer. Bei dem seltenen bilateralen Verschluss entsteht eine Rindenblindheit. Die Augen der Patienten funktionieren perfekt, aber sie sehen trotzdem nichts, weil der Okzipitallappen komplett ausgefallen ist. Da die Arteria cerebri posterior auch den Thalamus größtenteils versorgt, kann ein entsprechender Infarkt auch zu einem Thalamussyndrom führen. Neben diversen Ausfällen lasse ich hier einfach mal das Stichwort zentraler Thalamusschmerz. Wenn das jetzt schon interessiert, googelt mal nach dem Dejerine-Roussy-Syndrom oder Thalamic Pain Syndrome. Also kurz und knapp: Arteria cerebri anterior versorgt unter anderem Strukturen, zuständig für die Beine, der Arteria cerebri media für Gesicht und Arme, Arteria cerebri posterior unter anderem zuständig für das Sehen. Und jetzt haben wir die arterielle Versorgung geschafft.
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Speaker A
Gehirns grob gesehen den vorderen Teil des Gehirns und eine mediale Oberfläche Oberfläche im Sinne von der Oberfläche in der fisura longitudinales herum die Äste sind aber lang genug um über die mantelkante hinauszuragen und dadurch zählen zum Versorgungsgebiet der Arteria cerebri
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Speaker A
anterior der Frontallappen parietalappen das Corpus kalosum Bulbus olfactorius und Tractus olfactorius kapsula interner zumindest die vorderen Anteile und Teile der Basalganglien die Arteria cerebrimedia verläuft nach der Aufteilung der Arteria carottis interner seitwärts durch den Sulkus lateralis und versorgt z.B auch ein Teil des
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Speaker A
Frontallappens parietalappen dann temporalappen den Thalamus kapsular interna die hinteren Anteile die vorderen wurden ja von der terteria cerebri anterior versorgt und auch ein Teil der Basalganglien im Zusammenhang mit der terter cerebri Media lohnt es sich die Arterie lenticulostriat zu merken diese
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Speaker A
entspringen schon im ersten Segment also noch tief drin aus der Media und versorgen die Basalganglien und die kapsuler interner das sind feine Endäste die keine Anastomosen mehr bilden wenn die verschlossen sind sind sie verschlossen es gibt keine Alternative
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Speaker A
Versorgung und diese kleinen Arterien sind sehr anfällig für Veränderung und Schädigung durch einen chronischen Bluthochdruck wenn man sich MRT Bilder von Hypertonikern anschaut haben die häufig lauter kleine alte miniinfarkte im Gehirn und das nicht nur in den basalgangelen diese kleinen Infarkte
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Speaker A
nennt man auch lakunäre Infarkte und wenn man im Laufe seines Hypertoniker Lebens zu viel von ihnen sammelt führt das dann über kurz oder lang zu neurologischen Auffälligkeiten unter anderem der zweithäufigsten Demenzform der vaskulären Demenz wenn ihr euch jetzt hier die Versorgungsgebiete der
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Speaker A
beiden anschaut und euch die beiden hormonkuli hier vor stellt motorisch und sensorisch was fällt auf genau der Bereich für Kopf und Arme fällt vor allem in den Zuständigkeitsbereich der Arteria cerebrimedia die Hemiparese in so einem Fall wäre also
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Speaker A
brachiozephal betont die Beine fallen dafür in den Zuständigkeitsbereich der Arteria cerebri anterior der Arteria cerebri posterior versorgt jetzt den Lobus okzipitalis aber auch die basalfläche des Lobus temporales den Hippocampus auch ein Teil des und auch ein Teil des
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Speaker A
Thalamus sowie hintere Abschnitte des Hypothalamus was würde also bei einem Verschluss der Arteria cerebri posterior passieren ein einseitiger Verschluss also eine unilaterale oklusion wir wollen ja gleichzeitig hier medizinisch lernen geht mit einem Gesichtsfeldausfall der Gegenseite einher einer homo
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Speaker A
Hemianopsie das besprechen wir im Kapitel sebahn dann noch genauer bei dem seltenen bilateralen Verschluss entsteht eine rindenblindheit die Augen der Patienten funktionieren perfekt aber sie sehen trotzdem nichts weil der okcipitallappen komplett ausgefallen ist da die Arteria cerebri posterior auch
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Speaker A
den Thalamus größtenteils versorgt kann ein entsprechender Infarkt auch zu einem thalamussyndrom führen neben diverse Ausfälle lasse ich hier einfach mal das Stichwort zentraler thalamusschmerzf wen das jetzt schon interessiert googelt mal nach dem degering rossie Syndrom oder thalamic pain syndrome also kurz und
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Speaker A
knapp Arteria cerebri anterior versorgt unter anderem Strukturen zuständig für die Beine der Arteria cerebri media für Gesicht und Arme Arteria cerebri posterior unter anderem zuständig für das Sehen und jetzt haben wir die arterielle Versorgung geschafft
Topics:NeuroanatomieBlutversorgung GehirnArteria cerebri anteriorArteria cerebri mediaArteria cerebri posteriorBasalganglienThalamusLakunäre Infarktevaskuläre DemenzHirnarterien

Frequently Asked Questions

Welche Hirnareale versorgt die Arteria cerebri anterior?

Die Arteria cerebri anterior versorgt hauptsächlich den vorderen und medialen Teil des Gehirns, darunter Frontallappen, Parietallappen, Corpus callosum, Bulbus olfactorius, Tractus olfactorius, vordere Anteile der Capsula interna und Teile der Basalganglien.

Was sind lakunäre Infarkte und warum sind sie wichtig?

Lakunäre Infarkte sind kleine Hirninfarkte, die durch Verschluss der feinen Endäste der Arterien lenticulostriatae entstehen. Sie sind häufig bei chronischem Bluthochdruck und können langfristig zu neurologischen Ausfällen und vaskulärer Demenz führen.

Welche Folgen hat ein Verschluss der Arteria cerebri posterior?

Ein einseitiger Verschluss der Arteria cerebri posterior führt zu einer homonymen Hemianopsie (Gesichtsfeldausfall der Gegenseite). Bei bilateraler Okklusion kann eine Rindenblindheit entstehen, da der Okzipitallappen ausfällt.

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