Speaker A
[Musik] [Applaus] [Musik] Heute werfen wir einen Blick in die Welt der russischen Mafia. Einer der bekanntesten Namen ist der von Vyacheslav Ivankov. Seine Geschichte ist voller Kontroversen und Ups and Downs. Das Ende von Ivankov kam für viele unerwartet, und viele spekulieren bis heute noch, was der genaue Grund dafür war. Doch bevor wir in das Video starten: Der beste Weg, um meine Arbeit auf YouTube zu unterstützen, ist es, das Video zu bewerten. Und wenn ihr Lust auf Geschichten aus der Unterwelt habt, könnt ihr gerne den Kanal abonnieren. Damit starten wir in die [Musik] Geschichte. Wie immer fangen wir natürlich am Anfang an, denn die Geschichte bringt uns weit zurück in die Sowjetunion. Im Jahre 1940 beginnt alles, als Vyacheslav Ivankov geboren wurde. Seine Eltern waren beide russischer Abstammung, doch die Familie lebte in Georgien. Doch die Lage änderte sich schnell, und die Familie hatte sich dazu entschieden, dass sie umziehen würden. Daher führte ihr Weg nach Moskau. Ivankov verbrachte eigentlich eine ganz normale Jugend. Er hatte Interesse für den Kampfsport, aber er würde auch schnell in erste Berührungen mit der Polizei kommen. Seine erste Gefängnisstrafe musste er verbüßen, da er in einen Kampf in einer Bar kam, woraufhin er verhaftet wurde. Er sprach eigentlich davon, dass er die Ehre von einer Frau verteidigt hatte, doch das brachte ihm wenig, denn die Behörden verhafteten ihn, und trotzdem musste er eine kurze Zeit hinter Gittern. Er kam zwar für einen Straßenkampf ins Gefängnis, doch in der Zeit dort lernte er auch neue Menschen kennen, die in völlig anderen Milieus unterwegs waren. Das Gefängnis veränderte Ivankov, und er wurde nur noch krimineller. Und als er wieder rauskam, involvierte er sich direkt tiefer in die Unterwelt. Er begann damit, auf den Straßen Drogen zu verkaufen. Seine Karriere begann zwar langsam in der Unterwelt, doch er konnte sich mit der Zeit immer weiter etablieren, und so tauchte er immer weiter ein. Ivankov baute auch eine Gruppe rund um sich auf, die ihm bei seinen Straftaten helfen würden, und sie hatten ein Spezialgebiet: Einbrüche. Seine Gang war so gut, dass sie gefälschte Polizeipapiere benutzten, damit sie sich Zugang zu den Wohnungen verschaffen konnten, und dann raubten sie diese auch aus. Also man kann sagen, dass es schon früh ziemlich raffiniert vorging, und da war er auch ziemlich erfolgreich in dem, was er tat. Als er im Jahre 1974 wieder einmal im Gefängnis saß, wurde er auch von der Unterwelt geehrt. Er bekam den Titel „Dieb im Gesetz“, was schon ein ziemlich prestigeträchtiger Titel in der Unterwelt ist. Es ist so viel wie ein Berufsverbrecher, der bestimmte Regeln befolgt. Durch den Titel „Dieb im Gesetz“ hat man in der Außenwelt und auch im Gefängnis einen besonderen Rang und eine gewisse Autorität gegenüber den anderen Gangstern. Auf jeden Fall war Ivankov immer wieder auf freiem Fuß, aber er besuchte auch häufig das Gefängnis. Doch er bekam nie so wirklich lange Haftstrafen. Anfang der 80er waren sich aber die Behörden sicher, dass sie Ivankov nun endlich länger hinter Gitter bekommen würden, denn sie konnten ihm eine Menge Straftaten nachweisen. Und so wurde er ein weiteres Mal verhaftet. Es kam dann zu einem Prozess, und das sah wirklich nicht gut für ihn aus. Es war eigentlich sicher, dass Ivankov eine langjährige Haftstrafe verbüßen müsste, und so kam es dann auch, denn er wurde zu einer 14-jährigen Haftstrafe verurteilt. Er kam dann ins Gefängnis, und von dort an war eigentlich klar, dass er nicht mehr so schnell ans Tageslicht kommen würde. Wenn er keine mächtigen Verbindungen gehabt hätte, wäre die Geschichte auch hier beendet gewesen. Doch das war erst der Anfang. Der Boss der Bosse der russischen Mafia zur damaligen Zeit war nämlich ein Mann namens Semyon Mogilevich. Dieser hatte einen enormen Einfluss, und er sich wohl dazu entschieden, dass er Ivankov brauchen würde. Daher wurde in die Wege geleitet, dass er wieder frei kommt. Im Jahre 1991 wurde die Strafe von Ivankov dann reduziert, sodass er wieder aus dem Gefängnis spazieren konnte. Das hat ein Richter entschieden, der, wie es sich später herausgestellt hatte, geschmiert war. Ivankov involvierte sich ab diesem Zeitpunkt in die russische Mafia, und er verübte auch viele Aufträge für sie, und so konnte er sich immer weiter etablieren. [Musik] Die russische Mafia wollte natürlich, wie alle anderen Organisationen der Unterwelt, expandieren, und einer der lukrativsten Märkte sind natürlich die Vereinigten Staaten. Daher wurde Ivankov auch damit beauftragt, dass er nach Amerika gehen sollte, damit er ein Standbein aufbauen konnte. Zur damaligen Zeit war es auch viel einfacher, in die Staaten einzureisen. Heutzutage werden unzählige Background Checks durchgeführt, damals konnte er einfach einreisen. Er hatte zwar eine mehrjährige Haftstrafe abgesessen, und er war auch ein etabliertes Mitglied der Unterwelt, doch es war ihm gelungen einzureisen. Bei seinem Visum hatte er angegeben, dass er in der Filmindustrie arbeiten würde. Es gab auch eine Warnung von russischen Behörden an das FBI. Sie sagten den amerikanischen Behörden, dass Ivankov gekommen war, damit er die Aktivitäten der russischen Mafia kontrollieren konnte. Laut den Quellen soll Ivankov dann das Oberhaupt der russischen Mafia in den Vereinigten Staaten gewesen sein. Von ihm aus sollen die Befehle gekommen sein, obwohl die Lage bis heute noch nicht ganz genau geklärt ist, was er wirklich in den Vereinigten Staaten gemacht hatte. Es gab auch Spekulationen, dass Ivankov Russland verlassen hatte, da die Lage zu heiß rund um ihn wurde. Es soll neue Organisationen gegeben haben, die eine Gefahr für ihn wurden, und da soll er sich dazu entschieden haben, Russland zu verlassen. Also man weiß nicht genau den Grund, warum er Russland nun wirklich verlassen hatte. Im ersten Jahr in den Vereinigten Staaten konnten die Behörden ihm auch keinerlei Straftaten nachweisen, aber es wird davon ausgegangen, dass er sich in Brighton Beach eine Gang aufgebaut hatte, die ziemlich mächtig war. Seine Organisation soll eine Mannschaft von über 100 gehabt haben, die alle nur auf die Befehle von Ivankov warteten. Zu dieser Zeit waren sie auch die mächtigste russische Organisation, die in Brooklyn aktiv war. Spätere Geschichten beschrieben auch, wie mächtig Ivankov zu seiner Zeit war. Laut einer Quelle soll Ivankov einen Koffer erhalten haben, der mit 1,5 Millionen Dollar in Cash gefüllt war, und das passierte, als er gerade aus dem Flieger gestiegen war. Ivankov war in der Unterwelt aktiv, und er konnte das Geschäft auch wie gewünscht viel größer machen, als es je zuvor war. Die Geschäfte der Mafia wurden immer größer, und da musste auch immer mehr Geld gewaschen werden. Die Behörden konnten ihm während seines Aufstiegs nichts nachweisen, und Ivankov baute sich währenddessen ein regelrechtes Imperium auf mit legalen Geschäften. Ivankov hatte unzählige loyale Gefolgsleute, die ihm dabei halfen, das Geschäft zu erweitern. Das FBI war ihm aber trotzdem auf der Spur, und es würde nur einen kleinen Fehler brauchen, damit die Handschellen klicken würden. Über die Jahre hinweg konnten immer mehr Beweise gesammelt werden gegen Ivankov, der zu dieser Zeit im Trump Tower residierte. Am 8. Juni 1995 war es dann so weit. Das FBI hatte genug Beweise gesammelt, damit sie Ivankov verhaften konnten. Die Handschellen klickten. Ein Anklagepunkt dabei war unter anderem, dass Ivankov laut dem FBI über 2,7 Millionen Dollar von einem Unternehmen erpresst haben soll. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung wurde festgestellt, dass Ivankov im Besitz von tausenden Dollar in bar und sieben verschiedenen Pässen war. Und sie fanden unter anderem eine Waffe, die laut den Zeugenaussagen aus seiner Wohnung geworfen wurde, kurz bevor das FBI kam. Ein Jahr später kam es dann zum Prozess, wo Ivankov und weitere Mitangeklagte sich verantworten mussten. Ivankov wurde für schuldig gesprochen, und er würde die nächsten Jahre in einem Gefängnis [Musik] verbringen. Ivankov musste in ein US-Gefängnis, und dort kam es zu dem ein oder anderen skurrilen Moment, denn es gab Interviews, in denen davon gesprochen wurde, dass das FBI den Mythos der r...