Männerbild im Wandel: So schwierig ist es heute, ein Ma… — Transcript

Der Film beleuchtet das schwierige Bild von Männlichkeit heute, psychische Gesundheit und gesellschaftliche Erwartungen an Männer in Deutschland.

Key Takeaways

  • Traditionelle Männlichkeitsbilder sind oft hinderlich und führen zu psychischen Belastungen.
  • Psychische Erkrankungen und Suizid sind bei Männern ein großes, oft tabuisiertes Problem.
  • Gesellschaftliche Erwartungen und Rollenbilder beeinflussen das Verhalten und die Gesundheit von Männern stark.
  • Es gibt unterschiedliche Haltungen unter Männern zur Veränderung von Männlichkeitsnormen.
  • Mehr Offenheit und neue Rollenbilder können Männern helfen, gesünder und erfüllter zu leben.

Summary

  • Männlichkeit wird heute als komplex und herausfordernd dargestellt, insbesondere im Umgang mit traditionellen Rollenbildern.
  • Statistisch nehmen sich Männer in Deutschland dreimal so oft das Leben wie Frauen und leiden häufiger unter psychischen Erkrankungen.
  • Der Film zeigt persönliche Erfahrungen, z.B. von Leon Windscheid, der über seinen depressiven Absturz und den Umgang mit Hilfe spricht.
  • Toxische Männlichkeit wird als gesellschaftliches Problem thematisiert, das sich verändern muss, aber auch Elemente enthält, die erhalten bleiben könnten.
  • Biologische Unterschiede erklären nicht allein die höhere Sterblichkeit von Männern, gesellschaftliches Verhalten spielt eine große Rolle.
  • Die Studie mit Mönchen und Nonnen verdeutlicht, dass Lebensstil und gesellschaftliche Erwartungen die Gesundheit beeinflussen.
  • Psychologe Markus Theunert erklärt, dass traditionelle Männlichkeitsnormen wie Stärke und Kontrolle weiterhin präsent sind, aber zunehmend hinterfragt werden.
  • Es gibt eine Dreiteilung bei jungen Männern: ein Drittel will sich neu definieren, ein Drittel lehnt Veränderungen ab, ein Drittel ist ambivalent.
  • Das Thema psychische Gesundheit bei Männern bleibt ein Tabu, obwohl viele darunter leiden und kaum darüber sprechen.
  • Gesellschaftliche Veränderungen führen zu mehr Vielfalt in der Männlichkeitsentwicklung, doch alte Normen wirken weiterhin stark.

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00:00
Speaker A
Meine persönliche Meinung ist einfach Nagellack ist für Frauen und nichts für Männer.
00:05
Speaker B
Ich würde mich halt nicht in ihn verlieben, wenn er die Fingernägel lackiert hat, weil es für mich was unmännliches ausstrahlt und das einfach nicht mein Typ ist.
00:12
Speaker C
Ich finde das ehrlich gesagt super schwierig, das heißt, die Dame da vorne würde, wenn ein Mann vor ihr steht, der vielleicht die Eigenschaften hat, die super ergänzen mit dir persönlich.
00:20
Speaker A
Aber er lackiert die Nägel und deswegen ist er jetzt nicht mehr Werst du beim Zehennagel noch am Start?
00:26
Speaker C
Niemand.
00:34
Speaker D
Statistisch gesehen nehmen wir Männer uns in Deutschland dreimal so oft das Leben wie Frauen. Seit Jahren machen wir die schlechteren Bildungsabschlüsse, wir sitzen viel öfter im Gefängnis und haben mehr als doppelt so oft eine Suchterkrankung. Vielen Männern in Deutschland geht es psychisch schlecht, aber kaum einer spricht drüber, das Thema ist immer noch ein riesiges Tabu.
00:52
Speaker D
Wo kommen sie her, diese toxische Männlichkeit, warum muss sie sich ändern, was darf vielleicht so bleiben, wie es ist und wo wollen wir vielleicht sogar zurück?
01:50
Speaker D
Hi Thomas.
01:50
Speaker E
Alles gut?
01:51
Speaker D
Hi, schön dich zu treffen.
01:53
Speaker E
Mich freut's auch, ja.
01:59
Speaker D
Besonderer Ort.
02:00
Speaker E
Ja.
02:01
Speaker D
Psychiatrische Klinik der Universität.
02:03
Speaker E
Mhm.
02:04
Speaker D
Wie ist für dich jetzt zu stehen?
02:05
Speaker E
Ja, fühlt sich schon irgendwie komisch an, da wieder mal hier zu sein. Ja, ich fahre immer sehr, wenn ich da vorbei fahre, bin ich immer sehr demütig.
02:11
Speaker D
Weißt du, was öfters hier, aber es gibt einen Tag, der der interessiert mich jetzt erstmal ganz besonders und zwar als du hier in eine geschlossene Station kommst, was fühlst du da?
02:19
Speaker E
Ich kann mich noch erinnern, als ich da hingekommen bin, bin ich durch diese doppelte Schleuse reingegangen und ich stehe drinnen und meine Frau steht draußen, quasi in der Freiheit und uns laufen beide die Tränen runter und wir sind vielleicht 4 Meter voneinander entfernt, als hat sich angefühlt wie 400, 4000 Kilometer.
02:37
Speaker E
Der Gürtel wird abgenommen, das Handyladekabel muss man abgeben, damit man sich jetzt selber nichts antut, aber damals war es total wichtig, weil ich hatte so festsitzende Suizidgedanken, ich konnte nichts anderes mehr denken, außer an das eigene Ende, weil ich damals, so kurios das klingt, gedacht habe, dass das Beste für alle, für mich, für meine Familie, für meinen Sohn, wenn ich nicht mehr da bin, ja und heute bin ich wieder da, deswegen bin ich demütig.
03:46
Speaker D
Das vielleicht wichtig, das einmal einzusortieren, du hast Abitur mit 1:0, Studium mit 1:0.
03:50
Speaker D
Promoviert, hast bei Top Unternehmen gearbeitet, wo andere alles für geben würden, super Frau, tolles Kind, eigentlich alles perfekt, wieso dieser Absturz?
04:00
Speaker E
Ja, das habe ich mich auch lange gefragt.
04:03
Speaker E
Aber ich glaube, es ist zu der Zeit einfach viel zu viel zusammengekommen in kurzer Zeit, ich habe einen Job gewechselt, unser kleines Kind war ganze Zeit krank, meine Frau hat das Startup gegründet.
04:13
Speaker E
Und normalerweise, wenn man im Leben war es immer so, neue Aufgabe, einfach mehr machen.
04:20
Speaker E
Mehr leisten, mehr tun.
04:25
Speaker E
Aber dann hat, glaube ich, der Körper den großen Stinkefinger ausgepackt.
04:29
Speaker D
Als allererste Mal hier zur Psychiatrie fährst.
04:32
Speaker D
Weißt du das schon?
04:33
Speaker D
Depression?
04:34
Speaker E
Ist die Überschrift?
04:37
Speaker E
Eigentlich hätte ich da wahrscheinlich schon viel früher Hilfe gebraucht.
04:40
Speaker E
Weil als ich hierher gekommen bin, ich konnte nicht mehr lesen, ich habe hier meine E-Mails in der Früh aufgemacht.
04:49
Speaker E
Habe zwar die Buchstaben erkannt, die Buchstaben zu Wörtern zusammensetzen können.
04:54
Speaker E
Aber ich habe den Satz nicht verstanden.
04:57
Speaker E
Das hat mich zur totale Angst eingenommen und ich habe dann nur gezittert und zu Hause am Sofa geweint.
05:03
Speaker E
Und da wusste ich dann, irgendwas ist da komisch und das ist vielleicht gar nichts körperliches.
05:09
Speaker D
Und passt das alles zu deinem Bild von dir, auch zu deinem Bild vom Macher, vom starken Mann, der Familienernährer?
05:16
Speaker E
In dem Moment gar nicht, weil ich ja immer in meinem Leben versucht habe, alles selbst rauszufinden, selbst zu lösen.
05:26
Speaker E
Ja, nicht um Hilfe fragen.
05:28
Speaker E
Ja, irgendwie.
05:30
Speaker E
Das ist das schlimmste, alles selber machen.
05:32
Speaker D
Was glaubst du, hat das mit deinem Bild von Männlichkeit zu tun, dass es dir da so schwer fällt zu sagen, ich brauche Hilfe?
05:39
Speaker E
Bei mir ist es gar nichts einhergegangen mit meinem Wertesystem, mein Wertesystem war irgendwie Karriere machen, kompetent sein.
05:46
Speaker E
Irgendwie was Großes erreichen.
05:48
Speaker D
Wo kam das her?
05:49
Speaker E
Meine Familie ist, wo ich so ungefähr sechs war, von einer kleineren Stadt in ein ganz kleines Dorf mit 40 Häusern gezogen.
05:59
Speaker E
Und da mal anzukommen, da Freunde zu finden, da, glaube ich, ist bei mir so ein bisschen geweckt worden, dieses sich durchbeißen müssen, sich behaupten zu müssen.
06:10
Speaker E
Das auf die Reihe zu bekommen.
06:13
Speaker E
Und ich war in einer technischen Schule.
06:17
Speaker E
Da hat man 40 Wochenstunden und drei wurden von Frauen gehalten.
06:21
Speaker E
Ich hatte halt nur männliche Vorbilder, männliche Rollenbilder.
06:26
Speaker E
Und ich glaube, das hat mich halt auch sehr geprägt, ja, weil wenn du nur von Männern lernst, dann lernst du halt auch ein bestimmtes Weltbild.
08:22
Speaker D
Beim Thema Männlichkeit kommt man natürlich schnell mit der Biologie, liegt doch alles in der Natur des Mannes. Tatsächlich gibt's aber einen Themenkomplex, der dazu unglaublich spannend ist und zwar hat man da eine Studie gemacht. Wir haben alle schon mal gehört, dass wir Männer deutlich früher sterben als Frauen, im Schnitt fünf Jahre.
08:36
Speaker D
Jetzt bei dieser Studie hat man sich mal angeguckt, was passiert denn, wenn Männer und Frauen im Prinzip im komplett gleichen Umfeld leben und zwar in katholischen Klöstern. Da hat man Nonnen und Mönche miteinander verglichen und hier zeigt sich jetzt plötzlich, dass die Mönche im Schnitt bis zu vier Jahre älter werden als die Männer da draußen.
09:04
Speaker D
Bei den Frauen gibt's im Prinzip keine Altersunterschiede. Jetzt kann man also sagen, das liegt also nicht offensichtlich einfach nur an der Natur, an der Biologie des Mannes.
09:13
Speaker D
Es muss auch was mit dem Verhalten in der Gesellschaft neben zu tun haben und da gibt's eine Reihe von Ideen mittlerweile, wie das erklärt wird.
09:23
Speaker D
Risikoverhalten z.B. bei Unfällen, Substanzmissbrauch, Drogen, aber auch sowas wie, dass man keine Vorsorge, keine ärztliche Behandlung in Anspruch nimmt.
09:55
Speaker D
Was bedeutet Mann sein heute? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Schweizer Psychologe Markus Theunert seit vielen Jahren.
10:03
Speaker D
Verhalte ich mich wie ein richtiger Mann?
10:05
Speaker F
Das weiß ich nicht ganz genau.
10:07
Speaker F
Die traditionellen Anforderungen sind längst festgeschrieben, die verändern sich auch dauernd und trotzdem wissen wir ja alle ziemlich genau, was gemeint ist.
10:15
Speaker F
Ein richtiger Mann ist hart, stark, souverän, kontrolliert in jeder Lebenssituation, solche Dinge.
10:29
Speaker D
Da hätte ich jetzt aber schon Freunde, ich habe z.B. einen Freund, der ist schwul und lackiert sich die Fingernägel und ich glaube, der würde da schon sagen, nee, das sehe ich ganz anders.
10:37
Speaker F
Ja, super.
10:38
Speaker F
Zum Glück gibt es immer mehr Möglichkeiten auch sich als Mann vielfältig zu entwickeln, zu entfalten und trotzdem bleiben diese Männlichkeitsanforderungen bestehen.
10:54
Speaker F
Also dein schwuler Freund, der muss Arbeit leisten.
10:59
Speaker F
Weil eben halt er diese Norm Anforderungen nicht vollständig erfüllt.
11:06
Speaker D
Wenn man so auf die gesamte Gesellschaft guckt, hat man ja schon den Eindruck, es tut sich was.
11:10
Speaker D
Es wird progressiver.
11:11
Speaker D
Gleichzeitig gibt's viele junge Männer, die gehen genau in eine andere Richtung.
11:15
Speaker D
Was wissen wir da aktuell aus der Forschung?
11:17
Speaker F
Wir können aus verschiedenen Untersuchungen grob davon ausgehen, dass wir von der Dreiteilung sprechen können.
11:24
Speaker F
Ein Drittel der Männer, insbesondere der jungen Männer, ist in der Vorwärtsbewegung, nimmt die Herausforderung an, will sich als Mann neu erfinden.
11:33
Speaker F
Ein Drittel ist in der Abwehrhaltung, im offenen Widerstand, die wollen zurück zu den Zeiten.
11:40
Speaker F
Als noch klar war, was ein echter Kerl ist.
11:43
Speaker F
Und in der Mitte haben wir die, die Gleichstellung grundsätzlich so gut finden.
11:50
Speaker F
Aber dann alles abwehren, was mit dem eigenen Verhalten zu tun hat oder was an Auseinandersetzung mit Männlichkeit bedingen dürfte.
11:59
Speaker F
Und die große Frage ist, wohin kippen die?
12:00
Speaker F
Ganz viele Menschen in der Bevölkerung sind empfänglich für rechtspopulistische einfache Botschaften und die Retraditionalisierung von Männlichkeit ist ein zentrales Element.
12:08
Speaker F
Hört auf mit dem ganzen Gender Gaga.
12:12
Speaker F
Rechte Männer sind echte Männer.
12:14
Speaker F
Solche Dinge.
12:15
Speaker F
Ja.
12:16
Speaker D
Wie passt das zusammen bei diesen jungen Männern?
12:20
Speaker D
Und der sonst sich weiterentwickelnden Gesellschaft?
12:23
Speaker F
Für mich ist es gar nicht so ein Widerspruch, sondern in gewisser Weise auch die logische Folge des ganz neuen Orientierungsvakuums.
12:30
Speaker F
Wenn wir uns vorstellen, heute jung zu sein, sich mit diesen widersprüchlichen Botschaften auseinandersetzen zu müssen.
12:40
Speaker F
Irgendwie sei durchsetzungsstark, aber sei irgendwie auch verletzlich und zeig deine Gefühle.
12:44
Speaker F
Das ist sehr verwirrend.
12:46
Speaker F
Und viele fragen sich, ja, was gilt denn nun?
13:49
Speaker D
Warum tun sich gerade junge Männer so schwer mit ihrer Rolle als Mann? Darüber will ich sprechen mit jungen Männern und bin deswegen hier nach Buchholz gereist, wo ich jetzt Schüler treffe, aber auch Schülerinnen.
14:03
Speaker D
Woher kommen welche Ansprüche, was macht Druck und vor allem, wie geht's besser mit dem Mann sein?
14:07
Speaker D
Dazu machen wir einen Versuch, die Schülerinnen und Schüler geben Schlagworte in den Computer ein und beschreiben ihre Version des idealen Manns.
14:14
Speaker D
Ein KI Bildgenerator macht daraus dann ein Foto.
14:16
Speaker D
Mich interessiert eure Vorstellung vom idealen Mann, wie hat er so zu sein, wie hat er auszusehen?
14:22
Speaker D
Und ihr könnt jetzt da Sachen eingeben, ne, z.B. muskulös oder nicht muskulös, wie groß soll er sein?
14:29
Speaker D
Bitte gebt aber auch so Sachen ein, wie was macht er?
14:32
Speaker D
Der ist Bild vom idealen Mann.
14:35
Speaker D
Wie sieht's denn aus?
14:36
Speaker G
Muss ein Mann sein vor einem großen Haus, muskulös, groß.
14:41
Speaker G
Ähm, dann habe ich noch ja, die das etwas größere Auto mit reingenommen.
14:46
Speaker D
Wärst du gern so?
14:47
Speaker G
Ich bin's zur Hälfte.
14:48
Speaker D
Was fehlt?
14:49
Speaker D
Hunde oder Bizeps?
14:50
Speaker G
Das große Haus und der Pickup.
14:52
Speaker D
Okay.
14:53
Speaker D
Was strahlt der jetzt für dich aus?
14:55
Speaker H
Dass er sehr liebevoll ist, auch vor allem mit den Kindern, dass man sich bei ihm wohlfühlen kann.
15:01
Speaker H
Man weiß, dass er immer für einen da ist.
15:03
Speaker I
Ich habe eingegeben, ich hätte gerne einen Familienvater mit zwei Kindern und einer Frau, welche alle zusammen in der Küche backen.
15:10
Speaker I
Mir ist wichtig, dass das positive Verhältnis zu den Kindern hervorgehoben wird.
15:13
Speaker D
Wenn wir dem jetzt in den Kopf gucken können, was sind so die Eigenschaften?
15:16
Speaker B
Zielstrebig, ehrgeizig, offen, kontaktfreudig.
15:22
Speaker B
Laute Stimme.
15:24
Speaker B
Schreit beim Fußball.
15:25
Speaker D
Echter Kerl.
15:26
Speaker J
Ja.
15:27
Speaker J
Ich habe eingegeben freundlich, muskulös, gut gelaunt, hilfsbereit.
15:34
Speaker J
Sportlich, liebevoll, erfolgreich und bodenständig.
15:38
Speaker D
Ganz schöne Palette.
15:39
Speaker D
Was nervt dich am Mann sein heute?
15:43
Speaker J
Na, dieses Klischeehafte, dass man immer stark sein muss, dass man nie Schwäche zeigen darf.
15:50
Speaker J
Dass man da einfach wirklich oft Schwierigkeiten dann auch hat, drüber zu sprechen.
15:55
Speaker D
Eine Frau will keine Beziehung auf Augenhöhe.
16:00
Speaker D
Eine Frau will einen Mann.
16:02
Speaker K
Nein.
16:03
Speaker D
Der besser ist als sie selber.
16:05
Speaker K
Ach so, es geht noch weiter.
16:06
Speaker K
Komm, egal.
16:07
Speaker D
Begattet zu werden ist der innigste Wunsch einer Frau.
16:12
Speaker D
Der sehnlichste Wunsch einer Frau ist es, begattet zu werden.
16:16
Speaker D
Selbst wenn jemand manche Sachen nicht versteht.
16:20
Speaker D
Respektiert trotzdem, was er sagt.
16:23
Speaker D
Und folgt auch die.
16:25
Speaker K
Ich erkläre dir auch mal kurz was.
16:27
Speaker K
Ich glaube, du hast das noch nicht so ganz verstanden.
16:30
Speaker K
Dass Mann und Frau gleichberechtigt sind.
16:34
Speaker D
Wieso müssen wir über sowas 2024 in Deutschland wieder sprechen?
16:38
Speaker K
Ich glaube, es ist so eine Mischung.
16:41
Speaker K
Ähm, erstens klickt es gut für die Leute, die dann einfach Reaktion herauskitzeln wollen.
16:47
Speaker K
Es ist so ein bisschen dieses Modell, schlechte Presse ist auch Presse.
16:50
Speaker K
Na ja, und einfach, weil ich glaube wirklich, dass das wieder jetzt dieser Wunsch ist nach konservativen Rollenbildern.
16:55
Speaker K
Ich glaube, dass Männer sich genau das wünschen, dass Frauen akzeptieren.
17:00
Speaker K
Dass sie an den Herd gehören.
17:02
Speaker D
Wenn du sagst.
17:03
Speaker D
Männer wünschen sich das.
17:05
Speaker D
Das klingt jetzt so verallgemeinert.
17:06
Speaker K
Ich selber denke auch so, in meinem Umfeld denkt das kein Mann.
17:10
Speaker K
Aber die Videos und die Reichweite dieser Videos zeigt mir halt, dass es doch eine andere Realität gibt.
17:17
Speaker D
Männer werden angezogen.
17:18
Speaker D
Von dem, was sie sehen.
17:20
Speaker D
Deswegen schminken sich Frauen.
17:22
Speaker D
Und weil wir Männer wissen, wie Männer funktionieren.
17:25
Speaker K
Ja.
17:26
Speaker K
Mhm.
17:27
Speaker D
Möchten wir einfach nicht, dass eure Kurven außen gezeigt werden, weil andere Männer gaffen werden.
17:34
Speaker D
Und aus Respekt gegenüber dem Mann.
17:36
Speaker K
Ich finde, dieses Umschiffen von Schuld total erstaunlich, dass dann gesagt wird, okay, Männer gaffen, respektlos, übergriffig, zu viel, so sehr, dass es unangenehm wird für andere Männer sogar und die Frauen natürlich auch, was sie irgendwie egal ist.
17:49
Speaker K
Ähm und er sagt dann als Lösung nicht Männern besseres und respektableres Verhalten beizubringen, sondern ja, dann müsst ihr euch halt anziehen.
18:00
Speaker K
Äh, nein.
18:01
Speaker K
Ich denke nicht, dass das die Lösung ist.
18:03
Speaker K
Ich denke, die Lösung ist vielleicht Männern beizubringen, diese Art von Männer, wie gesagt, immer #notallmen, dass Frauen kein Freiwild sind.
18:12
Speaker K
Und dass Frauen sich nicht schminken für Männer und dass Frauen sich nicht anziehen für Männer.
18:20
Speaker K
Das ist ja einfach viel zu, ja, engstirnig gedacht.
18:24
Speaker K
Dass Frauen existieren, um Männern zu gefallen und trotzdem wurde es das so eingeimpft.
18:32
Speaker D
Kommen wir wieder zusammen.
18:34
Speaker D
Die Alphas und du und all diese Schubladen, die es in unserer Gesellschaft so gibt.
18:39
Speaker D
Mit diesem Blick auf Männlichkeit.
18:42
Speaker K
Mhm.
18:44
Speaker K
Vielleicht kommen wir irgendwann näher.
18:46
Speaker K
Wir wollen doch nicht diese männlich, männlich, männlichen Super Mail Männer Provider.
18:53
Speaker K
Sondern einfach eine emotionale Seite gegenüber.
18:56
Speaker K
Weil jetzt, wo Frauen keine Männer mehr brauchen, um wählen zu gehen, um arbeiten zu gehen und und und, sondern sich Männer aussuchen können.
19:06
Speaker K
Und Männer jetzt merken, krass, ich muss gar nicht viel Geld verdienen oder punkten gehen und krass aussehen und viel Geld haben, um Frauen zu erreichen.
19:13
Speaker K
Sondern ein guter Gesprächspartner sein.
19:15
Speaker D
Das klingt doch alles ganz optimistisch.
19:18
Speaker K
Findest du?
19:19
Speaker D
Ja.
19:19
Speaker D
Weil ich also ich viele von vieles von dem, was du sagst, habe ich das Gefühl, wenn du mir das einer mit 16 gesagt hätte.
19:25
Speaker D
Wäre gut gewesen.
19:26
Speaker D
Thomas kämpfte mehr als 200 Tage in der Psychiatrie um sein Leben.
19:30
Speaker D
Eine harte Zeit auch für seine Frau Sausi und den heute viereinhalbjährigen Sohn Nick.
19:37
Speaker D
Was war denn für euch als Familie dann das schwierigste?
19:40
Speaker D
In der Zeit, als es Thomas so schlecht ging.
19:43
Speaker L
Wir hatten nie diese Zugang zu psychisch Krankheit gehabt.
19:51
Speaker L
Ich habe ihm lange Zeit wirklich nicht verstanden.
19:55
Speaker L
Weil für mich auch, also, weil ich nur mich persönlich sag, für mich ist extrem schwierig, weil ich bin alleine in Deutschland.
20:04
Speaker L
Ich bin wegen ihm in Deutschland oder in Europa allgemein geblieben, nur wegen Liebe zu ihm.
20:10
Speaker L
Er war immer der starke Mann.
20:12
Speaker L
Dass ich Hilfe brauchte.
20:15
Speaker L
Da sage ich ihm, der hilft mir immer sofort, immer, der gibt mir so viel Liebe, kümmert mich um alles einfach.
20:22
Speaker L
Bevor diese Depression, ich muss mich nur um mich kümmern.
20:27
Speaker D
Woran merkt ihr, dass sich das, dass sich deine Männlichkeit verändert hat?
20:30
Speaker E
Dass man sich bewusst ist als Mann, wie es einem wirklich geht.
20:38
Speaker E
Weil ich das früher halt sehr gerne nicht gemacht habe oder unterdrückt habe.
20:43
Speaker E
Dass man sich jetzt fragt, okay, wie geht's mir denn eigentlich?
20:47
Speaker E
Und das auch kommuniziert.
20:49
Speaker E
Äh, ich glaube, das mache ich jetzt anders, dass ich viel offener drüber rede.
20:55
Speaker E
Wenn mir irgendwas nicht passt oder wenn ich irgendwas nicht mag oder schlecht finde.
20:58
Speaker E
Und früher habe ich das alles so runtergeschluckt.
21:02
Speaker E
So kann ich nicht selbst über meine Gefühle sprechen.
21:05
Speaker L
Ich glaube, wenn die Leute ihn nicht so gut kennen wie ich, glauben die Leute, dass er sehr mutig war.
21:12
Speaker L
Weil er hat, er war immer auf der ganzen Welt, auf der Bühne für große Firma was gemacht.
21:18
Speaker L
Aber ich weiß, von innerlich, er war schwächer als ein Mann, der wie heute ist.
21:25
Speaker L
Er ist viel mutiger geworden.
21:28
Speaker D
Okay.
21:29
Speaker D
Wahnsinn.
21:30
Speaker D
Sehr gut.
21:31
Speaker D
Sehr gut.
21:32
Speaker D
Was willst du ihm anders mitgeben wollen, als was du vielleicht als Junge übers Mann sein gelernt hast?
21:37
Speaker E
Ich glaube, das Wichtiger ist, dass man auch seine Schwächen zeigen darf.
21:41
Speaker E
Und man sich auch, wenn es man nicht alles selber lösen muss.
21:46
Speaker E
Und man auch mal um Hilfe fragen soll.
21:50
Speaker D
Warum tun wir Männer uns so schwer in Therapie zu gehen?
21:52
Speaker D
Ein britisches Forschungsteam hat sich genau diese Frage angeguckt und dazu die Wissenschaft gescannt und die finden drei große Hürden, die immer wieder auftauchen.
22:00
Speaker D
Erstens, Psychotherapie gilt grundsätzlich als feminin, sich hinsetzen, sich öffnen, über Gefühle reden.
22:09
Speaker D
Das ist für viele Leute viel weiblicher, als dass es männlich ist.
22:13
Speaker D
Der zweite Punkt ist, Männer nutzen alternative Strategien, nenne ich das jetzt mal.
22:20
Speaker D
Das ist dann sowas wie Substanzmissbrauch, aggressiver werden, Gefühle unterdrücken, statt in Therapie zu gehen.
22:28
Speaker D
Und der dritte, vielleicht wichtigste Punkt, Männer berichten immer wieder, dass das für die wie so eine Art Angriff auf ihre Identität ist.
22:37
Speaker D
Weil Mann sein heißt stark sein, keine Schwächen zeigen.
22:42
Speaker D
Wenn die dann in Therapie gehen, haben die oft Angst und sogar Schamgefühle.
22:47
Speaker D
In Buchholz geht unser Versuch in die nächste Runde.
22:53
Speaker D
Männer kennen keine Liebe.
22:56
Speaker D
Und lassen Gefühle nicht zu.
22:58
Speaker D
Diese Skala hier auf dem Boden würde für eure Zustimmung stehen.
23:02
Speaker D
Wir starten immer in der Mitte mit verschiedenen Aussagen und wenn ihr dann sagt, boah, ich stimme einer Aussage voll zu, dann geht ihr weit nach da und wenn ihr sagt, boah, ich stimme gar nicht zu, geht ihr weit nach da.
23:11
Speaker D
Und alles dazwischen dient so ein bisschen der Abstufung.
23:13
Speaker D
Für alle klar?
23:15
Speaker M
Sehr gut.
23:16
Speaker D
Erste Aussage: Echte Männer sind stark.
23:19
Speaker D
Ablehnung, Zustimmung.
23:21
Speaker N
Ich finde, echte Männer müssen nicht stark sein.
23:25
Speaker N
Also, die müssen nichts beweisen.
23:27
Speaker O
Same, also ich finde, dadurch, dass es nichts, was Männlichkeit in irgendeiner Form definiert, meiner Meinung nach.
23:34
Speaker O
Also, wenn es zumindest jetzt vor allem nicht, wenn es um körperliche Stärke geht.
23:38
Speaker P
Also, mir z.B. macht es schon Druck.
23:41
Speaker P
Aber das ist halt auch in der Situation halt geschuldet, dass ich halt Trans bin, das heißt Frau zu Mann und dann ist es halt eh immer noch mal so.
23:51
Speaker P
Okay, ich man muss mehr drauf achten, wirkt man auch als Mann angesehen.
23:56
Speaker P
Wirkt man auch nach außen hin wie ein Mann und da ist es dann, dann hat man automatisch halt diesen Druck.
24:02
Speaker P
Aber ich persönlich versuche halt trotzdem einfach nur ich selbst zu sein.
24:07
Speaker D
Jetzt komme ich mal nach hinten in die andere Richtung.
24:10
Speaker G
Echte Männer sind aus dem Grund stark, alleine wegen der biologischen Voraussetzung.
24:17
Speaker G
Und meines Erachtens ist auch oftmals die mentale Stärke bei Männern etwas ausgeprägter.
24:23
Speaker Q
Z.B. setzen wir uns selber auch, äh, glaube ich, häufiger Ziele, also Ziele, die wir erreichen wollen.
24:30
Speaker Q
Und auch wirklich dafür arbeiten, kämpfen, das machen Frauen genauso.
24:35
Speaker Q
Aber ist auch ein konkreter Punkt für Männer.
24:38
Speaker Q
Deswegen würde ich auch schon sagen, dass das unter Männlichkeit fällt.
24:41
Speaker D
Echte Männer versorgen ihre Frauen.
24:44
Speaker R
Ich bin der Meinung, dass der Mann auch derjenige ist, der sich um die Familie kümmern sollte.
24:53
Speaker R
Natürlich beide Elternteile.
24:55
Speaker R
Aber für mich ist das sehr in meinem Kopf verankert, dass irgendwie der Mann derjenige ist, der immer da ist.
25:02
Speaker R
Und ja, auch so ein bisschen das Geld nach Hause eintreibt.
25:04
Speaker C
Es ist ein großes Problem, wenn man eine Frau oder einen Mann in Schubladen steckt und der Meinung ist, dass sie zu diesem Bild dazu gehören.
25:12
Speaker C
Genau wie die Pflege auch aus meiner Erfahrung.
25:15
Speaker C
Weil ich da gerade tätig bin.
25:16
Speaker C
Leider ein Job ist, der schnell als weiblich abgestempelt wird.
25:20
Speaker C
Ich wollte den Job immer schon machen.
25:21
Speaker C
Es hat mich sehr interessiert, Menschen zu helfen.
25:23
Speaker C
Aber dann heißt es schnell, man ist dann weniger männlich.
25:28
Speaker D
Leute, der Mann muss die Frau versorgen.
25:30
Speaker D
Ihr steht hier bei voller Zustimmung.
25:33
Speaker B
Für mich ist es einfach schöner, wenn mein Mann mich später versorgt, ich zwinge ihn dazu nicht, aber für mich kommt halt nur ein Mann in Frage, der das genauso sieht und dann passt es auch wunderbar für beide.
25:42
Speaker B
Normale und echte Männer essen halt Fleisch.
25:46
Speaker G
Weil es für mich einfach dazu gehört, dass ein Mann auch mal sein Steak ist.
25:52
Speaker D
Lachen da drüben.
25:54
Speaker C
Ich finde es halt schwer, ein männliches Bild auf ein Steak zu regulieren.
25:58
Speaker C
Das macht ja niemanden nicht zu einer anderen Person, das ist was er ist oder was nicht.
26:03
Speaker C
Also, das ist ja voll egal.
26:04
Speaker C
Deswegen jemand, der Fleisch ist, ist doch nicht direkt männlich.
26:07
Speaker D
Echte Männer weinen nicht.
26:10
Speaker G
Für mich ist das ein Zeichen von emotionaler Stärke sogar.
26:15
Speaker G
Äh, weil das halt einfach bedeutet, dass man quasi da über seinen eigenen Schatten vielleicht springt.
26:22
Speaker G
Dadurch, dass man dann weint, fällt ja auch emotionale Last von einem ab.
26:29
Speaker G
Und dass das früher nicht so erzogen worden ist, ist finde ich sehr ein großer Fehler sogar.
26:36
Speaker O
Ich glaube, vor allem, dass durch diese klischeehafte Rollenbildsozialisation Männern häufig gar keinen, also gar keine Mittel an die Hand gegeben werden.
26:46
Speaker O
Gefühle aufzuarbeiten oder irgendwie Ventile zu nutzen für für solche Emotionen.
26:53
Speaker D
Wann hast du denn das letzte Mal geweint?
26:56
Speaker J
Vor fünf Jahren.
26:57
Speaker D
Vor fünf Jahren.
26:59
Speaker J
Da ist mein Hund gestorben.
27:02
Speaker J
Bzw. habe ich meinen Vater auch da das erste Mal weinen gesehen und das hat dann, sage ich mal, viele Emotionen in mir hochgeholt, weil ich das einfach so nicht kannte.
27:12
Speaker D
Echte Männer lackieren sich die Fingernägel nicht.
27:15
Speaker R
Ich finde es einfach, das ist so ein Frauending.
27:18
Speaker R
Also, wenn ich ganz ehrlich.
27:20
Speaker Q
Ich ich finde es.
27:21
Speaker Q
Ich mag es aber nicht.
27:22
Speaker Q
Es wird uns so beigebracht, das machen die Frauen.
27:25
Speaker Q
Das machen die Frauen in ihrer Freizeit und die Männer machen das aber nicht.
27:29
Speaker Q
Das ist.
27:30
Speaker Q
Nee.
27:31
Speaker Q
Nein.
27:33
Speaker D
Wenn jetzt dein Sohn ankommen würde und sagen würde, Mama, ich will mir die Fingernägel lackieren.
27:38
Speaker D
Machen immer mehr Jungs bei uns in der Schulklasse.
27:40
Speaker B
Ja.
27:41
Speaker B
Da machen, klar.
27:42
Speaker B
Mein Sohn darf machen, was er möchte.
27:44
Speaker D
Aber dein Mann nicht.
27:45
Speaker B
Nee, mein Mann, ja, ich würde mich halt nicht in ihn verlieben, wenn er die Fingernägel lackiert hat, weil es für mich was unmännliches ausstrahlt.
27:51
Speaker B
Und das einfach nicht mein Typ ist.
27:53
Speaker C
Ich finde das ehrlich gesagt super schwierig.
27:55
Speaker C
Das heißt, die Dame da vorne würde, wenn ein Mann vor ihr steht, der vielleicht die Eigenschaften hat, die super ergänzen mit dir persönlich.
28:03
Speaker C
Oder der Mann supportet sie in allem, was sie braucht, ist immer für sie da.
28:08
Speaker D
Aber er lackiert die Nägel.
28:10
Speaker C
Aber er lackiert die Nägel.
28:12
Speaker D
Und deswegen ist er jetzt nicht mehr.
28:14
Speaker C
Wärst du beim Zehennagel noch am Start?
28:16
Speaker D
Niemand.
28:17
Speaker C
Also.
28:20
Speaker D
Was wünscht ihr euch für die Zukunft?
28:22
Speaker D
Wie geht's besser mit der Männlichkeit in Deutschland?
28:26
Speaker R
Generell finde ich, in der Erziehung sollte sich so ein bisschen was ändern.
28:30
Speaker R
Auch von dem Eltern her, das Denken, was sie ja auch den Kindern weitergeben.
28:35
Speaker R
So leben ja die meisten Kinder.
28:37
Speaker O
Vielleicht auch ein bisschen Aufklärung über einfach vorherrschende patriarchale Strukturen und was das mit Klischeerollenbildern zu tun hat und warum.
28:46
Speaker B
Ich finde auch, jeder Mann sollte so seine Männlichkeit ausleben, wie er es richtig hält.
28:51
Speaker B
Also, so wie er sich gut fühlt.
28:53
Speaker B
Und dass Männer die Möglichkeit dazu haben, so zu sein, wie sie wollen.
29:00
Speaker D
Weißt du, was ich total spannend fand?
29:02
Speaker D
War zu sehen, dass es da so eine Vielfalt gibt, dass Männlichkeit ja auch ganz unterschiedlich definiert wird.
29:10
Speaker D
Und gleichzeitig gab's ja immer wieder auch Situationen, wo sich wirklich so Pole gebildet haben, ne, wo dann so eine Front war zwischen den beiden Gruppen.
29:20
Speaker D
Und da hatte ich das Gefühl, manche sagen, ist doch fein, leben und leben lassen und andere sagen, nee, damit habe ich aber schon ein Problem.
29:27
Speaker D
Dass du so ein Bild von Männlichkeit hast.
29:31
Speaker D
Dieses alte, dieses ganz enge und vor allem strenge Bild vom Mann sein.
29:37
Speaker D
Vom Mann, der keine Schwächen hat, der keine Therapie aufsuchen darf.
29:43
Speaker D
Das schadet allen anderen auf diesem Planeten.
29:46
Speaker D
Aber jetzt mal ganz egoistisch aus männlicher Perspektive schadet eben auch uns.
29:52
Speaker D
Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass wir was gewinnen können, wenn wir Männlichkeit vielfältiger betrachten.
30:00
Speaker D
Und das heißt jetzt nicht, dass es keine echten Kerle mehr geben darf oder wir alle weiblich werden müssen.
30:06
Speaker D
Im Gegenteil, die Schublade Mann sein, die sollten einfach nur etwas breiter machen.
30:10
Speaker D
Danke, dass ihr auch bei dem Thema wieder am Start wart.
30:13
Speaker D
Nächste Folge Terra Xplore wiederum für euch direkt in den Startlöchern, hier ein Film, den ich auch sehr empfehlen kann.
30:20
Speaker D
Und die gesamte Staffel zu diesem Thema Männlichkeit gibt's jetzt schon für euch in der ZDF Mediathek.
30:26
Speaker D
Ich bin raus, klickt noch das Abo an und die kleine Glocke an.
30:30
Speaker D
Verpasst ihr keine neue Folge mit mir.
30:33
Speaker D
Bis dahin, bleibt mir gesund und gewogen.
30:35
Speaker D
Euer Leon.
Topics:Männlichkeittoxische Männlichkeitpsychische Gesundheit MännerSuizid Männergesellschaftliche RollenbilderMännerbild im WandelDepression MännerMännlichkeitsnormenPsychologie MännlichkeitTerra Xplore

Frequently Asked Questions

Warum ist es für viele Männer schwierig, über psychische Probleme zu sprechen?

Viele Männer haben traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit, die Stärke und Unabhängigkeit betonen. Das führt dazu, dass sie sich schwer tun, Hilfe anzunehmen oder über psychische Probleme zu sprechen, da dies als Schwäche wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielt toxische Männlichkeit laut dem Video?

Toxische Männlichkeit wird als gesellschaftliches Problem dargestellt, das negative Verhaltensweisen wie Risikobereitschaft und emotionale Verschlossenheit fördert. Sie trägt zu psychischen Belastungen bei und muss sich verändern, wobei einige positive Aspekte erhalten bleiben können.

Was zeigt die Studie mit Mönchen und Nonnen bezüglich der Lebenserwartung?

Die Studie zeigt, dass Mönche, die in einem kontrollierten, gleichen Umfeld leben, länger leben als Männer außerhalb des Klosters. Das weist darauf hin, dass nicht nur biologische, sondern vor allem gesellschaftliche Faktoren das frühere Sterben von Männern beeinflussen.

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