Ich habe mich getraut, Björn Höcke einzuladen — Transcript

Ben lädt Björn Höcke ein, um ihn als Mensch zu verstehen und kontroverse Themen offen zu besprechen.

Key Takeaways

  • Offene Gespräche mit kontroversen Persönlichkeiten können Vorurteile abbauen.
  • Björn Höcke sieht sich als Opfer eines Meinungsdelikts und gesellschaftlicher Ausgrenzung.
  • Der Podcast bietet eine Plattform für differenzierte politische Diskussionen abseits der Mainstream-Medien.
  • Höcke betont die Bedeutung von Zuhören und Verstehen in politischen Debatten.
  • Die gesellschaftliche Polarisierung führt zu starken persönlichen Belastungen für Politiker und ihre Familien.

Summary

  • Ben lädt Björn Höcke zu einem offenen Gespräch ein, um ihn jenseits der politischen Vorurteile kennenzulernen.
  • Höcke spricht über seine Erfahrungen mit Vorurteilen, Personenschutz und den gesellschaftlichen Hass gegen ihn.
  • Er betont, dass er wegen eines Meinungsdelikts vorbestraft ist, nicht wegen krimineller Handlungen wie Steuerhinterziehung.
  • Das Gespräch soll ein alternatives Medium bieten, in dem kontroverse Meinungen ohne Manipulation gehört werden.
  • Höcke reflektiert über seine Kindheit, seine politische Motivation und seine Sicht auf Migration und deutsche Identität.
  • Ben möchte mit seinem Podcast eine Plattform schaffen, die auch kontroverse Persönlichkeiten und Meinungen zulässt.
  • Höcke kritisiert die mediale Darstellung der AfD und die pauschale Verurteilung seiner Person.
  • Das Gespräch soll Verständnis fördern und Vorurteile abbauen, indem Höcke als Mensch und nicht nur als Politiker gezeigt wird.
  • Ben beschreibt seine Herangehensweise als dialogorientiert und nicht konfrontativ, um echtes Zuhören zu ermöglichen.
  • Das Interview thematisiert auch die Belastungen für Höckes Familie durch seine politische Tätigkeit.

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Speaker A
Ich habe nach meinen Veranstaltungen Juden gehabt, die vor mir gestanden sind und gesagt haben, Hörke, ich bin Jude, ich bete für Sie. Wenn ich mich jetzt für das deutsche Volk entscheiden müsste, das ist die AfD und nichts anderes ist unsere moralische
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Speaker A
Pflicht. Als Kind hatte ich schon das Gefühl, in mir etwas Größerem dienen zu wollen.
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Speaker A
Also Autorität habe ich nur akzeptiert, wenn ich sie verstehen konnte, aber ich war dann schon auch, denke ich, ein ganz äh ja nettes Kind. Die Unterstellung, die Ihnen ja gemacht wird, ist sinngemäß: Sie sind der reinkarnierte Adolf Hitler.
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Speaker A
Also noch mal, ich habe meine Frau niemals geschlagen, ich habe auch niemals Steuern hinterzogen, sondern ich bin wegen eines Meinungsdelikts vorbestraft, das es in keinem anderen Land der Welt gibt.
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Speaker A
Wie ist das passiert? Es riecht noch gar nicht nach Schwefel, obwohl ich jetzt schon paar Minuten hier in diesem Raum bin.
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Speaker A
Das kann ich bezeugen. Ja, so ist es. So ist es. Wenn ich an den ganzen Gegendemonstrationen denke, das ist der pure Hass, der aus diesen Gesichtern herausstrahlt. Also, wenn die mich kriegen könnten, würden die mich nehmen und in der Luft zerreißen. Das muss ja
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Speaker A
ganz verrückt sein für Sie und auch für Ihre Familie. Das war sehr fordernd für uns als Mutti und als Papa. Und das war so eine Zeit, wo dann auch das gesellschaftliche Klima so vergiftet war, dass meine Kinder in
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Speaker A
der Schule auch blöd angemacht worden sind und da gab's die eine oder andere durchweinte Nacht. Heute sagen alle vier: Papa, war nicht immer einfach, aber wir sind stolz auf das, was du tust. Und ich glaube, das hat mich noch stärker
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Speaker A
gemacht. Wir haben, glaube ich, in Deutschland ungefähr 20 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Und da ist ja die Frage, wie viel von denen sind Deutsch? Ich habe Ausländer kennengelernt, die Deutscher sind als Biodeutsche. Also, verstehen Sie mich nicht falsch. Ich habe keinen
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Speaker A
Reinheitswahn. Ich bin kein Vertreter von Rassenbiologie oder Rassenideologie. Ja, das waren die Nazis.
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Speaker A
Haben wir aus Ihrer Sicht noch was vergessen, was Menschen da draußen über Sie nicht wissen, was aber helfen würde, Sie besser zu verstehen? Wissen Sie, Sie können alles vergessen, was ich heute sage, aber das sollten Sie sich mitschreiben, weil das ist mein
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Speaker A
zentraler Punkt, meine Lieben. Ich bemühe mich ja bekanntlich, mit allen zu sprechen und ich hatte auch schon diverse Spitzenpolitiker hier am Tisch aus allen politischen Lagern und was alle diese Lager eint, ist, dass immer, wenn es um die AfD geht, heißt es, die
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Speaker A
sind nicht wählbar, die sind rechtsradikal, die sollten verboten werden in unterschiedlichen Ausprägungen. So. Und wenn ich dann nachhake, warum, dann heißt es immer: "Ja, die haben doch diesen Höcke und der ist der allerschlimmste." Und wenn Sie den in ihren Reihen tolerieren, dann
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Speaker A
heißt das, dass die ganze Partei nicht wählbar, rechtsradikal, rechtsextremistisch, die schlimmsten Menschen der Welt sind. Daher habe ich mir die Frage gestellt, wer ist dieser Björn Höcke wirklich? Ich meine so als Mensch, so als wäre er ein richtiger
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Speaker A
Mensch. Und deshalb habe ich ihn eingeladen und habe mit ihm gesprochen, als wäre er ein Mensch. Und ich weiß, das wird wahrscheinlich wieder heftige Gegenwinde geben und Ben, wie kannst du nur, das ist ja alles so schrecklich und
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Speaker A
wir müssen unsere Demokratie retten und so. Das ist mir aber alles relativ egal, denn ich merke, mir macht das unfassbar Spaß zu verstehen, wer hier vor mir sitzt. Und wenn du mich dabei unterstützen willst, diesen Tisch zur quasi Schweiz der Podcasts zu machen, wo
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Speaker A
alle auch sehr, sehr kontroverse Meinungen einen Platz bekommen und ihre Geschichte erzählen dürfen, dann abonniere gerne Ungeskriptet auf YouTube, Spotify oder überall, wo es Podcasts gibt. Das kostet dich keinen Cent, hilft mir aber mega, hier so spannende Gesprächspartner an
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Speaker A
den Tisch zu bringen. Und jetzt gute Erkenntnisse mit Björn Höcke. Ungeskriptet. Also ich halte mich nicht für einen Journalisten, ich halte mich auch nicht als einen Repräsentanten der Medien. Äh, ich habe einfach angefangen, Leute einzuladen, mit ihnen zu sprechen und die
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Speaker A
Fragen zu stellen, die mich interessieren. Und irgendwann ist es auf einmal so, dass die Leute gesagt haben, du bist ein alternatives Medium. Ich sag, kannst du nennen, wie du willst. Ich spreche halt mit Leuten und der Grund, warum ich das aufzeichne, ist, weil wenn ich es
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Speaker A
nicht aufzeichnen würde und ich sie einladen würde, würden sie halt nicht kommen. So, und mein Ziel ist halt hier und das sage ich allen meinen Gästen, das ist das Standbriefing, klüger rauszugehen, als ich reingegangen bin.
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Speaker A
Und mein Ziel ist nicht, dass irgendeiner danach denkt, dass ich wahnsinnig klug bin und sie wahnsinnig doof oder andersrum oder was auch immer.
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Speaker A
Das ist mir tatsächlich relativ egal. Ähm, was mich beschäftigt, ist, was kann ich von Ihnen lernen? Und deswegen ist auch mein Ziel, das kriegt auch jeder dieses Briefing ist, wenn Sie rausgehen und wenn jemand Sie fragt, wie war es
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Speaker A
denn bei Ungeskriptet im Podcast, sagen Sie idealerweise, das war absolut fantastisch. Ähm, nicht, weil ich Ihnen das so reinsuggeriere und Sie dahin manipulieren will, sondern weil ich hoffe, dass Sie mir die Tür in Ihre Welt aufmachen, damit ich verstehen kann, wie
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Speaker A
die Welt funktioniert. Und das kann ich nicht, indem ich Sie in die Zange nehme und sage, die sind aber bescheuert und ich will verstehen, wer sie sind. Und das ist tatsächlich, also ich halte Sie für eine der, also halte ich noch nicht,
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Speaker A
das ist glaube ich neutral, äh, der politischen Figuren in Deutschland. Und ich hatte ja einige Politiker da und sinngemäß sagen die alle, die AfD ist so böse und dann frage ich die immer, ja, warum ist sie dann so
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Speaker A
böse und dann kommt mehr oder weniger unisono: Ja, ja, wegen dem Höcke. Und okay, dann müsste ich mit dem doch auch mal sprechen. Das wäre vielleicht ganz spannend. Und Sie sind jetzt gerade hier angekommen. Wir machen übrigens fliegenden Start. Wir sind schon live,
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Speaker A
wenn Sie wollen. Es gäbe noch etwas, was ich vorher wissen muss, dann können wir das gerne rausschneiden, ansonsten schneiden wir nichts. Ähm, Sie sind gerade aufgelaufen mit dem, ich habe gesagt, Sie haben die Goldmedaille im Personenschutz. Also, die meinen das
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Speaker A
alle richtig ernst, die Leute, die Sie begleiten. Äh, mehrere Behörden. Ich hatte schon einige Gäste mit Personenschutz, aber das ist ein absolut neues Level. Und aber vor so, ich glaube, 12 Jahren war davon noch überhaupt nichts irgendwie absehbar. Da waren Sie einfach
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Speaker A
Lehrer. So stelle ich mir das vor, haben ein ganz normales Leben geführt und jetzt ist irgendwie Craziness, ist hier Personenschutz. Wenn ich Ihren Namen google, dann steht sinngemäß: "Sie sind wie Lord Voldemort aus Harry Potter, dessen Namen man nicht sagen darf." So
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Speaker A
und jetzt sitzen Sie hier und ich habe Ihren Namen noch nicht zu Ihnen gesagt, aber schon zu Ihren anderen. Das ist noch nicht irgendwie ein Monster erschienen oder so. Höcke, wie ist das passiert?
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Speaker A
Und es riecht noch gar nicht nach Schwefel, obwohl ich jetzt schon paar Minuten hier in diesem Raum bin.
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Speaker A
Das kann ich bezeugen. Ja, so ist es. So ist es. So ist es. So ist es.
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Speaker A
Ja, also erstmal schön, dass ich hier sein darf. Freue mich auf das Gespräch. Also Gespräch ist für mich auch etwas, etwas äh anderes als das, was so in den Talkshows dieser Republik geboten wird, dass man ähm eben nicht vorgeführt werden soll als
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Speaker A
AfD-Politiker, sondern dass man wirklich die Chance kriegt, sich zu erklären, seine Motivation zu erklären, vielleicht auch auszuführen, mal einen Gedanken etwas weitschweifiger zu formulieren, nicht direkt um ins Wort gefallen zu bekommen.
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Speaker A
Und Gespräch bedeutet für mich vor allen Dingen auch selbst zuzuhören und zuhören zu dürfen. Nicht immer nur auf der Habenseite sein zu müssen, um irgendwelche Angriffe abwehren zu können, äh sondern entspannt einfach auch mal mich gehen lassen zu dürfen und auch antworten zu
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Speaker A
dürfen auf die Gedanken, die Sie vielleicht vortragen, die mich interessieren. Also, si
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Speaker A
Kennzeichen als Mensch, bevor ich in die Politik gegangen bin. Ich war ein Mensch, der glaube ich zumindest extrem gut zuhören konnte, der immer schon interessiert war an an anderen Menschen, anderen ja auch Kulturen, anderen Standpunkten einfach, weil ich ganz früh
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Speaker A
auch mit dem Bewusstsein unterwegs war, dass mein Standpunkt eben nur ein Standpunkt ist und dass es ganz viele andere Standpunkte gibt, die auch ein Recht haben zu sein und äh dargestellt zu werden. und äh, dass ich auf gar
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Speaker A
keinen Fall ein Mensch bin, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und äh dass ich nicht im Besitz des Steins der Weisen bin, sondern dass ich bis zum Ende meines irdlichen Daseins lernen will und lernen werde. Und das ist mein
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Speaker A
Anspruch und den sehe ich bei Ihnen auch und deswegen glaube ich, dass wir eine gute Zeit miteinander haben werden. Ja, in die in die Politik, wie bin ich in die Politik gekommen? oder ich fange vielleicht mal so an. Ich war Wochenende
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Speaker A
mal Fahrradfahren, habe mir eine Auszeit gegönnt. Bin gern auf dem Zweirad unterwegs, Mountainbike oder Rennrad ist natürlich sehr zeitintensiv, deswegen kommt das nicht so häufig vor, aber am Wochenende habe ich mir das gegönnt und ich bin ganz bewusst mal an meine alten
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Speaker A
ähm Tätigkeitsorte gefahren. Ich war ja Lehrer in Badon Allendorf in meiner letzten Station als Lehrer. ein kleines äh Nest da eine Kleinstadt, knapp 10 000 Einwohner im nörutlichen Essen gelegen und ich hatte eine sehr gute Zeit als Lehrer dort mit tollen freundlichen
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Speaker A
Kollegen, mit äh liebenswürtigen Eltern, die äh wie ich immer so schön sage mehr geben wollten, als sie nehmen wollten, was damals schon ungewöhnlich war äh in dieser Zeit und ähm mit sehr freundlichen Schülern und ähm ich war unheimlich gerne Lehrer und ich glaube,
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Speaker A
ich war auch ein ziemlich beliebter Lehrer, bin auch Vertrauenslehrer viele Jahre gewesen. Das wird man nicht, wenn man äh keinen Draht zu den Schülern hat, wenn man die Schüler nicht verstehen will, wenn man die Schüler nicht wahrnimmt als als werdende
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Speaker A
Persönlichkeiten und ihnen Entwicklungshilfe geben möchte. Und ähm die Schule, in der ich unterrichtet habe, das war ein eine Gesamtschule mit Oberstufe mit einem angeschlossenen Sportinternat, das mir sehr zu Pass kam oder diese sportliche Ausrichtung kam mir sehr zu Pass, weil ich auch Sport
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Speaker A
studiert habe und durfte Leistungskurs unterrichten, durfte Leistungssport auch unterstützen und überall, wo Sport gepflegt wird, ist immer eine gute lockere Atmosphäre. Das hat mir sehr sehr gut gefallen damals auch in der Schule in Batzonen Alendorf. Das war die
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Speaker A
Renanoschule in Batzonen Allendorf und wie gesagt am Wochenende war ich mal in Batzonen Alendorf mit dem Fahrrad mit Helm und Sonnenbrille gut getant ohne Personenschutz wirklich Incognito und bin dann vor der alten Schule gestanden und ja vor dem Schwimmbad, wo ich
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Speaker A
Schwimmunterricht geben durfte und ja ich bin dann schon so ein bisschen sentimental geworden, also nostalgisch geworden und bisschen schwermütig vielleicht auch geworden, weil es eine gute Zeit war, eine unbeschwertere Zeit und ähm ja, ab 2013 bin ich dann in die
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Speaker A
Politik gestolpert. äh 2013, zu Beginn 2013 ist die AfD so langsam aus der Wiege gehoben worden.
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Speaker A
Die Landesverbände sind gegründet worden. Das war bei uns in Thüringen Anfang 2013, Februar 2013 und ich war von Anfang an dabei, bin dann relativ schnell Landesverzender geworden, bin ja heute der Dienst.
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Speaker A
Darf ich sie unter das geht mir sehr schnell, also sie waren Lehrer und Vertrauenslehrer. Wie wird man Vertrauenslehrer?
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Speaker A
Man wird gewählt. Demokratischer Akt. Ja. Basisdemokratischer Akt. Man wird gewählt und ähm ja, man wird dann glaube ich alle zwei Jahre wird man gewählt.
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Speaker A
Ja. Okay. Dann waren Sie Vertrauenslehrer, dann haben dieses Sport Teilinterat, haben eine sportliche Passion irgendwie Geschichte und dann erzählen sie jetzt so selbstverständlich, da wird in AfD gegründet, dann sind sie in Landesverband. Aber das ist für mich ein
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Speaker A
riesiger Sprung, da morgens um 8 Uhr in den Unterricht zu gehen, Leuten Schwimmen beizubringen, nicht beizubringen, sondern die schneller zu machen am Ende des Tages. Und dann wird irgendwo eine Partei gegründet und auf einmal ist man da drin und gründet auch
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Speaker A
ein Landesverband. Da ist ja ganz ganz viel muss dazwischen passiert sein. Mhm. Na ja.
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Speaker A
Ähm, also ich war immer schon ein politischer Mensch. Also Politik war auch in meinem Elternhaus eigentlich tägliches Geschäft, wenn ich das mal so formulieren darf. Ja, also beim Essen wurde über Politik gesprochen. Mein Vater war äh sehr politisch auch und ähm
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Speaker A
hat mir seine Weltsicht mitgegeben. M ich bin dann ähm im Studium eigentlich von der Politik ein bisschen weggekommen, habe mich intensiv mit Philosophie beschäftigt, also mit den Dingen, die äh auf einer anderen Ebene angesiedelt sind und die die Politik
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Speaker A
auch zur Kleinigkeit werden lassen, oft man sich in sie vertieft. und habe eine Distanz aufgebaut zur Politik, zur Trivialität der Politik, auch zu der Daseinsform der Real existieren Bundesrepublik Deutschland zu Beginn des Jahres 2000 oder der 2000er Jahre
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Speaker A
und ähm bin dann erst wieder politisch geworden durch die Familiengründung. Ich bin mit, muss ich gerade mal selbst überlegen, mit 31 zum ersten Mal Vater geworden und habe dann relativ schnell mit meiner Frau vier Kinder gekriegt und ähm das war für mich ein einschneidendes
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Speaker A
Erlebnis im positiven Sinn. Also, es gibt nichts schöneres als die Geburt des eigenen Kindes verfolgen zu dürfen. Das eigene, ja, das selbstgezeugte Leben, wenn ich mal ein bisschen pathetisch werden darf, auf dem Arm zu halten. Und ähm das hat auch was mit mir gemacht,
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Speaker A
also dieses Verantwortungsgefühl, ich war vorher relativ ja als Kind der Zeiten unterwegs. Ähm der normale äh, sage ich mal, Gang. Ähm, ich will nicht sagen egoistisch motiviert, aber Spaß haben, Lebensfreude genießen, keine Grenzen akzeptieren, ne?
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Speaker A
Das war so in den 20 meinen 20er Jahren auch so mein Lebensmord. Ich glaube, da war ich auch nicht völlig unterschieden von der von der von der Mehrheit der der Jungeneration damals, ne? Und mit der Familiengründung hat sich das dann
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Speaker A
wirklich schlagartig gewandelt. Also die diese Verantwortung, den Händen dann zu tragen und zu halten und zu wissen, jetzt musst du sorgen und zwar nicht nur für dich, sondern du hast Sorge für ein anderen Menschen, der auf dich angewiesen ist, der abhängig von dir
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Speaker A
ist, noch lange abhängig von dir sein wird und du willst diese diesen Weg äh ins Mensch sein so gut wie möglich gestalten. Das war dann relativ schnell auch mal ein Anspruch. Ich habe es als Lehrer ja sowieso schon gemacht mit
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Speaker A
fremder Leute Kind. Äh hoffe hab es gut gemacht. Sie auf das Leben vorbereitet die jungen Leute, die mir anvertraut waren und beim eigenen Fleischblut ist natürlich die Beziehung und der Anspruch, ich will nicht sagen noch höher, aber man will
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Speaker A
natürlich das Beste geben. In diesen verrückten Zeiten fragen sich viele von euch absolut zurecht: "Wie kann ich denn für mich vorsorgen oder für meine Familie vorsorgen?" Und das haben die meisten oder fast alle von uns in der Schule nicht gelernt, nämlich wie geht
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Speaker A
man mit Geld um? Wie geht man mit Aktien um und wie handelt man richtig, ohne dass man sehr, sehr dumme Sachen macht?
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Speaker A
Und wenn du diese Wissenslücke schließen willst und endlich verstehen willst, wie das mit dem Aktienhandel funktioniert, dann empfehle ich dir einen absoluten Superdal. Und zwar gibt es Aktienkanjeder.de. de. Das ist eine Plattform und eine Community vom Profitrader Jens Rabe. Da kannst du
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Speaker A
aktuell für 149 € an Stelle von 997 € ein Lebenlang Mitglied sein. Du bekommst einen achtstündigen Videokurs mit kompaktem Wissen, was der Jens in letzten 28 Jahren gelernt hat, ein Anschluss an die Community und eben auch Live Calls, wo du siehst, wie die Märkte
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Speaker A
gerade stehen mit Analysen, was auch andere gerade denken und was Jens dazu denkt. Wenn du da Lust zu hast, dann klicke jetzt in der Videobeschreibung oder in unserem Linktree auf aktienkankeder.de und hol dir diesen Phänomenalde ähm dann kommt natürlich auch die Frage,
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Speaker A
in welchem Land leben wir, was kann man den Kindern bieten, damit sie sich gut entwickeln können, damit sie ihre Anlagen entfalten können und und wo gibt's vielleicht auch Probleme, welche Hindernis und Hürden muss man ihnen aus dem Weg räumen, äh damit sie die
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Speaker A
maximalen Bewegungsfreiräume haben und dann kommt man zur Analyse des Zustandes des Landes. Wie geht's weiter? Wie sieht das den 20 Jahren aus? Und ähm dann sind so diese ganzen Krisenmomente, die man damals schon erkennen konnte, die heute noch in viel stärkere Art und Weise
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Speaker A
dieses Land prägen, in schlechte Art und Weise prägen, natürlich auch aufgeklärt worden von mir und meiner Frau. Wir haben viel gesprochen. Meine Frau wurde dann auch politisch. Meine Frau war vorher, also sehr unpolitisch, muss ich sagen, aus dem sehr unpolitischen
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Speaker A
Elternhaus und ähm ja, durch die Familiengründung und durch die gemeinsamen Beschäftigung mit der Lage im Land sind wir dann eigentlich beide politisch geworden, muss ich sagen, ne?
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Speaker A
Ja. Und in der Schule war es so, ähm, wenn ich das ausführen darf, ähm ich war war zunächst, also ich habe mein RF Nejard an einem an einem Gymnasium gemacht, an der hässlichen Bergstraße, am Göteegymnasium in Bam an der
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Speaker A
Bergstraße. Und als ich das zweite Steisexamen absolvierte, ähm waren dann erstmal alle Plätze für die Junglehrer in Hessen an Gymnasium besetzt. Ich bin an eine integrierte Gesamtschule gekommen. Das war damals schon ein Schulmodell, das so ein bisschen als
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Speaker A
Restschule leider äh aufgestellt war. Und ich kam dann an eine Schule in der Nähe von Frankfurt am Main, ähm in der man schon sehr gut diese ähm Verfallsymptome beobachten konnte, die heute die die Schule in Deutschland sehr stark in Mitleidenschaft ziehen und
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Speaker A
prägen. Also vor allen Dingen die die überbordene Multikulturalisierung. Ja, es gab also Kinder aus weiß ich 70 oder 80 Nationen und viele hatten Fluchthintergrund, äh waren entsprechend traumatisiert, sprachen Deutsch nicht oder oder schlecht. Also, es war oftmals gar kein wirklich Ziel für eine
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Speaker A
Unterricht möglich, weil die gemeinsame Unterrichtssprache als Basis fehlte. Und ähm ich habe damals schon überlegt, wie soll das denn weitergehen? Was machen diese jungen Leute denn, die äh dann formal mit einem mittleren Bildungsabschluss diese Schule verlassen, aber nicht richtig lesen und
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Speaker A
schreiben können? Wir können in einer hochdifferenzierten Leistungsgesellschaft wie der der Bundesprepublik Deutschland überhaupt bestehen, welchen Beitrag können die leisten? Und ähm weil es so viele waren äh die leider auf dieses Gleis gestellt worden sind oder von diesem Staat nicht
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Speaker A
mehr auf das richtige Gleis gestellt worden werden konnten über die Beschulung, die richtige Art der Beschulung, war mir klar, da läuft ein unheimliches ähm Konfliktpotenzial auf und wird groß. Und ähm äh also das Problem der Multikulturalisierung, dann äh wechselte ich irgendwann, weil ich
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Speaker A
ähm tatsächlich als ausgebildter Gymnasiallehrer auch diesen Bildungsanspruch hatte und äh nicht akzeptieren konnte, dass ich vor allen Dingen sozialpädagogische Arbeit zu verrichten hatte an dieser integrierten Gesamtschule, also wirklich Menschen in unsere Kultur zu integrieren, an das elementare Regelwerk heranzuführen, das
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Speaker A
in unserer Gesellschaft gilt, habe ich dann irgendwann zu meiner Frau gesagt, also ich halt nicht mehr aus, ich muss in eine andere Schule, wo ich einfach das sein kann, was ich gelernt habe, nämlich Gymnasialehrer. Ja, das heißt nicht die Pädagoge ganz zur Seite zu
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Speaker A
legen, aber die Bildung in den Mittelpunkt zu stellen. Und dann habe ich mich beworben auf eine Schule in Nordhessen auf eine Funktionsstelle.
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Speaker A
Habe dann die Stelle auch gekriegt, war dort auch tätig für den Ganztagsbetrieb und wie gesagt hatte dann die das Glück, meine Leidenschaft, also die Geschichte und den Sport als Unterrichtszeicher auch unterrichten zu dürfen, bis in die Oberstufe und dort ist mir dann eine andere das
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Speaker A
lassen Sie vielleicht gan noch zu Ende ausführen. Also wie gesagt, diese Multikulturalisierung als Belastungsfaktor in Deutschland und dann vor allen Dingen die demografische Katastrophe, in der dieses Land hineingeht und schon seit vielen Jahrzehnten hineingeht. Das war dann in
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Speaker A
dieser anderen Schule gut zu beobachten. Wir waren nämlich als Lehrer immer wieder gehalten äh die Schule zu verlassen, um Werbeveranstaltung durchzuführen, weil diese Schule immer auf der Kippe stand. Der Bestand dieser Schule war immer gefährtet, weil einfach in dieser strukturschwachen
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Speaker A
nordhässischen Region zu wenig Kinder geboren worden sind. Und diese Demographischkatastrophe in Kombination mit der mit der multikulturalen Multikultkrise, das war eben so eine eine Bombe, die man identifizieren konnte, die irgendwann in der Zukunft hochgehen würde, ne? Und so bin ich
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Speaker A
eigentlich über diese zwei großen Themen äh politisch geworden. Und der letzte oder die Klammer war dann letztlich auch die Erfahrung, die Sie vielleicht auch äh gemacht haben und die vielleicht auch ihr Ausgangspunkt für Ihre Tätigkeit jetzt gewesen ist für das, was sie jetzt
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Speaker A
tun, nämlich als freier Medenschaft unterwegs zu sein. Äh, ich habe gelitten an der an der beschränkten Meinungsfreheit in Deutschland, an der an dieser Herrschaft der politischen Korrektheit, dass man das, was man sieht, was man als Ver Falschsymptomatik analysiert und auch gut begründet
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Speaker A
artikulieren kann, dass man das nicht offentlich aussprechen darf, dass darüber kein rationaler Diskurs geführt wurde. Also diese bedrängte Meinungsfreiheit, die diese Demokratie gefährdet, die den die den die den Staat in sich gefährdet, das war dann letztlich auch für mich das große Movenz
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Speaker A
in die Politik zu gehen. war so ein freiheitsbender Mensch, bin es bis heute und konnte diese Einschränkung äh für eine Demokratie, für einen Rechtsstaat, soll es angeblich sein, in dem wir leben, nicht akzeptieren.
19:15
Speaker A
Äh, das war ihr Referendariat. Muss so Anfang der 2000er Jahre gewesen sein, oder? Genau. Ja, 2000 1999 bis 2001.
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Speaker A
So. Ähm, das war ja noch lange vor Öffnung der Grenzen 2015. Ähm und dann sprechen sie davon, dass sie sozialpädagogische Arbeit äh machen mussten und sie sagen Menschen in unsere Kultur integrieren. Hätten Sie da ein zwei Beispiele für was da passiert ist?
19:44
Speaker A
Na ja, also wie gesagt, ich glaube, die größten Probleme waren vor allen Dingen die Sprachprobleme. Nun bin ich kein ausgewiesener Deutschlehrer oder gelernter Deutschlehrer. Ich bin auch kein äh ähäh Deutschlehrer für für Ausländer. Ähm das war das, was so
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Speaker A
nebenbei anfallen musste, dass man einfach gemerkt hat, man konnte mit den Unterrichtswerken gar nicht arbeiten.
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Speaker A
Die eingeführten Unterrichtswerke, die waren für viele Kinder einfach nicht verständlich, weil die Sprache zu schwierig war. Also die Sprache war nicht schw nicht schwierig, sind wie gesagt an die Jahrgang Jahrgänge angepasste Lehrwerke gewesen, aber für diese Kinder waren diese Werke zu
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Speaker A
schwierig und dann musste man sich beispielsweise äh ja, sagen mal komplex reduzierte Arbeitsblätter anfertigen, damit zumindest Kernbestände dessen, was vermittelt werden sollte, dann den Schülern zugänglich gemacht werden konnte. oder was auffällig waren, waren kulturelle Konflikte damals, also weniger zwischen zwischen deutschen
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Speaker A
Kindern, die damals schon in der Minderheit waren äh in dieser Schule und ausländischen Kindern, sondern auch zwischen ähm äh zwischen Schülergruppen unterschiedlicher äh Provenienz, also Türken und Kurden und die aktuellen Weltkonflikte, die wurden also in dieser Schule letztlich auch ausgetragen. Also
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Speaker A
die Kinder waren dann auch mehr oder weniger Sprachhorre für die Konflikte, die vielleicht zu Hause auch transportiert worden sind und haben das dann in die Schule mit reingebracht, ne?
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Speaker A
Und äh da war natürlich viel pädagogische Arbeit äh von Nöten. Deutsche Konflikte, also groß die Großlagen der Weltpolitik sind dann aufgegriffen worden, sind erklärt worden. Man hat versucht die verschiedenen Standpunkte deutlich zu machen und und zu verstehen geben, dass
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Speaker A
dass jeder der der Konfliktpartei vielleicht irgendwie ein Teil recht hat und nicht alle und keiner im Besitz der Wahrheit ist. Ja, um einfach Verständnis fürinander zu fördern und überhaupt ja das gemeinsame Lernen möglich zu machen.
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Speaker A
Wie hat man sich damals im Lehrerzimmer darüber unterhalten? Ja, das ist eine gute Frage. Jetzt ist das auch schon doch eine ganze Zeit her, ne? Also 25 Jahre m die Erinnerung verblassen natürlich auch, aber ich kann mich damals schon erinnern, dass es eine
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Speaker A
eine große Gruppe von Lehrern gab ähm die sich als wahrscheinlich progressiv bezeichnet hat, die sich als Links bezeichnet hat, äh die mit den Zuständen nicht nur ausgekommen ist, sondern in gewisser Weise sie auch gut fand. Also, ich kann mich an manche Diskussion mit
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Speaker A
einem Kollegen erinnern, der war auch sehr gebildet und sehr klug und sehr eloquent in seiner Rede, ähm über Integrationsmöglichkeiten, über die Integration der deutschen Gesellschaft und ähm ich habe den Standpunkt damals schon als Soger Lehrer vertreten, dass wir als
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Speaker A
Aufnahmegesellschaft eigentlich die äh die Vorgaben machen müssen, dass wir Integrationsanforderungen stellen müssen, dass wir ähm unsere Standard setzen müssen, die nicht die schlechtesten sind. Ja, und der Lehrer der Kollege Lehrer, der war eher der Meinung, dass wir praktisch jetzt auf
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Speaker A
dem Weg sind, etwas ganz Neues zu äh zu bauen, dass wir uns genauso als Deutsche im eigenen Land zu integrieren hätten wie diejenigen, die zu uns gekommen sind aus den unterschiedlichsten Gründen. Das war natürlich schon ähm sagen wir mal
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Speaker A
unterschiedliche Sichtweisen. Die wurden aber friedlich, aber trotzdem bestimmt auch im Lehrerzimmer durchaus ausdiskutiert. Und ja, in dem Zusammenhang kann ich jetzt vielleicht den den Yascha Monk mal zitieren. Er hat 2018 das ein Politikwissenschaftler und das war nach der großen Grenzöffnung ja mal gesagt in
23:05
Speaker A
den Tagesthemen, dass wir in einem einzigartigen historischen Experiment stehen, nämlich eine monoethnische monokulturelle Gesellschaft und eine multiethnische äh multikulturelle Gesellschaft zu transformieren. Ähm wir haben das damals eigentlich schon gesehen bzw. Also, ich habe dieses Experiment damals schon gespürt, dass
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Speaker A
dieses Experiment an uns exekutiert wird und es gab wie gesagt viele Kollegen damals, die sagt: "Ja, das ist in Ordnung, ist auch in Ordnung, wenn wir unsere Identität aufgeben. Es es entsteht ebenwas Neues, also so im Sinne von Habermaß." Ja, der ist ja nun vor
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Speaker A
kurzem gerade gestorben, der Staatsphilosoph der Bundesrepublik Deutschland, der gesagt hat ähm also der der Vater des Herrschaftsfreien Diskurses war, äh den es aber eigentlich in der Realität nicht gibt und der letztlich dem Teno nach gefordert hat, dass die Regeln des Zusammenlebens jeden
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Speaker A
Tag neu ausgehandelt werden müssten. Das kann man aber nicht in der Schule, ja, wenn es nichts gesetztes gibt, wenn es keine Standards gibt, wenn es keine Selbstverständlichkeiten gibt, dann kannst du brauchst du mit Unterricht gar nicht anfangen, weil du dann im
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Speaker A
Urschleim anfängst, ne? Und das waren so diese diese Diskussionspunkte, die da damals auch schon diskutiert worden sind, aber immer mit ganz klaren Grenzen. Also wie gesagt, Herrschaft der politischen Korrektheit, man musste immer aufpassen, was man sagt. Es war
24:15
Speaker A
immer eine Gradwanderung, ne? Und das sogenannte Overton Fenster war damals auch viel mehr in Richtung links Gutmenschentum progressiv verschoben als heute. Ich meine 10 Jahre AfD haben Gott sei Dank auch im Diskurs ihre Spuren hinterlassen und haben das Obernfenster auch für
24:32
Speaker A
Gegenmeinung geöffnet. Wenn ich an 2000 Anfang der 2000er Jahre denke, da war ich damals so jünger, ich bin glaube ich so 20021 geworden oder so, ne? Da war ich mal erwachsener Jugendlicher, könnte man sagen. Ähm, dass da dass ich da wahrgenommen hätte,
24:46
Speaker A
dass es irgendwie political correctness gibt und dass das meinungsfrei irgendwie eingeschränkt ist. Das habe ich erst wahrgenommen, ich sag mal, den letzten 5 Jahren. Ähm und ich frage mich immer, ist das meine Wahrnehmung, die kaputt war? Jetzt sagen Sie, Anfang der 2000er
25:05
Speaker A
Jahre haben Sie sich in Ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt gefühlt? Äh waren Sie damals alleine oder hatten Sie im Kollegium noch ein zwei andere, die gesagt haben, pass auf, hier die anderen komischen Linken, den mit den kann man gar nicht reden. Oder gab es,
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Speaker A
ich sag mal, standen sie als Kopf oder als Teil einer Gruppe im Lehrerzimmer? Lassen Sie mich kurz vielleicht noch mal auf das eingehen, was ihr was eingangs angedeutet haben, dass sie als junger Erwachsen, dass äh der sie Anfang der
25:33
Speaker A
2000er Jahre waren das Gefühl noch gar nicht so hatten, dass die Meinungsfreheit eingeschränkt ist. Ähm ich glaube, es gibt zwei Erklärungsmöglichkeiten dafür. Erstens, ähm in der Onthogenese ist es so, also als junger Mensch hat man einfach ganz andere Schwerpunkte seines seines Lebens
25:48
Speaker A
äh die man die man entwickelt. Man hat einen ganz anderen Fokus, ne? Man nimmt das äh man nimmt die die politische äh die politische Bedingtheit gar nicht so wahr, weil man mit sich selbst beschäftigt ist, weil man vielleicht ein
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Speaker A
leidenschaftlicher Sportler ist, weil man vielleicht seine erste große Liebe hat. Also alles Dinge, die viel viel wichtiger sind als Politik und äh harter politischer Diskurs ist ein Erklärungsansatz für ihr subjektives Empfinden, was die die beginnen zweusender Jahre angeht. Ähm und der
26:17
Speaker A
andere Erklärungsansatz ist, dass tatsächlich eine negative Entwicklung gibt, was die Ausbringung der Meinungsfreiheit in Deutschland angeht.
26:25
Speaker A
Das ist also empirisch, zumindest so, wie man das messen kann, auch gemessen worden. Wir hatten äh in der Wendezeit 1990 nur etwa etwas über 10% der befragten Deutschen, die gesagt haben, ich traue mich nicht öffentlich meine Meinung äh
26:40
Speaker A
zu äußern und die jüngsten Umfragen Ende 25 äh die äh weisen Werte von zwei Drittel der Befragten aus, die sich nicht mehr trauen, öffentlich ihre Meinung zu äußern. Und äh Anfang der 2000er waren wir schon 10 Jahre vom
26:55
Speaker A
1990er Epochenjahr entfernt und da hat sich das schon tatsächlich verschlechtert und wenn wir jetzt, ich habe jetzt keine keine Erhebung für diesen Zeitraum, aber wenn wir jetzt nachgucken würden, gehe ich davon aus, dass wir schon schlechtere Werte gehabt
27:08
Speaker A
haben als 1990. Ja, also es könnte eine Kombination aus beidem sein, ne? zurück zu ihrer äh Frage. Ja, es gab eine eine junge Koorte von Lehrern, also es waren sehr viele junge Lehrer, die angestellt worden sind, genauso wie ich in dieser
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Speaker A
Schule. Ich glaube, es waren 10 oder 12 sogar. Also das Kollegium wurde äh wirklich neu aufgefüllt und diese junge Kohorte von Lehrern, die war eher pragmatisch orientiert. Ähm, das war jetzt noch nicht so die ideologisierte junge Lehrerschaft, die heute von
27:36
Speaker A
Universitäten kommt, sondern das war eine Lehrerschaft äh, die aus der zweiten Ausbildungsphase gekommen ist, die, sagen wir mal, noch grundanständig studiert hatte, auch noch nicht ideologisiert worden ist an Universitäten und äh die effektiven Unterricht ähm leisten wollte und eine gute Leistung auch ihrer
27:55
Speaker A
Schüler erziählen wollte. Und diese junge pragmatische Generation ähm die war tatsächlich auch kritisch, was diese, sagen mal, Altlinken Narrative angeht, diese progressiven Narrative.
28:07
Speaker A
Die haben gesehen, dass die Erklärungsansätze fehlgehen und dass man so keine Schule machen kann. Aber ähm ich war einer der wenigen, die dann auch mit den Jahren den Mut gefasst haben, sich zu alternativen Meinung öffentlich äh ja die öffentlichen in in den Raum zu
28:24
Speaker A
stellen. Und die anderen haben sich doch auch weggeduckt und haben dann einfach irgendwann auch auf auf Dienst nach Vorschrift umgeschaltet, um nicht anzuecken, ähm um ein ruhiges Beamtenleben zu leben. Also, die wenigsten sind in der Zeit jedenfalls, so wie ich das in Erinnerung habe, ähm
28:41
Speaker A
politisch geworden oder politisiert worden, so wie ich das durch meine Erfahrung als Junger Lehrer dann tatsächlich ähm erlebt habe. Das heißt, sie waren dann in dieser Brennpunktschule und haben gemerkt, hier ist etwas systemisch problematisch. Ich kann mich erinnern, ich habe damals äh
28:59
Speaker A
in der ungefähr 2007 ähm in Frankfurt gewohnt in der WG mit Unternehmensberatern und es sind dann zwei Lehrerinnen eingezogen und die waren ganz motiviert und die waren an der Brennpunktschule in Offenbach. Das wussten die aber nicht, die sind
29:12
Speaker A
irgendwie aus, ich glaub Schwaben irgendwo aus dem Land nach Frankfurt gezogen und haben gesehen, Offenbach ist neben Frankfurt. Da kann ich ja prima eine Stelle annehmen und dann kam die an ihrem ersten nach ihrem ersten Schultag wieder und haben sich abends betrunken
29:23
Speaker A
und das haben die die ersten zwei Wochen gemacht, weil die so frustriert waren und haben erzählt, wie der Ausschuss war. Ich glaube, es haben zehn neue Lehrer angefangen und nach zwei Wochen war noch drei neue Lehrer da. Also ist
29:32
Speaker A
Brennpunktchulenproblem. Ähm, das verstehe ich, was heiß verstehe ich vom Hören sagen. Dann sind sie aber gewechselt an dieses ähm an dieses Gymnasium mit Sportinternet angeschlossen und das muss ja eine ganz andere Welt gewesen sein und da sprechen sie vom demographischen Thema, dass sie
29:51
Speaker A
zu wenig Schüler hatten, aber eigentlich wenn sie eine gute Schule sind, ähm dann verteilen sich ja die Schüler auf alle möglichen Schulen und normalerweise haben gute Schulen eine Übernachfrage und natürlich spielt da Rückgängig gebürten irgendwie eine Rolle, aber das
30:06
Speaker A
haben sie damals als politisches Problem wahrgenommen und nicht eher als unsere Schule ist nicht gut genug. Wenn wir XY Z machen würden, dann hätten wir einfach mehr Bewerber als wir Plätze hätten.
30:14
Speaker A
Na ja, ich sag mal klar spielt das Schulprofil eine Rolle und klar spielt die Attraktivität der Schule eine Rolle.
30:20
Speaker A
Gerade die weiterführende Schule kann natürlich auch Schüler abwerben, wenn sie ein besonderes Profil hat, ein besonderes Angebot hat ähm in in Schulbezirken, die eigentlich nicht ihr eigener sind, ne? Wir hatten zwei Schwerpunkte in der Schule. Das war einmal der Sport, da hatten wir eine
30:35
Speaker A
überregionale Bedeutung und die Musik. die ich auch für sehr wichtig halte. Also meine feste Überzeugung ist, das sind die zwei wichtigsten Säulen der der kindlichen und jugendlichen Erziehung und Bildung, also Musik und Sport. Das darf eigentlich in keiner Schule fehlen,
30:48
Speaker A
ne? Ähm ja. Ähm und trotzdem sind die Möglichkeiten Schüler aus anderen Schulbezirken zu generieren, dann doch begrenzt. Das hat was damit zu tun, dass die Schüler ja auch in die Schule kommen müssen und gerade in ländlichen Gebieten wissen wir selber, der öffentliche
31:03
Speaker A
Person Nahverkehr ist nicht entsprechend ausgebaut und die Schulgrenzen sind dann auch oft auch die Grenzen der Organisiertheit des öffentlichen Personen Nahverkehrs. Das heißt, alles ist darauf abgestellt, dass eine Schule auch organisatorisch aus einem gewissen Einzugsbereich die Kinder rekrutiert,
31:19
Speaker A
ähm die sie dann beschult und wie gesagt, es gibt gerade, wenn man in der Nat hat, sicherlich die Möglichkeit ähm ja fern ab auch mal zu wildern in anderen Schulbezirken, aber ich fand das auch als unangenehm, wissen Sie. Also
31:33
Speaker A
das war für mich ein kurierender Symptom. Na klar kann ich für meine Schule, die ich gut finde, weil ich sie lebe und weil ich sie nach vorne bringen will, Werbung machen. Das habe ich auch gemacht, aber ich habe das immer
31:42
Speaker A
eigentlich mit dem mit dem unguten Gefühl gemacht, weil ich wusste, jetzt nehme ich wieder einen Schüler aus einem Bereich, wo es auch eine Schule gibt, die auch ums Überleben kämpft und dann stirbt diese Schule und damit ist das
31:55
Speaker A
systemische Problem ja nicht gelöst. Also dieses Verantwortungsbewusstsein hatte ich auch schon als Lehrer und deswegen war das für mich keine befriedigende Antwort auf die Frage nach der Zukunft unserer Schulen.
32:06
Speaker A
Das heißt, das muss dann so Ende der 2000, also irgendwie so 2006, 2007 ungefähr gewesen sein, ne? So plus minus. Das war aber noch dann 6, 7 Jahre vor AfD Gründung. Das heißt, sie sind mit diesem ähm politischen Bewusstsein
32:23
Speaker A
immer wieder konfrontiert worden an der Brennpunktschule zunächst. dann aber auch im Gymnasium und dann sind sie haben sie haben gesagt, sie sind politisch geworden oder wieder politisch geworden, das wurde wieder erweckt.
32:34
Speaker A
So, was haben sie dann politisch gemacht, außer zu Hause bei Ihrer Frau oder beim Kumpel zu sagen, was für eine Scheiße, das wir müssen noch mal was tun. So, na ja, natürlich habe ich nicht gesagt, was für eine Scheiße.
32:48
Speaker A
Ja, ich hab ihn das jetzt mal so etwas polemisch Mund gelegt. Nein, mich natürlich oft geärgert. Ja, klar. Und dann ist der erste Ansprechpartner natürlich die Frau. Ähm und meine Frau hat viele Gespräche mit mir auch natürlich dahingehend geführt. Aber ähm
33:04
Speaker A
ich war in meiner letzten Schule, denke ich, auch schon soweit ähm dass ich den den Willen und den Wunsch hatte, mich erstmal in den Stoff zu stellen. Also, ich habe auch viel viel angefangen viel zu lesen, viel politisches, viele politische Lektüre
33:16
Speaker A
genossen, um mir auch die Hintergründe aufzuschließen, also um wegzukommen, was die Diskussion an der Oberfläche angeht, sondern ich wollte neben dem, was ich natürlich studiert hatte und schon erfahren hatte, vertieft wissen, warum ist es alles so? Also die Hintergründe
33:30
Speaker A
zu erfragen und erfahren und und die Ursachen wirklich auf dem Grund zu analysieren. Das habe ich getan in der Zeit.
33:39
Speaker A
Ähm, aber ich habe mich natürlich auch vernetzt mit Gleichgesinden. Das heißt, diese, sagen mal, diese Verfallsymptome, die damals schon zu erkennen waren für die Bundesrepublik Deutschland und in der Bundesrepublik Deutschland, äh die erkannte ja nicht nur ich, sondern die
33:49
Speaker A
erkannten auch andere auch aus meinem Kollegium. Ähm, das war durchaus auch möglich, darüber zu sprechen, auch in meiner letzten Schule. Und ähm es gab aber natürlich dann auch schon solche, sagen wir mal, eher konservativen patriotischen äh Netzwerke, ähm
34:04
Speaker A
Literaturzirkel, also wo man Literatur gelesen hat, sich die gegenseitig vorgestellt hat, also klassisch bildungsbürgerlich eigentlich und ähm es gab ähm ja so lockere Vereinigung informell informelle Netzwerke, wo man sich mal Referenten eingeladen hat, wo man mal eine öffentliche Veranstaltung
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Speaker A
gemacht hat, also alles unterhalb der Parteiebene so einfach so als staatsbürgerliche Vereinigung Vielleicht könnte man das so formulieren, um einfach so ein bisschen zu politisieren nach dem Motto gleich und gleich gesellzig gern, ja, und den Austausch zu pflegen und darüber
34:37
Speaker A
nachzudenken, wie man die Lage verbessern könnte. Aber man kam sich über die Lageranalyse damals noch nicht hinaus. Also ähm das war eine Lageranalyse und die wurde immer fundierter, die wurde immer differenzierter und wie das dann so ist bei einem werdenden Menschen, wenn man
34:52
Speaker A
dann das Gefühl hat, man hat Potenzial entwickelt, man hat eine Substanz aufgebaut, ähm dann ja grau alle Theorie.
35:02
Speaker A
Man will dann irgendwann in die Praxis und will dann diese äh diesen politischen Einsichten auch größeres Gehör verschaffen. Man kann das tun, indem man publiziert beispielsweise, indem man sich engagiert. Ähm damals ging es natürlich richtig los mit der
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Speaker A
mit der Internetkommunikation, ne? und dass man diese Plattform, diese Möglichkeiten nutzt oder indem man sich eben ja versammelt, ähm informell äh zusammenfügt, aber natürlich dann irgendwann auch an dem Punkt steht und zu dem Punkt gelangt, dass man sagt, wir
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Speaker A
leben in einer parlamentarischen Demokratie. Diese parlamentarische Demokratie ist ein Parteienstaat. Man kann das gut finden oder schlecht. Es gibt viel an Parteienstaat auszusetzen.
35:40
Speaker A
Ich setze auch sehr viel an diesem Parteienstaat aus. Ja, kritisieren sehr stark und sehr scharf. Äh, aber wenn man jetzt wirklich äh Politik machen will als äh mit dem Anspruch wirklich etwas zu verändern, musst du akzeptieren, dass du dazu eine Partei brauchst, ne? Und
35:56
Speaker A
dann haben wir natürlich in der Zeit auch beobachtet, was gab's so für Parteigründung jenseits des äh Kartellpartewesens. Ich will es mal ganz deutlich auf den Punkt bringen, ja, das damals vielleicht noch nicht so verpanzert war, wie es wie es heute der
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Speaker A
Fall ist und es gab verschiedene Versuche, alternative populistische patriotische Politik zu machen. Also, ich kann mich noch gut erinnern an den an den Amtsrichter Schill, Amtsrichter gnadenlos. Weiß nicht, ob ob ihn der Name noch was sagt, der ist in Hamburg
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Speaker A
unterwegs gewesen. Mal gehört. Ja. Und der Schill Roland Roland Barnabas Schill war Amtsrichter in Hamburg und hat sich einen Namen dadurch gemacht als Amtsrichter, dass er das Recht und Gesetz äh sehr hart ausgelegt hat und ähm also von wegen
36:39
Speaker A
Kuscheljustiz, die gab's bei ihm nicht, sondern er hat also auch ähm weil er wohl den Anspruch hatte als Richter pädagogisch unterwegs zu sein und Deliquenten auch zu zeigen, wo der Bartel den Most holt, damit sie nicht zu wieder zu zu Wiederholungstätern werden,
36:53
Speaker A
hat er entsprechend geurteilt, hat sich dadurch in Hamburg einen Namen gemacht, weil Weil das natürlich völlig abwegig war in Hamburg in einer durch und durch rotgrünen Großstadt, in der alles ging, ne? Läifair ganz oben angesetzt ist und jeder Wiederholungstäter die letzte und
37:08
Speaker A
noch mal die letzte und dann noch mal die letzte Chance kriegt, um sich zu resozialisieren. Und Roland Barnambas Schill hat dagegen gehalten und hat andere Urteile gesprochen. So, dadurch ist er irgendwie auch politisch bekannt geworden und ist dann in die Politik
37:19
Speaker A
gegangen, hat dann die Schildpartei gegründet. Also, es gab nicht oder es gibt nicht nur die Wagenknechtpartei, sondern es gab schon vorher so ein so eine Partei, die nach dem Namens nach dem Gründer benannt worden ist, die Schildpartei. Und die hat dann, wenn ich
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Speaker A
mich recht erinnere, ä Anfang der 2000er, ich kann mich aber auch täuschen, in Hamburg bei der Bürgerschaftswahl wirklich aus dem Stand heraus mit einem, sagen wir mal, rechtspopulistischen Programm, das aber die Finger in die bekannten Wunden legte, fast 20% geholt.
37:50
Speaker A
Und Schill hat damals glaube ich auch als er war dann Innensenator hat dann mal eine Rede gehalten im Bundesrat, die ist bundesweit wahrgenommen worden. Also eine provokante Rede, wo er wirklich mal Klartext gesprochen hat. Aber er muss dann irgendwie, na ja, sagen mal, durch
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Speaker A
die Macht korrumpiert worden sein. Er ist relativ schnell sehr hoch gestiegen und hat wahrscheinlich dann zu viel Höhenluft eingeatmet und hat die Bodenhaftung verloren und muss dann so wie ich das, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, irgendwie dann auch mit
38:17
Speaker A
Drogenberührung gekommen sein und so weiter und ist dann gnadenlos abgestürzt. Das war wie gesagt so eine Sternschnuppe eines Parteiprojekts, dass man aus einer ganz anderen Richtung gestartet worden ist und zumindest kurzfristig großen Erfolg hatte. Das haben wir natürlich in unseren
38:30
Speaker A
Gesprächskreisen intensiv verfolgt und intensiv analysiert, sowohl den Aufstieg als auch den Fall, ne? Und das war für uns dann auch immer ein leer und Lerngegenstand, um es mal irgendwann besser zu machen.
38:43
Speaker A
Was hätte dagegen gesprochen in eine, wie Sie sagen, Kartellpartei einzutreten? Na ja, meine eigene Erfahrung. Ich war zwar nie in einer Kartellpartei, aber ich war in der Jugendorganisation einer Kartellpartei.
38:55
Speaker A
Waren Sie in welche? in der Ju. Sie waren in der Ju? Ja, ich war in der JU. Jetzt fragen Sie mich, wie kommen Sie denn in der Ju?
39:05
Speaker A
Nicht das, also das wäre eine nahiegende Frage. Also, aber so absurd finde ich das gar nicht. Also in irgendeiner Partei müssen sie ja sein.
39:12
Speaker A
Ja, weil ich, also ich bin damals, das war so in der Oberstufenzeit, das war eigentlich schon früher, es war in der Mittelstufenzeit. Ich bin eigentlich, wie gesagt, das war die Zeit, wo ich noch durch mein Eltern ziemlich politisch war und ähm ich sag mal so,
39:25
Speaker A
die die Schule damals oder die Schülerschaft damals ähm vor allen Dingen die Mädels, die waren, na ja, eher so progressiv links und ähm da gab's aber auch eine eine größere Klicke, mit der ich oft zusammen war. Das waren oft Unternehmersöhne,
39:43
Speaker A
also aus Wohlhabendem Hause, die ja viel über wirtschaftliche Fragen nachdachten und die vielleicht auch schon den Gedanken die Unternehmensnachfolge ordneten. Äh wie dem auch sei, ähm die also, sagen wir mal eher aus dem Wirtschaftsbürgertum kam, aus dem Besitzbürgertum kam und ähm ich kam aus
40:04
Speaker A
einer Familie, also aus einer bürgerlichen Familie, aber jetzt nicht besonders wohl. Mein Vater war Lehrer, meine Mutter war Krankenschwesterin, Krankenschwester, also ganz normale bürgerliche Familie. Ähm und ich wollte auf jeden Fall anders sein als die anderen. Das war mir immer wichtig. Ähm
40:20
Speaker A
also ich hatte immer das das Gefühl, du willst auf deinem eigenen Weg unterwegs sein. Du bist kein Herdenmensch. Und ich habe eigentlich mal das gemacht, was die MD nicht gemacht hat. Aus Prinzip.
40:31
Speaker A
Das hat was mit meiner Freiheitsliebe zu tun. Ich war auch als Kind, glaube ich, relativ renent.
40:37
Speaker A
Also Autorität habe ich nur akzeptiert, wenn ich sie verstehen konnte. Also wenn ich der Autorität eine dienende Funktion zuschreiben konnte, dann war ich bereit auch zur Unterordnung. Aber man musste mir die Autorität erklären, da war ich sehr eigen. Aber ich war dann schon auch,
40:56
Speaker A
denke ich, ein ganz äh ja nettes Kind. So, aber das müssen meine Eltern entscheiden oder mussten meine Eltern entscheiden. Ja, und in der Schulzeit war es eben so, es gab ganz wenige, die äh die politisch waren, also parteipolitisch interessiert waren und
41:10
Speaker A
ich war das eigentlich und bin dann ja mit 14 Jahren schon in YDU e reingetreten. Ähm weil ich irgendwie auch heute ist das für mich schwer nachzuvollziehen. Also, ich kann es erklären, aber natürlich aus dem aus dem heutigen Blickwinkel ähm müsste das mit
41:28
Speaker A
Fragezeichen versehen werden. Ich fand Hambut Kohl irgendwie gut. Ähm ich ähm habe mich mit seinem Wändeversprechen auseinandergesetzt. Hermut Koh hat in den 80er Jahren Wahlkampf gemacht mit einem Wendeversprechen. Deutschland braucht eine geistig moralische Wende.
41:45
Speaker A
Eine geistig moralische Wende. Und das ist das, was ich als Jugendlicher schon verstanden habe, dass dieses Land, dass dieses Deutschland, zu dem ich eigentlich eine positive Beziehung hatte, auch durch mein Elternhaus und durch die durch die Geschichte, die mir erzählt worden ist,
42:00
Speaker A
die sicherlich eine andere Geschichte war als die Geschichte, die ich aus den Schulbüchern gelernt habe, äh dass dieses Land ein blockiertes Land ist, dass dieses Volk ein Volk ist, das sich selbst verloren hat.
42:15
Speaker A
Und das war für mich immer auch der Ausgangspunkt des politischen Nachdenks. Du kannst eigentlich nur zu einer guten Politik in einem Staat kommen, wenn dieser Staat oder wenn das tragende Staatsug sich selber hat, wenn es in einer intakten Traditionslinie steht,
42:27
Speaker A
wenn es ähm in in Werten leben darf, die seine Werte sind und keine fremden Werte sind. Aber Deutschland und das deutsche Volk wirkten damals schon desintegriert in dieser Hinsicht. Das habe ich gespürt. Deswegen war ich für diese Botschaft der geistig moralischen
42:46
Speaker A
Wände von Helmut Kohl, der es vielleicht auch spürte, der es aber dann das Bundeskanzler nicht umsetzen konnte, sondern sich auch schon dem bunten Zeitgestern ergeben hat irgendwie ähm zugetan. Und ich fand auch gut, dass die CDU damals Werbung gemacht hat mit schwarzot
43:00
Speaker A
goldenen Flaggen. Ja, heute weiß ich, dass das dass das Taktik war, ne? Die CDU hat immer rechts geblinkt und ist links abgebogen und hat mit dem Patriotismus gespielt. hat aber nie deutsche Interessenpolitik exekutiert. Also auch die Wiedervereinigung, wenn man sich mit
43:13
Speaker A
ihr beschäftigt, ist äh Helmwood Kohl mehr oder weniger in den Schoß gefallen. Ja, aber wie gesagt, das war für mich äh interessant, dass es da ein Politiker ist, der sich anscheinend seinem eigenen identifiziert. Deswegen fand ich auch Franz Josef Strauß gut, den alten CSU
43:30
Speaker A
Kämpfer, der gepoltert hat, ja, aber der manchmal auch Klartext gesprochen hat, weil ich das Gefühl hatte, h muss mal jemand auf den Tisch klopfen, muss mal jemand Tachelis reden, wir brauchen mal eine freie ähm tabulose Aussprache darüber, wer wir sind und wo wir hin
43:47
Speaker A
wollen als Deutsche. Und das waren so zwei Politikertypen, den ich das irgendwie zutraute, dass ich letztlich an der Nase herumgeführt worden bin. ähm und der Propaganda dieser etablierten Partei auf den Leim gegangen bin, weiß ich heute, aber damals war das natürlich
44:01
Speaker A
für mich als Jugendlichen nicht zu schauen. Mein Vater war damals schon skeptisch, als ich ihm sagte, ich will in Ju eintreten. Hat mich aber nie daran gehindert. Also mein Vater hat seinen eigenen politischen Standpunkt gehabt, den er mir auch immer wieder nahe
44:14
Speaker A
gebracht hat, aber es war und das habe ich von ihm wirklich auch übernommen, er war niemals ein Ideologe. Ähm er war niemals ein Vater, der wollte, dass ich so werde wie er.
44:24
Speaker A
in seinem Bewusstsein ihm folge, in seinem Wissen, in seiner Bewertung, seinem Weltzugang ihm ihm nachfolge. Das war niemals der Anspruch meines Vaters.
44:32
Speaker A
Und das war für mich auch eine ganz wichtige Erziehungsprägung, die ich dann später auch in der Schule als Lehrer genauso umgesetzt habe. Ich habe immer einen Standpunkt vertreten und habe erklärt, warum ich diesen Standpunkt habe, aber habe meinen Schülern immer
44:46
Speaker A
die Möglichkeit gegeben, den eigenen Weg in die Zukunft zu nehmen und auch einen ganz anderen Standpunkt einzunehmen, ohne dass es irgendwelche negativen Konsequenzen gehabt hätte. Das war nicht bei jedem Lehrer so, den ich kennengelernt habe, ne?
44:59
Speaker A
Und na ja, dann bin ich in Ju gegangen. Mein Vater war skeptisch, weil er grundsätzlich das Parteileben äh als ein ein ja, eine Machenschaft einordnete und äh erkannte die Oligarchisierungsprozesse in den Parteien, die ja damals schon durchgelaufen waren. Ja. und erkannte
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Speaker A
den den übermächtigen Parteienstaat, der sich ähm die Stat die staatliche Sphäre unter den Nagel gerissen hatte und ähm erkannte die ja die ehrenengesetze der Oligarchie der Oligarchie und der Oligarchisierung.
45:35
Speaker A
Was sind die Gesetze der Oligarchie und Oligarchisierung? der Oligarchisierung. Ja, das sind die ähm das ist die die Gesetzmäßigkeit, dass dass Parteien eben nicht lebendig bleiben. Also Parteien sind ja nach dem Parteiengesetz demokratisch zu organisieren, von unten nach oben aufzubauen, aber es ist
45:53
Speaker A
einfach im im Gang, im Lebensgang einer Partei so, dass irgendwann sich mal eine Funktionärsschicht herausschält.
46:01
Speaker A
Das hat verschiedene Gründe. Ähm manche kommen in diese Funktionärsebene, in die Führungsebene, weil sie vielleicht gut sind, weil sie gebildet sind, weil sie fachlich kompetent sind. Leider ist es in der heutigen im Parteienleben oft so, dass die nach oben kommen, die einfach
46:15
Speaker A
schweinchenschlau sind, die den Ellenbogen ausfahren, die die Machtpolitik beherrschen, ne? äh die nicht als Idealisten gestartet sind und äh na ja und jedenfalls war mein Vater davon überzeugt, dass äh dass es einem jungen Menschen nicht gut tut, in Partei unterwegs zu sein. Und
46:34
Speaker A
ähm das hat er mir auch sehr nahe gebracht und ich bin aber unbefragen trotzdem in diese Jugendorganisation eingetreten, habe aber nur sehr wenige Veranstaltung dort mitgemacht, weil ich tatsächlich sofort das Gefühl hatte, ähm dass das, was mein Vater mir
46:47
Speaker A
vorausgesagt hat, auch tatsächlich der Realität entspricht. Da waren dann schon die jungen JU Funktionäre, die als Kofferträger von Landtags- und Bundestagsabgeordneten unterwegs waren.
47:00
Speaker A
Die wussten, wie sie sich zu bewegen hatten. Die wussten, auf welches Foto sie unbedingt drauf kommen müssen, um eine Bedeutung zu erlangen. Die wussten, was man sagen darf und was man nicht sagen darf. die dabei waren, ja, die
47:14
Speaker A
Ochsentour nach oben in dieser Partei anzutreten und die haben natürlich auch dann die Jugendorganisation geprägt und auch die Atmosphäre in dieser Jugendorganisation geprägt. Und ähm ich denke, dass es in linkpierung in der damaligen Zeit noch anders war. Das war
47:29
Speaker A
wahrscheinlich äh ja ähm anarchistischer und basisdemokratischer und dann stellt man sich als Konservtiativer natürlich die Frage, was kommt am Ende raus und ist dann Lebenszeit gut eingebracht, wenn jeder alles äh äh ja vorbringen kann, ob das jetzt der
47:46
Speaker A
gröbste gröbste Unfug ist oder nicht und man das endlos diskutiert. Also, ich habe jetzt nichts gegen eine gewisse Führung und eine gewisse Struktur, aber gerade eine Jugendorganisation muss einfach Freiräume geben und eine Jugendorganisation an der Partei ähm muss auch so geführt werden, ähm ja,
48:04
Speaker A
dass der jugendliche Geist nicht abgeschnürt wird, sondern dass er sich entwickeln kann. Und eine Jugendorganisation hat auch noch pädagogische pädagogischen Auftrag.
48:12
Speaker A
Alles das gab's damals nicht mehr. Die JU war so habe ich das empfunden tatsächlich die junge CDU, die darauf vorbereitete, dass man dann über die Konrad Arenau Stiftung die entsprechenden Fortbildung machen konnte, um sich zu professionalisieren im Habitus in der Rhetorik. Ich habe
48:28
Speaker A
z.B. niemals Rhetorikschulung gemacht, bis heute nicht. Ja. Ähm und das habe ich auch ganz bewusst hier gemacht, weil ich authentisch bleiben will, weil ich selbst bleiben will. Das war damals schon ganz anders. Das war sehr professionell. Also, ich war nicht lange
48:39
Speaker A
da und bin dann relativ schnell zur Katiche geworden, aber ich habe es probiert. Aber sie waren s mit 14 eingetreten. Sie haben gesagt, ähm sie haben, ich glaube das war ihr ihre Wortw natürlich ein anderes Geschichtsverständnis gelernt von durch
48:54
Speaker A
ihren Vater, als man das gemeinhin aus Büchern und in der Schule lernt. Was haben sie anders gelernt als ich oder die meisten Leute, die einfach in der Schule Geschichte gelernt haben?
49:03
Speaker A
Na ja, das kam schon dadurch, ähm, dass ich aus einer aus einer vertriebenen Familie gekommen bin oder komme, stamme, ne? Also, das ähm meine Vorfahren kam größtenteils aus Ostpreußen und das Schicksal der Vertriebenen war in unserer Familie ja
49:22
Speaker A
einfach auch ein ein Dauerthema, ne? Also Menschen, die alles verloren haben, die ihre Heimat aufgeben mussten. Viele haben die Flucht, die Vertreibung nicht überlebt. Ich habe auch Verwandte verloren.
49:33
Speaker A
Weiß von Verwandten weiblichen Geschlechts, die massenvergewaltigt worden sind. Also das Leid, dass die eigene Zivilbevölkerung erfahren hat gerade zum Ende des Zweiten Weltkrieges, das war ein Thema in unserer Familie. H natürlich war das nicht so wurde das nicht so
49:49
Speaker A
eingeortet, äh dass man nicht die Kausalitäten auch diskutiert hätte. Wie ist was gekommen, wie ist der zweite Weltkrieg entstanden, wie ist der erste Weltkrieg entstanden, äh wie ist die der kausale Zusammenhang zwischen Versa Vertrag und Ausbruch des Zweiten
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Speaker A
Weltkriegs und so weiter. Ja. Ähm, das wurde auch alles durchaus multiperspektivisch, so würde ich das als Geschichtslehrer mal einordnen diskutiert. Ähm, aber und das fand ich aber auch ganz natürlich, dass natürlich das selbsterfahrene Leid auch immer wieder thematisiert wurde und im im
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Speaker A
Mittelpunkt stand, weil das eben das konkrete Leid war und kein abstraktes Leid war. Und das war in der geschichtspolitischen Diskussion und auch dann in den Geschichtsbüchern äh nicht das große Thema. Also, das war schon so der Tenor. Na ja, die Deutschen
50:34
Speaker A
haben eben den Zweiten Weltkrieg ausgelöst und das Schicksal der Menschen äh ob sie nun äh Mitglied der NSDP waren, ob sie Hitler gefolgt sind oder nicht oder sogar im Widerstand ist völlig egal. Es waren halt Deutsche und die sind dann halt als
50:48
Speaker A
Kollateralschaden eines eines solchen Krieges zu akzeptieren und den kann man oder sollte man dann einen größeren Stellenwert nicht einräumen. Also das deutsche Leid, die die deutsche Not ähm wurde auch damals schon in den Schuhgeschichtsbüchern nicht ansatzweise so thematisiert, wie man das eigentlich
51:04
Speaker A
auch hätte tun müssen, wenn man ähm als Staat Empathie mit der eigenen Geschichte ähm hervorrufen möchte, auch als Teil der Identifikation mit der eigenen Geschichte. Also die Identifikation mit der eigenen Geschichte ist ja so wichtig für einen für einen Staat. Also, wenn ein Volk die
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Speaker A
Identifikation mit der eigenen Geschichte verliert, verliert seine Fähigkeit, Staatsvolk zu sein. Es ist einfach so, wenn man die eigenen Traditionen verliert, wenn man die eigene Moralvorstellung verliert, wenn man ähm auch die den grundsätzlich bei allen Schattenseiten, die es immer gibt in jeder Geschichte
51:37
Speaker A
jedes Volkes, ähm das grundsätzlich positive nicht zentral stellt, äh sondern die die negativen Auswüchse der eigenen Geschichte des Volkes zentral stellt, dann entsteht ein negatives Bewusstsein, ein negatives kollektives Bewusstsein und auf einem negativen kollektiven Bewusstsein ist keine freie
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Speaker A
Bürgergesellschaft aufzubauen und ist kein Stat in die Zukunft zu führen. Man braucht einen lebendigen vitalen Patriotismus, der auf einem grundsätzlich intakten Geschichtsbild und Geschichtsverständnis fußt. Und das wurde uns auch schon als Schüler in der Schule, ich will nicht sagen, aberzogen,
52:10
Speaker A
aber das wurde nicht positiv gefördert. Ja, und das heißt ja nicht, wie gesagt, dass man nicht auch die Schattenseiten durch was thematisiert.
52:18
Speaker A
Können Sie mich da vielleicht als als geschichtlich nicht ausreichend gebildeter Mensch mal abholen? Möglicherweise bin ich auch nicht der einzige. Äh Ostpreußen, ich war mal in Kaliningrad. Und ähm wenn man nach Kalining gerad kommt, dann geht man fliegt man nach Russland, geht über eine
52:31
Speaker A
russische Grenze. Am Flughafen sieht alles russisch aus und dann kommt man in die Stadt und die sieht einfach aus wie eine deutsche Stadt. Die Häuser sehen deutsch aus, deutsche Bürgersteige, weil es eben die Haut Hauptstadt von Ostpreußen war, wenn mich nicht alles
52:42
Speaker A
täuscht. Ähm was ist da genau passiert? Ähm wer hat wen, wann warum vertrieben? Na ja, gut, das ist eine ganz lange Geschichte, die kann ich jetzt nicht in einem in ganz groben sozusagen.
52:56
Speaker A
Also h etwa zum Ende des Jahres 1944 ähm die Wehrmacht war auf dem Rückzug, der Russland Feldzug war gescheitert, ähm überschritten die deutschen Soldaten wieder die Reichgrenze und die östlichsten Gebiete sind oder das östlichste Gebiet des deutschen damaligen deutschen Reiches ist eben
53:21
Speaker A
Ostpreußen und ähm Die rote Armee hat dann dort auf deutschem Boden Rache geübt. Natürlich auch für das, was Deutsche in Russland angerichtet haben.
53:37
Speaker A
Kausalität, gar keine Frage, aber auf brutalste Art und Weise Rache geübt. Äh Königsbeck ist belagert worden ähm und ist dann eigentlich mehr oder weniger dem Erdboden gleich gemacht worden.
53:48
Speaker A
Also, es gibt zwar das eine oder andere Gebäude, das wieder aufgebaut worden ist, wenn man sich aber die Bilder von Königsberg nach dem Zweiten Weltkrieg anschaut, einzelne gibt es davon, äh dann hat man das Gefühl, man kann diese
54:01
Speaker A
Stadt in im Zerstörungsgrad nicht unterscheiden von Hiroshima und Nagasaki nach dem Atombombenabwurf. Also wirklich eine Stadt, eine über viele Jahrhunderte, 700 Jahre äh äh alt, eine über Jahrhunderte gewachsene Stadt mit ganz vielen historischen Gebäuden, der die wunderschön gewesen sein muss, so
54:18
Speaker A
wie meine Großeltern erzählten, die in der Nähe lebten, die dann wirklich durch diesen Krieg vernichtet worden ist und das deutsche Leben ist dort vernichtet worden. Also eine Kultur, die dort 700 Jahre ansichtig war, ist komplett vernichtet worden. Ähm, mein Urgroßvater
54:33
Speaker A
und meine Urgroßmutter ähm väterlicherseits sind in Königsberg geblieben, weil sie sich geweigert haben, die Heimat zu verlassen und sind dann 1946 sind einige tausend Deutsche dann trotzdem in Königsberg geblieben, die dann in irgendwelchen Köller Kellerlöschern noch vegetiert haben. Die
54:49
Speaker A
sind dann dort verhungert. Also viele 1000 Deutsche sind dann nach 1945 auch in Königsberg und in Ostpreußen äh und in den Ostgebieten auch noch verhungert.
54:58
Speaker A
Das muss man wissen. Wie sind sie verhungert? Nee, weil es kein Essen gab. Also, aber es gab ja eine eine russische Bevölkerung da gab noch nicht. Nee, nee, die gab's auch noch nicht. Das heißt, erstmal wurden die Deutschen vertrieben.
55:09
Speaker A
Ja, wenige Deutsche sind sind da geblieben aus Gründen, ne? Weil einige wollten ihre Heimer nicht verlassen.
55:16
Speaker A
Gerade die älteren Leute sagten: "Nee, wir bleiben hier, wir gehen hier unter. Ähm, wir sind hier geboren, wir wollen hier begraben bleiben, äh wollen hier begraben sein. Ähm, aber die meisten sind natürlich dann äh geflohen. Meine Großmutter und ihre Familie ist auch
55:30
Speaker A
geflohen, hatten noch das Glück, sie wollten eigentlich die Wilhelm Gustlov erreichen. Äh, das war eins von den großen Passagierschiffen aus der KDF-Flotte, die den Transport von Deutschen aus den Ostgebieten ins Kernland ähm ähm ähm ja leisteten über die Ostsee. Ähm und diese
55:51
Speaker A
Kreuzfahrtschiffe, die in der Friedenszeit für Kreuzfahrturen benutzt worden sind, sind dann für den Transport von Flüchtling genutzt worden in den letzten Monaten des Krieges und viele 100taus Ostpreußen sind mit diesen KDF-Schiffen tatsächlich auch in das zentrale Reichsgebiet gekommen und haben
56:10
Speaker A
dadurch ähm dann auch die die Flucht und die Vertreibung überlebt. Ähm, aber die Wilhelm Gustav beispielsweise ist kurz nach dem Auslaufen torpedäiert worden von russischen U-Booten und mit 10.000 Passagieren, die meisten waren Frauen und Kinder, gesunken, 10 000 Tote. Und
56:27
Speaker A
meine Großmutter wollte unbedingt dieses Schiff erreichen und war völlig verzweifelt, als dieses Schiff kurz bevor sie im Hafen ankam abgelegt hatte.
56:35
Speaker A
Und am Ende war es ein Glück, dass sie nicht auf dieses Schiff gekommen ist.
56:38
Speaker A
Ja, so ist das. Sie ist dann in einem Flüchtlingslager in Dänemark gelandet, wo man auch nicht gut behandelt worden ist als Deutsche. Aber wie gesagt, das kann man vielleicht doch verstehen nach der Besetzungszeiten in Dänemark. Ich sehe immer immer beide ähm ähm Seiten,
56:51
Speaker A
ne? Na ja, und dann ähm wie gesagt, die Fluchtbewegung aus Ostdeutschland ähm die setzte Ende 1944, Anfang 1945 ein.
57:00
Speaker A
Die Leute nahmen das Notwendigste mit. Auf Pferdewagen wurde dann der ärmlische Hausrad transportiert und dann ging es Richtung Westen in der Hoffnung oder gewarnt durch die ersten Grolltaten, die schon bekannt geworden sind, die die rote Arme verübt hatte beim Übertritt über die
57:19
Speaker A
Reichgrenze, hat sich die Zivilbevölkerung dann auf den Weg gemacht und ist ins Kernreich geflohen.
57:25
Speaker A
Und man weiß, man nimmt heute an, dass etwa 2 bis 3 Millionen Menschen auf dieser Flucht und Klebe gekommen sind.
57:30
Speaker A
Äh sei es, weil sie erfroren sind, sei es, weil sie durch Tiefliegerbeschuss getötet worden sind oder wie auch immer, 2 bis 3 Millionen von insgesamt etwa 14 Millionen aus dem östlichen Teil Deutschlands, also aus Ostpreußen, Pommern und Schlesen, die heute zu Polen
57:44
Speaker A
und Russland gehören, aber auch aus den deutschen Siedlungsgebieten in Rumänien, in Ungarn, aus dem Sodenland und so weiter und so weiter. Es war eine wirklich kulturhistorische Zesur, weil Mittelsteuropa war über viele Jahrhunderte Deutsch geprägt. Deutsch war dort die Sprache schlecht hin und äh
58:01
Speaker A
das deutsche Stadtrecht des Mittelalters war das Stadtrecht der der Städte des des äh äh Mittel und Osteuropas und die deutsche Kultur war dort tief tief verwurzelt. Und das ist dann äh wie gesagt durch die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges ausgelöscht worden, diese
58:16
Speaker A
dieser Teil der deutschen Kultur und das wird auch nicht mehr wieder neu geboren werden können. Und dieser Verlust und dieser Auslöschungsschmerz war natürlich immer auch Teil meiner Familienerzählung und das Teil meiner Familienerzählung gewesen. Und ähm vielleicht ist es auch
58:35
Speaker A
so, ich erkläre versuch das zu erklären, dass mein Kampf um dieses Land und wir verlieren gerade Restdeutschland, ja, man muss es Deutschland deutlich so sagen, resultiert vielleicht und dieser dieser Leidenschaft, die ich in diesen Kampf hineinetze, resultiert vielleicht
58:49
Speaker A
auch aus dieser Verlusterfahrung, weil meine Familie schon einmal ihre Heimat verloren hat. Und Heimat verliert man eben nicht nur durch Flucht und Vertreibung, sondern Heimat verliert man auch dadurch, dass man zur Minderheit im eigenen Land wird. Und auf diesem
59:00
Speaker A
schlechten Weg sind wir Deutschen gerade unterwegs. Ähm, na ja, und durch die Regelung der Siegermächte wurden dann äh die östlichen Gebiete abgetrennt. Völkerrechtswidrig natürlich, also Ostpreußen, Schlesien und Pommern äh wurden abgetrennt. Das nördliche Ostpreußen wurde der Sowjetunion zugeschlagen. Königsberg
59:17
Speaker A
wurde umbenannt in Kaliningrad und ähm die polnische äh die die polnischen Gebiete ähm und Pom Schlesienn wurden polnisch äh und der alte polnische Staat musste eine Westverschiebung mitmachen.
59:34
Speaker A
Also alte polnische Gebiete wurden abgetrennt, das wurde so würtig. Und die Ostpolen wurden dann überwiegend in den entvölkerten von deutschen verlassenen ähm ehemaligen östlichen Reichsgebieten angesiedelt, also im südlichen Ostpreußen in Schlesien und in in Pommern. Da leben heute sehr, sehr viele
59:51
Speaker A
äh Nachkommen von den Menschen, die aus Ostpolen wiederum vertrieben worden sind. Also diese Westverschiebung Polens war ein riesen Thema und ähm ja, das sind so die katastrophalen Folgen des Zweiten Weltkriegs für uns Deutsche gewesen. Ja. Und in diesem Mindset sind
60:06
Speaker A
sie aufgewachsen, sozialisiert worden, dann kam der normale Geschichtsunterricht, dann sind sie mit 14 in die Ju eingetragen. Wie war der Geschichtsunterricht damals? Ähm, als sie dann so 14, 15 waren, hatten sie politisches Verständnis, ich me sie sind ja in die JU eingetreten und dann kam
60:22
Speaker A
ihr Geschichtslehrer mit dem gemeingültigen deutschen, nennt es mal, Schuldverständnis. Wie haben Sie sich da im Unterricht verhalten und positioniert?
60:35
Speaker A
Also, ich hatte tatsächlich das Glück, ähm in meiner Gymnasialzeit Geschichtslehrer zu haben, die das, was sie jetzt gerade dieses Schuldverständnis äh nicht so hatten, nicht jedenfalls nicht in der Qualität, wie man das heute sicherlich äh an deutschen Schulen oft
60:53
Speaker A
vorfindet, ne? Das waren noch ähm gut ausgebildete Historiker und ähm klar, es gab auch damals schon den Lehrplan, es gab auch damals schon die Lehrwerke, die am Lehrplan orientiert waren und es gab die Schwerpunktsetzung, die geschichtsdidaktisch vorgegeben war.
61:10
Speaker A
Ähm, aber es ähm war immer noch in der Hand des Lehrers liegend, dass man vielleicht auch mal auf Aspekte hingewiesen hat im Rahmen der pädagogischen Freiheit, die jetzt nicht Express deswerbes im Lehrplan so standen und äh vom Lehrplan eingefordert wurden.
61:26
Speaker A
Ja, und diese Freiheit haben sich die Lehrer damals auch noch genommen und ähm es gab sicherlich auch Lehrer, die ein ähnliches Schicksal hatten wie meine Vorfahren bzw. die selber Vorfahren hatten, die ein ähnliches Schicksalten haben und da gab es auch die Möglichkeit
61:39
Speaker A
mal zu diskutieren. Ähm, also ich kann mich beispielsweise an eine sehr interessante Diskussion erinnern ähm zum Ausbruch des ersten Weltkrieges.
61:48
Speaker A
Ähm, das ist ja so, dass der und neuere Forschung zeigt das vor allen Dingen interessant ähm Historik aus dem angelsächsischen Raum haben da in den letzten Jahrzehnten viel zu beigetragen, das Verständnis vom Ausbruch des zwe des ersten Weltkriegs
62:03
Speaker A
wirklich deutlich zu revidieren. Ja, also das deutsche Reich hat er, nachdem es den Krieg verloren hatte im Waser Vertrag in Artikel 231 die Alleinschuld zugewiesen bekommen am Ausbruch dieses Krieges. Heute wissen wir, dass das Deutsche Reich mit Nichten
62:17
Speaker A
allein schuldig war am Ausbruch dieses Krieges, sondern dass es andere Mächte gab, die ein vielleicht noch viel größeres Interesse hatten am Ausbruch dieses Krieges ähm als das Deutsche Reich. Und ähm diese Diskussion konnten wir damals tatsächlich auch noch führen ähm im
62:34
Speaker A
Geschichtsunterricht. Also diese wirkliche Multiperspektivität, was waren die Kriegsursachen, welche Motivationen gab es in den verschiedenen Ländern, die damals in den Krieg eintraten? Und das wurde wurde offen diskutiert. Ähm, aber wie gesagt, in der heutigen Betrachtung und bei der nur noch rudimentär
62:53
Speaker A
vorhandenen Bildung oft vieler Lehrer muss man ja sagen, ist ja nicht nur, dass die Schüler immer weniger wissen, sondern dass auch die Lehrer, die von Universität jetzt kommen, immer weniger gebildet sind. Ja, sie haben die richtige Haltung. Sie sind äh
63:08
Speaker A
geschlechtssensibel erzogen worden und können ähm geschlechtsensibel sprechen, aber ich habe oft das Gefühl, dass die die fundierte Bildung äh an den Universitäten ob nicht mehr ausgereicht wird, so wie ich das noch genießen durfte, aber vielleicht auch schon mit
63:21
Speaker A
Abstrichen. Ja, aber das das große Narrativ ist eben Deutschland ist die schuldige Nation und gerade für den ersten Weltkrieg, gerade für das Kaiserreich sehe ich das sehr sehr kritisch dieses Narrativ. Ja, ich sehe eigentlich, dass das deutsche Kaiserreich ein Reich war, das ähm so
63:39
Speaker A
wie das Bismarck mal ausgedrückt hat, ein saturiertes Reich war. Bismark war natürlich ein großartiger Staatsmann, den ich sehr bewundere und auch verehre und äh von dessen denken ich mir sehr viel aneigne.
63:51
Speaker A
Und Bismarck hat die schlechte geostrategische Lage Deutschlands in der Mitte Europas sehr gut analysiert, hat auch immer darauf wert gelegt, ähm dass die Kriege, die er geführt hat, die er führen musste, die sogenannten Einigungskriege immer mit einem Frieden
64:07
Speaker A
abgeschlossen worden sind, die für den Gegner gesichtswarnt waren und die eben auch die Möglichkeit boten, in einigen Jahren auch wieder in Partnerschaft zueinander zu stehen. Und das war eigentlich noch der Ausfluss des alten europäischen Völker und Kriegsvölkerrechtes, das sein Beginn mit
64:28
Speaker A
dem westfelischen Frieden 1648 hat. ähm wenn ich das ausführen darf. Bitte sehr, das ist ein ganz entscheidender Punkt, weil ähm wir sind sicherlich alle beunruhigt über die Weltlage in der Gegenwart und wenn man sich mit dem Kriegsvölkerrecht und mit dem
64:44
Speaker A
Völkerrecht beschäftigt, dann wird man ähm eine große Wandlung des Völkerrechts in den letzten Jahrhunderten erkennen.
64:50
Speaker A
1648 wurde der westfehliche Frieden geschlossen in Osnerbruck und in Münster und ähm Europa ähm war ein Kontinent, der durch die Konkurrenz vieler Völker auf engem Raum immer sehr stark durch Kriege geprägt war und die europäischen Völker haben einen Erfahrungsvorsprung, nämlich
65:08
Speaker A
mit diesen Kriegen umzugehen und sie haben dieses europäische Kriegsvölkerrecht und Völkerrecht begründet im westfählichen Frieden mit den Kerninhalten.
65:17
Speaker A
vor allen Dingen, dass man sagte, gut, der Krieg gehört anscheinend zur menschlichen Natur. Der Krieg ist Teil der Kondition humana, ist Teil des menschlichen Seins. Ähm und wenn man Krieg nicht mehr Krieg nennt, wird trotzdem Krieg geführt nur unter
65:29
Speaker A
Tarnamen ne? Heute nennt man das Krieg gegen den Terror. Die Tarname nennt sich Krieg gegen den Terror oder friedenhaltene Maßnahmen ist genauso Krieg, wird nur anders verpackt. So. Äh, also man ging davon aus, Krieg ist leider ähm Teil der
65:43
Speaker A
menschlichen Kultur, aber wir wollen ihn hegen. Das heißt, ähm der Krieg wird monopolisiert bei Staaten, bei den Staaten und auch Staaten dürfen Krieg führen. Äh, der Krieg beginnt mit einem formal mit einer formalen Kriegserklärung und endet mit einem
65:55
Speaker A
formalen Friedensschluss, der genau diese Zielsetzung hatte, von der ich gerade berichtete, die auch in Bismarks Handeln ablesbar ist, nämlich aus Feinden irgendwann wieder Partner machen zu können. Also der der Gegner wurde nicht moralisch diskreditiert, der wurde nicht zum Paria erklärt, sondern man
66:12
Speaker A
erkannte an, dass auch der Kriegsgegner wahrscheinlich ein Teil recht hatte, was den Kriegsgrund angeht, dass die Welt eben kein Schwarz und weiß ist, sondern dass die Welt ganz viele Grautöne hat und auch die Politik ganz viele Grautöne hat und ähm dass der Sieg auf dem
66:28
Speaker A
Schlachtfeld eben nicht bedeutet, dass man der moralisch höherwertigere ist, sondern wie gesagt, man hatte das Bewusstsein, dass auch der Kriegsgegner, der Unterlegene äh Rechte hat und dass er irgendwann wieder auf Augenö als Partner grundsätzlich einzuordnen sein muss. Und
66:43
Speaker A
das Europäische Kriegsvölkerrecht hat damals die versucht, die Zivilbevölkerung zu schützen. Also, es wurde zwischen Kombatanten und Nicht Kompatanten unterschieden. Man versuchte den Krieg zu reglementieren, also ihn an die Kette zu legen. Man sagte, ja, der Krieg ist da und der Krieg wird immer da
66:56
Speaker A
sein, aber wir wollen ihn so ja so sanft wie möglich führen. Und das war eigentlich die Tendenz bis Anfang des 20. Jahrhunderts noch in der Hager Landkriegsordnung 1907 hat man äh weiter differenziert, wie mit äh mit Zivilbevölkerung umgegangen ist, welche
67:15
Speaker A
Kampfmittel nicht einzusetzen sind, äh damit der Krieg nach zivilisatorischen ähm Standards abläuft. Und dann kam der Bruch. Der Bruch war der erste Weltkrieg bzw. der war seer Vertrag.
67:27
Speaker A
Und er war sein Vertrag, sprach zum ersten Mal einem unterlegenen Staat die alleinige Kriegsschuld zu.
67:34
Speaker A
Sagte also, du bist im Unrecht und wir sind im Recht und du bist der moralisch böse und wir sind der moralisch hochwertiger.
67:43
Speaker A
Das begann im ersten Weltkrieg eigentlich schon mit der Grollpropaganda, die ganz systematisch natürlich in den USA betrieben worden ist gegenüber Deutschland, aber auch natürlich in Großbritannien. Die waren da einfach viel weiter, die westlichen Demokratien. Also was Propagandazeugung angeht und die Deutschen waren aber ein
67:57
Speaker A
bisschen blauäugichig und vertrauenslich unterwegs. Also die die Legende von den abgeschnittenen Kinderhänden beispielsweise, die die deutschen Soldaten in Belgien also hochhalten.
68:06
Speaker A
Also angeblich hätten deutsche Soldaten in Belgien beim Einmarsch belgischen Kindern die Hände abgeschnitten. Und solche Grau Grollmärchen wurden natürlich in den westlichen Gesellschaften in Frankreich, in Großbritannien, den USA auch eingesetzt von der Regierung bzw. also von den Propagandainstrumenten der Regierung, um
68:22
Speaker A
die Bevölkerung kriegs ähm willig zu stimmen, ne? Und das bedeutet aber auch eine Brunnenvergiftung. Also diese alte europäische Kultur des Völkerrechts, dass man sagt, aus Feinden können wieder Freunde werden oder zumindest Partner werden, war natürlich damit letztlich untergraben und unterlaufen, weil man
68:38
Speaker A
die Schuld einem zuwies und nach dem ersten Weltkrieg war der Kriegsgegner der niedergerungene Kriegsgegner Deutschland und man wies ihm die Leinschuld zu und das war eigentlich auch der Beginn eines äh also das war das Ende des alten europäischen äh
68:54
Speaker A
Kriegs Völkerrechts und Völkerrechts der Beginn eines neuen Völkerrechts. Ähm, das zieht sich dann durch das ganze 20.
69:00
Speaker A
Jahrhundert und hat ganz viel mit dem Aufstieg der USA als imperial imperiale Macht zu tun, ne? Die USA haben dieses Selbstbewusstsein gottes eigenes Land zu sein. Sie haben das Selbstbewusstsein überall aufgrund ihrer Stärke ähm im Namen der Freit und
69:16
Speaker A
der Demokratie intervenieren zu dürfen. Sie machen das überall auf der Welt und nehmen dabei keine Rücksicht auf über Jahrhunderte, Jahrtausende gewachsene kulturelle Strukturen.
69:27
Speaker A
Das war nicht immer so. Die USA waren zu Anfang des 19. Jahrhunderts noch in ein Isolation. Es gab die Monro Doktrine, ich glaube 1823 aufgesetzt, in der die USA erklärten, wir haben unsere Einflusssphäre, das ist Nordamerika und das ist Südamerika und
69:41
Speaker A
da vermischen wir uns auch jeder Einmischung von außen. Das war vor allen Dingen die Ansage an europäischen Staaten, aber wir verzichten noch auf jede Einmischung außerhalb dieser Sphäre. Und das Ganze ist dann zum Ende des 19. Jahrhundert revidiert worden und
69:54
Speaker A
der Kriegseintritt der USA 1917 in den ersten Weltkrieg war dann der große Wendepunkt, der die USA zum Global Player gemacht hat und das amerikanische Jahrhundert eingeleitet hat, unterbruch des alten europäischen Völkerrechts.
70:05
Speaker A
Denn jetzt gab es eine Macht, die im Besitz der Wahrheit war. Es gab eine Macht, die besser war als die anderen, die moralisch hörerwältiger war und die sich erlauben durfte im Namen von Demokratie und und Rechtsstaat und Menschenrechten überall zu
70:17
Speaker A
intervenieren. Ähm das wahrscheinlich ähm die Motivation oft eine andere war und ist, muss ich glaube ich an der Stelle nicht erwähnen. war Egon Bar, einer der letzten großen SPD-Pitiker, der mal 2013 vor einer Schulklasse in Heidelberg äh saß und den Schülern ähm dem Tenonach
70:41
Speaker A
folgenden Satz sagte: "In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie und Menschenrechte. Es geht immer um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das. Egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht sagt.
70:58
Speaker A
Punkt. Egon Bar SPD. Aber dieses moralische Drappieren von Angriffskriegen gehört heute zum guten Ton bzw. heute sind wir soweit einen Schritt weiter. Heute zerfällt auch diese moralische oder diese moralbasierte Völkerrechtsordnung, internationale Völkerrechtsordnung.
71:15
Speaker A
Heute sind wir in einem in einem Stadium eines, tja, fast regellosen äh eines eines regellosen Ringens, wenn ich an die Ereignisse der letzten Monate denke. Äh ob das jetzt der Putsch von außen in Venezuela war, ob das oder
71:31
Speaker A
vorher natürlich schon der Ukrainekrieg und jetzt der Putsch in Venezuela von außen oder ja, der der Angriff, der zweifellos völkerrechtswidrig ist, der äh USA und Israels auf den Iran. Äh, das sind ähm äh das sind äh außenpolitische Aktivitäten
71:48
Speaker A
äh die kein Völkerrecht mehr anerkennen, äh die äh nur noch die eigene Moral zum Standard äh haben. Und das ist auch etwas, was mir große große Bauchschmerzen bereitet.
72:01
Speaker A
die die religiöse Aufladung, die wir jetzt wieder erleben in im außenpolitischen Handeln, gerade der Amerikaner und der Israel ist, dass der islamolitisches Wissen wird, das muss ich glaube ich nicht erwähnen. Ja, aber ähm wenn ich sehe, dass äh dass die
72:15
Speaker A
Militäraktion der USA und Israels eben nach Bibel Stellen benannt werden und wenn ich sehe, wie man im Weißen Haus unter Beiseinander des Geistlichen äh den Sieg der amerikanischen Waffen beschwört und ähm wenn ich höre, dass äh äh dass ein ein amerikanischer
72:35
Speaker A
Staatsmann äh Mitglieder fremder Völker als menschliche Tiere bezeichnet und davon spricht, dass dass der Zivilisation ausgelöscht werden. Das zeigt diese Hybris, das zeigt diese diese moralische Überhöhung des eigenen Standpunktes und das finde ich gruselig und das macht mir große Sorgen und das
72:52
Speaker A
hat extremes Eskalationspotenzial. Bevor wir in die Weltpolitik gehen, gehen wir vielleicht noch mal ganz lokal zurück. Dann waren sie 14 in der Ju, äh sind eingetreten entgegen des Rates ihres Vaters. Ähm und haben dann schnell gemerkt, okay, es ist ein
73:09
Speaker A
parteipolitischer Apparat, aber sie haben sich politisch ja aufgehoben gefühlt, ähm weniger von der Struktur einer Partei, aber sie sind da ja eingetreten. Sie wussten ja, was was die JU will und für was für Werte die steht.
73:24
Speaker A
Und sie sagen, sie sind dann zur Kateileiche geworden. Ähm, gab es da noch Versuche, da was zu werden oder sind sie da so schnell wieder raus, wie sie reingegangen sind?
73:36
Speaker A
Nee, ich bin ja niemals eingetreten mit dem Wunsch etwas zu werden. Ich wollte irgendwie meinem Land dienen.
73:42
Speaker A
Ich wollte eigentlich immer dienen. Ich habe es als Kind hatte ich schon das Gefühl in mir etwas größerem dienen zu wollen. Kann das gar nicht beschreiben. Im Rückblick ist es aber einfach so.
73:57
Speaker A
Ich wollte mich für etwas einsetzen, das nicht ich bin. Im besten Fall eine intakte Gemeinschaft, weil ich glaube, der höchste Grad von Freiheit ist es, freiwillig in einer intakten Gemeinschaft aufzugehen und ihr dienen zu dürfen.
74:15
Speaker A
Aber ich bin niemals in die Partei eingetreten oder die eingetreten, weil ich Karriere machen wollte in der Partei. Das war völlig ferniegend. Ich glaube, den Gedanken habe ich niemals gehegt. Also, sie wollten politisch was bewegen, das heißt, sie haben in der
74:28
Speaker A
Jugend ihre politische Erfahrung gemacht, dann haben sie erzählt äh nach dem Studium im Referendariat und dann tatsächlich auch während der Arbeit als Lehrer sind sie dann wieder politisch geworden. Dann haben sie gesprochen von ihren ähm von ihren Kreisen, nenn für
74:44
Speaker A
mich im Kopf habe ich mir so gemerkt, intellektueller Stammtisch, so stelle ich mir das vor. So, man spricht über Bücher so auf einem auf einem hohen intellektuellen Level, aber politisch mit einer sehr klaren Ausrichtung. äh wir haben hier ein Problem, dann
74:56
Speaker A
besprechen wir das Problem. Wie könnte man das lösen? Und dann sind sie irgendwann zum Schluss gekommen, wir müssten uns politisch engagieren und eine Möglichkeit wäre zu publizieren, eine andere Möglichkeit wäre in eine Partei anzutreten. Und jetzt ich will
75:09
Speaker A
noch nicht den den Sprung nach 2013 machen zur AfD Gründung. Ähm aber so 2008 2009 haben sie sich ja die Frage gestellt, h es läuft etwas schief, ich möchte etwas tun. Wie kann ich das tun?
75:21
Speaker A
Hm, ich könnte, ich war schon mal in der Ju, in eine politische Partei eintreten.
75:27
Speaker A
Ähm, was für Parteien oder ist in dieser Gedanke gekommen vor AfD Gründung und was für Parteien hätten dafür getaugt aus Ihrer Sicht?
75:40
Speaker A
Also ich glaube, da bin ich niemals ins Stadium einer Konkretisierung gekommen. Nein, das war tatsächlich damals nicht meine Fragestellung. Hat vielleicht aber auch was mit der Phase zu tun, in der ich äh im Lebensgang einfach unterwegs war. Also,
76:00
Speaker A
das war ja eine Zeit mine ersten Kinder geboren worden sind. Also mein erstes Kind ist 2003 geboren und dann kam die vier Kinder dann relativ reich alle zwei Jahre. Ähm ich habe dann nach meinem zweiten Stadtsexamen auch noch
76:20
Speaker A
ein ein weiteres Studium absolviert als Fernstudium, Masterstudium im Bereich Schulmanagement, weil ich tatsächlich mich auch vorbereitet hatte auf den Führungsfunktion in der Schule. Ich wollte eigentlich mal ein Gymnasium leiten als Schulleiter. Das war mal so meine meine Zielvorstellung für meine
76:41
Speaker A
eigene Karriere in Anführungszeichen, ne? Und da habe ich mich sehr systematisch drauf vorbereitet. hatte auch das Glück, dass ich in meiner ersten Schule, also in der Schule, die ähm eher diese Multikulti Problemschule war, ähm ein ein einen älteren, sehr
76:55
Speaker A
engagierten ähm Schulleiter hatte, der mich früh entdeckte und mich früh gefördert hat und der mich auch ermunterte, mich äh systematisch weiter zu qualifizieren.
77:06
Speaker A
Und das ist dann schon ein Brett. Also als junger Lehrer mit dem vollen Deputat und wenn man die Routinen noch nicht aufgebaut hat, das wird den jeder junge Lehrer versichern, äh äh die auch entlastend sind, dann haben sie alle
77:17
Speaker A
Hände voll zu tun. Also ein volles Deputat, die ersten Kinder, junge Familie, dann noch ein Studium äh äh an der Backe. Ich glaube, ich hatte in der Zeit wirklich viel viel viel zu tun und hatte dann nur in seltenen Mußestunden
77:31
Speaker A
wahrscheinlich auch die Zeit, mich intensiv mit Politik zu beschäftigen. Das habe ich dann auch getan, aber das ging dann nie so weit, dass ich irgendwie eine Partei Parteibeitritt geplant habe der Parteikarriere.
77:42
Speaker A
Wann ist es dann wieder? Also wann hat ihr ihr auf Englisch sagt man Schedule, auf Deutsch Kalender ähm es wieder erlaubt dann politisch zu werden. Das wussten sie ja nicht, dass sich eine AfD gründen würde. Da waren sie ja
77:55
Speaker A
vermutlich vorher wieder, ich sag mal aktiver politisch. 2003 das erste Kind geborden, dann ist haben sie vier Kinder. Das heißt 6 Jahre später ist das letzte geben, 2009 das letzte Kind plus minus. äh die AfDs gegönnt w 2013, da
78:09
Speaker A
war ihr jüngstes Kind vier so oft aus dem gröbsten raus, aber trotzdem haben sie da vier Kinder. Das ist klingt jetzt auch nicht nach entspanntes Leben. Was kann man den ganzen Tag so machen? So das dann, das heißt die einschneidende
78:21
Speaker A
politische prägende Zeit oder wieder politisch aktivierte Zeit musste um 2010 gewesen sein. Korrekt? Und dann kam 2013 die AfD des Weges, könnte man sagen. Ist das korrekt oder wie war das damals? Ja, das ist ungefähr korrekt. Ja.
78:37
Speaker A
Okay. Und es gab keine es gab ja damals auch Es gab noch eine NPD. Ähm, wie haben Sie dazu gestanden?
78:44
Speaker A
Na ja, das wurde auch diskutiert, wurden verschiedene Parteien die Existenz oder die der Inhalt verschiedener Parteien diskutiert in diesen Netzwerken, die wir hatten. Ja, und ähm für uns war aber immer schon klar, es müsste ein Neuanfang sein. Wir erkannten natürlich,
79:00
Speaker A
dass diese ähm Demokratie, dass die Bundesweg Deutschland ein eine Demokratie besonderen Typs ist. Also die Bundesweg Deutschland war damals vielleicht noch nicht so klar wie heute eine Demokratieimulation. Heute sage ich Ihnen Brust und eine Überzeugung als Oppositioneller. Ich
79:16
Speaker A
empfinde die Bundespublik Deutschland als Demokratieimulation. Ja, das war damals noch nicht ähm so ausgeprägt, aber man kann erkannte natürlich schon, dass ähm dass dieser Staat äh Repressionsinstrumente in der Hand hat und noch anwendet, die das Entstehen und das Wachsen und das
79:37
Speaker A
Gedeihen einer neuen alternativen politischen Kraft, die ganz dezidiert sagt, wir wollen so nicht weitermachen, die ganz bewusst sagt, wir wollen anders sein als die Einheitspartei.
79:50
Speaker A
Es ist ja egal, wie man wählt, man kriegt immer dieselbe Politik. Ja, wir wollen vor allen Dingen auch wieder eine anständige patriotische Politik machen.
79:57
Speaker A
Wir wollen deutsche Interessen definieren und umsetzen und durchsetzen, wo es geht. Ja, also dieser diese dieser ja 180° Wände letztlich im Bewusstsein, ja, ähm alles das wurde von uns natürlich analysiert und ähm man man erkannte natürlich, dass es diese
80:12
Speaker A
Repressionsinstrumente gibt, also den Verfassungsschutz beispielsweise, also als ein Innernsgeheimdienst, den es so in keiner anderen westlichen Demokratie gibt der mit Hilfe eines Alliierten mit mit Hilfe eines ja einer einer alliierten Weisung, ich glaube 1951 aufgesetzt worden ist er nicht mit der
80:36
Speaker A
Zielsetzung die Verfassung zu schützen, sondern die Regierung zu schützen. und der über die Jahrzehnte wirklich als Kampfinstrument der etablierten Kräfte gegen jede Art von Versuch eingesetzt worden ist in Deutschland noch mal eine Partei zu gründen, die deutsche Interessen definiert und Politik für das
80:57
Speaker A
deutsche Volk macht. Und ähm man erkannte die Macht der Medien, ja, die ähm wie gleichgeschaltet damals schon wirkten. Jetzt nicht so krass wie, sagen wir mal, nach der Wende 2015. Und damals hatte man das zum ersten Mal, glaube
81:12
Speaker A
ich, auch als unpolitischer Mensch wahrnehmen können, wie gleichgeschaltet unsere Medien eigentlich sind, wie stark dort eigentlich noch Regierungspropaganda gemacht wird und wie wenig alternative Meinung zugelassen werden. Man man konnte das schon Anfang der 2000er erkennen, dass die die
81:28
Speaker A
Spannbreite der Meinung in den etablierten Medien, die wirklich eine Reichweite hatten in Deutschland und alternative Projekte wie Iris gab es damals ja noch nicht ähm dass das schon auch ein großes Hemmnis ist und ein großes Wagen ist, wenn man dann
81:41
Speaker A
versuchen wollte in dieser Atmosphäre und unter diesen institutionellen Bedingungen ein Parteiprojekt hochzuziehen. Und ähm ich glaube, das hat uns auch immer wieder zurückschrecken lassen.
81:55
Speaker A
Sicherlich auch, weil wir alle aus bürgerlichen, wir kamen ja alle aus einer bürgerlichen Welt und aus bürgerlichen Berufen und wir hatten fast alle irgendwie Familie und hatten eine Sorge und hatten eine Verpflichtung und wir wussten, wie schnell man in der
82:09
Speaker A
Bundespublik Deutschland damals schon, wenn man sich anders zu Wort meldet, als das akzeptiert wird, sozial geächtet werden konnte, ja sogar beruflich vernichtet werden konnte.
82:20
Speaker A
Und ähm da gab's natürlich auch eine, sagen wir ganz triviale Kostennutzenabwegung. Was können wir uns eigentlich leisten? Was können wir eigentlich riskieren? Ja. Ja.
82:31
Speaker A
Sie sagen, der Verfassungsschutz wurde 1951, also Anfang der 50er, ich bin jetzt ganz will mich jetzt nicht ganz genau festlegen, aber Anfang der 50er von den Alliierten gegründet, also auch da aufgesetzt initiiert. Kommt mir nicht aufs Wing an, aber ich sehe in meiner
82:48
Speaker A
eigenen Erfahrung, dass allein die Abkürzung VS ist heute eine gängige Abkürzung. Wenn man vom VS spricht, dann versteht der geneigte Zuhörer sofort Verfassungsschutz. Das war zumindest in meiner Welt vor 5 Jahren noch nicht so und gefühlt hat die Bedeutung des
83:05
Speaker A
Verfassungsschutzes gerade jetzt in letzten 5 bis 10 Jahren massiv zugenommen und damals hat ja die äh die Abschaffung das müsste so 10 15 Jahre her gewesen sein. ähm der links damals wurden die Linken beobachtet ähm und damals hat der abgeschafft, dass
83:23
Speaker A
überhaupt politische Parteien beobachtet wurden und das wurde dann wieder eingesetzt, aber dass jetzt in den 70er oder 80ern der Verfassungsschutz dafür da war ähm politische Widersacher irgendwie klein zu halten, daran kann ich mich nicht erinnern, aber ich war
83:35
Speaker A
auch damals den 70er noch nicht geboren. Ähm haben Sie da ein Beispiel, was damals passiert ist mit dem Verfassungsschutz oder was die gemacht haben?
83:43
Speaker A
Na ja, also der Verfassungsschutz war ja immer als Konkurrenzschutz aufgebaut, ne? alleine ähm die Tatsache, dass es so etwas wie Verfassungsschutzberichte gibt, die Tatsache, dass ähm Verfassungsschutzbehörden, das Präsidenten der Landesämter für Verfassungsschutz oder des Bundesamtes für Verfassungsschutz regelmäßig
84:04
Speaker A
Pressekonferenzen geben, in denen sie die Öffentlichkeit über die etablierten Medien, über die Gefährlichkeit gewisser Strömung, politischer Strömung informieren.
84:17
Speaker A
ist ja ein Eingriff in das Prinzip der Chancengleichheit der Parteien, das ja im Grundgesetz letztlich auch festgelegt ist. Ein massiver Eingriff ins Parteienprivileg auch. Deswegen nennen wir den Verfassungsschutz ja auch Konkurrenzschutz.
84:36
Speaker A
Ja. Ähm und in einer in einer wirklich funktionierenden Demokratie dürfte es diese Art von Gesinnungsschnüffelei gar nicht geben. In einem wirklich funktionierenden demokratischen Rechtsstaat ist das erlaubt, was nicht verboten ist.
84:53
Speaker A
Aber die Gesinnung von Menschen auszuschnüffeln, ja, und wie das heute in den Verfassungsschutzberichten ja Antifarmanier gemacht wird, sogar Vermutung zu äußern, zu konstruieren, was ich denken könnte, dadurch, dass man verschiedene Versatzstücke aus dem Kontext reißt und wieder neu
85:09
Speaker A
zusammenfügt und damit irgendeine Gesinnung konstruiert, die dann verfassungsfeindlich ist und die dann die Grundlage äh äh dafür ist oder dieses Konstrukt dann dafür die dafür die Grundlage ist, dass ich oder eine Partei beobachtet wird. Das ist einem demokratischen Rechtsstatt völlig
85:24
Speaker A
unwürdig, der grundsätzlich auf der freien Konkurrenz von Parteien basiert und dass die Deutschen das einfach mit sich machen lassen. Also da bin ich manchmal auch verzweifelt. Ja, ich wie gesagt, ich bin extrem freiheitslieben.
85:38
Speaker A
Ja, und ich hallo, merken die Menschen das denn eigentlich nicht, was hier los ist? Und erkennen die Menschen nicht, dass nicht die oftmals als extremistisch titulierten Gruppen dieses Land und diesen Staat und dieses Volkgefährden, sondern die, die in
85:52
Speaker A
Regierungsverantwortung sind? Und das muss uns doch immer wieder klar sein, wer ist denn überhaupt in der in der in der Machtposition wirklich Schaden anzurichten? Wer war es historisch und wer ist es auch in der Gegenw? Das sind die, die an den Himmeln der Macht sind.
86:04
Speaker A
Wer befiehlt dann die Einsätze der Polizei? Wir haben es bei der in der Coronazeit wahrnehmen dürfen und spüren müssen am Eigenleib sind die Innenminister.
86:12
Speaker A
Wer hat denn jetzt den Oberbefehl über die Streitkräfte im Friedensfall in der Friedenszeit oder auch im Kriegsfall?
86:20
Speaker A
Ja, Verteidigungsminister bzw. Bundeskanzler. Wer ist denn der Chef der Verfassungsschutzbehörden deren Präsidenten weisungsgefugte Beamte sind, die jederzeit ohne Angabe von Gründen in Ruhestand geschickt werden können, wenn sie denn mal eine Auslegung tätigen, die vielleicht dem Innenminister, der ein bestimmtes
86:36
Speaker A
Parteibuch hat, nicht genehm ist. Die Innenminister sind in der in der Machtposition, ein Geheimdienst gegen zugelassene Parteien einsetzen zu dürfen. Wer hat denn in den letzten 10 Jahren Stichwort Energiewende ein funktionierendes Energieversorgungssystem einfach zerstört?
86:54
Speaker A
Die letzten Kühltürme sind gesprengt worden vor 2 Jahren der letzten AKWs. Die letzten Kohlekraftwerke werden jetzt auch geschlossen einfach zerstört ohne ein neues zu haben. Werden die Grenzen geöffnet für eine Massenmigration, die die staatliche Integrität ganz offenkundig gefährdet und damit auch das
87:09
Speaker A
Grundgesetz in seiner in seiner in seinem in seinem Sein und in seiner staatlichen Existenz gefährdet. Wer hat denn das alles gemacht? Wer das alles zu verantworten? Das sind die Regierungsparteien. Also dieses Land wird bedroht vom Regierungsextremismus aus zweierlei Gründen. Einerseits, weil
87:26
Speaker A
die Regierung in der Hand der Repressionsinstrumente ist und anderersseits, weil sie tatsächlich in den letzten 10 Jahren Politikansätze umgesetzt haben, die man als extremistisch einordnen muss, die ideologisch eingefärbt sind und die schweren Schaden angerichtet haben. Ja, und ähm so wird ein Schuh draus und
87:43
Speaker A
eigentlich müsste der Verfassungsschutz den ganzen Tag die Regierung beobachten. Das wäre eigentlich die richtige Maßnahme. Ja, und deswegen ist dieser Verfassungsschutzgrund falsch konzipiert. Der darf keine Regierungsbehörde sein. Also meiner Meinung nach, man braucht einen Innlandsgeheimdienst, ich bin nicht
87:56
Speaker A
naiv, aber ein Inhaltsgeheimdienst sollte vor allen Dingen das tun, was in Deutschland viel zu wenig getan wird, nämlich Deutsche Industrieunternehmen vor Wirtschaftspionage zu schützen. Das wäre mal ein ehrenwertes Betätigungsfeld für den sogenannten Verfassungsschutz.
88:07
Speaker A
ja, aber doch nicht zugelassene Parteien zu bespitzeln, ja, die völlig gewaltfrei versuchen, ihre politischen Botschaften in die Öffentlichkeit zu tragen. Ja, also eigentlich dürften gar keine Parteien ähm ähm beobachtet werden. Und wenn wir mal in der Lage sind, als AfD
88:21
Speaker A
äh über die Arbeit des Verfassungsschutzes ähm zu bestimmen, die Verfassung der Länder und ähm meines Wissens auch das Grundgesetz sieht die Existenz eines Inhaltsgeheimdienstes vor. Also auch eine AfD könnte jetzt den Inhaltsgeheimdienst nicht einfach abschaffen, aber wir könnten ihn
88:38
Speaker A
grundsätzlich reformieren und ein Reformansatz wäre auf jeden Fall äh klar zumachen, dass der Verfassungsschutz nicht als Konkurrentsschutz missbraucht werden darf und keine Parteien zu beobachten hat, die zugelassen sind, ne?
88:49
Speaker A
Bevor wir in die aktuelle Politik gehen, lassen Sie uns in die Geburtsstunde der AfD gehen. Ähm, sie saßen also in einem ihrer intellektuellen Zirkel und haben gesehen, intellektuell wir, also ich will mich da nicht zu hochtaxieren und auch meine
89:04
Speaker A
ehemaligen Freunde nicht. Wir haben einfach diskutiert, wir haben gelesen, diskutier genau, sie haben diskutiert und gelesen und ihre politischen Zirkel, nennen wir es mal ihre politischen Zirkel. So, dann haben Sie gesehen, die, also ihr Grundproblem war damals multikulturis,
89:21
Speaker A
das multikulturelle Deutschland ähm und die Bevölkerungspyramide, äh, die sie aus ihrer ihrer Lehrerzeit insbesondere kannten. So, dann hatten haben sie jetzt angeschnitten so ein Gemei, also ein schuldhaftes Geschichtsverständnis, wir haben über Auspre gesprochen, das waren ihre Themen und die AfD ist eigentlich gegründet
89:40
Speaker A
worden als eine Anturopartei, so. Das hatte von Euro habe ich jetzt von Ihnen bis da noch wenig gehört gehabt.
89:48
Speaker A
Äh, das heißt, sie haben gesehen, da gründet sich eine neue Partei, die hat irgendwie Rückenwind. Sie waren sich der ähm der Folgen und Gefahren äh der Abwehr neuer Parteien bewusst, aber haben irgendwie ähm auf gut Deut gesagt, Lohnte gerochen, das könnte ein Projekt
90:05
Speaker A
werden, was groß wird. Was ist dann passiert? Ich glaube, ein wesentlicher Katalysator war die die Debatte um ein ganz wichtiges Buch, das 2010 erschienen ist, das den Weg bereitet hat und das war das Buch Deutschland schafft sich ab von
90:22
Speaker A
Tilosarin. Ich glaube, ohne dieses Buch, das wirklich ein großer Klumpenhefe im politischen Most gewesen ist und die gesamtgesellschaftliche Debatte, die daraus resultiert ist, hätte es die AfD nicht gegeben.
90:38
Speaker A
Also diese Bestandsaufnahme, dieses faktengesättigte Buch, also diese Lageranalyse und diese Zukunftsbeschreibung m, die wirklich alles das in Frage stellt, was wir mit Deutschland verbinden, die hat, glaube ich, ganz viele Menschen wach gerüttelt und hat noch mal diese ja diesen
90:53
Speaker A
Überlebensinstinkt geweckt, ähm dieses ähm abwägen dann auch beendet, was ich vorhin mal kurz ähm dargestellt habe, was ja menschlich ist. Ja, wie gesagt, wir haben alle nur ein Leben und je nachdem was für Glaubensvorstellung wir haben. Da können wir vielleicht auch mal
91:07
Speaker A
was zu sagen. Ähm, aber man wt natürlich immer ab. Aber dann war dieser Zeitpunkt gekommen durch diese intensive Debatte, durch dies durch die Fakten, die auf dem Tisch schlagen, dass man sagt, also wenn wir jetzt nicht den Versuch wagen, dann ist es einfach zu
91:22
Speaker A
spät und dann müssen wir uns mit Phoenies, Phoenix, Germanie auch abfinden mit dem Ende Deutschlands, so wie wir es kennen und so wie wir es lieben und so wie wir es eigentlich für unsere Kinder halten wollen. Und dann
91:34
Speaker A
geht das natürlich bei einem Vater nicht durch diese dieser Gedankengang, dass man sagt, da musst du dich damit abfinden, dass das Deutschland, dass du noch kennengelernt hast, für deine Kinder nicht mehr Existenz sein wird und irreversibel beschädigt sein wird, ne?
91:46
Speaker A
So und dann kam natürlich neben dieser gesamtgesellschaftlichen Debatte, die ja nicht nur ein paar Wochen ging, sondern die eigentlich niemals abgebrochen ist, ähm die Eurokrise und ähm die Beschäftigung mit der Fragestellung, was ist eigentlich Deutschland bereit? Was ist
92:07
Speaker A
eigentlich die deutsche Volkswirtschaft oder was sind wir als Deutsche bereit von unserem erwirtschafteten Geld Vermögen abzugeben, um diese Kunstwährung zu retten?
92:20
Speaker A
Und ähm der Tropfen, der das fast zum Überlaufen gebracht hat, war, wenn ich mich recht erinnere, dann die Abstimmung im deutschen Bundestag zu den ESM Verträgen. Und das wurde damals sogar von den etablierten Medien aufgegriffen, ähm dass die Bundestagsabgeordneten
92:38
Speaker A
diesen dieses Vertragskonvolut, das mehrere hundert Seiten umfasste, ähm mit dem mehrere hundert Milliarden deutsch Steuergeld in Feuer gestellt worden sind. vor der Abstimmung gar nicht gelesen hatten. Das war ein richtiger Aufreger damals. Also die die Reporter gingen durch den Bundestag und fragten
92:56
Speaker A
die einzelnen Abgeordneten, was steht dann drin im Vertrag und haben sie gelesen, was wie finden sie denn das und man erkannte einfach, die haben die haben das Ding gar nicht gelesen, gehen aber jetzt in die Abstimmung und werden
93:07
Speaker A
mehrere hundert Milliarden Euro deutes Steuergeld ins Feuer reinstellen und das hat natürlich für enorme Aufregung gesorgt. Dann gab's natürlich auch die Klagen gegen das gegen äh gegen ESM und damals kam ja so die erste Garde oder die erste Welle an an AfD oder an
93:22
Speaker A
potenziellen AfD Gründern, ja, Bernt Lucke, Bern Stabatti und so weiter, Hans Olaf Henkel, die aus der Wirtschaft kamen und die mit ihrem Fachverstand dieses Konstrukt analysierten, die mit Fachverstand äh dieses Konstrukt kritisierten, die stellenweise auch ähm dann vor den ähm vor das europäische
93:43
Speaker A
Gericht gegangen sind, um gegen dieses Konstrukt zu klagen. ähm die also viel Fachexpertise angesammelt hatten im Wirtschaftsbereich im Laufe ihres Lebens und die als ähm Theoretiker und Praktiker, die im Leben stehen, ähm die wirklich fundiert diskutieren und ausführen können, dann auf einmal auch
94:02
Speaker A
zu gefragten Experten wurden, zum ersten Mal eine Talkshows eingeladen wurden, zum ersten Mal wurde auch äh das Eurokonstrukt thematisiert in seiner Labilität, in seiner Illegalität. muss man das ja sagen, wenn man die alten europäischen Verträge, also wenn man den
94:17
Speaker A
Vertrag von Maßtricht jetzt noch mal vor sein geistiges Auge zieht und diese Männer bekamen zum ersten Mal Gehör und konnten äh sich als kluge gebildete Leute darstellen und das war natürlich auch für viele Leute, die sich zum ersten Mal in diesem Thema beschäftigten
94:32
Speaker A
Diskrepanzerlebnis zu den zu den Talkrunden, die sonst so im Fernsehen angeboten wurden, wo es eben nur damals schon darum ging, möglichst irgendwie ein Punkt zu machen, den parteipolitischen Gegner irgendwie schlecht aussehen zu lassen. lassen äh und zwei oder drei Botschaften mal zu
94:47
Speaker A
setzen, um dann diese Talkrunde für sich als Erfolg abzubuchen. Zum ersten Mal wurde wieder auf der Basis von Fakten diskutiert. Auf einmal waren wieder Fachleute da, die auch ein Sachfalt ausbreiten und erklären konnten. Ja, und das war dann letztlich so ja die ja die
95:02
Speaker A
das Ortrait auch für die Gründung der der AfD. Das war das große volkswirtschaftliche Thema, zu dem wir damals wirklich gute Leute hatten, die das auch erklären konnten, ne? Das haben sie gesehen und das war aber ja nicht ihr Kernthema,
95:18
Speaker A
sondern sie haben gesehen, da sind kluge Leute, sie haben den Rückenwind der Medien gesehen. Ähm und dann sind sie ja äh ich glaube es war also im März 2013 ist, glaube ich gegründet worden. ist die AfD gegründet worden, der die Bundes
95:35
Speaker A
AfD und ich glaube vier Wochen später, nicht vier Wochen s 8 Wochen später äh sind haben sie den Landesverbrand Thüring gegründet. Korrekt.
95:45
Speaker A
Wie wie also so ob das jetzt vier, sech ist mir ist ja am Ende des Tages egal, aber sie haben sinngemäß haben sie ein Fernseher eingeschaltet und da war Lucke im im Fernsehen hat erzählt, pass mal auf, hier ist übrigens Euro, ich erkläre
95:56
Speaker A
euch mal, warum das alles als Quatsch ist. So und dann saßen sie da und müssen irgendwas gemacht haben. Irgendwem müssen sie angerufen haben. Pass auf, das ist unser Ding. Wie ist das passiert und was haben sie gemacht?
96:12
Speaker A
Also, es gab damals die Wahlalternative 2013. Das war eigentlich die politische Formation vor der Gründung der AfD. Das war unser erstes Sammelbecken.
96:24
Speaker A
Ähm, aber die wirklichen Details kann ich ihn wahrscheinlich nicht mehr ähm genau referieren, aber ich kann mich daran erinnern, dass diese Wahlternative, in der, wenn ich das richtig memoriere, auch der Bernt Lucke engagiert war, eine Kooperation zur niedersächslichen
96:45
Speaker A
Landtagswahl mit den freien Wählern versucht hat. Und das ist irgendwie in die Hose gegangen. Also, ich kann mich jetzt auch täuschen, wie gesagt, meine Erinnerung ist da schon ein bisschen verblasst.
96:55
Speaker A
Jedenfalls war dieses Projekt Wahlalternative 2013, das auch im Netz bekannt gemacht worden ist und für das es schon auf Bundeslandebene Vernetzungstreffen gegeben hatte, war ich das erste Gefäß, in dem wir uns dann zusammengefunden haben. Das war äh Ende
97:13
Speaker A
2012, Anfang 2013, wenn ich mich recht erinnere. Und ähm wie gesagt, da konnte man sich in ähm in Verteiler eintragen. Man wurde dann regelmäßig über Treffen informiert, man kriegt Einladung zugestellt und so weiter und so weiter.
97:33
Speaker A
Und so kam es dann in Thüringen zu den ersten Treffen im Rahmen dieser Wahl Alternative 2013. Und nachdem dieses Projekt mit den freien Willern gescheitert ist, ich meine, so ist es gewesen, hat man dann gesagt, wir machen was Neues, wir machen was eigenes. Und
97:48
Speaker A
die Waldalternative war auch noch so ein Projekt, wo man noch ein bisschen auch mit der Parteiwertung gefremdelt hatte, ja, wo man gesagt hat, wir wollen ja eigentlich nicht den Weg der Partei gehen, weil wir diese Oligarchisierungstendenzen kennen, weil
98:01
Speaker A
wir weil weil wir diesen Erstarrungszustand, in dem sich dieses Land befindet, ja, den Parteien zuschreiben in ihrem Selbsterhaltung und Selbstbehauptungswillen. Und das wollen wir ja gerade nicht. Wir können ja nicht mit der Partei einen erstarrten Parteienstaat äh äh äh äh reformieren
98:16
Speaker A
und wieder lebendig machen. Das geht nicht, ne? Und da gab's eben die, die das auch wirklich mit Nachdruck vertreten haben und andere, die dann irgendwann gesagt haben, nee, wir müssen aber jetzt doch die Partei machen, dann sind wir Alternative für Deutschland
98:27
Speaker A
geworden. Ja, und das war ja im Frühjahr 2013. Das heißt, sie sind da so mehr oder weniger ähm, wenn ich sage, reingetrieben worden, das ist das falsche Wort, aber die Netzwerke, in denen sich sowieso befunden haben, sind irgendwie formiert zu einer Vorgründung
98:44
Speaker A
einer Partei, dann kam halt die AfD und es war mehr oder weniger das sie das natürliche, was passiert ist. Sie saßen nicht zu Hause auf dem Sofa, haben den Look im Fernsehen gesehen und den angerufen gesagt, pass auf, ich mache
98:55
Speaker A
das für dich für Thüringen, sondern das ist irgendwie ist es einfach passiert, könnte man sagen.
99:02
Speaker A
Ja, sie sie dürfen sich das sie müssen sich das alles ziemlich chaotisch vorstellen. Also, wenn ich gefragt würde, würden Sie noch mal eine Partei grön, würde ich sagen, nee, einmal im Leben und das reicht ja nie wieder. Also, das hat wirklich
99:16
Speaker A
unheimlich viel Lebenszeit und Lebensenergie gekostet. Einmal und nie wieder. Also, es war eine chaotische Zeit und es waren ganz viele Zufälligkeiten, ganz viele Zufälligkeiten dabei. Ähm und ähm es gab wie gesagt für Thüringer ein Ansprechpartner und der lut dann irgendwann mal zu einem
99:34
Speaker A
Treffen zentralgelegen in Thüringen ein bei Nähe von Erford. Und dann sind wir zusammengekommen und hatten dann aber schon die konkrete Überlegung, wir machen jetzt die AfD, wir emanzipieren uns von der Wahl Alternative, wir werden richtige Partei und wir treten an zu den
99:54
Speaker A
Bundestagswahlen. Das war nämlich das erste große Projekt 2013. Im, ich glaube, es war September, sollte es Bundestagswahlen geben und wir Blauugen sind dann wirklich da eingestiegen und gesagt, wir treten zu den Bundestagswahlen an. Ja, und dann war es
100:09
Speaker A
so, dass ich da, ich glaube in Thüringen waren es 50 Leute, die sich da getroffen haben in der Nähe von Ahnstadt und aus allen Teilen Thürings und das war wirklich ein bunter Haufen, wirklich ein ein illustrer Haufen, auch interessant.
100:22
Speaker A
alte DDR bürgerbewegte äh enttäuschte Altparteien äh Parteibuchinhaber ähm auch Menschen, die niemals ein Parteibuch in der Tasche hatten, wie ich selbst auch mit den unterschiedlichsten Motivationen, also wirklich ein bunter Haufen, aber in dem Bewusstsein zusammengeführt, hier läuft was verdammt falsch in diesem Land und
100:47
Speaker A
es muss ganz schnell in eine ganz andere Richtung gehen. Und dann haben wir uns äh ja die Frage gestellt, gut, wir wollen zu Bundestagswahl antreten, was braucht man dazu? Und dann hat man sich irgendwie im Internet mal belesen, du musst
100:57
Speaker A
Unterschriften sammeln. Ja, so als junge Partei, als neue Partei. Dann wurde die Wahlkreiskarte von Thüringen genommen, also die Bundestagswahlkreiskarte.
101:05
Speaker A
Damals gab es noch neun Bundestagswahlkreise in Thüringen. Heute sitzen noch acht aufgrund der demographischen Situation.
101:13
Speaker A
Und ähm dann hat jeder Bundestagswahlkreis hat dann einen Verantwortlichen gekriegt, der sich freiwillig der den Arm hochgehoben hat.
101:19
Speaker A
Ja, mache ich. Wo kommst denn du her? Ich komme aus dem Eikfelt. Da kannst du doch den Bundestagswahlkreis 189 machen.
101:24
Speaker A
Na gut, dann mache ich halt den Bundestagswahlkreis 9999. Und so wurde man dann ähm wurden dann Kreisverbände in Anführungszeichen noch nicht gegründet, aber schon mal definiert. Und zwar waren das diese Großkreisverbände auf der Grundlage der Bundestagswahlkreise, weil wir ja den
101:40
Speaker A
Bundestagswahlkampf bestreiten wollten. Und dann war ich auf einmal in Anführungszeichen Kreisvorsitzender eines Großkreisverbandes in Thüringen.
101:48
Speaker A
Und dann habe ich dann auf der Kreisebene die Leute zusammengerufen, die ich so kannte aus meinem bekannten Kreis und wir haben Wahlkampf organisiert. Was hat bedeutet das Wahlkampf organisiert? Wir haben wir haben jeder 100 € auf den Tisch gelegt
102:01
Speaker A
und haben gesagt, so geht's setze mich morgen hin und werde zehn Thesen für Thüringen oder für den Bund formulieren, zehn politische Forderungen und die lassen wir dann 20.000 mal drucken und dann gehen wir in die Briefkästen. Und das haben wir gemacht. Wir sind
102:17
Speaker A
losgelaufen und haben die Städte und Dörfer des Bundestagswahlkreises 189, das war mein Verantwortungsbereich, flächendeckend mit Flugblättern versorgt. Jede, ich kenne jeden Briefkasten meines Wahlkreises von einem mehrfachen Besuch mittlerweile persönlich. Das habe ich, mache ich bis heute übrigens.
102:35
Speaker A
Okay. Ja. So, also was ich damit sagen will, das war der Anfang völlig diletantig. Da gab's keine Wahlkampfstrategie, da gab's nur den guten Willen, Leidenschaft fürs Land. Äh und äh und die Idee, man muss irgendwie Propagandamaterial erstellen, um die Leute zu erreichen. Und man
102:50
Speaker A
wusste, man muss Unterschriften sammeln, um zugelassen zu werden zum äh zur Wahl. Ja, aber sie haben kurz vorher noch in Hessen gewohnt und sind dann irgendwie mit Gründung oder Vor Gründung nach Thüringen gezogen. Wie wie und was ist
103:02
Speaker A
da passiert? Ähm genau, also ich habe erst in in Hessen gewohnt, wir haben in Boden Allendorf gewohnt an der Wohnung und nachdem ich mich dann so bisschen auf die Schule eingeschwogen hatte, haben wir uns dann die Gegend erschlossen, meine Frau und ich. Das
103:20
Speaker A
heißt, ich bin mit den Kindern, wenn ich mal Zeit hatte, ähm ja, habe die Spielplätze besucht, wir haben Wanderung gemacht in die Umgebung, haben uns die Ausflugsziele äh angeschaut, die es dort so gibt und haben dann irgendwann nach
103:32
Speaker A
einer gewissen Zeit gesagt, ist eine schöne sehr schöne Gegend hier, gefällt uns landschaftlich auch sehr gut, ne?
103:37
Speaker A
Also eine, sie müssen sich das so als Mittelgebirgslandschaft vorstellen, dass das Gebiet um den hohen Meisner, also viele walige Hügel, ich sage immer eine Deutsche Seelenlandschaft, das Gebiet der Frau Holle, das Gebiet der Gebrüder Grim, wo die ihre Märschen gesammelt
103:50
Speaker A
haben und so weiter. so ein ein Gebiet ähm in dem man sich noch wohlfühlen kann und meine Frau hat gesagt, ja, das ist eine gute Gegend, hier wollen wir unsere Kinder groß sehen und zwar einmal klar, wir wollten nicht
104:01
Speaker A
in die Großstadt, wir wollten aufs Land und dann haben wir gesagt, gut, wenn wir hier bleiben, dann ist es doch auch sinnvoll, wir schauen uns nach dem Haus um, ne? Wir haben Eigentum und dann haben wir uns auf dem Weg gemacht und
104:12
Speaker A
mir war immer klar, ich wollte aufs Dorf, weil ich selbst auf dem Dorf groß geworden bin und fand das für meine eigene Entwicklung sehr positiv, wollte meinen Kindern auch diese Freiheit ähm einräumen, die ich selbst genossen habe auf dem Dorf und in der Dorf Kindheit
104:24
Speaker A
und Dorfjugend. Und ähm dann haben wir einen Ausflug gemacht zum schönen Handstein. Das ist eine Burgruine, wahrscheinlich die ja in meinen Augen die schönste Burgruine Mitteldeutschlands. Und ähm da sind wir dann mit unseren Kindern, damals waren es glaube ich zwei, die da waren, sind
104:43
Speaker A
wir dann ähm auf diese Burg gelangt und das war ähm so der Rest vom Vatertag, ich kann mich noch gut erinnern, und da saßen so die die Reste der Dorfgemeinschaft, die das Vatertagsbier da oben organisierten noch zusammen und
104:56
Speaker A
die sahen uns und mein ach kommt doch mal her, wer seid denn ihr, wo kommt ihr her? Und auf einmal saßen wir am Tisch von den Dorfleuten aus Bonhagen und wir wurden da so herzlich empfangen und so so gut aufgenommen, dass wir uns gesagt
105:08
Speaker A
hab, Mensch, das ist aber auch eine schöne schöne Ecke hier, ein schönes Dorf und ähm wollen mal gucken, ob es hier irgendwas gibt und ich gucke am nächsten Tag ins Internet und sehe dann das Haus, in dem wir heute noch wohnen.
105:18
Speaker A
so ein altes ähm 500 Jahre altes äh unter Denkmalschutz stehendes Fahrhaus und tja, wir haben innerhalb von wenigen Wochen haben wir uns entschieden, haben zugeschlagen und sind dann so, ich glaube es war 2008, Thüringer geworden. Ich habe es nie
105:37
Speaker A
bereut. Ich bin glücklich in Thüringen zu sein. Gerade wenn ich jetzt im Westen unterwegs bin. Bin ja selbst viele Jahre im Westen unterwegs gewesen. Bin ich immer wieder froh nach Thüringen zu kommen, weil die Menschen sind da einfach sind einfach wacher. Sind
105:49
Speaker A
einfach wacher durch die Diktaturerfahrung eine andere Mentalität. Sie sind Deutscher. Das meine ich ganz positiv. Ja. Und ähm man fühlt sich dort wirklich zu Hause.
105:59
Speaker A
Ich fühle mich dort zu Hause. Und ja, so bin ich 2008 dann nach Thüringen gewechselt. Das war aber sorry, dass ich unterbreche lange vor politische Aktivität und das war nicht, weil das historisch könnte man habe ich so gedacht, okay, der ist die ganze Zeit
106:14
Speaker A
Lehrerin Hessen und wie kann man Lehrerin Hessen sein und dann ist man wie durch ein Wunder. In Thüringen gründet man ein Landesverband, indem man vermut, also sie sind ja ultra stark in ihrem Bundesland, aber hätten sie wären sie einfach in Hessen wohnen
106:30
Speaker A
geblieben, wären sie wahrscheinlich nicht so stark geworden. Ich w auch ultra stark in Hessen.
106:35
Speaker A
Das ist eine schwar das das das können wir lassen wir uns das nach hinten weiterschieben.
106:39
Speaker A
Wieder böses Blut in der Partei. Nein, natürlich nicht. Die haben unterschiedliche Mentalitäten im Osten und im Westen. Das möchte ich nicht in Abrede stellen. Ja, okay. Also, das heißt, dann war diese chaotische Gründung, sie haben Flugblätter verteilt, gesagt, wir müssen
106:53
Speaker A
jetzt was tun und wir müssen das ganze groß machen. Und dann gab es ja fast einen, wenn ich sage, Putsch gegen Lucke ist das vielleicht ein bisschen übertrieben, aber durchaus ich jetzt sage Machtergreifung ist das auch politisch konnotiert, aber ein eine
107:08
Speaker A
Veränderung der Machtverhältnisse, ich glaube das ist das neutralste, wie man es formulieren kann. Sie sind von, ich war zufällig da zu einer der Schlüsselfiguren der Partei geworden.
107:21
Speaker A
Und dann hat Luca am Ende des Tages die Partei verlassen. Was ist da passiert?
107:31
Speaker A
Ja, also was ist passiert? das der den wirtschaftspolitischen und finanzpolitischen Schwerpunkt der Gründungszeit, den haben wir ja schon angerissen. Das war die große Zeit unserer unser Professorenriege.
107:46
Speaker A
Ähm, viele von uns haben im Rückblick das Gefühl oder den Verdacht, dass vielleicht diejenigen, die auch maßgeblich an der Gründung der AfD beteiligt waren, äh den strategischen Plan hatten, von vorne rein einen strategischen Plan hatten, ähm der CDU einen nicht linken
108:12
Speaker A
Koalitionspartner zuzuführen. Mm. So. Ähm, aber diejenigen, die diesen Plan hatten, ist die Kontrolle über das Projekt verloren gegangen.
108:29
Speaker A
Meiner Meinung nach sollte, so war das jedenfalls von vielen glaube ich gedacht, die maßgeblich damals waren, ähm diese Partei möglichst schnell als Juniorpartner in eine Koalition mit die mit der CDU geführt werden.
108:45
Speaker A
Und dann ist dieses Projekt aber in einer andere Richtung entwickelt worden bzw. den den Hauptinitiatoren mit ihrer Intention ist dieses Projekt entglitten. Dies Projekt hat sich selbständig gemacht und man hat in letzter Konsequenz die Kontrolle über dieses Projekt
109:04
Speaker A
verloren. Gott sei Dank, muss ich sagen. Gott sei Dank. Ähm, die erste Führungsriege waren gute Fachleute, waren aber Technokraten und waren strategisch zu kurzsichtig unterwegs, meiner Meinung nach. Und das war nicht nur meine Meinung, sondern das war auch die
109:25
Speaker A
Meinung von vielen Mitstreitern gerade aus dem Osten damals. und gegen diesen Kurs der der Verzwergung der AfD, des zu frühen Ankommens wollen, des zu frühen Ankommenswollen, des ähm ja, der Selbst Selbstbeschneidung das der Unterordnung dann auch unter die
109:45
Speaker A
Gesetze der politischen Korrektheit, äh der der Sprachgebote, der Sprachnormen, die es gibt, der der Begrenztheit der politischen Positionierung. ähm hat sich vor allen Dingen der Osten gewandt, weil der Osten hat erkannt, natürlich auch gab's natürlich Mitstreiter auch im
109:59
Speaker A
Westen, aber der Osten hat einfach erkannt, dass Deutschland eine grundsätzliche Erneuerung braucht und eine grundsätzliche Erneuungskraft, die nicht zu früh ankommen darf, die sich nicht zu früh als Koalitionspartner, als Juniorpartner anbieten darf, auch vor den Erfahrungen Erfahrung, die man mit
110:14
Speaker A
der CDU gemacht hatte. Ähm, die CDU hat noch jeden Koalitionspartner, wenn es der Junior Partner war, klein gekriegt und alles das wollten wir nicht. Wir haben uns gesagt, wenn wir so ein Projekt schon starten, dann wollen wir unabhängig bleiben und wollen selbst die
110:26
Speaker A
führende Kraft in Deutschland werden. Und das können wir nur, wenn wir in Distanz zum Establishment bleiben, zum in Distanz zu seinen Narrativen und Widerstand leisten in den zentralen Punkten, widerständig bleiben. Und bis heute sind wir Gott sei Dank
110:37
Speaker A
widerständig geblieben in den zentralen Punkten. Also nein zu Energiewende, nein zu Multikulti, nein zur einseitigen Vergangenheitsbewirtschaftung, nein zur Zensur, nein zur Ideologisierung der Bildung und so weiter und so weiter. Und alles das wäre nicht möglich gewesen, wenn der
110:54
Speaker A
Luckekurs ähm durchgetragen worden wäre, dann wäre die AfD, wenn sie heute überhaupt noch da wäre, maximal noch im 5% Bereich im einstelligen Bereich als Koalitionspartner der CDU unterwegs.
111:05
Speaker A
So und dann wurde die Machtfrage gestellt, weil es unterschiedliche strategische Überlegung gab und dieses Reformprojekt sich auch nicht nur auf die Wirtschafts und finanzpolitischen Bereiche erstrecken sollte, sondern wie gesagt eine grundsätzliche Staatsreform in den Blick nahm und grundsätzlich die
111:20
Speaker A
Frage noch mal für die Deutschen beantworten wollte und mit den Deutschen beantworten wollte, wer sind wir, was wollen wir sein und wie wollen wir in diesem Land in Zukunft miteinander leben? eine offene, ehrliche, tabulose Diskussion über diese zentralen Fragen
111:32
Speaker A
wollten wir erzwingen. Und das war mit Bern Lucke nicht zu machen. Ben Lucke war ein Perfektionist. Bern Lucke war ein äh ein ein Technokrat, dem es ein Graus war, wenn System immer nennt irgendwelche Ineffektivitäten und ineffizienten in also Ineffizientes
111:49
Speaker A
auftauchte. Ähm äh das wollte er beheben. Er er wollte, dass die Maschine perfekt läuft, aber er hatte kein alternatives Modell. Er hatte kein alternatives Gesellschaftsmodell, er hatte kein alternatives Außenpolitisches Modell. Für ihn war die traditionelle West Westbindung äh nicht hintergebar,
112:06
Speaker A
die ähm die die die liberale Demokratie des Westens, auch wenn sie immer mehr Abglitt äh war, nicht in Frage zu stellen und so weiter und so weiter. Und wir wollten einfach offen diskutieren, wir wollten die Fragen stellen, die ich
112:18
Speaker A
gerade formuliert habe. So, lange Rede, kurzer Sinn. Ähm, es kam, nachdem ich mich wirklich und das muss ich auch hier noch mal betonen, intensiv bemüht habe, diesen diesen Konflikt auch zu lösen. Also, ich habe auch lange mit Ben Lucke gesprochen
112:36
Speaker A
und ich habe ihm auch ähm Kompromissangebote unterbreitet. War aber irgendwann klar, mit Bern Lucke ist dieser Kompromiss nicht zu machen.
112:43
Speaker A
Er hat seinen Führungsanspruch und er will seine Strategie und seine Inhalte so durchziehen, wie er das formuliert hatte. Äh daraufhin haben wir dann das Gegenlager ähm informell zusammengefügt.
112:54
Speaker A
Das war dann der sogenannte Flügel. Das war niemals eine Organisation. Es gab auch keine Mitgliedschaft im Flügel.
113:01
Speaker A
Das war einfach ein Netzwerk Netzwerk. Und äh dieser Flügel war maßgeblich daran beteiligt, dann beim Richtungsparteitag in Essen 2015 ähm ja, das das Ende von Band Lucke ähm zu bestimmen. Und damals ist dann Frau Petre Bundesvorsitzende geworden. Ja.
113:20
Speaker A
Und sie wollten aber nicht in die Bundespolitik oder oder doch oder sind jetzt wie sind Sie in der Thüringer Landespolitik äh gelandet und auch sie scheinen da ja sehr eisern verbleiben zu wollen.
113:36
Speaker A
Ja, das hat einen guten Grund. Also, weil ich im schon auch ähm ein Mensch, der der immer wieder strategisch nachdenkt bzw. also mit mit engen Weggefährten strategisch ähm denkt und Überlegung anstellt und ein Mensch, der eine starke Bodenhaftung hat,
114:05
Speaker A
das ist ähm auch eine Binse, dass der Mensch auf dem Heimatboden am am stärksten ist und am ausdauerndsten kämpft Und ich habe das vielleicht auch mit meinem parteikritischen Blick so analysiert. Es gibt zwei große Gründe, warum ich in
114:27
Speaker A
Thüringen bin. Erstens, ähm der kritische Blick sah, dass ganz viele Mitstreiter m aus den verschiedenen Landesverbänden, als sich die Gelegenheit bot nach Berlin zu gehen, also 2017 haben wir zum ersten Mal den Einzug den Bundestag geschafft, dass alle nach Berlin stürmten.
114:47
Speaker A
Und ähm dieser Drang nach Berlin ist natürlich dann war natürlich auch verbunden mit einer chaotischen Situation. in der ersten Fraktion in Berlin und ähm ich wusste, dass natürlich auch der Fokus des Establishments auf der Berliner Blase liegt und dass man, wenn
115:08
Speaker A
man in Berlin reisiert und groß aufspielt und vielleicht nicht eingebremst werden kann, vielleicht auch Gefahr läuft in einer Art und Weise attackiert zu werden, wie man vielleicht besser nicht attackiert werden möchte.
115:21
Speaker A
Was meinen Sie damit? Na ja, ich sag mal so also ich spreche jetzt nicht nur von Intrigen, die in der Politik wahrscheinlich normal sind, obwohl ich sagen darf, ich habe niemals eine Intrige eingefelt. Das kann ich wirklich mit Überzeugung hier und heute noch mal
115:38
Speaker A
beteuern. Ähm, na ja, alles das, was so ein Schmutzkampagne gibt. Ich meine, mich hat man trotzdem zum Teufel in der Zor gemacht. Warum? Da können wir vielleicht auch noch mal drüber wollte gerade sagen, ist jetzt nicht so als
115:48
Speaker A
aber ich wollte mir war es einfach mir war es einfach ich bin auch tatsächlich ein bescheidener Mensch und ähm mir war es einfach zu wieder zu schnell nach oben zu wollen und Berlin war ja immer oben, Bundespolitik war immer oben und
116:01
Speaker A
ich war immer ein Mensch und das habe ich auch meinen Schülern als Lehrer beigebracht, der ein organisches Wachstum favorisiert hat, also ein ein natürliches Wachstum, das dann vielleicht auch irgendwann eine Grenze hat, die aber die aber dann auch natürlich ist. Also
116:17
Speaker A
ich erzwinge nichts, sondern ich spüre, wann es Zeit ist, den nächsten Schritt zu tun. Da habe ich also auch eine, denke ich, eine ganz gute Selbstwahrnehmung und ähm ich bin 2014 äh zum ersten Mal in den Landtag eingezogen, bin jetzt seit über
116:32
Speaker A
12 Jahren Fraktionsvorsitzender einer Landtagsfraktion und bin jetzt 10 Jahre lang in der Landespolitik unterwegs, über 10 Jahre in der Landes über äh 13 Jahre in der Landespolitik unterwegs und ähm bin als Generalist jetzt wirklich im Stoff stehend in den verschiedenen
116:48
Speaker A
landespolitischen Themenfeldern und jetzt Wenn ich morgen Ministerpräsident würde, könnte ich ihn versprechen, dass ich das Amt ausfüllen kann.
116:58
Speaker A
Ich diene da, wo ich hingestellt werde und ich mach's mit all meiner Leidenschaft und mach's nach dem besten Wissen und Gewissen. Aber wenn ich irgendwo mein Dienst antrete, will ich mein Dienst auch ausfüllen können. So, und jetzt bin ich in der Lage, das Amt
117:11
Speaker A
auch zu übernehmen und äh das nenne ich organisches Wachstum. Und der zweite wichtige Punkt ist, die Bundesweg Deutschland ist ein föderales Staatswesen und mir war immer klar, dass der Siegeszug der AfD über die Länder gehen muss. Das heißt, wir
117:27
Speaker A
müssen erstmal in einem Bundesland die Blaupause, die wir in der Theorie angefertigt haben, mit Leben füllen können, in konkrete Politik umsetzen können, um vielleicht auch das Vertrauen der Bürger zu erreichen, die wir bisher noch nicht erreicht haben oder zu
117:42
Speaker A
gewinnen, die wir bis jetzt noch nicht erreicht haben. Ja. Das geht nur, wenn wir mal machen dürfen, wenn wir mal die Hebel der Macht, die Regierungsverantwortung wirklich in den Händen halten. Und ähm es war und ist viel realistischer, dass wir in einem
117:55
Speaker A
der östlichen Bundesländer den Ministerpräsidenten stellen, als dass wir den Bundeskanzler stellen. Ja, und ähm deswegen war das für mich auch ein ein Weg, der eine reale Erfolgsaussicht hatte und hat, wie die Umfragewerte auch zeigen. Und ich denke, dass ich mich
118:11
Speaker A
richtig entschieden habe. Ja, und ähm als Ministerpräsident kann man auch die Diskussion führen, öffentlich führen und die Impulse in die Republik setzen, ähm die wir brauchen, die dieses Land braucht und kann man diesem dieser Partei auch wiederum in einer Art und
118:27
Speaker A
Weise dienen, die sie nach vorne bringt. Man muss das nicht in Berlin machen. Mhm. Okay. Das heißt, sie hatten sich auf die auf die Landespolitik fokussiert. Dann gab es diese Abstimmung Lucke, ich glaube gegen Gauland und zum Vorsitz der Bundes AfD. Korrekt, den
118:43
Speaker A
dann Lucke verloren hat. Petri war das damals. Ja, Petri, ja, natürlich. Ja, Petri. Gar Petri. So und das war 2015. Genau. Sorry da. Ich hatte Ihnen eine Flasche Wasser neben Sie gestellt. Ich hatte Ihnen das aber nicht gesagt. Pardon. Haben Sie
118:57
Speaker A
super gesehen. Äh perfekt. Ähm so, dann gab es ein um Umwechsel. Es gab die Gründung des Flügels, äh wo sie ja maßgeblich dran beteiligt waren. Sie sagen, selbst der der Flügel war eigentlich kein Flügel, sondern war ein Netzwerk. Also es, wenn es keine
119:13
Speaker A
Mitgliedschaft gibt, ähm dann kann es ja eigentlich auch ein einen formellen Flügel nicht geben, aber trotzdem gab es ih zumindest ein ein Teil der Partei.
119:21
Speaker A
Und dann gab es 2017 ihre Rede, wo sie vom Mahnm der Schande, glaube ich, gesprochen haben und dann haben ihre Parteikollegen gesagt, den Höcke, der muss raus. Wie haben Sie das erlebt?
119:39
Speaker A
Äh ja, ähm das war die berühmte Dresner Rede und der Kernpunkt der Rede oder die die Kernpunkte der Rede waren weniger die die einseitige Vergangenheitsbewirtschaftung m als die Warnung an meine Parteifreunde vor den warmen Parlamentsesseln und den Freifressen
120:02
Speaker A
freisaufen Veranstaltung in den deutschen Parlamenten, die Warnung vor dem zu frühen ankommen wollen. die Warnung, den grundsätzlichen Erneuerungsauftrag anzu äh nicht nicht weiter durchzutragen, weil man sich mit den Gegebenheiten arrangiert und weil man endlich wieder ankommen will, weil man das Parah, den
120:19
Speaker A
Parjahr Status hinterlich sich lassen will und in die bürgerliche Sphäre zurückkehren will. Das war eigentlich der Kernpunkt dieser Rede und trotzdem habe ich dann auch hast du auch mal zur Vergangenheitspolitik ausgeführt und ähm habe da etwas gesagt, was vor mir schon
120:32
Speaker A
viele andere gesagt haben, ne? ähm darauf hinweisend, dass ähm dass ein Volk, das in Dauerschuld gehalten wird, keine Zukunft hat.
120:46
Speaker A
Und das ist auch eine Binse. Damit bin ich allerdings dann, ich weiß nicht, ob Frok Petri mehr angepitakt war durch den Spiegel, den ich der Partei vorgehalten habe im Hinblick auf die Verlockung des Parteienstaates und des möglichen Wohllebens in diesem
121:03
Speaker A
Parteienstaat oder durch meine erinnerungspolitische Wendung 180°. Und 180° meinte nicht, dass wir unsere Geschichte jetzt zu 100% verherrlichen sollen, sondern bedeutet einfach nur, dass wir ähm in die Richtung gehen, in die alle anderen Nationen auch gehen. Ja, also wieder
121:24
Speaker A
normal werden. Deutschland aber normal war der das das Slogan das Motto, das wir mal bei einem der letzten Bundestagswahlkämpfer hatten. So, aber die medialen Reaktionen waren natürlich enorm.
121:40
Speaker A
Und das war der Ausgang dafür, dass man mich auch zum Teufel der Nation gemacht hat, weil ich in das Allerheiligste dieser Republik und interessierter Kreise mit schmutzigen Wanderstiefeln marschiert bin, um das vielleicht mal in den Bild zu gießen.
121:57
Speaker A
Das war das der große ähm Umschwung zum Teufel der Nation, weil Ja, ich glaube, das war der große Umschwung.
122:04
Speaker A
Aber war nicht ähm der die der Personenschutz schon seit 2015? Wir hatten davor Eingangs Offreaker noch drüber gesprochen. Das heißt, da muss es schon da waren sie schon prominent genug, um ähm tatsächlich eine Gefährdungslage zu provozieren, ohne dass es medial schon
122:24
Speaker A
so groß war. Das heißt, es gab das es gibt ja keinen Personenschutz, wenn es keine echte Gefährdung gibt, zumindest ist das anzunehmen. Ähm, schon zwei Jahre vorher waren sie schon hatten sie schon eine gewisse Prominenz, aber 2017 durch diese Rede sind sie dann wirklich
122:37
Speaker A
bundesweit bekannt geworden. Mhm. Na gut, also ich war bin vorher schon wahrgenommen worden, das ist richtig und da stellt sich die Frage, warum bin ich wahrgenommen worden? sicherlich, weil ich in einem Bundesland aktiv bin, das ein ganz großes Potenzial für die AfD
122:52
Speaker A
hat. Und ähm ich denke, ich habe ähm ich bin jetzt wie gesagt seit 2013 Landesvorsitzender, seit 2014 Fraktionsvorsitzender, bin der dienstälteste Landes- und Fraktionsvorsitzende der AfD.
123:05
Speaker A
Ähm sag auch mit Stolz, dass ich einiges richtiges richtig gemacht habe im Aufbau dieses Landesverbandes. Er ist sehr gut organisiert, ist kampagnefähig, ist schlagkräftig und äh äh steht auch deswegen so gut da. auch in den Umfragen.
123:20
Speaker A
Ähm man erkannte also, dass da jemand ist bzw. jemand einen Landesverband führt, den man als äh als hoch hochproblematisch aus Sicht des Establishments einordnen muss, also eine wirkliche Gefahr für die für die Machthaber.
123:35
Speaker A
Und ähm dann war da natürlich auch die eine oder andere Flanke, die ich aufgemacht habe, dadurch, dass ich tatsächlich als politisches Greenhorn in die Politik gegangen bin und ähm treu Deutsch in die Politik gegangen bin mit dieser typischen Vertrauenszähligkeit
123:51
Speaker A
und auch vielleicht mit dieser Naivität, man könnte alles sagen, man, das wusste ich schon vorher, man kann nicht alles sagen, aber dass man so wenig sagen kann in dieser Republik, das habe ich dann erst als Politiker gelernt. Ja, aber ich
124:01
Speaker A
habe mir den Mut auch nicht verbieten lassen. Ich kann mich noch gut erinnern, so eine kleine Anekdote, ich finde die berichtenswert.
124:08
Speaker A
Da saß ich ähm noch neben Bernt Lucker nach den Landtagswahlen 2014. Damals sind wir mit 10,6% zum ersten Mal in Thüringer Landtag ähm eingezogen, saß ich dann in der Pressekonferenz in Berlin und vor der versammelten deutschen Journalistenschaft.
124:30
Speaker A
Und ich wurde dann gefragt, was so meine politischen Zielsetzungen sind. Und ich glaube, einer der ersten Antworten und ich glaube Band Look ist neben mir Kreide bleich geworden und in den Stuhl gesunken äh lautete: "Wissen Sie, Sie können alles vergessen, was ich heute
124:42
Speaker A
sage, aber das sollten sie sich mitschreiben, weil das ist mein zentraler Punkt. Ich weiß nicht mehr genau den Wortlaut, aber der zentrale Punkt lautete dann, ich bin angetreten, um die Herrschaft der politischen Korrektheit in Deutschland zu beenden und die steiner an der Grabplatte,
125:02
Speaker A
die auf meinem Volk liegt mit einem Stemmeisen wegzustemmen. Buff war war da war Ruhe im Saal und ich glaube, da hat man dann schon zu verstehen gegeben, dass man keine halben Sachen macht.
125:20
Speaker A
Ja, so und dass man einen grundsätzlichen Neuerungsauftrag hat. Ja, na ja, und ich glaube, dann hat man hatte man mich schon auf dem Schirm. Ja, da war schon klar. Okay, das den den Höcke müssen wir uns angucken.
125:34
Speaker A
Also das den zu ignorieren wäre jetzt äh grob fahrlässig mindestens. Ja, wahrscheinlich. Okay, dann gab es dieses Verfahren äh und sie sagen, okay, eigentlich haben sie den Wohlstand und das ähm entspannte Leben ihrer Partei Kollegen angegriffen viral oder die mediale Aufmerksamkeit äh
125:55
Speaker A
bekommen hat es durch die Wort mal zu dieser Holocaustgedenkstätte. So, dann muss es ja auch für sie, sie waren ja Voll Blut dabei, sind ja immer noch ähm für Ihre Partei, für ihre Ziele. Und dann haben Sie diese Rede
126:10
Speaker A
gehalten. Wussten Sie, dass das so boomerangmäßig zurückkommt oder haben Sie das geahnt? Haben Sie es in Kauf genommen oder hat sie das völlig überraschend getroffen?
126:20
Speaker A
Also die Resonanz hat mich wirklich überraschend getroffen. Also das war mir nicht klar, dass ich jetzt sowas unvorstellbares sage.
126:29
Speaker A
Und dann waren ja ihre eigenen Leute, die auf einmal, sie haben ja mit Petri zusammen ähm Lucke abgesetzt und auf einmal war Petri maßgeblich und auch Gauland weiß ich nicht, aber Petri glaube ich oder haben eingeleitet dieses Parteiausschlussverfahren
126:48
Speaker A
und das ist aber gescheitert. Wie also wie muss das sein? Sie sind 247. arbeiten Sie für diese Partei. Dann halten Sie eine Rede und alle klatschen, dann gehen sie runter und dann gibt's den ersten Presseartikel 2. Und auf
127:09
Speaker A
einmal gibt den Begriff des Schitstorms. Gab es damals noch nicht, aber den heute wird von dem Schitstorm sprechen und auf einmal, ich weiß nicht, wie lange es gedauert hat bis zum Antrag auf dieses Parteiausschlussverfahren, aber auf einmal richten sich ja ihre eigenen
127:22
Speaker A
Leute gegen sie, sagen, ah pass auf, also wir wollen dich jetzt eigentlich raushaben. Wie hat sich das angefühlt?
127:32
Speaker A
Ist auch schon wieder ein paar Jahre her. Gefühlslage ist für mich jetzt schwer nachzuvollziehen bzw. zu erinnern.
127:43
Speaker A
Alexander Gauland hat sich damals auf meine Seite gestellt. Der hat Alexander Gauland hat immer zu mir gehalten.
127:48
Speaker A
Immer. Ich glaube, diejenigen, die das initiiert haben, waren auf zweierlei Art und Weise berührt.
128:06
Speaker A
Erstens haben sie das wahrscheinlich wirklich für einen schweren taktischen Fehler gehalten, so eine Rede zu halten.
128:12
Speaker A
Ja, so eine Rede zu halten mit diesen äh mit diesen Inhalten. waren wie gesagt auch vielleicht persönlich berührt, dadurch, dass ich diese Ansage an die eigene Partei gemacht habe und den Zeigefinger vor der eigenen Partei aufgerichtet habe und die
128:24
Speaker A
Warnung an die eigene Partei gerichtet habe. Ähm, das mag auch mit hineingespielt haben. M sie dachten wahrscheinlich, die hoffte baldige Koalition mit der CDU wird dadurch in weite ferne rücken und mein eigener Status als Pari, also nicht meiner, sondern der Kollegen und
128:47
Speaker A
das müssen sie immer immer bedenken, was das für ein Afdeller bedeutet, Politik für die AfD zu machen. Das ist eben nicht so, wie wenn man Politik für die SPD macht oder die CDU macht oder die Grünen oder die Linken. Sie werden in
129:00
Speaker A
ihrer gesamten Wachzeit, in der Sie politisch tätig sind, innerhalb und außerhalb des Parlaments als Paria behandelt.
129:06
Speaker A
Und die meisten Mitstreiter in der AfD kommen aus bürgerlichen Zusammenhängen, waren geachtete Mitglieder dieser Gesellschaft und haben sich warum auch immer dazu entschieden, Politik für Deutschland zu machen und werden seitdem als Paria behandelt und viele von denen sind mentalitätsmäßig
129:23
Speaker A
oft nach den nach den vielen Jahren dieses Druckes so mürbe gemacht, dass sie sich nur wünschen so schnell wie möglich wieder anzukommen. wieder normal werden zu dürfen. Und so eine Rede verunmöglicht natürlich das normal werden können und hält einen draußen aus allem, was
129:46
Speaker A
man etabliert nennen könnte. Also dieses psychologische Moment war damals, glaube ich, ganz ganz ganz ganz wichtig.
129:55
Speaker A
Also strategische Fragestellung, psychologische Fragestellung und vielleicht auch das angepakst sein, dadurch, dass ich den Spiegel vorgehalten habe. Na ja, das war die Kombination, die dann dafzu geführt hat, dass dieses PV initiiert worden ist.
130:09
Speaker A
Ähm, ich war relativ gelassen, weil ich wusste, dass ich eine große Machtbasis in der Partei habe, jenseits von Thüringen und weil ich wusste, dass diejenigen, die das jetzt initiieren, die Spaltung der Partei in Kauf nehmen.
130:33
Speaker A
Und für mich war klar, diese Partei muss erhalten werden, diese Partei darf nicht gespalten werden.
130:40
Speaker A
Und deswegen habe ich mich auch entschlossen, und das war mir eigentlich sofort klar, mich sehr, sehr passiv zu verhalten.
130:48
Speaker A
äh die Angriffe, die dann in den folgenden Wochen und Monaten noch von meinen Parteifreunden in meine Richtung gestartet worden sind, nicht zu beantworten, sondern einfach meine Arbeit weiterzumachen und ähm den Verfahrensgang abzuwarten.
131:05
Speaker A
Der Verfahrensgang ist aber ähm so und nicht nur gewesen, sondern grundsätzlich so, dass bei so einem Parteiausschlussverfahren, da muss der Landesverband entscheiden. Korrekt? Das heißt, der die Bundesfagt, der Hökubo soll raus und dann hat aber ihr Landesverband, indem sie ja sehr
131:22
Speaker A
sehr stark offensichtlich ähm verrückhaltet sind, gesagt, nee, nee, wir wollen den aber behalten. Ähm und da sie sagen, es die Partei sollte nicht gespalten werden, aber möglicherweise gab es oder gibt es auch eher Interesse, die Partei so zu spalten, nämlich um die
131:39
Speaker A
einmal koalitionsfähig zu machen, ähm und um auf der anderen Seite zu sagen, okay, ihr seid uns zu weit recht, ihr seid uns zu extremistisch, wir wollen doch eigentlich nur eine gut bürgerliche Partei machen. Und dadurch, dass es die
131:50
Speaker A
Partei jetzt so groß ist, hat natürlich das Potenzial auch auf die 50% plus zu kommen. Ähm, aber vereinigt natürlich unterschiedlichste Interessen unter einem Dach.
132:02
Speaker A
Warum sind sie nicht hergegangen und haben gesagt, pass auf, wenn ihr mich raushalten raushaben wollt, lass uns die Partei teilen in die, die das Wahre wollen und die, die koalitionsfähig sein wollen, wäre das nicht eine Option gewesen?
132:20
Speaker A
Na, solche Gedankenspiele gab's natürlich, also jetzt von mir weniger intensiv betrieben, weil für mich war wirklich klar aufgrund der Lageranalyse ähm dieses Landes, dieses Staates und dem dem Fortschritt des Verfalls, dass wir nur ein Schuss haben und dass
132:40
Speaker A
dieser Schuss so stark wie möglich sein muss. Und das bedeutete für mich immer, dass die Partei zusammen bleiben muss.
132:47
Speaker A
Ähm, es gibt immer wieder Überlegungen ähm vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Mentalitäten, die wir in Deutschland haben. Also die der Westen und der Osten sind ja zwei unterschiedliche Mentalitätsräume, die sich sehr deutlich unterscheiden. Gibt's immer mal wieder Überlegungen, nicht nur
133:05
Speaker A
in der Partei, sondern auch in der Bevölkerung. Ähm, also bei uns im Osten redet man von Sezessionen. Man möchte nicht mit dem Westen mit dem Westen Untergang gezogen werden. Ja, also manche reden davon, die Mauer wieder aufzubauen, weil weil weil man es nicht
133:17
Speaker A
mehr trägt, äh diese dieses Fortschreitende der Dekadenz, des Verlustes dieses Landes und so weiter, den Verfall, den wir jeden Tag spüren, ähm so eine Art Ost und West AfD zu machen, so CDU, CSU Modell beispielsweise, ne? Ich halte das für
133:32
Speaker A
ein Fehler. Ja, ich kann die Gründe durchaus nachvollziehen, die dafür sprechen, aber ich halte das für ein Fehler, weil ich wirklich glaube, dass die AfD zusammen halten muss. Und wir waren damals 2017 auch in der Phase, wo klar war, dass ähm dass diese ganzen
133:46
Speaker A
gruppendynamischen Prozesse, die in so einer Partei durchlaufen werden müssen in der Anfangsphase, dass die auch noch nicht zum Abschluss gekommen sind, dass die Partei auch organisatorisch noch nicht konsolidiert war und ähm dass wir noch lange nicht auf dem professionellen
134:02
Speaker A
Niveau waren, wo wir sein mussten, um vielleicht auch mal die Regierungsgeschäfte zu übernehmen. Und diese Spaltung der Partei hätte alles wieder von vorne beginnen lassen müssen und diese Zeit sah ich einfach für für uns nicht mehr vorhanden. Ja. Ähm
134:20
Speaker A
ja und ich glaube, es war auch die richtige Entscheidung, das nicht zu tun. Wir haben gelernt.
134:28
Speaker A
Petri ist dann auch letztlich durch ihr Vorgehen gegen mich als Bundesvorsitzende abgewählt worden, hat den Machtkampf verloren. Meuten, der später dann ähnlichen Kurs fahren wollte, hat den Machtkampf auch verloren, aber nicht indem ich die Partei riskiert habe, sondern einfach
134:43
Speaker A
indem ich ruhig geblieben bin und meine Position in sachlicher Art und Weise vertreten habe und ich glaube, ich habe richtig gehandelt. auch im Rückblick sage, ich habe richtig gehandelt und die Entwicklung Deutschlands und die Entwicklung der AfD bestätigen mich in
134:59
Speaker A
meiner Rückschau. Ähm das heißt aber nicht und das möchte ich noch mal betonen, ich habe das vorhin schon mal ausgeführt, dass ich nicht alles getan hätte, um auch diese Person in der Partei zu halten. Bern Lua hatte übrigens auch schon mal ein
135:13
Speaker A
Parteiordnungsverfahren gegen mich ähm durch den Bundesvorstand beschließen lassen. Das war damals ein Amtsenthebungsverfahren. ist dann ja äh letztlich aufgehoben worden nach seiner Abwahl und der Intronisierung von Frau Kepetri, aber ich war schon immer auf dem Kiker der der Bundesvorsitzenden, ja, die dann
135:31
Speaker A
glaubten, pragmatisch unterwegs zu sein. Und ähm ich bin ja auch jemand, der pragmatisch unterwegs ist. Also ich mach pragmatische Landespolitik. Wenn man sich mal schaut, was die Thüringer Landtagsfraktion in der letzten Dekade alles so ähm geleistet hat und geliefert
135:43
Speaker A
hat, wird man sehen, das ist wirklich ein Parlamentarismus vom Feinsten, ganz pragmatischer Parlamentarismus. Ja. Ähm das heißt aber nicht, dass ich für die Partei nicht eine an Strategie habe, die wirklich diesen grundsätzlichen Erneuerungsauftrag immer im Fokus hat.
135:57
Speaker A
Und was mir wichtig ist, ich bin ein Mensch, der auf Ausgleich hin angelegt ist, auf Versöhnung hin angelegt ist, ne? Ich war Vertrauenslehrer. Vertrauenslehrer wird man nur, wenn man diese Ader hat zusammenzuführen. Wenn es Konflikte im Kollegium gegeben hat, bin ich gerufen
136:13
Speaker A
worden als als Mediator. Ich habe immer versucht wiederstreitende Position zu einem Kompromiss zu bündeln. Das habe ich mit Lucke gemacht, das habe ich mit Petri gemacht, das habe ich mit Meuten gemacht.
136:26
Speaker A
Es lag nicht an mir, dass wir diese Parteifreunde heute nicht mehr unter uns haben.
136:32
Speaker A
Was ist aus Ihrer Sicht zwischen 2017, das war dann dieses Ausschlussverfahren und heute? Wie hat sich die AfD gewandelt?
136:45
Speaker A
Ja ähm zunächst einmal haben wir uns alle besser kennengelernt und das ist, glaube ich, ganz ganz wichtig.
136:59
Speaker A
Also die die Angriffe auf meine Person, aber auch die Angriffe jetzt, die die untereinander immer wieder vorgetragen worden sind, äh die resultierten meiner Meinung nach in der Rückschau auch ganz oft aus aus der Unkenntnis der jeweiligen Person heraus.
137:18
Speaker A
Man wusste gar nicht, wer ist das eigentlich? was für eine Motivation hat der Politik zu machen? Auch das war oft irgendwo im Schwange das Misstrauen. Ist das nur ein Hasadeur und Glücksritter?
137:28
Speaker A
Ich meine, sie müssen sich vorstellen, so eine erfolgreiche Partei wie die AfD, die so ein komenhaften Aufstieg hinlegt, die mittlerweile mehrere hundert Mandate auf den verschiedenen politischen Ebenen zu verteilen hat, die ist natürlich auch ein Honigtopf für die, die im
137:43
Speaker A
Politikbetrieb schnell regissieren wollen, um Wohlleben zu zu haben. Ja, also Glücksritter, Hasarteure und so weiter, die haben wir natürlich auch in der Amts Anfangszeit gab's die natürlich zu hauf, ne? Und ähm gibt immer wieder besonders erfolgreiche Phasen, wo man
137:58
Speaker A
spürt, jetzt kommen wieder ganz viele in die Partei und da muss man dann schon vorsichtig sein, dass da nicht zu viele sind, die vor allen Dingen auf den eigenen Vorteil schielen. Ja, also in dieser Anfangsphase wusste ja keiner,
138:07
Speaker A
ist das einer, der es wirklich ernst meint? Ist das wirklich jemand, der eine der ein weltanschauliches Fundament hat, auf dem er steht? Ist das jemand, der auch als Fachfrau oder als Fachmann wirkliche Fachpolitik betreiben kann oder dass nur ein Maul hält, der die
138:20
Speaker A
großen Reden auf Marktplätzen schwingen kann? Ähm, hat da jemand Substanz? Äh, hat da auch jemand die charakter charakterliche Integrität Führungsposition in der Partei zu übernehmen? Und das ist jemand, der nur Intrigen spinnt den ganzen Tag und die ganze Wachzeit, die er zur Verfügung
138:36
Speaker A
hat. Davon gibt's leider in Parteien auch genügend. Ja, und ähm um diese Fragen zu beantworten, muss man sich natürlich mit den Kollegen auch auseinandersetzen. Man muss auch die Zeit haben, sich mit den Kollegen auseinanderzusetzen.
138:49
Speaker A
Was für ein schönes Wort, ne? Ausinanderzusetzen. Ja. Und ich glaube in den letzten Jahren haben sich viele Kollegen, die in der Führung dieser Partei arbeiten, die in die Führung dieser Partei eingebunden sind, diese Zeit auch mal genommen. Ja,
139:02
Speaker A
nachdem in der Aufbauphase unheimlich viel Zeit logischerweise für andere Dinge verbraten worden ist, hat man sich die Zeit genommen und ähm ich glaube, dass wir uns jetzt alle so gut kennen, dass wir uns einschätzen können und ähm dass wir dieses grundsätzlich Vertrauen
139:18
Speaker A
haben, ne? Ähm, natürlich ist eine Partei auch immer ein System eines kultivierten Machtkampfes, ne? In der Partei gibt es oben und unten. Es gibt eine Hierarchie in der Partei und die, die unten sind, wollen nach oben und die, die oben sind, die wollen möglichst
139:31
Speaker A
nicht nach unten, so ne. Ähm, das kann man auch nicht äh ganz außen vorlassen.
139:38
Speaker A
Das ist Systemimmanent. Man kann es aber so kultivieren, dass daraus ein agonales Prinzip äh wächst.
139:45
Speaker A
Das heißt, man wetteifert miteinander, aber man macht es so, dass man sich nicht beschädigt und verletzt und ähm dass man vor allen Dingen, wenn man den Kampf gewonnen hat, dem anderen nicht den Kehlenbis ähm zu Teil werden lässt.
139:57
Speaker A
Das ist für mich immer ganz wichtig gewesen. Also ähm ich musste nicht so viele Machtkämpfe in meinem Leben leben führen. Warum auch immer, ist vielleicht auch eine eigene Frage wert, aber ähm für mich war es immer wichtig, dass äh
140:08
Speaker A
ich auch die Kultur in der Partei gepflegt habe und für die Kultur Werbung gemacht habe, auch in Landesverbänden, die vielleicht nicht so harmonisch ähm leben wie der Thüringer Landesverband, dass man den Machtkampf in der Partei als etwas Natürliches wahrnimmt, der wie
140:24
Speaker A
gesagt nach agonalen Prinzipien zu organisieren ist, dass man aber den Unterlegenen nicht aus der Partei wirft oder ihn ihn vernichtet und auch nicht mit unlauteren Mittel die Attacke fährt, sondern dass es nach demokratischen Spielregeln geht. Ja, und ich denke, da
140:38
Speaker A
hat sich in letzten Jahren auch einiges zum besseren entwickelt, wie wohl wir leider immer noch Landesverbände haben, wo noch mit sehr, sehr harten Bandagen gerungen wird und zu viel Zeit ähm ja für die Klärung der Machtposition aufgewendet wird und zu wenig Zeit für
140:51
Speaker A
vielleicht fachliche oder strategische Themen. Wie hat sich ähm in dieser ganzen in den ganzen letzten 10, 11 Jahren oder tatsächlich 13 Jahren seit Gründe Gründung der AfD ihr Leben persönlich verändert? Wir haben schon so ein bisschen über wir haben es
141:06
Speaker A
angeschnitten dieses Personenschutzding, aber da von ich bin Lehrer und fahre mit meinem Fahrrad in die Schule und nachmittags gebe ich Schwimmunterricht auf heute. Wir sitzen hier im Podcast, draußen sind mehrere bewaffnete Beamte. Äh, sie fahren von Sitzung zu Sitzung zu Meeting. Das muss
141:23
Speaker A
ja ganz verrückt sein für Sie und auch für Ihre Familie. Ja, man gewöhnt sich an alles.
141:31
Speaker A
Ich die Frage kriege ich häufig gestellt und ich kann sie tatsächlich nicht wirklich befriedigend beantworten. Also, ich kann Ihnen sagen, dass ich ähm dass ich das einerseits bedauer, dass ich diesen Personenschutz habe, weil es zeigt einfach an, wie
141:56
Speaker A
schlimm die Verhältnisse im Land sind, wie schlecht der Zustand der Demokratie in Deutschland ist, wenn ein Oppositionspolitiker in dieser Art und Weise geschützt werden muss.
142:07
Speaker A
Ähm, aber nun ist es so und es ist tatsächlich so, dass man sich daran gewöhnt. Ähm, ich nehme mir aber auch die Freiheit, wie ich das am Wochenende gemacht habe, unerkannt mal mit dem Fahrrad irgendwo hinzufahren ohne Personenschutz.
142:24
Speaker A
Wenn ich ähm wandern gehe, mache ich das häufig auch ohne Personenschutz mit Freunden, weil ich das auch nicht möchte. Ich möchte auch meine Privatheit haben und ähm von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen ist es mir eigentlich noch nicht passiert, dass ich dort in einer ja
142:43
Speaker A
dämlichen Art und Weise angemacht worden bin. Auf diesen Wanderung beispielsweise im Wald trifft man meistens sehr wohlmeende und wohlwollende Mitmenschen.
142:51
Speaker A
Ähm ja, man gewöhnt sich dran. Ich habe von Anfang an die Familie, also das Private und die Politik auseinandergehalten. Das war von meiner Frau aus auch eine Eintrittsbedingung für mich, für die Politik.
143:04
Speaker A
Und das ist bis heute so geblieben. Meine Frau ist also parteipolitisch nicht engagiert. Ähm, ich habe sie dann und wann mal Inkognito bei bei größeren Veranstaltung dabei gehabt, aber sie war nicht als meine Frau ähm zu erkennen und ähm na, wir hatten in dieser Zeit
143:23
Speaker A
der Dresner Rede hatten wir eine schwere Zeit als Familie. Das war sehr fordernd für uns als Mutti und als Papa.
143:32
Speaker A
ähm weil die Kunsttertterroristen vom Zentrum für politische Schönheit ja bis in den Nachtbaraten vorgedrungen sind und dann da ihr Kunstwerk das im übrigen jetzt gerade zu einer Ruine zerfällt und ganz unansehnlich ist. Also das ist wirklich Schintluder getrieben mit
143:48
Speaker A
unserer Vergangenheit, wenn man sich dieses Kunstwerk jetzt mal anschaut, ähm ja, diese Aktion gemacht hatten äh in Zusammenarbeit mit der mit den Medien ähm mich da wirklich maßgenommen haben und dann auch noch flankierende Aktionen gefahren sind, wo dann große Plakate an
144:04
Speaker A
der Straße aufgestellt worden sind, wo auch die Schubboss meiner Kinder herfahren oder hergefahren sind. Jetzt sind ja fast alle aus der Schule bis auf ein und das war so eine Zeit, wo dann auch das gesellschaftliche Klima so vergiftet war, dass meine Kinder in der
144:14
Speaker A
Schule auch blöd angemacht worden sind und dann stellenweise auch im im Schulbus dann, wenn man dann an so ein Plakat vorbeigefahren ist, mit dem Vater aufgezogen wurden und da gab's die eine oder andere durchweite Nacht. Ja, und das war keine einfache Zeit,
144:31
Speaker A
aber ähm wir haben den Kindern das so gut möglich war erklärt, die Situation erklärt, wie es überhaupt sein kann, dass ein Politiker in der privaten Sphäre in einem angeblichen demokratischen Rechtsstaat so heimgesucht wird, obwohl es eigentlich ein Prinzip eines demokratischen
144:50
Speaker A
Rechtsstaat sein müsste, dass man als Politiker die Privatsphäre und die Politisphäre trennen kann. Deswegen war diese Belagerung auch ganz klar ein Teil der Zersetzungsstrategie der Stasi oder als solche zu identifizieren.
145:08
Speaker A
Wir haben es unseren Kindern erklärt und ähm unsere Kinder haben das ganz gut verstanden und heute ist es so äh dass ich das was vorher eine Zumutung war auch in den Schulen als Wohlwollen äußern äußert. Weniger von Lehrer seit.
145:24
Speaker A
Es gibt natürlich auch Lehrer, die unsere Position teilen, aber was die Mitschüler angeht, sind meine Kinder heute die gefeierten Helden ihrer Klassen, muss man fast sagen. Ja, und äh heute sagen alle vier Papa. War nicht immer einfach, aber wir sind stolz auf
145:39
Speaker A
das, was du tust und das ist schön. Wie war das damals, als dann dieses ähm Mannmal des Mahnmals quasi bei Ihnen im Vorgarten quasi, also es war ja nicht bei Ihnen im Vorgarten, sondern auf dem Nachbargrundstück errichtet worden ist. Das war ja
145:58
Speaker A
sehr sehr nah an ihrem persönlichen halt Zuhause. Und was es auf jeden Fall ja gesagt hat, wir wissen, wo du wohnst.
146:06
Speaker A
Ähm und alle die hier wissen, wo du wohnst und wir bauen dir mal was dahin.
146:09
Speaker A
Ähm wie haben Sie das wahrgenommen und warum haben Sie gesagt, die Aktivisten haben das zusammen mit den Medien gemacht?
146:19
Speaker A
Ähm also wie gesagt, ich habe das vorhin als Zersetzungsstrategie der Stasi eingeordnet. Das war es auch. Es gab ja flankierende Maßnahmen, ne? Dann wurde im Netz wurden Bilder veröffentlicht.
146:29
Speaker A
Ähm beispielsweise von ähm von Hotelbesuchen von mir, also aus dem Zimmer, in dem ich nächtigte.
146:38
Speaker A
Ja, irgendwer muss diesen Kunstterroristenzutritt zu diesem Zimmer äh gewährt haben. Zumindest sind Bilder davon entstanden, ne? Ähm ich wusste auch nicht, ob ich vielleicht irgendwie durch ein Fenstermatt fotografiert worden bin. Ja, vielleicht auch in der in der intimen Situation.
146:54
Speaker A
Also jetzt ja, man ist ja auch mal vielleicht ohne Kleider in so ein Hotelzimmer unterwegs oder so. Ja. Und ähm das wurde bewusst platziert, um ja um um diesen diesen Druck auszuüben. Es gab auch Bilder äh vom Urlaub meiner
147:10
Speaker A
Familie, also Bilder von der von der Anlage, der Hotellanlage äh in der ich mit meiner Familie Urlaub gemacht habe in Zutol. auch die sind ins Netz gestellt worden. Ja, also man suggerierte damit, wir Junge, wir haben eine 24 Stunden Überwachung für dich.
147:29
Speaker A
Ja, wir sind überall. Du wirst uns nicht los. Du kannst dein Leben völlig knicken. Du kannst dich nicht mehr frei bewegen. Und wenn du dich mal hinter den Baum stellen musst, um mal zu pullern, kannst du dir nicht sicher sein, dass
147:41
Speaker A
wir dich fotografieren. Das ja das, was gemacht werden, was gemacht worden ist. Man wollte, das ist ja die Zersetzungsmethode der Stasi, man wollte den Menschen brechen. Das ist schon echt übel gewesen. Ja. Und ähm ich meine, wir könnten das habe ich dem Herrn, wie heiß
147:56
Speaker A
der? Hoch heißt glaube ich der Leiter dieses Zentrums für politische Schönheit und der hat ja auch Kinder.
148:02
Speaker A
Ich hab sie mal in einer Rede äh gesagt ähm sehr geht heruch ähm das was sie mit mir gemacht haben, könnte ich mit ihnen auch machen. Ich habe auch die Möglichkeit dazu, ihre Wohnung zu umstellen. Ich habe die
148:16
Speaker A
Möglichkeit dazu, sie 24 Stunden bewachen zu lassen. Ich habe die Möglichkeit ihren Kindern auf dem Schulweg in Anführungszeichen aufzulauern. Ich habe die Möglichkeit, sie in die Öffentlichkeit zu ziehen, wann immer ich will. Ich habe die Möglichkeit, dieses ganze Zersetzungsprogramm an ihnen zu
148:29
Speaker A
exekutieren, aber ich mach's nicht, weil ich einfach nicht so werden will sie. So trivial, so unmenschlich, so vertiert.
148:39
Speaker A
Und das ist, glaube ich, auch die Größe, die man haben muss, wenn man damit umgeht. äh wenn man mit diesem mit dieser Art von politischen Aktivismus um geht, der ja der Aktivismus von Ideologen ist, die die Welt in richtig
148:53
Speaker A
und falsch einteilen, in schwarz und in weiß einteilen und die selbst natürlich im Besitz der Wahrheit sind und die sich das Recht ausnehmen für die von ihnen festgelegte Wahrheit, auch andere Menschen seelig, manchmal auch körperlich über die Klinge
149:11
Speaker A
springen zu lassen, weil das da dem Guten dient, dem Kampf für das Gute dient. Das sind Ideologen.
149:21
Speaker A
Es ist manchmal nicht einfach, Ideologen nicht mit ideologischen Methoden zu begegnen, sondern Mensch zu bleiben in seiner ganzen Brüchigkeit Mensch zu bleiben in seiner ganzen Fragilität, in seiner ganzen Fragestellung als Konservativer zu sagen, nein, ich bin nicht im Besitz der Wit und ja, ich
149:42
Speaker A
glaube am Ende an eine Gerechtigkeit, die siegen wird und ich bin, weil ich weiß, dass ich aus innerer Wahrhaftigkeit lebe so stark diesen Anfeindung diesen Angriffen, die unmenschlich und unmoralisch sind, zu widerstehen, ohne Gleiches mit Gleichen zu vergelten. Das
149:57
Speaker A
habe ich damals gelernt in der Praxis, was ich vorher nur der Theorie nach entfaltet hatte und ich glaube, das hat mich noch stärker gemacht und heute weiß ich, mich bricht keiner mehr, die anderen werden brechen.
150:12
Speaker A
Werden Sie sagen, sie hätten auch die Möglichkeit, das Haus umstellen zu lassen und die gleichen Möglichkeiten und wie würden Sie die umsetzen? Das ist ja nur rein hypothetisch formuliert.
150:23
Speaker A
Also, also wir haben unsere, also die Maßnahmen, die äh ein Kunstkollektiv umsetzen kann, können wir natürlich auch umsetzen.
150:32
Speaker A
Okay. Ähm gab's mal tatsächlich einen gewalttätigen Übergriff auf sie? Ja, im Rahmen von Demonstration. Mm. M aber das nicht, als sie alleine waren und nicht sie wurden nicht verletzt, sondern Ne, ich war war unter Schutz. Ja. Okay.
150:46
Speaker A
Und man hat dann versucht sie zu attackieren. Okay. Aber nicht so, dass es tatsächlich zu einer, ich nenn es mal brenzlichen Situation im Sinne von auf einmal, ich meine dieses Hotelzimmer Beispiel, ich kannte das nicht. Äh, das stelle ich mir schon sehr beeindruckend
150:58
Speaker A
vor. Tatsächlich, wenn man sein Hotelzimmer verlässt und auf seinem Handy ein Foto, ein öffliches Foto sieht und denkst scheiße, das heißt ja auch, dass wenn sie auf ihr Hotelzimmer gehen, dass sie quasi erstmal gucken müssen, ob nicht ein Monster im Schrank ist.
151:10
Speaker A
Ja, genau. Das ist ja das, was beabsichtigt wird, ne? dass man sich nirgendwo mehr unbeobachtet fühlt, dass man sich nirgendwo mehr sicher fühlt, dass man erstmal, wenn man im Hotelzimmer ist, die Decken abguckt.
151:19
Speaker A
Gibt's irgendeine Kamera, gibt's irgendwo eine Wanze, wo könnte hier eine Wanze sein? Ähm und so weiter und so weiter. Ja, und m ich ähm was ich vorhin noch fragten nach den Medien, die damals auch eine Rolle gespielt haben, wollte
151:33
Speaker A
ich noch kurz aufgreifen, was mir eben auch den semitotalitären Zustand dieses Landes anzeigt, indem ich Politik machen darf.
151:42
Speaker A
ähm ist das damalige Zusammenspiel dieser Kunstttertherroristen mit den Medien. Sie müssen sich das so vorstellen, dieses ähm Denkmal, das ist übrigens OSB-Platplatte, deswegen sieht die jetzt auch nach 7 Jahren aus wie zerfällt und es ist wirklich unansehnlich.
151:56
Speaker A
Ähm, dieses Denkmal wurde äh gebaut im Nachbargarten unter einem großen Zelt und meine Frau und ich, wir sahen dann nur in den Wochen davor, dass da junge Leute sind, die da irgendwie am Werkeln sind und wir dachten, da wird vielleicht
152:08
Speaker A
irgendwie für ein Fest irgendwas aufgebaut, vielleicht wird da eine Hochzeit gefeitet oder irgendwas und haben ab und zu noch mal rüber gewunken und so.
152:16
Speaker A
Und am Tag, als dieser ganze Kuh dann scharf gestellt wurde, waren sofort, nachdem dieses Denkmal oder bei der Enthüllung des Denkmals waren die wichtigen Medien vor im kleinen Bornhen, also Spiegel TV und so weiter.
152:32
Speaker A
So, das heißt, diese Kunsttheroristen, die im Graubereich der Legalität operieren, meiner Meinung nach sogar illegal operieren mit der Art und Weise, wie sie Zersetzungsarbeit betreiben, sind aufs Ängste vernetzt mit den etablierten Medien, die natürlich dann den ähm den Transport der entsprechenden
152:48
Speaker A
politischen Botschaft in den öffentlichen Raum besorgen und das finde ich schon gruselig. Ja, also muss ich einfach mal so sagen.
152:55
Speaker A
Waren da die öffentlichrechtlichen Medien auch bei oder das daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Also ich nehme an, dass dann der der MDR, wenn er auch nicht jetzt beim Startpunkt schon dabei war, vielleicht dann im Laufe des Tages auch
153:04
Speaker A
aufgelaufen ist, um die entsprechenden Bilder zu machen. War ja natürlich große Aufregung im Dorf und ähm die Dorfbewohner stehen hinter mir, die meisten jedenfalls und die, die es nicht tun, die sind aber trotzdem freundlich und wir haben eine gute guten ähm eine
153:19
Speaker A
gute Begegnung. Ähm das weiß ich nicht mehr. Okay. Ich überlege, ob es noch Dinge gibt, äh, die wichtig sind, bevor wir äh in die politischen Inhalte gehen. Ähm, haben wir aus ihrer Sicht noch was vergessen, was in ihrer Vita für sie prägend
153:40
Speaker A
ist, was aber wichtig ist auch, um alles weitere zu verstehen oder möglicherweise was ein Grund ist oder was etwas ist, was Menschen da draußen über sie nicht wissen, was aber helfen würde, sie besser zu verstehen.
153:57
Speaker A
Ich ich glaube, ich bin nichts Besonderes. Ich bin ganz normaler Mensch, bin sehr bodenständig, bin sehr naturverliebt, aber das ist man als Patriot, glaube ich, auch, dass man sich mit der Natur identifiziert. Gerade wir Deutschen haben ja diese, ich hab schon mal den
154:12
Speaker A
Begriff gebraucht, diese Waldseele. M bin sehr freiheitsliebend. Ja, habe eigentlich bis zum Eintritt in die Politik ein ganz normales Leben gelebt.
154:21
Speaker A
Also, man wird es als bürgerlich bezeichnen. Natürlich habe ich bin ich auch mal als Jugendlicher, ne? ein oder andere Sackkasse reingelaufen, hab mir eine blutige Nase geholt. Das erlebe ich mit meinen Kindern auch gerade. So ist das ja. Daraus lernt man dann auch, wenn man
154:35
Speaker A
wieder aufsteht und weiterläuft. Mhm. Aber ansonsten Abitur gemacht, studiert, Lehrer gewesen, eigentlich nichts nichts äh nichts Auffälliges und äh niemals irgendwie ja niemals mit Recht und Gesetzen in Konflikt gekommen. War für mich auch ein Urlebnis verurteilt zu werden. Ähm für
155:01
Speaker A
nichts, ne? Also Polizisten werden in Deutschland totgeschlagen und der Täter wird auf freien Fuß gesetzt. Äh und für Meinungsverbrechen gehen einige Leute jahrelang in den Knast.
155:11
Speaker A
Ähm ja, aber nee, also ich kann leider nur relative Normalität verkündigen oder verkünden. Vielleicht kommen wir noch mal dazu.
155:21
Speaker A
Okay. Ähm mir scheint das zentrale oder die zentrale äh Achse zu sein, an denen sich auch eine AfD teilt und wo das Groh der Kritik gegen ihre Person herkommt. ähm das Verständnis von Multikulti versus von Deutsch sein. So,
155:43
Speaker A
wenn man wenn ich mit Leuten gesprochen habe, was wählt ihr denn so? Ähm, dann waren Leute, die nicht die AfD wählen, die sagen, wenn wir Migrationshintergrund haben, die wollen alle Migranten raushauen. Äh, und ander sagen wir das genaue Gegenteil. Wie
155:58
Speaker A
stehen Sie grundsätzlich zu Migration nach Deutschland und auch zu Menschen, die möglicherweise vor ein Z d Generationen nach Deutschland migriert sind, aber Dunkelhautfarbe haben und Deutschland mit mittlerweile auch als ihre Heimat sehen und wenn die in die Türkei fahren, sagen die, du bist ein
156:19
Speaker A
Deutscher und wenn die in Deutschland sind, sind sie Türken als Beispiel. Wie sehen Sie die multiethnisch, multikulturell komplexe Welt und was wäre ihre Traumvorstellung da drin, dass oder die man realistis nicht nur realistisch, sondern wenn sie alles bauen könnten, was würden sie bauen? Ich
156:38
Speaker A
habe jetzt 17 verschiedene Fragen gestellt. Ich wollte eigentlich nur das Thema anschneiden, ähm um sie erzählen zu lassen.
156:47
Speaker A
Daniel K Bendet, ein Urgestandin der Grün, mit dem ich wahrscheinlich wenig gemein habe inhaltlicher Art, hat man den richtigen Satz, ich glaube niedergeschrieben. Multikulturelle Gesellschaften sind schnell, hart, grausam und wenig solidarisch. Punkt.
157:06
Speaker A
Warum sollte ich in einer multikulturellen Gesellschaft leben wollen? Warum will ich in einer nicht multikulturellen Gesellschaft leben, weil ich in einer Vertrauensgesellschaft leben will?
157:22
Speaker A
Der Staatsverfall, den wir jeden Tag draußen beobachten dürfen, müssen erleiden müssen, hat maßgeblich etwas damit zu tun, dass unsere in Jahrhunderten gewachsene Vertrauensgesellschaft zerfällt.
157:37
Speaker A
Eine Vertrauensgesellschaft bildet sich über Jahrhunderte durch ein spielerisches Trilet error. Ähm Regeln, die gut funktionieren werden tradert, Regeln, die nicht gut funktionieren werden ausgeschieden.
157:53
Speaker A
Und wenn diese Gesellschaft die Chance hat in einem Raum gemeinsam relativ un herausgefordert zu leben und sich aufeinander einzustellen, dann entsteht am Ende dann diese Vertrauensgesellschaft oder dann hab hat man am Ende diese Vertrauensgesellschaft, in die Grundlage einer funktionierenden
158:17
Speaker A
Staatlichkeit ist. Der bekannte Rechtswissenschaftler Böckenförder hat mal seinen Diktum dahingehend formuliert. Das lautet: Der liberale und säkulare Staat kann die Voraussetzung, aus denen er selbst lebt, nicht garantieren.
158:48
Speaker A
Er ist angewiesen auf das vorhanden sein einer Vertrauensgesellschaft auf einem über Jahrhunderte gelebten und ausprobierten Werte und Sittengefüge, das dann in ein korrespondentes Normengefüge transformiert wird.
159:08
Speaker A
Vor 30 Jahren mussten wir Deutschen uns für gewöhnlich keine Sorgen machen, wenn wir den öffentlichen Raum betraten.
159:13
Speaker A
Heute müssen wir uns Sorge machen, Opfernes Gewaltverbrechen zu werden. Vor 30 Jahren funktionierte die Bildung in unseren Schulen noch. Heute werden Brandbriefe geschrieben.
159:24
Speaker A
In Rheinlandfalz ist das im Augenblick ein beliebter Volkssport bei Lehrer Kollegin, die den Tenor formulieren.
159:35
Speaker A
Elementare Regeln des Zusammenlebens werden nicht mehr beherrscht. Die Lernziele sind nicht mehr zu erreichen.
159:44
Speaker A
Die kulturelle Basis bricht uns weg, damit auch die Basis frei zu leben, in einem Rechtsstaat zu leben, indem es zwar auch Politik äh Polizei gibt, aber in dem die Polizei nur selten ausrücken musste. Deswegen gab's immer nur wenig
160:01
Speaker A
Polizei in Deutschland, weil wir eine Vertrauensgesellschaft waren, aber damit zu wenig Polizisten, weil der öffentliche Raum brennt, weil wir ganz viele Menschen im Land haben, die nicht Teil dieser gewachsenen Vertrauensgesellschaft sind und oftmals nicht willens und der Lage sind, sich
160:18
Speaker A
unseren Werten und dann noch aus der resultierenden Normen unterzuordnen. Und wenn ich postuliere, dass der Staat ganz zentral vor allen Dingen die Sicherheit seiner Staatsbürger zu garantieren hat, dann muss ich die Multikulturalisierung Deutschlands sofort beenden und dort, wo es möglich ist,
160:41
Speaker A
Rückabwickeln. Das bedeutet nicht, da möchte mich auch ganz klar ausdrücken, dass ich nicht Ausender kenne, die nicht deutsch aussehen. Was heißt nicht deutsch aussehe? Da wird man mir vielleicht von linker Seite wieder Stereotype vorwerfen. Nee, wenn ich Ihnen jetzt
161:06
Speaker A
sage, stellen sich mal ein Japaner vor, dann erscheint jetzt vor ihrem geistigen Auge ein Japaner und der ist wahrscheinlich nicht dunkelhäutig und hat Kraushaare. Nicht wahr? So, das heißt nicht, dass ich nicht auch Ausländer kennengelernt habe, die nicht
161:24
Speaker A
deutsch aussehen, die deutscher sind, kulturell gesehen deutscher sind als mancher Deutsche, der sich auch durch die verfehlte Politik in diesem Lande selbst verloren hat, der sich selbst keine Rechenschaft mehr ablegen kann darüber, wer er ist und was er ist, aus
161:44
Speaker A
welcher Kultur er stammt, weil er diese Kultur gar nicht mehr kennt, weil man ihn von diesem dieser Kultur abgeschnitten hat, weil er selbst diese Kultur und seine Tradition, ihre Tradition gar nicht mehr pflegt, sei es er selbst oder in seiner Familie,
161:58
Speaker A
der tatsächlich die Frage nicht mehr beantworten könnte, was ist Deutsch und der vielleicht auch die deutsche Sprache gar nicht mehr beherrscht, weil er sie mittlerweile aus Faulheit oder aus Mangel der Sprachloyalität großteils durchdänglich ersetzt hat.
162:12
Speaker A
Ja, ich habe Auser kennengelernt, die deutscher sind als Biodeutsche, aber das ist eher die Ausnahme mit Blick auf das, was seit 2015 ins Land gelassen worden ist.
162:22
Speaker A
große Probleme, ich muss ih die Symptome jetzt gar nicht beschreiben mit Millionfahrer Zuwanderung aus kulturellen Kontexten, die nicht in der Lage sind, sich hier einzufügen und die, wenn sie die Mehrheitsbevölkerung darstellen, nicht mehr das beerben können, was ich ein, dass ich einer Zukunft
162:45
Speaker A
zuführen will, nämlich Deutschland. Ich möchte, dass Deutschland lebt. Ich möchte, dass Deutschland erhalten bleibt. Dass Deutschland als Heimat meiner Kinder erhalten bleibt und nicht nur dem Namen nach, sondern auch materiell inhaltlich Deutschland bleibt.
162:56
Speaker A
Und wenn wir zur Minderheit im eigenen Land geworden sind, wenn wir uns selbst verloren haben und selbst schon die Kultur nicht mehr weitertragen können und dann auch noch Menschen aus außereuropäischen Kontexten hier haben, die mittlerweile in einigen Stadtteilen
163:06
Speaker A
schon Mehrheiten sind, dann wird dieses Land keine Zukunft haben. Dann werden wir in Deutschland, aber ich sehe diese Tendenz für ganz Westeuropa, dann gehen wir in einen historischen Zivilisationsbruch, dann erleben wir eine kulturelle Kernschmelze, weil der Mensch Träger der Kultur ist und der
163:25
Speaker A
Mensch als Gesellschaftswesen als Teil eines Volkes, Träger eines Staates, eines Staatsmodells ist. Das alles steht zur Disposition und als verantwortlicher Politiker würde ich alles machen, die Zuwanderung aus außuropäischen Kontexten sofort auf null zu setzen, ein Moratorium für Einwanderung
163:45
Speaker A
aufzuziehen und ich würde versuchen, alles das Rückzu ab abzuwickeln, was rechts staatlich möglich ist, denn diejenigen, die die Millionen Menschen seit 2015 ins Land gelassen haben, haben das Recht gebrochen und sie versuchen diesen Rechtsbruch jetzt zu kaschieren, dadurch, dass sie den Menschen, die sie
164:01
Speaker A
ins Land gelassen haben, haben irgendwelche Aufenthalts stati ausstellen, duldungsstatus aussprechen und im schlimmsten Fall sogar die Staatsbürgerschaft aushändigen. Wir sind hier in Köln. In Köln ist die Zahl der Einbürgerung im letzten Jahr um 85% gestiegen. In Berlin sind letztes Jahr 40.000 Menschen
164:22
Speaker A
eingebürgert worden. 2025 werden wahrscheinlich über 400.000 Menschen in Deutschland eingebürgert worden sei nach dem neuen Staatsangehörigkeitsrecht.
164:31
Speaker A
Menschen, die oftmals nicht länger als 5 Jahre im Land sind, Menschen, die nur gebrochen Deutsch sprechen, Menschen, die ihre kulturellen Werte aus oft aschagelehnt haben, gelegt haben, die aber das volle Wahlrecht haben und die das vollumfängliche Recht eines deutschen
164:46
Speaker A
Staatsburgers dann in der Hand halten werden. Die Karparteien schaffen sich gerade ein neues Volk und wenn die AfD regiert noch mal, dann werden wir das Thema Remigration angehen müssen. Wir werden erstmal gucken müssen, wie wir die außer Landes bekommen. Natürlich
165:02
Speaker A
immer gesichtswahl, natürlich immer friedlich, natürlich immer rechtstaatlich, die illegal hier sind, die nur einen Duldungsstatus haben. Wir haben etwa eine Million Menschen mit Duldungsstatus und der AfD würde es keinen Duldungsstatus mehr geben. Das wäre jedenfalls mein Petitum, das wäre
165:14
Speaker A
mein Credo. Ja, entweder jemand hat ein Asylanspruch oder er hat ihn nicht. Und wenn es keinen Asylanspruch gibt, dann darf es auch keine Duldung geben. Dann muss dieser Mensch das Land wieder verlassen. Und wir müssen tatsächlich, was die aus, was die Migrationspolitik
165:29
Speaker A
angehen angeht, den dänischen Weg gehen. Mette Friedrichsen, die dänische Ministerpräsidentin, die hat den letzten Jahren immer wieder mit großartigen Reden auf sich aufmerksam gemacht und die hat formuliert, was in Dänemark anders läuft. Sie hat gesagt, wir verlieren dieses Land, das glücklichste Land der
165:46
Speaker A
Welt aufgrund der Einwanderung. Wir müssen jetzt an 180° Wände den Telon auch so drückt sie aus hinlegen. Und das bedeutet, dass das Ziel der Menschen, die hier nach Dänemark kommen über das Asylticket, das Ziel kann nicht die Integration in die dänische Gesellschaft
166:04
Speaker A
sein und das Ziel kann schon gar nicht die dänische Staatsangörigkeit sein. Das Ziel dieser Menschen muss die Rückkehr in die Heimat sein.
166:15
Speaker A
Das ist das, was in Deutschland genau in die andere Richtung läuft. Jeder, der über die Grenze stolpert, wird verwaltet, wird integriert in die Gesellschaft, kriegt ein Dauerzustand mehr oder weniger. Die wenigen Abschiebung will ich ja gar nicht erwählen. Und
166:28
Speaker A
perspektiv die deutsche Staatsangehörigkeit. Und das, was wir hier machen oder was die deutsche Politik macht, ja, ist ein gewollter Selbstmord. Oder man kann auch sagen, das ist ein großer großer Mordkomplot gegen das deutsche Volk. Man muss es in so deutliche Worte gießen.
166:47
Speaker A
Und ähm Remigration, weil das ja auch ein Begriff ist, der angeblich ja schlimmer extremistische Kampfbegriff ist, ist ist die normalste Sache der Welt. Also Remigration ist ein Begriff, der schon seit Jahrzehnten immer wieder platziert wird und benutzt wird übrigens
166:59
Speaker A
auch von Verwaltungsbehörden, die es in diesem Staat gibt. Immigration verwende ich auch für ähm für die Rückkehr von Deutschen, die man außer Landesgetrieben hat, weil die Bedingungen Deutschland mittlerweile so schlecht sind, sei es die hohe Steuerbelastung, äh die hohe
167:13
Speaker A
Abgabenlast, äh sei es die die Qualität der der der Bildung in den Schulen oder das stickige, mifige Meinungsklima äh dass die Menschen sich gesagt haben, wir gehen lieber mal äh verlassen dieses Land, das sind ja oft Leistungsträger, die will ich auch remigrieren, aber ich
167:30
Speaker A
will vor allen Dingen die außer Landes bekommen, die hier äh äh nicht legal sind und die wir auch nicht perspektivisch integrieren können. Und ähm natürlich kann man dann auch über Anreize nachdenken. Ähm es gab z.B. ein Rückkehrhilfegesetz unter Hmmut Kohl 1983 1984, das weiß
167:51
Speaker A
heute gar keiner mehr. Ähm, damals war tatsächlich Hermut Kohl noch in der Richtung unterwegs, dass er sagte, wir müssen die die Anzahl der Türken in Deutschland signifikant senken, weil die Türken sich bei uns nicht kulturell assimilieren. Die es können, die werden
168:05
Speaker A
nicht assimiliert und die wollen sich auch nicht assimilieren. Wir müssen die Zahl senken. Und der hat dann Rückkehr Hilfe gesetzt durch den Bundestag gebracht, das zwei Jahre in Kraft war und das äh vor allen Dingen auf diese türkischen Gastarbeiter abzielte mit ähm
168:16
Speaker A
ich glaube, es waren 10.000 Dmark damals für eine Familie, die zurückkehrt und für jedes Kind noch mal etwas über 1000 Mark. sodass man dann in der türkischen Heimat damals durchaus ein Fundament, finanzielles Fundament hatte, um irgendwas ähm ja zu zu errichten,
168:30
Speaker A
Häuschen oder so. Damals sind mit diesem Rückkehr Hilfegesetz 150.000 1000 Gastarbeiter tatsächlich dazu motiviert worden, freiwillig Deutschland zu verlassen. Also auch darüber müssen wir reden und ansonsten müssen wir darüber reden, dass wir dadurch, dass wir uns als Deutsche wieder mit uns selbst
168:46
Speaker A
befreunden, dass wir uns selbst wieder wertschätzen, dass wir unsere große Artikultur wieder entdecken und auch wieder leben und auch wieder aktiv vertreten, den Assimilationsdruck auf die erhöhen, die herkommen und hier ja denken, sie könnten so auftreten und zu leben, wie sie das leider oft tun.
169:05
Speaker A
Ja. und ähm für diese Menschen das Leben hier in Deutschland auch in gewisser Weise ungemütlich machen. Auch das ist ein Mittel, um im positiven Sinn Remigrationsdruck auch auszuüben. Ja, das heißt ähm in einer Idian Welt hätten sie ein Deutschland, was
169:23
Speaker A
ja so, ich nenn es mal so deutsch wie möglich ist. Ähm ja, also verstehen Sie mich nicht falsch. Ähm, ich bin ich habe keinen Reinheitsfümmel und ich äh kapuziere mich auch nicht auf irgendwelche äh ich bin kein Vertreter von Rassen Biologie
169:38
Speaker A
oder Rassenideologien. Ja, das waren die Nazis. Ähm, die Nazis waren keine Vertreter des Volksbegriffes. Die AfD vertritt das Volk oder den Volksbegriff und zwar auf der Grundlage des Staatsangehörigkeitsrechtes, wie wir ähm es bis 1999 hatten.
169:57
Speaker A
Ja, dass man grundsätzlich dann Deutscher ist, wenn man eine deutsche Mutter, einen deutschen Vater hat. Ganz einfach. Und auch damals war auch schon die Einbürgerung möglich. Also auch Menschen, die keinen deutschen Vater und keine deutsche Mutter hatten konnten,
170:09
Speaker A
aber ich glaube frühstens nach 8 Jahren, also nachdem man dann wirklich annehmen konnte, die Menschen sind hier angekommen, den Einbogungsantrag stellen und konnten auch Deutsche werden. Also auch das war schon möglich, auch nach diesem alten Staatsangehörigkeitsrecht, dass die Staatsrechter unter dem Begriff
170:22
Speaker A
US Sanguinis subsumieren. Also das Recht des Blutes, das hört sich marzialis an, ist es aber gar nicht. Da geht's nur darum, klar zu machen, es gibt einen Verwandten ersten Grades, der aus dem Volk stammt, äh dessen Staatsangörigkeit man bekommt. Und heute haben wir
170:35
Speaker A
eigentlich mehr oder weniger das USOLis oder USOLI ähm das Recht des Bodens. Ähm das ist das Recht der alten Einwanderungsländer. Der der auf dem Boden des Einwanderungslandes geboren wird, der bekommt dann die Staatsangehörigkeit. So ist es faktisch äh im Augenblick bzw. ist immer mehr die
170:53
Speaker A
die gelebte Praxis in in Deutschland. Ähm und das wollen wir rückabwickeln. Wir wollen wieder zum US Sanguinis zurück, zum alten Staatsangörigkeitsrecht.
171:01
Speaker A
Ähm um die ja die die etnokulturelle Kontinuität des deutschen Volkes zu erhalten, weil wir wissen, nur so ist auch die Kultur in die Zukunft zu führen oder zu für die Zukunft zu erhalten. Ähm das bedeutet die Anerkenntnis, dass es
171:18
Speaker A
Einwanderung und Auswanderung als Prozesse natürlich schon immer gab. Ja, aber das was wir über die Jahrhunderte in Deutschland an Einwanderung erlebt haben, das war eine Tröpfcheninwanderung und das, was wir seit 2015 erleben, ist eine Sturzflut.
171:36
Speaker A
Eine Tröpfcheneinwanderung ist ganz normal, kann auch sehr positiv sein. Ich denke z.B. an Jugunotten. Ja, also äh nach dem 30-jährigen Krieg waren weit Deutschlands entvölkert, wenn ich das kurz ausführen darf. ähm weil ich der festen Überzeugung bin, dass ich auch
171:51
Speaker A
hogenes Blut in den Adern habe. Ähm und ähm die preußlichen Herrscher haben versucht ähm die entvölkerten Landstriche auch mit der systematischen Ansiedlung von Glaubensflüchtlingen aus Frankreich ähm wieder zu bevölkern, ne?
172:08
Speaker A
Das waren fleißige, oftmals gut ausgebildete Handwerker, die man nach Preußen gerufen hat. Ja, die haben anfangs Französisch gesprochen und sahen auch ein bisschen anders aus, ne? ist halt ein romanisches Land und ähm in Ostpreußen sind auch sehr viele
172:21
Speaker A
Hogenotten gelandet. Deswegen gehe ich auch davon aus, dass dass ich in gewisser Weise auch hier und da mal ein hogen Vorfahren habe. Aber das war eine eine Einwanderung, die hatte nicht die Größenordnung, das das angestammte Volk zu transformieren, weder kulturell noch,
172:34
Speaker A
wenn man das so will, ethnisch. Und war eine Einwanderung, die uns eher genützt hat als geschadet hat. So geht Einwanderungspolitik.
172:42
Speaker A
Ja, und das, was man im Augenblick macht, ist tatsächlich ein Mordkomplott. Das ist meiner Meinung nach die systematische Zerstörung eines gewachsenen Volkes und das ist äh in in krasser Art und Weiseatant verfassungswidrig.
172:56
Speaker A
Lassen uns noch ein bisschen in diesen deutschen Begriff. Ja, gerne, weil ich muss ich also ist warm hier in ihrem warm.
173:01
Speaker A
Ich muss mich kurz entkleiden. Ich sie können sich gerne entkleiden, soweit sie wollen. Ich würde Ihnen nur das Sako empfehlen, aber wir können auch gerne Das ist wirklich wahr oder sind die nicht echt? Äh, das sind alles keine echten Blumen, weil hier ist
173:15
Speaker A
ja kein echtes Licht drin. Äh, deswegen ist das alles, ich könnte sagen, fake, aber äh künstlich würde man äh das wäre das korrekte deutsche Wort tatsächlich.
173:25
Speaker A
Ähm, gut. Das Deutsch ist der, haben Sie gesagt, laut Recht von 1999, der einen deutschen Vater oder eine deutsche Mutter hat bzw. Das haben sie dann nachgeschoben, der der eingebürgert ist und ähm wie mir scheint, ist das auch
173:44
Speaker A
ein großer Streitpunkt innerhalb ihrer Partei. Wann ist denn jemand Deutsch? Und wenn jemand, ich überspitze es ein bisschen, ähm über die Grenze fällt und jemand dann ein Passstempel sagt: "Pass mal auf, du bist jetzt Deutsch, herzlichen Glückwunsch." ist der
173:57
Speaker A
irgendwie noch nicht so deutsch wie jemand, der seit drei Generationen in Deutschland lebt. Im Recht ist es aber so, dass jeder, der einen deutschen Pass hat, gleichgestellt ist mit allen anderen, die deutsche Pässe haben. So, wie sehen Sie das? Was macht jemanden
174:17
Speaker A
Deutsch? Auf einer, nennen wir es mal, emotionalen Ebene, weil juristisch verstehe ich das. Wenn ich Deutsch Pass habe, bin ich Deutsch. Na ja, wenn man wenn man sieht ähm wie viel Menschen im Augenblick eingebürgert werden, also 400.000 waren es im Jahr 2025, wenn ich mich
174:35
Speaker A
nicht ganz täusche. Ähm nach dem reformierten Staatsangehörigkeitsrecht, dass die Ampel auf den Weg gebracht hat, sind theoretisch im Jahr 2026 900.000 Menschen Einbürgungs berechtigt.
174:52
Speaker A
Also die Größen oder die die ähm Nationalitäten, die vorne stehen bei der Einbürgerung sind Syrien, Iran, Afghanistan, also Menschen, die aus kulturellen Kontexten kommen, die uns fremd sind, auch religiös ganz anders geprägt als als wir. oft oft islamisch geprägt und
175:17
Speaker A
der Islam ist halt eine Religion, die uns zur große Herausforderung stellt als demokratische Rechtsstaat, weil im Islam ähm die göttliche und die staatliche Sphäre verschwimmen und die Trennung, die wir im Christentum schon vor vielen Jahrhunderten ähm durchgeführt haben, also unter
175:36
Speaker A
Stichwort Sekäularisierung äh nicht von Statten gegangen ist, aber das nur passant. Ja, wann ist jemand Deutsch? Ich kann das trendscharf natürlich nicht formulieren. Erstmal erwarte ich von jemanden, der der Deutsch ist, eine ungeteilte Loyalität zu meinem Land oder
175:52
Speaker A
zu seinem Land, zu seiner Heimat. Wenn ich jetzt beispielsweise einen Deutschtürken habe, der zwei Pässer hat, also die Doppelpass äh der der also die Existenz des Doppelpassystems ist auch etwas, das mir große Bauchschmerzen macht. Ja, es gibt vielleicht seltene
176:09
Speaker A
Ausnahmefällen, wo man das akzeptieren kann, dass jemand zwei Päs hat, aber grundsätzlich sage ich, du musst dich entscheiden. Du hast als Mensch nur die Möglichkeit, eine Loyalität zu haben und zu leben. Entscheide dich.
176:24
Speaker A
Man kann das für ein Extremfall vielleicht mal verdeutlichen. Was wäre denn jetzt, wenn Deutschland gegen die Türkei Krieg führen würde? Auf welcher Seite würdest du denn dienen?
176:33
Speaker A
Auf der türkischen Seite oder auf der deutschen Seite? Das ist eigentlich so eine griech frage für die Entscheidung.
176:37
Speaker A
Wem bist du loyal in der letzten Konsequenz? Also, das würde mit der AfD sicherlich beendet werden, die Doppelpass äh Inhaberei, ne?
176:47
Speaker A
So. Ähm von den vielen 100000, die eingebürgert werden, sind die wenigsten wahrscheinlich oder wenige wahrscheinlich wirklich äh da, wo ich sage, da habe ich Deutsche vor mir, also kulturell Deutsche, geht jetzt gar nicht um den um den ethnischen Hintergrund,
177:00
Speaker A
sondern kulturell Deutsche. Die haben sich so tief in unser Wertesystem äh eingefunden. Äh die sind so gut integriert, die können ähm haben ihre Ausbildung gemacht, äh sind in der Lage ähm auf in deutscher Akkuresse auch ihre Arbeitsleistung zu erbringen und so
177:16
Speaker A
weiter. Alles das, was wir auch mit mit deutschem Arbeitsetos verbinden. Ähm, das werden wahrscheinlich eher weniger sein. Ja, das heißt, für mich ist es ähm unbedingt notwendig, die die Zeit bis zum Erhalt der neuen Staatsbürgerschaft zu verlängern. Also Turboeinbürgerung,
177:33
Speaker A
die jetzt möglich sind nach schon 3 Jahren, ähm sind der Garant dafür, dass wir in Größen Ordnung Menschen staatsrechtlich zu Deutschen machen, die wahrscheinlich in vielen vielen Fällen zu Problemen werden, was die Stabilität unseres Staatswesen für die Zukunft
177:49
Speaker A
angeht. Ja. Ähm ja, also das ist, ich kann es wie gesagt, wenn sie jetzt Indikatoren hören wollen oder ich ähm was ist Deutsch, kann man sich sicherlich Abend abendfüllen drüber unterhalten, ne? Noch mal, mir kommt drauf an festzustellen,
178:09
Speaker A
dass viele Deutsche heute nicht mehr Deutsch sind, weil sie ihre eigene Kultur geringachten und nicht mehr wertschätzen und nicht mehr tradieren.
178:15
Speaker A
Ja, wer kann denn überhaupt noch ein Frühlingsgedicht auswendig aufsagen? Ja, oder wer kann den Weihnachtslied? Gut, Weihnachtslied haben die meisten irgendwie noch auf dem Petto. Das sind so die Restbestände unserer Kultur, ne?
178:26
Speaker A
Da geht's aber da geht's doch schon los. Wir singen nicht mehr gemeinsam. Unsere Kinder lernen in den Schulen keine Gedichte mehr. Ähm, wir vernachlässigen die Pflege unserer Muttersprache. Alles das ist ein trauriger Zustand. Alles das muss korrigiert werden. Wir müssen
178:40
Speaker A
wieder mit uns selbst ins Reine kommen und müssen unsere Kultur wieder annehmen. Ja, und wenn wir das tun als Deutsche, die schon länger hier leben, wie Frau Merkel das mal gesagt hat, also das Biodeutsche, als eingeborene Deutsche, dann ähm wird's automatisch dazu kommen,
178:55
Speaker A
dass die, die hier leben, wieder eine Orientierung haben. Das ist ja auch ein großes Problem, dass die Ausländer, die zu uns kommen, gar nicht wissen, in was soll ich mich eigentlich integrieren?
179:04
Speaker A
Ich darf ja hier alles, ne? Und wenn ich ein Straftat begehe, h werde ich sowieso nicht verurteilt. So lässt sie fair. Ja.
179:10
Speaker A
Ähm und ich glaube dieses Standard zu setzen, das wird uns erst wieder gelingen, wenn wir uns selbst wieder entdeckt haben.
179:16
Speaker A
Lassen uns das teilen. Also ein Turboe Einbergungsverfahren von jemand, der seit dre Jahren in Deutschland ist, äh ich glaube, das sind wir relativ schnell mit fertig, dass das vermutlich, wenn wir jetzt denken, ich habe jemand Deutsches eingestellt, z.B. äh dann ist
179:30
Speaker A
das nicht jemal, also man müsste mindestens mal fließend Deutsch sprechen und dann könnte man verschiedene kulturelle, nennen wir mal Prüfung, kann der ein Frühlingsgedicht ist, der irgendwie in die kulturelle äh in die Kultur integriert. Das ist dann eine Wer
179:43
Speaker A
sehr komplexe Frage, aber nehmen wir an, sie kommen an die Macht dann ähm und sie werden tatsächlich auch direkt Bundeskanzler und kriegen auch direkt die zwei Drittel Meinte Mehrheit. Das heißt, sie können herrschen. So, dann haben sie schon gesagt, sie würden die
179:57
Speaker A
Grenzen sofort zumachen, also keine weitere ähm Akzeptanz von Migranten. Das wäre Schritt 1. Ähm würden Sie das Asylrecht aussetzen oder nicht? Ich glaube, man braucht das Asyrecht, kann ich aussetzen. Ich glaube, das Asyrecht ist nicht das Problem. Also, Artikel 16A
180:14
Speaker A
des Grundgesetzes äh ist ja, wenn ich mich recht erinnere, Anfang der 90er Jahre neu aufgesetzt worden bzw. ins Grundgesetz gekommen in dieser Formulierung. Ähm und nach Artikel 16a Grundgesetzes werden nur etwa 1 bis 1,5% der Asylbewerber anerkannt.
180:32
Speaker A
Das wäre ja keine Größe, mit der wir ein Problem hätten. Die anderen kommen als subsidiärchutzberechtigte, kommen äh unter dem unter der Überschrift äh Flüchtlingskonvention oder äh über ähm Hilfskräfteprogramme.
180:48
Speaker A
Aus Afghanistan werden ja schon seit einigen Jahren sogenannte Hilfskräfte eingeflogen, die mal für das Deutsche Militär in Afghanistan gearbeitet haben.
180:55
Speaker A
Also äh nur 1,5% der Menschen, die über das Asylticket nach Deutschland kommen, sind Asylbewerber nach Artikel 16a, also politisch verfolgte. Und selbst wenn man an dieses Grundgesetz an diesem Bereich nicht rankämme, weil man die zweiertel Mehrheit nicht hätte, wäre das wie
181:10
Speaker A
gesagt nicht das Problem, wenn man alle anderen ähm Möglichkeiten nach Deutschland zu kommen einfach abräumen würde. Und das ist vollkommen unproblematisch, dass es möglich, wenn man den politischen Willen hat, denn es gibt keine internationale Vereinbarung, die uns zwingt, unsere Staatigkeit zu
181:27
Speaker A
zerstören. Es gibt kein internationales Recht, dass das Recht eines souveränen Volkes brechen kann, selbst darüber zu entscheiden, mit wem es zusammenleben will und mit wem nicht.
181:37
Speaker A
Es gibt den politischen Willen in den Kartellpartei nicht diese Selbstverständlichkeit umzusetzen. Und noch mal, wir stehen kurz vor der Implosion dieses Staates. Wenn ich mir die Zahlen angucke aus dem Bildungsbereich, wenn ich mir die Zahlen angucke aus der Sozialversicherungs aus
181:53
Speaker A
dem Sozialversicherungsbereich, wir haben mittlerweile weit über 50% Zuwanderer im Bürgergeldsystem, weit über 50%. Über 36% der Zuwanderer haben weder eine Schulausbildung noch eine Berufsausbildung.
182:07
Speaker A
Ähm, die Kriminalitätsstatistik ist auch so eindeutig, äh, dass wir nachweisen können, dass uns Zuwanderung aus gewissen kulturellen Kreisen schwersten Schaden zufügen. Ja, über 5 Millionen, über 5 Millionen zusätzliche Straftaten seit 2015 durch Zuwanderer. Wie viele tausende Familien in Deutschland haben
182:28
Speaker A
mittlerweile einen Angehörigen verloren durch Kriminalität, die importiert worden ist, indem man Menschen ohne Sinn und Verstand aus fremden Kulturkreisen nach Deutschland gelassen hat. Ich habe vor kurzem mal von einem von einem Bürger ähm nach einem Bürgerdialog, ich mache viele Bürgerdialogveranstaltung
182:44
Speaker A
und dann kommen die die Menschen noch mal wollen noch mal ein Foto haben, Unterschrift oder manchmal wollen sie auch einfach nur ihr Leid klagen oder irgendwas loswerden. Da habe ich von einem Bürger ähm ein ein Schriftstück zugesteckt bekommen und äh auf diesem
182:59
Speaker A
oder in diesem Schriftstück war ein Sachverfalt beschrieben, den ich auch gar nicht kannte, der aber so bedeutsam eigentlich sehr oder sehr exemplarisch ist, ne? Und ähm es ging um ein BBC Interview, das äh der ehemalige syrische Machthaber Assad 2018 gegeben hat.
183:16
Speaker A
Und in diesem BBC Interview hat Assad ausgeführt, dass er die Bundeskanzlerin Merkel angeschrieben hat und ihr mitgeteilt hat, dass unter den syrischen Flüchtlingen, die Deutschland aufgenommen hätte, mehrere 10 000 gesuchte Straftäter sind, die unter um und unter anderem wegen Mordes,
183:35
Speaker A
Totschlags und schwerer Gewalttelikte gesucht werden. Und er bittet die Bundeskanzlerin dringend, diese syrischen Staatsbürger, also erstmal keine syrischen Staatsbürger, die ohne Pass nach Deutschland einreisen, keine deutsche Identität zu geben. Da sind wir bei der Einbürungsproblematik und sie zu
183:50
Speaker A
Deutschen zu machen. Und zweitens diese deutschen diese syrischen Staatsbürger in äh in sofortiger Art und Weise nach Syrien zurückzubüberstellen, damit denen dort der Prozess gemacht wird bzw. dort ähm die Haftstrafe angetreten werden kann. Die Bundeskanzlerin hat nach Aussage von Assad ihm noch nicht mal
184:09
Speaker A
geantwortet. So und das ist das ist eine selbstmörderische Einwanderungspolitik, die wir gerade machen, ne? Und die muss äh muss wirklich geendet, muss wirklich enden. Und wie gesagt, ähm Artikel 16a Grundgesetzes ist überhaupt gar nicht problematisch. Selbst wenn der bestehen
184:23
Speaker A
bliebe, äh könnte man ohne weiteres das Grod der Migranten an der Grenze abweisen und sagen, das Boot ist voll und das Boot ist wirklich voll. die Mehrverhältnisse kippen.
184:33
Speaker A
Okay, das heißt Grenze zu Asylrecht bleibt aber bestehen. Ähm, dann sagen sie alle Leute, also ungefähr eine Million ohne ähm dauerhaften Aufwandsstatus, also mit Duldungsstatus, was kein Asylstatus ist, würden sie remigrieren.
184:51
Speaker A
Ähm, dann hätten wir immer noch, wir haben, glaube ich, in Deutschland ungefähr 20 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Äh, und da ist ja die Frage, wie viel von denen sind Deutsch? Und jetzt sagen sie, deutsch ist man irgendwie, wenn man sind, wenn
185:04
Speaker A
man Deutsch ist. Ja. Also, wenn man sich Deutsch verhält und Deutsch denkt und ein deutsches Leben führt, ich überspitze das jetzt mal so ein bisschen. So, dann gibt es die in dieser Gruppe wahrscheinlich auch so 2 3 Millionen, die relativ kurzfristig
185:18
Speaker A
zugewandert sind und vermutlich würden sie auch als äh machthabender Bundeskanzler mit zwei Drittel Mehrheit gucken, dass sie alles jeden, den sie legal rückführen oder ausweisen könnten, würden sie ausweisen. So, da gibt's ja bestimmt logistische Probleme mit. Wo gehen die eigentlich hin? Nach der
185:36
Speaker A
Grenze und so. Das nehmen wir an, wir sie könnten das alles lösen. So und dann kommen wir zu einer Gruppe, die wahrscheinlich so 15 Millionen Menschen sind über ein Daumen wahrscheinlich gepeilt die schon länger in Deutschland wohnen, möglicherweise auch deutsche Eltern
185:51
Speaker A
hatten haben, aber keine deutschen Urgroßeltern, die eine andere Hautfarbe haben. Wie würden Sie mit denen umgehen?
186:02
Speaker A
Also, um noch mal ein ganz zentrales ähm eine ganz zentrale ähm Umsetzungspraxis zu beschreiben, die auch in Dänemark und in anderen europäischen Ländern mittlerweile gang und gebe ist, ähm ich glaube, wir müssen uns gar nicht ähm so viele Gedanken um die Rückführung
186:24
Speaker A
machen, wenn wir eins tun und das die zentrale Maßnahme, den Sozialstaatsmagneten abstellen. Es gibt nur noch Bett, Brot und Seife.
186:41
Speaker A
Wir müssen es den Menschen, die nicht hierher gehören und die einen illegalen Status haben, so unbequem wie möglich machen. Der Aufenthalt soll menschenwürdig sein, aber darüber hinaus keine Möglichkeit, sich irgendwie komfortabel einzurichten. Also die schlimme Tendenz, die wir im Augenblick
186:58
Speaker A
haben, dass im Bürgergeldsystem, also in einem Solidarsystem, dass eigentlich den Menschen zu zugute kommen sollen, die unverschuldet in Not geraten sind, die aber grundsätzlich über Jahre und Jahrzehnte in dieses System eingezahlt haben. Wenn da mittlerweile über 50% Zuwanderer drin sind, die größteils noch
187:13
Speaker A
niemals in Deutschland sozialversicherungs beflichtig beschäftigt waren und noch niemals einen Beitrag zu diesem Solidarsystem geleistet haben, dann läuft doch etwas ganz ganz gewaltig schief. Ja. Und dieser Sozialstaatmagnet muss abgestellt werden. Bett, Brot und Seife.
187:30
Speaker A
Deutschland so unattraktiv wie möglich für illegale Zuwanderung machen. Das ist das Wichtigste, die wichtigste Maßnahme.
187:35
Speaker A
Und ansonsten sind wir Rechtsstaatspartei. Noch mal die Verschleuderung des deutschen Passes in der Art und Weise in der Größenordnung, wie das im Ordnung passiert. Und wir haben ja gerade in den letzten Wochen und Monaten von vielen Skandalen gehört,
187:48
Speaker A
also, dass äh dass dass Pässe wirklich ergaunert worden sind, ja, dass korrupte äh Mitarbeiter von Ämtern gegen Bestechungsgeldpässe ausgestellt haben. In Berlin ist mittlerweile äh die Situation eingetreten, dass man zur Beantragung der Staatsangehörigkeit gar nicht mehr auf dem Amt erscheinen muss. Da wird
188:08
Speaker A
also gar keinen Test mehr gemacht. Ist jemand überhaupt schon soweit, dass er als integriert gelten kann? sondern man kann diesen Prozess online durchführen.
188:18
Speaker A
Online durchführen. Ja, also das ist ein unerträglicher Zustand, der unseren Staat final zerstören wird. Das muss man wissen. Final zerstören wird. Erst wird der Sozialstaat Staat fallen, weil wir den gar nicht mehr finanzieren können.
188:31
Speaker A
Also die Denindustrialisierung bedingt ja, dass wir keine internationale Konkurrenzfähigkeit mehr haben. Das heißt, wir haben gar keine Einnahmen mehr diesen aufgeblähten Sozialstaat zu finanzieren. Und wenn der Sozialstaat kollabiert, weil es nur noch Empfänger gibt, aber keine Leistungserbringer mehr
188:46
Speaker A
gibt und das ist perspektivlich der Fall, dann wird es hier das große Hau stechen geben. Dann werden wir, wenn es ganz schlimm schlimm kommt, erstmal in ein Stadium gehen, in den die Regierung in Deutschland mit autoritären Maßnahmen versuchen, die Zentrifugalkräfte noch
189:00
Speaker A
irgendwie äh zu kanalisieren, unter Kontrolle zu haben. Und wenn auch das nicht mehr hilft, dann werden wir den Zustand des Bürgerkriegs hineingehen.
189:07
Speaker A
Und ich glaube, vor diesem Hintergrund sollte uns äh sollte es uns erlaubt sein, über jede Maßnahme zu reden, um das Eskalationspotenzial zu minimieren.
189:15
Speaker A
Aber noch mal, was hier passiert mit der mit der deutschen Staatsbürgerschaft ist unentschuldbar. Ist wirklich unentschuldbar. Aber jemand, der die Staatsbürgerschaft hat, was man sich vorstellen kann, ist, dass man als AfD-Regierung, das werden wir sicherlich machen, vor dem Hintergrund dieser
189:32
Speaker A
Missbrauchsfälle bei Eingebürgerten, die wirklich nur kurz in Deutschland waren und dann den Pass bekommen haben, kann man auch noch mal schauen, das ist auch rechtlich vorgegeben und möglich, ob diese Staatsangehörigkeit ähm unrechtmäßig erworben worden ist. Das kann man auch
189:46
Speaker A
rückwirken, da kann man auch rückwirkend Staatsangehörigkeiten aberkennen. Das ist theoretisch also möglich. Müsste man systematisch dann noch mal machen für wirklich diese ganzen Turboeingebürgerten, ne? So, aber ansonsten ist es halt so, wer die Staatsbürgerschaft hat und solange dieser Staat existiert, ist
190:02
Speaker A
staatsrechtlich gesehen deutscher. Da beißt die Maus keinen Faden ab und da wird die AfD auch als Rechtsstaatspartei nicht rangehen. Das ist äh ist selbstverständlich, aber mit den Auswirkungen müssen wir leben.
190:14
Speaker A
Mhm. Ähm, ich stell mir vor, ich wäre hätte ein Dönerbudde. Äh, ich habe türkischen Migrationshintergrund, habe ein Dönerbude, arbeite ganz fleißig in Deutschland und meine Dönerbude ist aber in so einem türkisch geprägten Viertel, vielleicht in Berlin, vielleicht in
190:26
Speaker A
irgendeiner anderen Stadt. So und dann gucke ich mir jetzt den Höcker an und sinngemäß sagt er: "Ja, okay, Deutsch sein ist gut. Ähm und die Turboeigenebürgerten, die die schaffen mal raus, so schnell es geht." Aber was denke ich mir denn jetzt als Teil dieser
190:42
Speaker A
ich türkischen Community? Ich mache gern meinen Döner. Ich bin Muslim. Ich lebe halt in meiner semitürkischen Community, aber mein Dönerladen, der geht pünktlich um 7:30 Uhr auf und wenn er um 7:30 Uhr einen Döner haben will, dann mache ich den Döner und das ist ein
190:55
Speaker A
ordentlicher, sauberer Döner. So, das ist sehr deutsch. Ja, genau. Es ist ich kreere bewusst ein einen Mischfall, aber den ist ja sehr häufig also die viele Menschen mit Migrationshintergrund sind ja genau in dieser äh in in dieser Sphäre, dass sie irgendwie zu Deutsch
191:11
Speaker A
sind, um türkisch zu sein, beim türkischen Beispiel zu bleiben oder irgendwie dann doch irgendwie zu türkisch und zu muslimisch und zu Döner Budene Besitzer, um tatsächlich als als komplett Deutsch durchz gehen zu können.
191:24
Speaker A
Die wissen das ja selbst nicht, was sie eigentlich sind. Und von aus dem Subtext von dem, was sie sagen, würde ich als Dönerbudenbesitzer mitnehmen. Eigentlich will der Höcke mich nicht da haben. Ich habe jetzt aber dummerweise einen deutschen Pass und der kann nicht sagen,
191:40
Speaker A
dass er mich abschieben will, aber der hat auch gesagt, wir müssen den, die wir nicht haben wollen, das Leben so unbequem wie möglich machen. Also würde ich sagen, Herr Höcke, meine Stimme kriegen sie nicht.
191:51
Speaker A
Und ich würde auch allen sagen, um Gottes Willen, ähm jeder, der will, dass er bei mir weiter Döner essen kann, wenn er die Partei vom Höcke wählt, dann heißt das sinngemäß, dass ich, wenn die mal an der Macht sind und mal nicht mehr
192:03
Speaker A
demokratisch kontrolliert werden, weil die zwei Drittel Mehrheit haben, dann ist vorbei mit Dönerbuden in Deutschland, weil die wollen, da müssen wir jetzt Kryboss verkaufen, Schnitzel, keine Ahnung. Ähm, was würden Sie dazu sagen?
192:13
Speaker A
Also, erstmal das unbequem wie möglich etwas so unbequem wie möglich machen. Natürlich immer unter der Überschrift Rechtsstaat.
192:19
Speaker A
Also, der Gleichbehandlungsgrundsatz ist äh essentiell für den Rechtsstaat. Also, es gibt dann keine Sonderbehandlung durch einschläge Gesetze für gewisse Bevölkerungsgruppen. Darum geht's nicht.
192:32
Speaker A
noch mal, da bin ich vielleicht missverstanden worden, so unbequem wie möglich ist äh ist gemeint im Blick auf die illegalen Migranten, die nach Deutschland kommen, die als Sozialmigranten schon einreisen, mehr oder weniger, ähm dass man ihnen das Lebensnotwendige gibt, aber darüber
192:46
Speaker A
hinaus eben nichts mehr, keine Rundumversorgung, keine kein Wohlfühlpaket ne? Ähm und das andere, was ich ausgeführt habe, geht in die Richtung, dass ich sage, wir müssen wieder unsere eigenen kulturellen Standard setzen. Wir müssen eine konsequente Strafverfolgung haben.
192:59
Speaker A
Also Intensivtäter, die die zeh mal mit dem Gesetz ver berühmt gekommen, sind immer noch auf freien freiem Fuß rumlaufen, weil ein kultursensibles Urteil bekommen. Das wird es nicht mehr geben. Ja, weil wir einfach das Recht und das Gesetz durchsetzen werden. Ja,
193:12
Speaker A
und vor allen Dingen werden wir in den Schulen wieder unsere Tradition, unsere Werte leben und wir werden nicht davor zurückweichen, dass irgendwelche anderen sich auf die Füße getreten fühlen, weil das hier ist Deutschland und hier werden unsere kultur kulturellen Werte gelebt
193:24
Speaker A
und unsere Traditionen werden gelebt und da gibt's kein zurückweich mehr. Das ist das, was ich mit ungemütlich machen meine für die, die ja gar nicht ankommen wollen, die sie ja gar nicht integrieren wollen, sondern die einfach so weiterleben wollen, wie sie es aus ihrem
193:38
Speaker A
Heimatland gewohnt sind. Und jetzt zu dem Dönerbudenbesitzer. Ich muss Ihnen dazu eine kleine Geschichte erzählen, die mich auch sehr beeindruckt hat und die mir Hoffnung macht, dass auch die Mitbürger mit türkischen Migrationsintergrot, die hart arbeiten und die Deutschland oft genauso lieben
193:55
Speaker A
wie ich und die mit Schrecken sehen, wie uns dieser Staat und dieses Land ja verloren geht, wie die oft wie die oft ticken. Ich bin ähm wie gesagt oft bei Veranstaltung und äh danach kommen die Menschen zu mir
194:16
Speaker A
und bericht mir das ein oder andere und ich habe ganz oft Begegnung, die mir ja, die mich sehr bescheiden machen und die mir die mich sehr demütig machen.
194:27
Speaker A
Und dann habe ich das Gefühl, die Menschen spüren, dass ich ein zutiefst menschlicher Mensch bin.
194:33
Speaker A
Ähm, ich habe nach meinen Veranstaltungen schon Juden gehabt, die vor mir gestanden sind und gesagt haben, Hörke, ich bin Jude, ich bete für sie.
194:44
Speaker A
Ich habe nach meinen Veranstaltungen sehr viele Christen, die vor mir stehen und sagen, Hörke, ich bin Christ, ich schließe sie in meine Gebete ein.
194:56
Speaker A
Und als ich meinen Auftritt hier in Düsseldorf hatte vor ein paar Wochen, kam nach der Veranstaltung ein älterer Muslim zu mir mit einer Gebietskette in der Hand, trat auf mich zug, guckte mir die Augen, meinte: "Höcke, ich bin
195:09
Speaker A
Muslim, ich bete für Sie. Bitte nehmen Sie diese Gebetskette von mir als Geschenk und als Zeichen meiner Dankbarkeit für ihr tun." Und ich glaube, dass das dass das immer mehr auch in der türkischen Community Raumgreift, dass weder die AfD im ganzen
195:26
Speaker A
noch der Börn Höcker im Einzelnen. ähm etwas gegen den einzelnen türkischstämmigen Mitbürger hat, der hier die Ordnung Deutschland, so er sie dennoch vorfindet und so er sie noch leben darf, genauso wertschätzt wie einen biodeutschen Staatsbürger.
195:48
Speaker A
Ja, darum geht's gar nicht. Und diese Migranten, die auch hart arbeiten, wie wir alle, die leiden genauso an dem Zustand und an Entwicklung diesem Land. Und die sagen, wie könnt ihr denn diese Menschen ins Land lassen? Ja, wie
196:02
Speaker A
könnt ihr denn diese Menschen ins Land lassen? Ich erkenne mein Deutschland nicht wieder, in das meine Großeltern eingewandert sind und dass ich lieben gelernt habe. Das sind ja Bevölkerungsgruppen, die selbst mittlerweile zurückziehen in gated Communities, ja, die selbst
196:19
Speaker A
nicht mehr aushalten in den migrantischen Stadtteilen, weil sie mittlerweile von Migranten und Kulturen überlaufen werden, die sich hier nicht integrieren wollen, weil sie so so zu so groß sind und so so zahlreich sind, dass sie sich auch gar nicht mehr integrieren
196:30
Speaker A
müssen und die das alles nicht wertschätzen, was der Migrant, der schon seit Jahrzehnten hier hart arbeitet, wert schätzt und und erhalten möchte.
196:39
Speaker A
Ja, ich glaube, da sind wir sind wir überhaupt gar nicht weit entfernt, also in unserem Denken. Und ich glaube, das erkennen auch immer mehr trotz der Narrative der der etablierten Medien, dass die AfD auch ein eine Partei ist,
196:50
Speaker A
die diese Ansprüche vertritt. Wobei ich natürlich sagen muss, und da bin ich auch ziemlich klar, ähm ich möchte tatsächlich keine weitere Einwanderung.
196:59
Speaker A
Ich möchte tatsächlich ähm mit Blick auf die Bevölkerungsproportion, also wir haben in der in den in den jungen Alterskohotten in Westdeutschland mittlerweile über 50% Menschen mit Migrationshintergrund. Ich möchte äh, dass wir uns ein Moratorium verordnen und dass wir ähm erstmal diese schon
197:18
Speaker A
stark fragmentierte Gesellschaft wieder neu integrieren. Ja, wir haben ja, also nachdem dann die außer Landes geschafft worden sind, wie man der Schweiz sagen würde, die illegal hier sind und diejenigen, die wir vielleicht mit Anreizen auseinanders bekommen, müssen wir ja gucken, wie wir alle zusammen
197:32
Speaker A
dieses Land wieder nach vorne bringen, wie wir es wieder konsolidieren. Das ist ja gerade im Zerfall begriffen. Das heißt, wir brauchen Zeit für uns und wir brauchen Zeit, vielleicht etwas Neues dann auch zu verschmelzen. Das bedeutet aber auch für mich ganz bewusst, dass
197:44
Speaker A
ich die Familienförderung, die über Jahrzehnte vernachlässigt worden ist, aktiv angreifen und angehen möchte. Die AfD ist die einzige Partei, die sich auch ganz klar als Familienpartei definiert. Ja, wir haben ja seit 1970 in Westdeutschland ein Sterbeüberschuss.
197:58
Speaker A
Wir hatten 19 64 in Westdeutschland über 1,4 Millionen Neugeborener. Jetzt haben wir 650.000 in ganz Deutschland. Ja, und bei gleichzeitiger millionenfacher Einwanderung, die wir in den letzten Jahren hatten und die Perspektive ich jetzt auch über die nächsten Jahre
198:15
Speaker A
weitergeht, wenn die wenn die Politik nicht geändert äh wird, ist das dadurch ein eine tödliche Mixtur. Ja, das heißt, ähm, die, die da sind, die unsere Werte teilen, die nehmen wir mit und mit denen machen wir zusammen dieses Land wieder
198:31
Speaker A
groß und schön und stark und selbstbewusst und sorgen aber gleichzeitig dafür, dass wir wieder genug Nachwuchs kriegen, so dass wir gar nicht mehr auf die Frage oder dass die Frage gar nicht mehr beantworten müssen, brauchen wir Zuwanderung, um unsere
198:43
Speaker A
demografische Krise ähm zu managen. Also mal davon abgesehen, dass es immer unklug ist, ähm demografische Lücken mit Zuwanderung aus fremden kulturellen Kontexten zu schließen. Ähm das geht nicht gut. Ja, aber diese Frage sollten wir Zukunft gar nicht mehr stellen
199:00
Speaker A
müssen, weil wir einfach dafür sorge tragen, dass das Kinderkriegen in Deutschland nicht mehr am Geld scheitert. Ich habe, Sie haben das sehr blumig jetzt ausgeführt und ich glaube da ähm da teilt sich ja auch ihre eigene Partei, also dass Neuankömmlinge, ich s alle die
199:17
Speaker A
letzten 2 d 4 Jahre äh hier angekommen sind, nicht Deutsch sprechen, das ist ja relativ klar. So und dass dass die Teil ihrer Remigrationspläne sind, das ist glaube ich, das ist unbestritten Sozialsystem und so, wenn jemand hier nicht Deutsch sprechen kann, aber im
199:32
Speaker A
Sozialsystem hängt und noch kriminell ist und vielleicht mehrfach verurteilt, aber nicht abgeschoben wird, das ist ja fast ein Noiner, will man sagen, so.
199:40
Speaker A
Ähm, aber diese Sorge, ich hatte neulich jemand von Linken hier sitzen und der sagte, Milliardäre sind doof.
199:47
Speaker A
10 bis 20 Millionen ist okay. Und ich aber sind 10 Millionen okay oder 20 Millionen okay und sinngemäß ja 20 Millionen geht auch noch aber offensichtlich ist ja wenn man sagt wir machen irgendwo eine Obergrenze nämlich seh 20 Millionen, dass möglicherweise
200:02
Speaker A
auch 10 Millionen schon zu viel sind oder dann 3 Millionen, ich lass mich wählen mit 20 Millionen, dann gehe ich runter auf 2 Millionen. So und sie würden sich jetzt wählen lassen mit wir müssen kriminelle Migranten, die im
200:12
Speaker A
Sozialsystem hängen und nicht kulturell integriert sind. Und aber eigentlich sagen sie, sie wollen ein den Begriff der Leitkultur weiß ich mögen sie nicht, aber eine ich den bin benutze trotzdem mal eine deutsche Leitkultur schaffen, unter dem man sich dann oder der man
200:28
Speaker A
sich assimilieren kann und jeder der sich assimiliert, der ist willkommen. Und woher weiß ich denn?
200:34
Speaker A
Nee, nee, nee, nee, das ist nicht richtig. Also, das würde ja bedeuten, dass äh dass ich reinen Kultur Patriotismus äh favorisiere. Nee, also noch mal, Deutschland ist eins der dicht besiedelsten Länder der Welt. Wir können auch aufgrund unserer Größe bzw.
200:49
Speaker A
Kleinheit keine weitere Zuwanderung mehr aufnehmen. Es ist einfach dieses Boot ist voll. Schauen Sie sich doch mal unser Land an. Es ist komplett zersiedelt. Sorry, da habe ich mich falsch ausgerückt. Also, ich meine jetzt, nehmen wir an, wir sind dann bei
201:00
Speaker A
keine Ahnung 78 Millionen, so und dann gibt es Teile, die nicht kulturell assimilisiert assimiliert sind und es gibt Teile, die kulturell assimiliert sind. Assimiliert, das schwieriges Wort.
201:11
Speaker A
Ähm und jetzt würden sie eine Incentivstruktur schaffen, die äh eben die Assimil, ich kann nicht reden heute, ähm die Assimilierung fördert, ist aber unbequem macht für Leute, die sich nicht assimilieren wollen. So und woher weiß ich, dass sie nicht ein Faer oder sorry
201:30
Speaker A
jetzt ich spreche mehr heute mit ihloalität bitte. Ja, Gottes ich bemü mich wo muss Deutsche sprechen spre besonders viel Englisch.
201:40
Speaker A
Das nicht der Biodeutsche dann irgendwie doch ein bisschen besser ist als der nicht biodeutsche.
201:50
Speaker A
Also ich muss jetzt bin gerade so ein bisschen aus ihrer Frage ich, also der die Unterstellung, die Ihnen ja gemacht wird, ist sinngemäß. Sie sind der die der reinkarnierte Adolf Hitler.
202:01
Speaker A
So, das ist ja das, was das Medienarrativ. So, und jetzt sagen sie, okay, es gibt kriminelle Ausländer, die im Sozialsystem da da Ja. ja. So, aber und das ist ja auch die Frage, in der in der sich ihre Partei äh zu zu nicht zu
202:16
Speaker A
teilen droht, das ist jetzt etwas aber durchaus gespalten ist, ähm ist, wo ist man denn jetzt genau Deutsch? Und sind Biodeutsche jetzt irgendwie das würden Sie niemals sagen, dass Biodeutsche etwas Besseres sind. Äh, aber ich habe auch nicht von ihnen gehört, dass ich
202:31
Speaker A
sag mal der Dönerbodenbesitzer, der Muslim ist, ähm sich freuen wird, wenn die AfDer Macht ist, weil der kann seine vielleicht auch türkischsprachige Dönerbude, weil er irgendwie dann doch noch irgendwie auch eine kulturelle Heimat in der Türkei hat, ähm
202:48
Speaker A
weiterbetreiben und wird nicht eingeschränkt und ganz im Gegenteil, sondern ist es wir sind froh, dass wir den da haben oder ist es so, ja, wir dulden den, aber eigentlich hätten wir den nicht hier.
203:01
Speaker A
Also ich kann noch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, die ich für falsch halte, nicht rückabwickeln in Gänze.
203:09
Speaker A
Ja, ich habe das ja versucht im im ersten Bereich und im ersten Teil unseres Gesprächs auch so ein bisschen zu entwickeln, was es bedeutet, eine gewachsene Vertrauensgemeinschaft zu haben und das ist eigentlich die Grundlage für eine funktionierende Staatlichkeit ist. Unser Land, unsere
203:23
Speaker A
Gesellschaft ist schon stark fragmentiert mit allen schlechten Auswirkungen, die wir sehen. Ob das die Sozialbereiche sind, ob das das Gesundheitssystem ist, ob das das Bildungswesen ist, ob das die innere Sicherheit ist. Ich muss das glaube ich gar nicht noch mal mit Beispielen legen.
203:37
Speaker A
Sie wissen, worauf ich ihn auswähl. So, ich muss aber mit dem Zustand irgendwie klarkommen als Politiker.
203:46
Speaker A
Ja, und das ist dann immer eine Gradwanderung zwischen Rigorismus, also zwischen der reinen Lehre und der absoluten Menschlichkeit, also einer gesinnungsethischen Ausrichtung.
203:59
Speaker A
Und der Mittelweg ist die Verantwortungsethik. Also hier beim Rigorismus wäre ich ein Ideologe, was ich nicht bin. Die Welt in schwarz und weiß teilen und ähm so wenn ich Gesinnungsethika bin, würde ich sagen, die Grenzen bleiben offen, alle
204:11
Speaker A
Menschen sind gleich und ist mir doch egal, ob Deutschland in 20, 30 Jahren noch existiert. Und wenn dieser Staat zerfällt, na gut, dann wander ich halt nach Paraguay aus.
204:20
Speaker A
Ja, Hauptsache, ich habe irgendwie mein gutes Gewissen ähm nicht nicht herausfordern müssen, weil ich weil ich nicht jedem Menschen geholfen habe, der über die Grenze gestolert ist. Und der Gesinnungsethiker versucht einerseits ein System zu haben, nachdem er operiert, versucht aber auch immer
204:38
Speaker A
wieder eine Flexibilität zu leben, in der Lage zu leben, in der Lage zu operieren. Ja, und äh deswegen gibt's auch keine keine Strategie, die bis äh auf die auf die unterste Ebene operationalisiert ist, die dann skabisch umgesetzt wird.
204:58
Speaker A
Mein Gott, ist es in den letzten Jahrzehnten so viel passiert. Wer hätte sich 2000 vorstellen können, dass 2015 die Grenzen geöffnet werden? Und wer hätte sich vorstellen können, was aus Deutschland im Jahr 2026 geworden ist?
205:09
Speaker A
Das das hät hätte man mir erzählen können. Ich gesagt, ich glaub es nicht. Ich glaub es nicht, dass man so eine eine schlimme Politik äh macht gegen das eigene Volk. Ja, was weiß ich, was in zwei Jahren die internationale Weltlage
205:22
Speaker A
ist. Wenn es schlecht kommt, stehen wir in einem Weltkrieg in zwei Jahren. Ja, die die die Möglichkeiten sind leider gegeben, so wie ich das im Augenblick einschätze. Ja, dann wird die gesamte politische Karte neu gemischt. Was das für die einzelnen Länder bedeutet, kann
205:34
Speaker A
gar keiner voraussehen in die eine oder andere Richtung. Was bedeutet das, wenn Deutschland auf einmal in den Krieg gegen Russland geführt wird? Gott bewahre.
205:43
Speaker A
Aber mit Blick auf die Verrückten, die uns regieren, muss ich leider davon ausgehen, dass die das ernst meinen, wenn die sagen, Deutschland muss bis 2029 kriegstüchtig werden und wir müssen den Krieg nach Russland tragen. Wenn ich sowas höre, wird mir spar übel. So, was
205:57
Speaker A
glauben Sie denn, was dann passiert, wenn der Herr Bundeskanzler März, falls er dann noch im Amt sein sollte und sein Verteidigungsminister Pistorius zu den Waffen rufen?
206:06
Speaker A
Es könnte gut sein, dass ganz viele von den Staatsbürgern, die einen deutschen Pass haben, aber sich dann denken, na für dieses Land sich erschießen lassen, für diese bunte Gesellschaft sich erschießen lassen, lieber wir doch nicht dann das weiten. Wissen solche unvorher
206:17
Speaker A
geseh unvorhersehbaren Entwicklung können ja auch eintreten, wo die Karten ganz neu gemischt werden, die Lage sich ganz anders darstellt, ne? Ähm, noch mal, ich kann ihn nur die großen Linien zeichnen. Ja, ich kann ihn die großen Linien zeichnen. Ich weiß, dass es in
206:33
Speaker A
der Politik, so leid mir das tut, keine Einzelfallgerechtigkeit gibt. Also Einzelfallgerechtigkeit bedeutet, dass man wirklich jeden einzelnen Fall in der Tiefe prüfen kann, um zu entscheiden, rechts oder links. So, ja, das kann es in der Politik nicht geben, weil Staaten
206:49
Speaker A
so nicht geführt werden können. Das heißt, man muss man man definiert immer Gruppen, man definiert immer grobe Zielsetzungen, die erreicht werden müssen. So.
206:56
Speaker A
Und wie gesagt, meine Zielsetzung, die Zielsitzung der AfD ist Konsolidierung Deutschlands. Das ist erstmal mittelfristig das, was überhaupt meiner Meinung nach erreichbar ist, wenn es so bleibt, wie es ist. Konsolidierung Deutschlands und seiner Bevölkerung, seines Volkes bedeutet eben äh und wir
207:10
Speaker A
machen das nicht aus JSollerei, sondern weil wir weil wir besorgt sind um die um den Zustand der Staatlichkeit und in Sorge sind, dass diese Staatlichkeit untergehen könnte, wenn wir dieses Land weiter einer umgebremsten Einwanderung aussetzen.
207:25
Speaker A
Das bedeutet Einwanderung auf null setzen, Ausnahme, vielleicht weniger wirklich hochqualifizierte, wobei ich wirklich da auch Probleme habe, weil wir mittlerweile dreieinhalb Millionen Arbeitslose haben und wir haben ähm äh viele junge Leute, die ohne Berufsausbildung ähm sind und ohne
207:43
Speaker A
Schulabschluss sind, machen wir die erstmal zu den Fachleuten von morgen ist meine Einschätzung. Ja, so die Wirtschaft ruft auch immer relativ schnell nach Fachleuten, die dann irgendwie in gewisser Weise ausgenutzt werden und dann in die Arbeitslosigkeit geschickt werden und dann äh ja, bleibt
207:58
Speaker A
der Staat auf den Kosten sitzen, ne? Aber das ist ein anderes Thema. Also Einwanderung möglichst auf null setzen.
208:04
Speaker A
ähm diejenigen außer Landes schaffen, die ja nicht hingehören, die eigene Reproduktionsaktivität maßgeblich erhöhen, dass wir unsere Bevölkerung wieder aus uns selbst heraus regenerieren können und gucken perspektivisch gucken, dass die die wirklich über Jahrzehnte erleben, die und das Leben mit uns teilen, die
208:23
Speaker A
deutsche Staatsbürger sind, wie gesagt auf dem Boden der Kultur, die diesen Staat begründet hat, in den sie eingewandert sind, den sie also auch wertschätzen, gemeinsam in gewisser Weise ja einen weiteren Schritt in die Richtung Zukunft zu gehen, aber immer noch unter der
208:43
Speaker A
Überschrift Deutsch und Deutschland. Ja, besser kann ich es ihnen jetzt nicht zusammenfassen. Ich hätte da noch eine zu dieser Thematik eine etwas flapsige Frage.
208:53
Speaker A
Ihr ich weiß nicht, ob man richtig Freund Kubek, vertrauter Kubek hat in Podcast vor einigen Wochen gesagt, dass er kein Döner ist, weil das würde er für Quatsch halten. Da muss man sich auch selbst konsequent sein. Oder muss man
209:07
Speaker A
sich auch fragen sie mich aber nicht, ob ich schon mal Döner gegessen hab, ne? ob sie grundsätzlich Döner essen.
209:11
Speaker A
Ich habe auch schon Döner gegessen. Ich esse auch ab und zu mal ein Döner. Ja, durchaus. Ja, mache ich.
209:17
Speaker A
Das heißt, wenn Sie mit Kubck unterwegs wären und sie würden sagen, hast du Lust auf den Döner? Sag Kobck doch kein Döner, lass ein Schnitzel essen und dann würden sie auch Schnitzel essen gegen das verstehe ich. Aber sie würden das
209:26
Speaker A
nicht pauschal so ablehnen wie Gjack. Nein, ich weiß auch nicht in welchem Zusammenhang er das abgelehnt hat. Ich weiß, dass er lieber Sülze mit Bratkartoffeln istst und wenn wir zusammen wandern gehen, essen wir, wenn es irgendwie geht, Sülze mit
209:37
Speaker A
brkartoffeln. Okay, aber ich will ich will es jetzt auch nicht versuchen ihn zum Döner. Ich würde da jetzt auch normal gehe ich auch nicht zum Döner, aber es ist auch schon vorgekommen ab hab damit jetzt auch keine Probleme. Ja. Okay. Wie lange
209:47
Speaker A
kennen Sie sich eigentlich schon? Weil Sie scheinen ja sehr vertraut zu sein. Ach Gott. Ja, wie lange kennen wir uns schon? Hm, vielleicht so seit 2000 5 se so in dem Bereich, das sieben. Ich, also es muss so in dem
210:03
Speaker A
Bereich sein. Ja, ganz früh sozusagen. Äh und der ist aber dann waren sie kann sich sehr schnell und dann sind sie aber in die Partei eingetreten und er nicht.
210:13
Speaker A
Mhm. Warum? Ich glaube, es gab mal eine Phase, wo er und seine Frau auch in die Partei wollten.
210:22
Speaker A
Das war ganz zu Beginn. M Ich weiß gar nicht, ob er auch den Antrag gestellt hat, aber ich glaube, die Elen Kitzer, seine Frau hat, glaube ich, den Antrag gestellt. Aber ob ob sie ihn dann zurückgezogen hat oder ob der
210:37
Speaker A
abgelehnt worden ist, weiß ich gar nicht, aber ich glaube, es war relativ schnell klar, dass er verleger bleiben will.
210:44
Speaker A
Okay. Und ähm er sagt auch immer Höcke ist Politiker, ich bin Verleger, ich könnte wahrscheinlich kein guter Politiker sein und Höcke könnte wahrscheinlich kein guter Verleger sein und ja, es könnte sein, dass er recht hat, wobei ich nicht sagen möchte, dass
211:01
Speaker A
ich ein guter Politiker bin. Ich bin eigentlich Politiker wieder Willen. Verstanden, verstanden, verstanden. Ich will auch jetzt nicht über Dritte reden, aber ich fand das tatsächlich ein ein spannende Aussage, die auch irgendwie okay sehr interessant. Habe ich noch nie
211:14
Speaker A
gehört und drüber nachgedacht, aber äh lassen uns noch mal so ein bisschen ähm von den politischen Themen wegh aber mit dem Döner, ich glaube ihm geht's da geht's da jetzt auch nicht um die Spontanität mal irgendwo, wenn man
211:25
Speaker A
Hunger hat und es gibt nichts anderes äh sich mal einen Döner äh zu bestellen.
211:29
Speaker A
Ich glaube, damit hat er hätte er auch keine Probleme. Ich glaube nicht, dass es jetzt irgendwie äh seine Geschmacksknospen sind, die die da sagen. Ich denke, er wollte vielleicht damit vor allen Dingen sagen, man gibt vielleicht zu leicht auch man die
211:41
Speaker A
Essenskultur ist ja auch ein Teil unserer Kultur. Und wenn ich sehe, also wenn ich mal gut Deutsch essen will, kann ich das ja kaum noch in Deutschland. Ja, also man kann gut Griechisch essen oder Italienisch oder ähm andere äh internationale
211:54
Speaker A
Spezialitäten ähm erwerben und konsumieren. Aber gut Deutsch zu essen ist ja auch so bezeichnen, ne, dass man kaum noch gut Deutsch essen kann. Und vielleicht ist es auch so ein Teil der äh der Kulturloyalität äh wenn man versucht, wenn es irgendwie möglich ist,
212:07
Speaker A
eben ein deutsches Restaurant, eine deutsche Gaststätte zu unterstützen, um um die als Teil der deutschen Kultur eben ja zu erhalten, ne? Also, das wäre eine Erklärung.
212:18
Speaker A
Mhm. Ähm wie wie geht's denn aus Ihrer Sicht mit der AfD weiter? Sie haben aktuell in Thüringen so 39 % glaube ich sind 2024 waren die Wahlen. Das heißt, die nächsten regulären Wahlen wären äh in 2028, also in 2 Jahren plus minus,
212:33
Speaker A
ne? Ähm dazwischen liegen noch so ein paar Landtagswahlen. Ähm und es könnte ja auch eine vorgezogene Bundestagswahl geben. Wie ist ihre Erwartung der nächsten Monate bis Jahre?
212:46
Speaker A
Na ja, es ist schon Kaffeesatzleserei. Es ist unheimlich viel Dynamik drin. Die Berliner Gerüchteküche ähm brodelt natürlich auch. M in Thüringen sind wir im Augenblick in der komfortablen Ausgangssituation. Also die Situation ist ist ja, dass die sogenannte Brombergooalition
213:04
Speaker A
als letzte Verteidigungslinie der Karparteien äh versucht irgendwie äh sich durch die Legislatur zu wursteln.
213:11
Speaker A
ähm sind äh drei Parteien, also die SPD, die CDU und das BSW, äh die aber keine eigene Mehrheit haben und die Linke auch brauchen, um die entscheidenden Gesetze durchzukriegen. Das heißt, man macht dort auch weiter, wie unter Ramelo auch.
213:27
Speaker A
Intlich hat sich nichts verändert. Das merken die Leute natürlich auch. Die Frustration ist groß. Die Zustimmungswerte zu Mario Fog Ministerpräsident sind total im Keller.
213:35
Speaker A
Noch 14% haben so etwas wie Vertrauen zu dem Mann, also zu dem Regierungschef. Das ist meiner Meinung nach sogar ein historischer Tiefstwert. Und dann kommt natürlich die Plagiatsaffäre. Mario Fogt hat plagiiert. Ähm, dann hat er auch noch eine MDA Rundfunkratsaffäre
213:51
Speaker A
an der Backe, hat 18 Monate im Rundfungrad gesessen und hat dort insgesamt 18 000 € oder ja, 18 000 € Sitzungsgelder kassiert, ohne äh anwesend zu sein, ne? Und das sind so kleine Dinge äh die äh ja ähm auch den
214:07
Speaker A
Vertrauens das Vertrauen äh der der Wähler in in Mario Fugn CDU weiter schwinden lassen. Und die Koalition Thüren steht auf wackigen Bein. Ja, würde mich nicht wundern, wenn wir vor 202 Neuwahlen kriegen werden. Wir werden auf jeden Fall die Regierung treiben,
214:24
Speaker A
wie man das auf Opposition machen muss, ne? Und äh wie ich das eben schon ausführte, also die diese Brombeere ist die Rester Rampe der Karterparteien. Unsere Tendenz ist klar nach oben. Wir brauchen je nachdem wie viel kleine Parteien aus dem
214:38
Speaker A
Landtag rausfallen 41 42 43% zur absoluten Mehrheit. Wir stehen jetzt bei 39%. Also nach der Brombeere kommt nur noch die absolute Mehrheit der AfD in Thüringen. Im Bund sieht's natürlich anders aus. Da haben die Kollegen andere strategische Fragestellung. Also wie gesagt, für uns
214:54
Speaker A
gibt's noch eine strategische Zielsetzung. Das ist die absolute Mehrheit. Ja, in Thüringen. Na ja, und im Bund ist die ist die Zielsetzung natürlich eine andere oder muss eine andere sein. M da ist die Frage der Brandmauer. In Tür
215:10
Speaker A
und den Ostländern nutzt uns die Brandmauer eher. Ja, warum? Weil wir ja, weil das ist ja ganz einfach, wenn die wenn die Bürger nur noch eine Wahl haben zwischen dem Kartell, also sie können ja innerhalb der Kartellparteien wählen, was sie
215:26
Speaker A
wollen. Sie können grün wählen, sie können rot wählen, sie können schwarz wählen, sie kriegen in den großen Politikfeldern immer dieselbe Politik.
215:34
Speaker A
Ob das Energiepolitik ist, kriegen mehr Energiewende, mehr Windmühlen, mehr Flatterstrom. ob das Migration ist, sie kriegen mehr Migration, ob das EU ist, sie kriegen mehr Zentralisierung, sie kriegen mehr staatliche Integration, äh sie kriegen weniger Nationalstaat, weniger Volkssouveränität und ähm auch die Außenpolitik ist im
215:52
Speaker A
Blick auf Russland vor allen Dingen auf Offensive und Aggression ausgelegt. Also, da gibt's wenig Wahlmöglichkeiten.
215:58
Speaker A
Sie haben nur die Alternative, die Alternative zu wählen und vor dem Hintergrund einer sich weiter verschlimmernden Krise in sämtlichen Politikfeldern vor dem Hintergrund, dass die Problemhalten immer größer anwachsen und die ähm Vertreter der Altparteien, entweder weil sie inkompetent sind oder
216:15
Speaker A
weil sie ideologisch verbord sind, nicht will in der Lage sind, diese Probleme halten abzutragen, spielt die Zeit für uns hinter der Brandmauer, jedenfalls in den östlichen Ländern, wo wir in Richtung absolut mehr unterwegs sind. Ja, wie gesagt, im Bund
216:29
Speaker A
ist es was anderes. Durch die durch die großen Westländer, in denen eben für die Bundestagswahlen die Musik spielt, ähm sind wir dort nicht in einer Situation, dass wir Richtung absolute Mehrheit gehen können.
216:40
Speaker A
Wir können, denke ich, ähm realistisch in Richtung äh Gestaltungsminorität gehen. Also, das ist das, was in Thüringen schon erreicht haben, man nennt das Verfassungsrechte Sperrminorität.
216:51
Speaker A
Ähm, das ist ganz interessant, weil man damit äh gewisse Prozesse beeinflussen kann, auch aus der Opposition heraus.
216:58
Speaker A
Ja, und wichtige Prozesse und das ist auch ganz bewusst von den Müttern und Vätern der Verfassung der Länder und des Bundes ähm so vorgenommen worden, weil sie gesehen haben, dass eine Minderheit, die vielleicht noch nicht Mehrheit ist, aber schon so groß ist, dass sie einen
217:13
Speaker A
relevanten Teil der Bevölkerung darstellt, äh eben auch schon informell äh an den wichtigen Entscheidungen beteiligt werden muss, damit das Staatswesen nicht desintegriert.
217:22
Speaker A
Deswegen gibt's diese Sperrminorität. Ja, und ich denke, das ist eine realistische Zielstellung für die AfD äh bei der nächsten Bundestagswahlen, stärkste Partei, das halte ich sowieso für nicht notwendig, sondern absolut plausibel. Tja, und wenn sich die CDU dann weiter hinter der Brandmauer
217:38
Speaker A
verschanzt, dann wird es dann vielleicht so sein, dass wir in Berlin dann 202 das Modell haben, was wir jetzt noch in Thüringen haben. Also alles etwas Zeit versetzt ne?
217:47
Speaker A
Aber wie lange das Land das noch durchhalten kann, das kann ich nicht prognostizieren. Sie haben das BSW jetzt in die Kartellparteien, wie Sie sagen, eingeschlossen. Mhm.
217:57
Speaker A
Ähm, das also BSW würde ja definitiv nicht unter die Altparteien fallen. Warum ist es aus Ihrer Sicht eine Kartellpartei?
218:04
Speaker A
Na ja, also das BSW hat ja in Thüringen den Verlockung der Ministersessel nicht äh widerstehen können, ne? Und ähm ich kann mich noch gut erinnern, dass das BSW, obwohl das jetzt kein landespolitisches Thema ist, ähm vor allen Dingen gepunktet hat als
218:22
Speaker A
Friedenspartei und hat dann unter ihrer unter ihrem ihrer Vorsitzenden in Thüring Katja Wolf, die 10 Jahre Oberbürgermeisterin von Eisenach war, Linken Mitglied ist oder war ähm und sehr Karriere orientiert ist, dann geschmeidig den Weg in Richtung Koalition mit der CDU gefunden
218:47
Speaker A
unter Aufgabe vor allen Dingen dieser dieses Friedensschwerpunktes, denn die Koalition mit der CDU bedeutet ja die Koalition mit einer Partei, die auf Bundesebene wirklich für einen für einen krass in meinen Augen krass unklugen, undiplomatischen stellenweise aggressiven Kurs äh in Osteuropa
219:05
Speaker A
verantwortlich ist und auch ein Militarisierungskurs, den ich so nicht für richtig befinde. Und auch das war auch ein Kernthema des des BSW. Also ich will nicht sagen als als pazifistische Kraft aufzutreten, aber als friedens liebende Kraft aufzutreten. Alles das hat man
219:21
Speaker A
abgeräumt, hat eine windelweiche Erklärung zu Beginn der Koalition veröffentlicht, wo man sich versuchte irgendwie dann herauszulavieren aus dieser Grundsatsposition.
219:30
Speaker A
Und wie gesagt, was man jetzt macht in der Koalition mit Mario Fogt, mit der CDU ist eigentlich dasselbe, was die anderen alle auch machen. Das ist kein Unterschied mehr zu erkennen.
219:42
Speaker A
Das und deswegen ist das BSW übrigens in Umfragen von ursprünglich 15,8% in Thüringen. Also, das war der starke Wert, mit dem die Wähler wahrscheinlich vor allen Dingen wegen der Frontfrau Sarah Wagenknecht das BSW in Thüringen gewählt haben zur Landtagswahl 2024 von
220:01
Speaker A
15,8 % jetzt mittlerweile auf 7 % äh zusammengebrochen und ich gehe fest davon aus, dass das BSW diese eine Legislatur im Thür Landtag haben wird und keine zweite.
220:16
Speaker A
Okay, das heißt, wir haben die die das die große Kernfrage ist, es scheint mir zu sein, wie ähm wie treu ist man sich selbst, wenn die Verlockung des Ministersessels oder des Amtes ähm und der Privilegien der höheren Politik
220:35
Speaker A
rufen? Das gilt ja für Sie und Ihre Partei genauso. Ähm und jetzt haben Sie die Sperne Minorität, aber demnächst hätten dann ja die anderen Parteien die Sper Minorität.
220:49
Speaker A
Dementsprechend müssten sie doch auch davor gefeit sein, sich da irgendwie anzubiedern. Und wie sorgen sie dafür, dass ih nicht das gleiche passiert wie ein BSW?
221:01
Speaker A
Mm. Also anbietern müssen wir uns ja nicht, wenn wir alleine regieren. Das ist ja, sagen mal, die Luxussituation oder ich habe es jetzt vielleicht nicht richtig.
221:12
Speaker A
Sie sie müssten sicher auch also sie sagen mit der Sperrminorität so wie das funktioniert, wie ich das glaube, dass es funktioniert, dass 50% nicht reichen für gewisse Dinge, wenn jemand anders da also aus mit einer Sperrminorität dagegen stimmt. sinngemäß brauchen die
221:26
Speaker A
sie also nicht für die Jahstimme, aber wenn sie ähm einen Antrag auf Sperrung bei ich weiß nicht wann das überhaupt möglich ist einreichen würden, dann würden ihre Prozente reichen, um den ähm den Antrag der Regierung zu stürzen, äh
221:42
Speaker A
nichts selbst durchzusetzen, aber dafür zu sorgen, dass die Regierung nichts durchsetzen kann. So und jetzt stelle ich mir vor, jetzt kriegen sie ihre 51% ähm und es ist irgendwie, sie könnten jetzt regieren und dann kommen halt die anderen sagen,
221:57
Speaker A
wir reg also die die Kartellparteien, wie sie sagen, und sagen, also pass auf, wir können euch das Leben hier zur Hölle machen. Ähm oder ist doch ganz cool mit dem Dienstwagen und ist doch ganz cool mit den ganzen Privilegien. Äh, dann
222:09
Speaker A
müssten wir aber, wenn ihr die behalten wollt und nicht vor euren WLAN total ähm euer Gesicht verlieren wollt, dann müsstet ihr jetzt ein bisschen das machen, was was wir wollen und ein bisschen Abbrücken von dem Kurs und dem
222:18
Speaker A
Kurs und dem Kurs. Ähm und das wäre durchaus eine Gefahr. Na ja, nee, dann ist die Sperminorität vielleicht doch noch mal erklärungsbedürftig. Also, die Sperrminorität ist entscheidend, wenn man beispielsweise über die Änderung der Verfassung berät. Dazu brauchst eine
222:34
Speaker A
zweittel Mehrheit, ne? Das grundsätzliche Normen können nur mit zwei Drittel Mehrheit geändert werden. Äh die Besetzung von gewissen äh Wahlkommissionen kann nur mit zwei Drittel Mehrheit beschlossen werden oder die Kandidaten können nur mit zwe Drittel Mehrheit gewählt werden.
222:51
Speaker A
Beispiel ist in Thüringen und auch anders so der der Richter und Staatsanwälte Wahlausschuss. Warum hat das der Verfassungsgesetzgeber so gewollt? äh weil er grundsätzlich von der Gewaltenteilung ausgegangen ist und von der Wichtigkeit der Gewaltenteilung überzeugt war. ähm und der wollte, dass
223:09
Speaker A
äh dass die Justiz möglichst unabhängig ist, äh dass dort gute Juristen rechts sprechen oder gute Juristen als Staatsanwälter arbeiten. Und er ging davon aus, dass die Parteien, die durch ein Wählervotum in die Parlamente gewählt worden sind, sich darauf einigen
223:23
Speaker A
müssten, wer denn von den Abgeordneten für diese Wahlkommission kandidiert und gewählt werden soll, damit sichergestellt ist, dass nicht parteich dann letztlich ein Richter Sitz besetzt wird, sonder Staatsanwälte Amt besetzt wird. Ja, und dass die Mütter und Väter unserer Verfassung in den Ländern und
223:42
Speaker A
des Grundgesetzes durchaus den richtigen Riecher hatten. äh was die Überformung, die politische Überforderung der Formung der Justiz angeht, das haben wir ja erst vor ein paar Monaten äh mitbekommen in der großen Diskussion um die Nachbesetzung der Richterstellen am
223:58
Speaker A
Bundesverfassungsgericht, wo das große Geschaging und Frau Brosius Gerstorf dann hinten runtergefallen ist, weil sie sich doch zu sehr in, sagen wir mal linksprogressiver Art und Weise bundstaatlich geäußert hat und keine Gewehr mehr davoten hat, wirklich neutral ihr Amt als Verfassungsrichterin
224:16
Speaker A
auszuüben. Ähm und da ist es sich richtig, dass man diese Sperminorität hat, weil die Justiz neutral sein muss und nicht zum Objekt der Parteibuchwirtschaft und Vetternwirtschaft werden darf, ne? Und so gibt's eben einige einige Projekte.
224:30
Speaker A
Das heißt aber nicht, dass man als Regierung nicht beispielsweise, was grundlegend ist, ein Haushaltsgesetz verabschieden kann, wenn man mit absoluter Mehrheit regiert. Dazu reicht eben eine einfache Mehrheit oder einfach gesetzliche Regelung exekutiert. Dafür reicht dann eine einfache Mehrheit. Aber
224:44
Speaker A
gewisse zentrale Stellen, vor allen Dingen die die Schnittstellen zwischen den Gewalten, äh die werden und sind mit guten Gründen von so einer zwei Drittel Mehrheit äh betroffen. Und ähm es ist ja so, in wir als AfD, wir wollen
225:02
Speaker A
ja mit den anderen auch zu Kompromissen kommen, ähm was Fragen angeht ähm im Parlament, die im Parlament beraten werden, ja auch was was Kommissionsbesetzungsfragen angeht, aber die anderen Parteien ähm haben ja etwas aufgezogen, was man es gibt den Begriff
225:19
Speaker A
der Postdemokratie. Das heißt, die Demokratie wird der Fassade nach noch aufrechterhalten. Die Bürger dürfen alle 4 f Jahre wählen. Aber letztlich haben wir Mechanismen informelle Art, die bedeuten, dass wir eine gelenkte Demokratie haben. Ja, und so haben wir
225:33
Speaker A
auch eine Tendenz in den deutschen Parlamenten der AfD gegenüber, dass die Kartellparteien und die Kartell Fraktionen so etwas wie eine Post ein Postparlamentarismus aufziehen.
225:46
Speaker A
Das heißt, man hat in den letzten Jahren systematisch Gesetze und Geschäftsordnung geändert, um die Teilhabe, die parlamentarische Teilhabe der AfD Fraktion in den deutschen Parlamenten zu reduzieren und stellenweise zu minimieren.
226:00
Speaker A
Also nach alten Parlamentsrecht ist es Usus, dass die stärkste Kraft nach einer Wahl den Parlamentspräsidenten stellt.
226:08
Speaker A
150-jährige Parlamstradition. In Thüringen hat man das einfach gebrochen. Man hat vor der Konstituierung des Landtages, war ein großer Streit bei der Konstituierung, die 2024 stattgefunden hat, hat man die Geschäftsordnung des Landtages geändert und hat da möglich, dass eben,
226:25
Speaker A
dass dass jede Fraktion letztlich Parlamentspräsident stellen kann, ist dann die CDU geworden durch das Maurchen. Ja, so diese Tradition hat man schon gebrochen. Man hat ähm ähm die Beteiligung der AfD in den wichtigen Kontrollkommissionen parlamentarische Kontrollkommissionen und G10 Kommission
226:41
Speaker A
äh gesetzlich in Thüringen jetzt ähm verunmöglicht. Ähm, das sind die Kommissionen, die vor allen Dingen den den Inhaltsgeheimdienst kontrollieren, ja, und ähm die natürlich von der Regierung als Regierungsbürden nicht gut kontrolliert werden können. So, die AfD ist als stärkste Kraft im Thürerlandtag
226:59
Speaker A
nicht mehr dabei. Man hat das Gesetz so reformiert, dass äh äh das nicht mehr notwendig ist. Also so wird dann der Wille des Volkes als Souverän des Staates unterlaufen, eine adäquate Repräsentation im Parlament zu erfahren, indem man einfach
227:17
Speaker A
der stärksten Kraft mit Geschäftsordnungsänderungen, mit Gesetzesänderungen, mit Geschäftsordnungstrick Tricks auch die Führung der Sitzung, dadurch, dass wir keinen Parlamentspräsidenten haben und auch ein Vizepräsident nicht gewählt wird, von der AfD ist die Führung äh der Sitzung natürlich auch sehr parteich.
227:32
Speaker A
Wir haben mit Abstand die meisten Ordnungsrufe und Rügen, aber nicht, weil wir so brachial und so äh schlimm populistisch da auftreten, sondern weil die anderen einfach das Prinzip der Gleichbehandlung nicht exekutieren und unsere Redner benachteiligen in der in
227:45
Speaker A
der Führung der der Sitzung, der Leitung der Sitzung. Ja, und so sind wir immer weiter weggekommen von einem funktionierenden Parlament, das wirklich als Transmissionsriemen des Volkswillens angesehen werden kann, indem die verschiedenen Fraktionen im Gefühl sitzen mit derselben Legitimität
228:05
Speaker A
in diesem Parlament den Wähler zu vertreten, anteilig ihrer Stimmen, die sie bei den Wahlen errungen haben.
228:13
Speaker A
Ähm und immer mehr wird, wie gesagt, dieser Transmissionsriemen blockiert und immer weniger wird miteinander gesprochen. Und das möchte ich betonen, wir als AfD haben immer die Hand ausgestreckt und wir haben immer unsere Gesprächsbereitschaft signalisiert und würden auch solchen
228:28
Speaker A
strittigen Fragen, wenn wir in Regierung wären, natürlich konsensual versuchen zu lösen. Aber das versucht der politische Gegner, der sich zu einem Kartell zusammengeschlossen hat, in Thüringen besonders gut sichtbar, um die AfD unter allen Umständen zu verhindern, eben nicht mehr. sondern er blockiert das
228:44
Speaker A
Parlament um seine eigenen Fründe und seines eigenen Machtwillens äh wegen und das ist ein unerträglicher Zustand, den man nur noch mit Postparlamentarismus bezeichnen kann.
228:54
Speaker A
Wie glauben Sie, rechtfertigen diese Parteifunktionäre und Parteimitlieder ihre eigenen Handlung? Weil die, wenn Sie sagen, es gibt eine parlamentarische Ordnung und die ist seit 150 Jahren, ist es immer die Person aus der stärksten Fraktion, die wird dann geändert. Das heißt, es
229:14
Speaker A
muss ja eine Sitzung ähm einberufen werden. Leute, die andere politische Einstellung haben, men sagen, pass auf, ist egal was, aber ist gegen die blöde AfD. Ähm und dann sagen alle: "Prima".
229:25
Speaker A
So, das ist ja, wenn man rauszoomt und sagt, okay, lassen wir die AfD jetzt mal für ein Moment nicht antidemokratisch und böse sein, sondern einfach eine Partei. Wäre das alles, was sie tun, extrem antidemokratisch. Aber eigentlich halten die ja diese Demokratiefahne
229:40
Speaker A
ständig hoch. Das heißt, irgendwie müssen die vor sich rechtfertigen, dass es trotzdem das Richtige ist. Und wenn ich jetzt so sage so so plakativ sag, die AfD ist so böse, ja, dann sage ich das so daher, aber die kennen ja auch
229:54
Speaker A
sie und ihre Kollegen. Ähm, wie gehen die mit ihnen um und was für ein Gefühl haben die, was die wirklich über sie denken? Ich mach das noch ein bisschen weiter, weil sie sagen, die wollen unbedingt ihre Macht erhalten. Aber ich
230:07
Speaker A
würde jetzt mal unterstellen, die gehen nicht abend ins Bett und denken, wie kann ich meine Macht erhalten, sondern die erzählen sich vermutlich eher die Geschichte, wir müssen das tun, weil sonst das Böse siegt und dabei bleibe ich zufällig auch noch mächtig. Das ist
230:22
Speaker A
ein netter Nebeneffekt, aber eigentlich geht's darum, das Böse zu bekämpfen. Was glauben Sie, erzählen die sich selbst? Respektive wie fühlt sich das für Sie an, was Sie da tatsächlich machen aus Ihrer Sicht? Ich glaube, das kann man nicht pauschalisieren. Ich
230:38
Speaker A
glaube, es gibt solche und solche. Also, ich glaube, es gibt bei den bei den linksgrün linken Truppenteilen, wo wir extrem viele Ideologen haben, tatsächlich die Einschätzung äh die AfD ist das ultimativ Böse und ähm die müssen mit allen Mitteln verhindert
230:59
Speaker A
werden und da haben wir richtige Hardcore Ideologen aus unterschiedlichen Gründen. Ähm bei der CDU sehe ich das nicht so.
231:08
Speaker A
Äh, es gibt natürlich auch mal das ein oder andere Gespräch am Rande eines Plenums mit dem einen oder anderen Kollegen.
231:16
Speaker A
Äh, für die sind wir nur Konkurrenz und äh die spüren, wie bedroht ihre Parteis und die spüren auch, wie die CDU hinter der Brandmauer, also von sich aus gesehen immer weniger wird. Und viele sagen auch, wir leben jetzt praktisch
231:33
Speaker A
hier noch aus der Substanz, wir leben noch, also wir Thüringen jetzt, wir leben noch ein bisschen aus der Westsubstanz.
231:38
Speaker A
äh auf Bundesebene. Wir leben von den alten ähm von den älteren Koaten, ne? Die Babyboomer, die jetzt in Rente gehen, die wollen einfach nur, dass es so bleibt, wie es wie es jetzt ist für sie und denken ihr Leben
231:50
Speaker A
noch gut über die Bühne zu kriegen, indem sie die Parteien wählen, die für möglichst wenig Veränderung stehen. Ja, äh und mit diesem Wählerreservoir kriegen wir die nächsten Jahre schon noch irgendwie rum. Für mich wird's schon noch reichen. Ich glaube, das ist
232:02
Speaker A
so eine so eine so eine Grund äh Motivation oder so eine Grundgefühlslage, dass die meisten, die in so ein Parlament reingehen, ähm wenn das erste Mal drin sind, in gewisser Weise froh sind, drin zu sein, weil es schon auch ein
232:18
Speaker A
privilegierter Raum ist und sich dann sagen, für mich soll es so lange wie möglich so bleiben, wie es jetzt ist.
232:29
Speaker A
Und dann rechnet man das durch. Dann sitzt man am Rechenschieber und rechnet das für sich durch und dann kalkuliert man das durch. Also so und so. Also ich glaube bei der CDU ist wie gesagt die nüchsterne Machterhaltungspolitik federführend. Ähm abgesehen vielleicht
232:43
Speaker A
von den von den Spitzenfunktionären, die auch mit einer Agenda unterwegs sind. Also sie müssen sich das so vorstellen.
232:49
Speaker A
Der normale CDU Abgeordnete hat keine politische Agenda. der versteht sich als politischer Dienstleister, der irgendwelche Statusgruppen äh managed, irgendwelche Anspruchsberechtigten befriedigt, indem er mal einen Lotto Lottomittelcheck überreicht oder mal hier ein kleines Gesetz ändert, um mal da vielleicht
233:06
Speaker A
eine Gruppe von von B ein kleinen Vorteil zu gewähren und so alle irgendwie bei Laune zu halten. Das ist Politik als Dienstleistung verstanden, ne? So arbeitet die CDU, deswegen ist sie auch niemals zu einem großen Wurf in der Lage. Und ähm es gibt vielleicht
233:19
Speaker A
wenige Ideologen, also bei März würde ich sagen, der möchte kein anderes Deutschland. Das ist ein äh ein in der Wolle gefärbter Black Rock Manager äh der über Jahre alles dafür getan hat, die deutschen Volksvermögenswerte auszuverkaufen. Ja, der hat diese Agenda
233:32
Speaker A
und ich glaube, der ist eher seinem ehemaligen Arbeitgeber verpflichtet, als dem deutschen Staat zu dienen. Ja, und er möchte nicht, dass es eine grundsätzliche politische Wende gibt.
233:40
Speaker A
Der möchte keine keine Parteienregierung äh die sagt Deutschland zuerst, die sagt, wir definieren mal nach äh 85 Jahren oder nach 80 Jahren mal wieder deutsche Interessen. Äh, wir lehnen den wir legen nämlich Schuldkult ab. Wir werden ein normales Land. Wir werden
233:56
Speaker A
endlich wieder ein normales Land. Wir steigen aus der Energiewende aus. Äh weil diese Energiewende unser Land denindustrialisiert. Ja. Ähm äh wir betenden die Multikulturalisierungspolitik, weil wir das dort stad halten wollen. Wir nehmen die Zensurgesetz zurück, weil wir wirklich eine lebendige freie Diskussion
234:15
Speaker A
in unserer Demokratie haben wollen. Ähm also alles das, was die in den letzten Jahren und Jahrzehnten betrieben haben, rückabwickeln oder aufhalten im Sinne des KTE schon. Ja, das alles äh wird natürlich von den Granten der CDU nicht gewollt.
234:29
Speaker A
Ja, die sind daraufhin sozialisiert, dass Deutschland keine eigene ID Entität mehr ist, dass Deutschland seine ihre seine Identität verliert. Die sind in transatlantischen Netzwerken sozialisiert worden, die Granten der CDU, ne? ähm die sind ähm das sind keine deutschen Politiker, die deutsche
234:47
Speaker A
Interessen äh vertreten, sondern die vertreten die Interessen ihrer Stichwortgeber. Davon bin ich überzeugt und deswegen haben die aus diesen Machtgründen heraus ähm Deutschland unter Kontrolle zu halten, Deutschland nicht mehr als als Ordnungsfaktor groß werden zu lassen und eine ein einen Wiederaufstieg dieses
235:04
Speaker A
Landes zu ermöglichen, um es einfach ja unter Kontrolle zu behalten, haben die kein Interesse daran mit einer AfD zu korrelieren oder eine AfD in Regierung zu lassen, die es wirklich ernst meint, die es die wirklich sagt, ne Leute, was ihr in den
235:18
Speaker A
letzten Jahrzehnten hier gebaut habt, das ist nicht nur äh nicht nur ähm schlechte Politik gewesen, das ist stellenweise tatsächlich offene Sabotage gewesen.
235:35
Speaker A
Ich würde gerne noch mal äh in diese ganze Verfassungsschutzkausa äh reinspringen, wenn ich darf, weil die AfD ja, was heiß sehr früh, das weiß nicht ab ab wann die AfD überwacht worden ist, angefangen zu überwachen und die AfD hat ja ganz ganz viele
235:49
Speaker A
Mitglieder und ähm da geht jetzt der Innlands Geheimdienst her und sagt, wir können eigentlich jedes Parteimited überwachen. Wir wissen nicht oder so so stelle ich mir das vor, dass es dass jeder, der ein Parteibuch zu Hause hat von der AfD theoretisch überwacht werden
236:06
Speaker A
kann. Also Telefonüberwachung, Handyüberwachung, irgendwie Online, da gibt's ja diverse Möglichkeiten. So, jetzt ist es bei Ihnen so, dass die Wahrscheinlichkeit ja sehr hoch ist, dass sie sehr engmaschig über überwacht werden.
236:20
Speaker A
Wie fühlt sich das für Sie an? wie das Leben der anderen. Das ist ein Film, den ich nicht gesehen habe. Den müssen sie sehen.
236:31
Speaker A
Ganz toller Film. Können Sie es beschreiben für jemand, der den Film nicht gesehen hat? So. Ja, Film aus der Zeit der DDR, wo ein ein Stasispitze ähm also eingesetzt wird, diese Wachungstätigkeiten zu exekutieren, aber letztlich als Mensch daran scheitert. Also ein
236:50
Speaker A
wunderbarer Film, das Leben der anderen. Ja. Ich denke mal, was denken diejenigen, die das tun?
236:59
Speaker A
Wie ticken die, die das tun? Wie ticken die, die im sogenannten Verfassungsschutz arbeiten? Die müssen eigentlich die müssen eigentlich erkennen, dass nicht die AfD extremistisch ist, sondern dass die Regierung extremistisch ist. Und ähm die müssen noch relativ schnell erkennen,
237:13
Speaker A
dass wir mit Nichten versuchen auf gewalttätige Art und Weise die verfassungsmäßige Ordnung der B Deutschland ein zum Einsturz zu bringen, sondern dass wir alle aus bürgerlichen Berufen kommen, alle ein gelebtes bürgerliches Leben hinter uns haben, Familien haben und eigentlich nur erhalten wollen, was
237:32
Speaker A
irgendwie noch da ist, äh die Substanz schützen wollen, die schon stark erodiert ist. M was denken was was geht denn deren Köpfen vor? Was geht denn deren Köpfen vor, wenn die ihre Berichte schreiben, wenn die dann Zuarbeit von
237:46
Speaker A
Amadeo Antone Stiftung kriegen, von irgendwelchen Antivergruppen? Man man liest ja die Berichte oder ich lese nur kursorisch, aber ich meine, man sieht ja, wie da geschrieben wird, das sind ja mittlerweile wirklich Antifahrschnipselreporter, die äh die nichts mehr mit
237:59
Speaker A
wissenschaftlicher Begründung zu tun hat, wo einfach Ideologie produziert wird und Kontaktschuld äh zelebriert wird. und wie ich das schon eingangs unseres Gespräches ausführte, einfach aus dem Zusammenhang gelöst wird, um da wieder neu zusammenzufügen, um nur irgendwie ein schlechtes Bild zu
238:14
Speaker A
zeichnen, obwohl es ganz viele entlastende Momente gibt, die man aber natürlich gar nicht erwähnt. Also, wenn man wirklich in so ideologisch verbohrter und ideologisch motivierter Art und Weise arbeitet, ähm und dann eine Opposition äh überwacht und stellenweise auch zersetzt, das muss man
238:32
Speaker A
ja wissen, es nicht nur Überwachung, sondern auch Zersetzung. Also die Verfassungsschutzagenten haben ja, wenn sie eingeschlossen sind, auch durchaus den Auftrag zu eskalieren, ne? Und wie funktioniert das?
238:43
Speaker A
Na ja, in dem Ja, also wenn jetzt beispielsweise jemand in der AfD haben wir ja nun auch ein ziemlich riguroses Regiment, was Parteiordnungsmaßnahmen angeht gegenüber denen, die sich nicht benehmen können.
238:56
Speaker A
Ja, aber wenn z.B. AfD Veranstaltung jemand auf einmal aufsteht und den jetzt übertrieben den rechten Arm hochreißt, ja, können Sie mit Sicherheit sagen, das ist ein VS-Agent. Mit Sicherheit können Sie das sagen, ja, also Provokation oder in man versucht eben ja zu eskalieren.
239:11
Speaker A
Es gibt ja auch ähm ähm nicht nur den Hinweis, sondern das ist ja auch ähm schon bekannt, hat sogar mal die Süddeutsche Zeitung interessanterweise recherchiert, da hat sie sich mal was Lob verdient, äh dass das Hunderte Verfassungsschutzmitarbeiter in den sozialen Netzwerken unterwegs
239:26
Speaker A
sind, also auch jenseits jetzt der Partei, aber dort natürlich auch, um zu radikalisieren, um die Leute also anzustacheln. Also, man schafft sich dann mit dieser äh Radikalisierung wiederum die Bestätigungsgrundlage und und die die Betätigungsgrundlage, die man braucht, um um weiterzuarbeiten. Es
239:43
Speaker A
ist verrückt. Also, der Zustand dieses Landes im Bereich des Inhaltsgeheimdienstes ist als verrückt zu bezeichnen. Und noch mal, ich frage mich mal, was denken diese Spitzel? Was denken diese Spitzel, dass ich boah, ich mache aber ein wertvollen Dienste,
239:54
Speaker A
schütze die Verfassung. Nee, ich glaube nicht, dass sie das denken. Ich glaube, das sind entweder wirklich mittlerweile wirkliche Kleingeister oder Hardcore Ideologen Mitläufer oder Typen, die vielleicht wirklich nichts anderes können und nichts anderes gelernt haben und denken, für mich
240:12
Speaker A
wird's schon noch reichen, überwache ich halt jetzt mal die AfD. Mit mir macht das gar nichts. Also, das ist mir ist mir ich ich gucke darauf ich gucke darauf hinab. muss das ganz deutlich so sagen. Ja, das ist minderwertige Arbeit
240:24
Speaker A
von Menschen, die ich nicht ernst nehmen kann und die mir leid tun. Das klingt natürlich hart, aber das hat ja auch irgendwie die privaten Implikationen, dass sie ja niemals wissen, wann ihr Telefonze ist und wann nicht. Das heißt, wenn Sie nach Hause
240:40
Speaker A
gehen und sagen: "Schatzi, heute war ein guter Tag oder ein schlechter Tag und das Handy ist in Ihrer Tasche", dann müssen sie davon ausgehen, dass irgendwo jemand sitzt und das mitschreibt. Das ist ja verrückt. Schmeißen sie ihr Handy
240:52
Speaker A
dann in so eine Metallbox am Eingang oder ist das einfach für Sie ganz normal, dass es einfach irgendjemand transkribiert?
240:59
Speaker A
Ja, ich mache mir da wahrscheinlich viel zu wenig Gedanken drum. Also, ich müsste es wahrscheinlich öfter in die Metallbox werfen, mach's aber viel zu selten, weil ich wahrscheinlich auch zu bequem bin. Und wenn ich drauf angesprochen werde, ja, es ist nicht die
241:14
Speaker A
richtige Antwort, aber wo seht's mein Privatleben? Ähm, das kommt im Leben des anderen auch vor, wie er dann eine Wohnung überwacht und ja, das das Liebesleben eines Paars ausspioniert und die die Zärtlichkeiten, die ausgetauscht werden und wie er in dieser
241:37
Speaker A
Beobachtung dieser Szene sein eigenes dürftiges Leben anfängt kritisch zu reflektieren, die Lieblosigkeit, in der er unterwegs ist und dass er niemanden hat, der ihn so liebt.
241:48
Speaker A
wie die beiden Menschen, die er gerade von Staatswegen ausspioniert. Ja, und ich habe ja, also das ist wie gesagt die falsche Antwort, aber ich hab ich wasche meine Hände in Unschuld. Ich habe keine Umsturzpläne und ich bin ein
242:07
Speaker A
friedfertiger und ich glaube sogar recht liebenswürdiger Mensch. So wird mir das zurückgemeldet und ich mache das, was jeder andere Mensch auch macht. Sollen Sie es aufschreiben?
242:17
Speaker A
So what? Wir müssen noch mal aber eins will ich aber eins ist mir noch wichtig. Ich habe trotzdem ein tief empfundenes Gerechtigkeits äh Gefühl und ähm das was mit dem Inlandsgeheimdienst gemacht wird bzw.
242:33
Speaker A
was der Inlandsgeheimdienst macht auch was eine politisierte Justiz mittlerweile in Deutschland macht. Ich denke an die Inhaftierung von von mutigen Ärzten, die in der Coronazeit Widerstand geleistet haben, weil sie ja ein hippokratischen Alt ernst genommen haben. Ich denke an Schauprozesse
242:49
Speaker A
politische Art, die geführt werden, Stichwortächsische Separatisten äh oder Rollatorput. Die äh älteren Herrschaften sitzen mittlerweile seit 3 Jahren untersuchungshaft, weil sie irgendwie auf der Tastatur vielleicht mal ein paar spinner spinderte Ideen ventiliert haben. Ähm oder auch der Missbrauch des Verfassungsschutzes.
243:05
Speaker A
Alles das muss aufgearbeitet werden. Alles das muss aufgearbeitet werden. Ja. Und wenn ich in der Regierung bin, ich nehme an, dass dann der große Schredder anläuft. Ähm, wir werden das so organisieren. Haben wir uns schon ein Plan gemacht, dass bevor ich die
243:17
Speaker A
Regierung antrete, ähm dass die Behörde das nicht ohne weiteres tun kann. In der Andreasstraße in Erfurt war ein großer Stasiast zur DDRzeit und die Andreasstraße in Erfurt ist dann irgendwann in der Ende in der Phase der DDR von mutigen Bürger besetzt worden,
243:37
Speaker A
weil dort die Schredder Tag und Nacht liefen und damit hat man viel Material für die Aufarbeitung gesichert und ähnlich stelle ich mir das auch vor.
243:45
Speaker A
muss die Machenschaften eines deformierten Rechtsstaates, der mittlerweile partieller Unrechtsstaat ist, müssen aufgearbeitet werden, müssen rechtsstaatlich aufgearbeitet. Diese die Machenschaften an der politischen Justiz müssen aufgearbeitet werden. Hier ist so viel Vertrauen zerstört worden in die Institutionen, in die demokratischen
244:05
Speaker A
Institutionen, in die rechtsstaatlichen Institutionen. Die haben sich so viele Menschen die Hände dreckig gemacht aus Opportunismus, aus Mitlauftum, aus den Gründen, die man, wenn man in Zeitgest korrekter Art und Weise in die Geschichte der Deutschen zurückguckt, immer von sich weiß, das könnte mir ja
244:18
Speaker A
niemals passieren. Wie konnte das nur passieren mit dieser bösen Diktatur? Ja, und sie selbst sind die Untertanen, die Heinrich Mann in seinem großartigen Werk beschrieben hat. Das muss aufgearbeitet werden. Ich kann damit leben. Ich kann das einordnen. Ich kann
244:33
Speaker A
mir das erklären, dass Menschen, die ein triviales Leben nehmen, so etwas tun. Aber als Politiker, der Verantwortung für ein Gemeinwesen tragen wird, sage ich, das muss aufgearbeitet werden.
244:45
Speaker A
Das heißt, sie planen jetzt schon damit. Das dürfte ja dann in ungefähr zwei Jahren äh ich glaube im Herbst sind die Wahl, ne? Ähm, also bisschen mehr als knapp zweieinhalb Jahren könnte der Tag kommen, wo sie über 50% haben und dann
244:58
Speaker A
planen sie jetzt schon, wie Sie die Zerstörung oder die Löschung der Akten mehr oder weniger, nenn es mal gewaltfrei sehr diplomatisch stoppen können.
245:09
Speaker A
Ein Akt der Zivilcourage, was auch das kann alles sein, Herr Höcke. Gewalt immer alles gewaltfrei. Ist doch schlimm, dass man sich die Gedanken machen muss, oder? dass man die Sorge haben muss, dass diese Akten geschreddert werden oder es ist, ich gebe ihn recht, dass wir in
245:26
Speaker A
einer verrückten Zeit leben und ja, ich kann mir auch vorstellen, dass dass Akten geschreddert werden könnten.
245:36
Speaker A
Ähm und ironischerweise verlassen wir ja gerade, wenn Sie sagen äh ich habe schon Vorbereitung getroffen. Ähm und sie sprechen von einer Besetzung eines habe ich habe ich mich falsch ausgedrückt.
245:49
Speaker A
Genau, deswegen sage ich das. Das sind gedanken, die man sich macht. Ja, das sind Gedanken, die man sich macht. Ich habe das Beispiel Andreasstraße nicht umsonst ähm nicht umsonst angeführt.
245:59
Speaker A
Damals waren es mutige Bürger, die DDR war ja als Repressionsstaat noch intakt. mutige Bürger äh, die sich entschlossen haben, das äh dann die äh dieses Haus ähm dieses Gebäude zu besetzen. Es könnte ja sein, also wir machen uns da
246:12
Speaker A
jetzt keine Gedanken rum, aber wir könnten davon ausgehen, dass es mutige Bürger gibt, die das auch wieder tun werden. Sie grinsenhörke, das ja, das ist ja, das ist ja schon fast einem Start, das ist nicht unbedingt ein Startstreich, aber wäre nicht jetzt
246:26
Speaker A
genau der Verfassungsschutz äh sehr hellhörig und würde sagen, Moment, der Höcke sagt, das ist mehr oder wen ein Aufruf an die Bürger Ministerien zu besetzen oder Ämter zu besetzen, sofern es zur bald 50% plus für die von der sofern es
246:44
Speaker A
zur Regierungsbeteiligung äh von Höcke in Thüringen kommt. könnte man das ja lesen. Wissen Sie, wir müssen auf alles vorbereitet sein. Wenn die AfD in Thüring regiert, dann natürlich machen wir uns Gedanken darüber, was alles passiert. Wir haben ja die Wahl von
246:56
Speaker A
Kämerich erlebt am 5. Februar 2020. Ein völlig korrekter demokratischer Akt. Sie wissen, dass die Kanzlerin aus Südafrika angerufen hat und gesagt hat, diese Wahl muss rückgängig gemacht werden.
247:11
Speaker A
Sie wissen nicht, was wenige Minuten nach der Wahl des neuen Ministerpräsidenten Kämmerisch von der FDP vor dem Landtag los war. Da sind die linken Sturmtruppen aufmarschiert und die Abgeordneten wurden angewiesen, das Landtagsgebäude durch den Keller zu verlassen, weil man die Sicherheit nicht
247:26
Speaker A
mehr garantieren könnte. Was glauben Sie denn, wenn ein AfD Ministerpräsident verteidigt wird, was dann wird die Zivilgesellschaft von der Kette gelassen und auch die roten Sturmtruppen, die Steuergeld finanzierten, werden dann von der Kette gelassen. Und wenn ich höre,
247:39
Speaker A
dass mittlerweile Politiker der KTERpartei in Sachsen Ann vor dem Hintergrund der stattfindenden Wahlen im September selbst davon sprechen, dass man das Material des Verfassungsschutzes nicht in die Hände der neue Regierung geben könnte, wenn denn das wirklich so eintretet, dann muss man doch mit dem
247:53
Speaker A
Schlimmsten rechnen, nicht? Da da sprechen die offiziell selbst drüber. Da sprechen die offiziell selbst drüber. So, das heißt, wir müssen mit allem rechnen. Wir müssen auch damit rechnen, dass äh vielleicht der Bundeszwang äh ausgerufen wird oder eine Bundesintervention stattfindet.
248:08
Speaker A
Der Bundeszwang, was das? Na, das ist äh etwas, das äh das gab's schon in der Wahlerzeit, das gab's auch schon in den deutschen Staaten davor.
248:16
Speaker A
Ähm, das regelt die Möglichkeiten, dass äh wenn ein Bund wenn ein Bundessstaat beispielsweise in Artikel 37 niedergeschrieben ähm seine verfassungsmäßigen ähm Pflichten nicht erfüllt, ähm dass dann mehr oder weniger die Bundesregierung, ich will nicht sagen, es ist wie gesagt im differenziert
248:37
Speaker A
ausgeführt, kann ich im Detail jetzt nicht erklären, dass mehr oder weniger dann ein eine Art Bundeskommissar eingesetzt wird und die Regierung erstmal amenthoben wird und die Geschäfte aus Berlin geführt werden. Ja, so und das kann man ja und wenn wir mal
248:50
Speaker A
Revue passieren lassen, wie unsere Demokratie in Anführungszeichen die politische Opposition bekämpft und was hier alles als Verfassungsfantis stigmatisiert wird und was ja alles rechtsextrem ist und was alles gegen die frei demokratische Grundordnung gerichtet sein soll, kann man sich da
249:05
Speaker A
schon viele Möglichkeiten vorstellen, sowas so zu formulieren, dass dann auf einmal ein Land, das mit absoluter Mehrheit von der AfD regiert wird, seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommt und wir dann leider leider Artikel 37 des Grund Grundgesetzes ziehen müssen oder Artikel
249:19
Speaker A
91, das ist der äh die Bundesintervention und das sind so so Mechanismen, die eigentlich für Notfälle vorgesehen sind.
249:28
Speaker A
Also logischerweise von den Vätern und Müttern des Grundgesetzes nicht gedacht äh für die Klärung von politischen Machtfragen, die in demokratischen Bahnen ähm äh stattfinden sollen, sondern gedacht für Notfälle. Wenn beispielsweise in einem Bundesland die öffentliche Ordnung zusammenbricht, weil
249:46
Speaker A
die Polizei aufgrunden Gefahrenlage, ohnmächtiges Terrorismus oder was auch immer, dann gibt es diese Regelung eigentlich. Aber man muss leider im Zustand, in dem diese Demokratie mittlerweile ist, ja 2026 darüber nachdenken als Opposition, äh dass die Herrschaften in Berlin auf die Idee
250:05
Speaker A
kommen könnten, diese Regelung auszunutzen, um einer AfD Regierung das Leben schwer oder unmöglich zu machen und wahrscheinlich den das völlig egal ist, dass das Volk mit Mehrheit dieser AfD Regierung will.
250:16
Speaker A
Also das Prinzip der Volkssouveränität spielt dann keine Rolle mehr. Also wie gesagt, ich will das nicht herbeireden.
250:22
Speaker A
Ich halte es auch nicht für sehr realistisch, aber ich halt es auch nicht für ausgeschlossen. Ja, und da sind wir wieder bei einem Punkt, wo man auch klar sehen muss, ähm in welchem schlechten Zustand diese Demokratie ist. Ich habe das ja vorhin
250:41
Speaker A
ausgeführt am Beispiel der des des blockierten Volkswillens in den deutschen Parlamenten. Ähm die Grundlage für einen demokratischen Rechtsstaat, für das Funktionieren eines demokratischen Rechtsstaates.
250:57
Speaker A
die Grundlage dafür, dass die konkurrierenden politischen Kräfte in der Wahl ihrer Mittel friedlich bleiben und nach Regeln Machtkämpfe austragen.
251:14
Speaker A
ist die Versicherung, das grundsätzlich aus einer Regierung Opposition und aus einer Opposition Regierung werden kann.
251:29
Speaker A
Und mittlerweile ist das schon die Möglichkeit für die AfD Regierung zu werden, schon von einigen führenden Protagonisten der Kartellparteien ausgeschlossen worden. Sie werden niemals regieren. Wir werden verhindern, dass sie regieren.
251:43
Speaker A
So. Und das sind natürlich äh Ansagen, die machen uns stutzig und da fragen wir uns, wie weit gehen die? Wie weit gehen die, die ja schon in den letzten Jahren und Jahrzehnten dieser Demokratie schweren Schaden zugefügt haben, wenn ich die Zensurgesetze mir anschaue,
252:07
Speaker A
Netzwerkdurchsetzungsgesetz jetzt den Digital Services Act in auf der EU-Ebene, wenn ich sehe, dass das Bürger das Bürger Besuch bekommen von Hausdurchsuchungstrups für banale Meinungsäußerung im Netz, weil ih einfach mal der ja die Hutschnur platzt aufgrund der desaströsen Politik, wenn
252:28
Speaker A
ich sehe, dass Zeitschriften verboten werden oder versucht man versucht sie zu verbieten, wenn ich sehe, wenn wie zum Boikott aufgerufen wird, wenn ich sehe, wie die Justiz politisiert ist und wie Unschuldige verfolgt werden, ähm wir mit Angst und Bange und dieser dieses dieser
252:46
Speaker A
ja diese Zensur Stimmung dieser dieses immer weitere unmöglich machen des Auslebens der Meinungsfreiheit, diese das vielgestaltige unter Druckszen der Opposition, die Banking, ja, da kriegen Oppositionelle kriegen ihre Bankkonten gekündigt in Masse. was es alles für Maßnahmen gibt, die wir vor 20 Jahren
253:07
Speaker A
niemals auch eine Ansatzweise auf dem Schirm hatten, wie Regierung oder regierungsnahre Institution oder auch die Medien im Zusammenspiel versuchen Opposition, die immer stärker wird, weil die Lage im Land immer schlechter wird und die Regierenden, die Probleme nicht lösen, sondern nur noch
253:22
Speaker A
verstärken, wirklich kaputt machen. Also ich finde es extrem besorgniserregend und das als ich 2013 in die Politik gegangen bin, hätte ich mir niemals vorstellen können, dass ich mal hier 2026 in dem Interview sitze und über die Möglichkeit der
253:38
Speaker A
Anwendung von Artikel 37 und Artikel 91 des Grundgesetzes nachdenken muss. Und jetzt muss ich das tun. Also, ich finde es ähm schlimm, aber äh es ist es bezeichnend. Die andere Möglichkeit wäre, dass die Brandmauer fällt.
253:56
Speaker A
Ja, für wahrscheinlich halten sie das. Ja, sie wird irgendwann fallen. Also, ich sehe, wie gesagt, ich sehe ja keine Möglichkeit für die Katparteien ihre Politik zu ändern.
254:12
Speaker A
Ähm, das hat verschiedene Gründe. Einerseits sind die sind die Kartellpartei mittlerweile personell so ausgemergelt, dass sie kaum noch kluge und gute und gebildete Leute haben und fachlich wirklich visierte Leute haben, die wirklich die große Staatsreparatur in Angriff nehmen können. Die können nur
254:30
Speaker A
noch klein klein, die können Politik nur noch als Dienstleistung. Ähm, dann hat man sich ideologisch verrannt. Äh, wie gesagt, die führenden Stimmen sind Ideologen, die die großen, muss ich sagen, Zerstörungsprojekte für richtig befinden, weil sie die Welt retten wollen, ja, weil sie das Böse
254:44
Speaker A
bekämpfen wollen, bzw. ähm weil sie der Meinung sind, ähm dass Deutschland, ja, man muss es sagen, als Akteur der Politik letztlich ausscheiden sollte, weil es eine untbare Schuld auf sich geladen hat. äh die sind überzeugt von ihren ihren Ideologieprojekten. Und dann
255:01
Speaker A
haben wir noch ein System, das auf ein permanentes Gegeneinander ausgelegt ist, äh dass durch die Verschränkung von kommunaler Landes- und Bundesäebene äh gar keine großen Reformwürfe zulässt.
255:14
Speaker A
Ja, also lässt es schon zu, wenn man ein dickes Brett bohren kann und will, aber ähm das Gegeneinander der Parteien, die nur noch um das eigene Klientele rumkreisen, ähm in diesem System bedingt, dass große Reformen, die dem gesamten wirklich zugute kommen, gar
255:30
Speaker A
nicht durchgesetzt werden können, weil die einzelnen Lobbyinteressen, die widerstreiten, einfach zu stark sind. Ja, das ähm das ist das das Staatssystem der Bundesprepublik Deutschland ist ein ähm ein System, das sehr gut in in Anfangszeichen in Friedenzeiten funktioniert, ähm wenn es keine großen
255:50
Speaker A
Herausforderung gibt, weil es Gewehr dafür bietet, dass ein permanentes permanente Zirkulation von Meinung, von Austausch, von Detailinformation ähm gegeben ist, die dann zu einem zu einer zu einem guten nachhaltigen Ergebnis führen. Aber in in Phasen, die von großer Anspannung gekennzeichnet
256:09
Speaker A
sind, ähm es nur schwer macht wirklich ähm umfassende Reform anzustoßen. Und das hat natürlich auch was mit dem Wuchern des Parteienstaates zu tun. Das hat was mit dem Wuchern der Lobbystrukturen zu tun. Das hat was mit dem Wuchern der NGOs zu tun, die alle
256:22
Speaker A
ihr eigenes Süppchen kochen und alle mitsprechen wollen und alle ziehen von verschiedenen Seiten ähm dann letztlich an etwas, das eigentlich geeint werden muss.
256:33
Speaker A
Spannend. Ähm Herr Hörke. Das äh das heißt, sie sehen die Brandmauer nicht fallen, sondern sie sehen ein strukturelles Problem. Und das ist eigentlich nur gelöst durch also durch dadurch, dass sie die absolute Mehrheit bekommen. Wenn sie auf dem Standpunkt von jetzt nicht im
256:53
Speaker A
Standpunkt, sondern dem Level von jetzt stehen bleiben, wäre quasi werden ihn weiterhin die Hände gebunden. Sie würden nicht äh ich meine, sie strecken ja die Arme aus, aber die streckt halt keiner zurück sozusagen.
257:05
Speaker A
Ja, das möchte ich auch noch mal betonen. Es ist ähm wir haben jetzt gerade die Diskussion in Berlin Duldung durch die AfD. Ich denke, das ist nur eine vielleicht ist es auch nur vielleicht ist es auch schon ein
257:15
Speaker A
Testballon. Ich kann es nicht einordnen. Ja. Äh ich meine, die CDU merkt auch, dass er sich mit der Brandmau eine strategische Sackkasse hinein manövriert hat. Sie ist abhängig von linken Parteien, die ihnen, wenn sie noch ein ein Rest willen, hat diese CDU
257:31
Speaker A
bürgerliche Politik durchzusetzen. Das Durchsetzen dieser bürgerlichen Politik eben ähm verunmöglicht. Das heißt, sie sie sie spürt, dass sie gefangen ist und dass sie diese Reformprojekte gar nicht angehen kann, weil ihr der konservative Partner fehlt. Nun sind die Mehrheiten
257:49
Speaker A
eigentlich da mit der AfD zusammenzuregieren, aber ich denke, dass die CDU mittlerweile auch durch die 16 Jahre Merkel mittlerweile auch im Geiste so merkelisiert ist, dass wir sie kaum noch als wirklich konservative Partei ansehen können. Aber ich will nicht
258:04
Speaker A
ausschließen, dass es Rechtsbestände von Vernunft in dieser Partei gibt und von Anständigkeit und von konservativenem Wertebewusstsein. Und deswegen sage ich immer, würde ich immer sagen und da bin ich wirklich auch Staatsmann, ähm der Zustand im Land ist so schlecht, der
258:17
Speaker A
Reformbedarf ist so groß, die Not der Menschen draußen ist ist stellenweise existentiell, dass wir die Hand ausstrecken müssen und dass wir der CDU anbieten müssen, die notwendigen Reformprojekte mit ihr gemeinsam umzusetzen.
258:32
Speaker A
Ich bin allerdings nicht bereit, meine Kerninhalte zu verraten. Also, da werden ja auch immer wieder die Fragen gestellt. Was seid ihr denn bereit zu geben bzw. wo würdet der den Abstriche machen? Ich muss Ihnen wirklich sagen, ich halte dieses Reformprojekt AfD für
258:48
Speaker A
Deutschland für Überlebensnotwendig. Noch mal, nein zu weiteren Multikulturalisierung, nein zu dieser Art von Energiewende, ja, zu richtigem Naturschutz. Nein, zu mehr Zensurgesetzen, nein zu mehr EU-Zentralismus.
259:03
Speaker A
Nein, zur Vergangenheitsbewirtschaftung, wie sie bisher betrieben worden ist, ja, zu einem neuen lebendigen Patriotismus.
259:11
Speaker A
Das sind für mich wirklich unverhandelbare Erneuerungsprojekte, die dieses Land braucht, um überhaupt noch mal flott zu werden. Ja, und deswegen kann ich das vielleicht auch abschichten, indem ich sage, ich würde der CDU auch im Bund über die Klippe
259:23
Speaker A
helfen, um das und das und das Rortprojekt beispielsweise in der Konstellation an der Duldung zu ermöglichen. Ja, gar keine Frage, aber eine wirkliche formale Koalition und Schal nicht als und und und als Junior Partner, also das würde ich im
259:36
Speaker A
Augenblick tatsächlich ablegen ablehnen, weil wir uns da tatsächlich schwer beschädigen können. Ja, und ähm das BSW ist eigentlich das schlechte Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte.
259:46
Speaker A
Also das soll ih nicht passieren, sagst ja so genau, meine Stimme geht langsam. Wir sitzen bestimmt schon zweieinhalb Stunden. Ja, bisschen was über vier. Ja. Okay.
259:57
Speaker A
Ach du lieber verrückt, ne? Ähm, wir kommen mal zum Abschluss. Ich würde nur mal kurz ähm in ihre Skandale reinwollen. Äh oder was heißt Skandale? Also das, was medial als Skandal gepusht wird, da kann man sie ja zweierlei Meinung sein. Ähm, die Liste
260:12
Speaker A
ist glaube ich. Ich versuche die Aufzählung zu machen, sie können die gerne ergänzen. So, wir haben ähm die Formulierung das Mann mal der Schande und dann kommen wir jetzt in die Formulierung alles für und wenn ich das sage, dann gefährlich. Genau,
260:25
Speaker A
da muss ich ih aber noch was erzählen. Darf ich das noch? Ja, selbstverständlich. Ich habe im Thüringer Landtag in einer spontan Intervention, weil mir das immer wieder aufs Brot geschmiert wird, dass ich ja ein vorbestrafter Politiker bin. Also noch mal, ich bin
260:43
Speaker A
niemals, ich habe meine Frau niemals geschlagen, ich habe auch niemals Steuer hinterzogen, sondern ich bin wegen eines Meinungsdelikts vorbestraft, dass es in keinem anderen Land der Welt gibt.
260:53
Speaker A
nach vorne gegangen Tretennerapult und habe deutlich gemacht, dass das Urteil dieses Gerichtes weniger ein Zeichen dafür ist, dass ich kriminelle Energie habe, sondern dass wir eine politische Justiz haben und dass unsere Meinungsfreiheit existentiell gefährdet ist und ein schlechten Zustand der Demokratie
261:14
Speaker A
Auskunft gibt als über meine kriminelle Energie und habe dann auch noch mal wiederholt, wofür ich verurteilt worden bin für diesen Dreiklang. Alles für unsere Heimat, alles für Sachsen anhalt, alles für Inem Rechtsstad ist es normal, dass ich, wenn ich mich selbst erkläre, den
261:30
Speaker A
Sachverhalt wiedergeben darf. In Deutschland muss man mittlerweile wirklich Sorge davor haben, dass ein Staatsanwalt ermittelt, wenn man nur den Sachverhalt berichtet, um ihn dann einzuordnen und zu erklären. Und jetzt kommt der kommt der I-Punkt.
261:49
Speaker A
Daraufhin gab es eine Medienberichterstattung äh die suggerierte, dass ähm die Polizei bzw. die Staatsanwschaft Ermittlung aufgenommen hätte wegen meiner Erklärung im Landtag. Ich habe im Landtag Indemnität für Äußerung im Landtag. Im Parlament darf ich nicht straff verfolgt werden. Das ist so klar wie Klosbrühe.
262:08
Speaker A
Steht auch in der Verfassung drin. Da braucht man gar nicht ermitteln bzw. Da darf noch nicht mal ein Kugelschreiber in einer Behörde in die Hand genommen werden in diesem Sachverhalt.
262:18
Speaker A
So, um herauszukriegen, was es denn wieder der Medienberichterstattung auf sich hat, habe ich eine kleine Anfrage geschrieben, mit der ich herausfinden wollte, welche Behörde was unternommen hat, was man als Ermittlung ähm bezeichnen könnte, dass dann die Grundlage für die
262:38
Speaker A
Medien der Berichterstattung gewesen ist. und habe noch mal aufgeschrieben in dieser kleinen Anfrage, was ich im Plenum gesagt habe. Unter anderem alles für D. Die Landtagsverwaltung hat sich geweigert, diese kleine Anfrage anzunehmen, wo der Sachverhalt beschrieben war, aus
262:57
Speaker A
Sorge darüber, dass die Staatsanwaltschaft sie wegen verwenden verfassungsfeindlicher Symbole straff verfolgen könnte. Können Sie sich das vorstellen? Das ist der Das ist der Zustand. Genau. Das ist der verrückte Zustand des Landes im Jahr 2026. Es ist absurd. Es ist wirklich
263:18
Speaker A
absurd. Ja. Und noch mal, dieser Dreiklang, der ist seit dem 15. Jahrhundert im deutschen Sprachraum bekannt. Eine SPD Organisation hat in der Weimar Republik das Motto gehabt, alles für eine SPD Organisation. Und die Nazis haben ja ganz viele im Umlauf
263:35
Speaker A
befindliche Allgemeinsätze übernommen, weil sie sich an das Volk andocken wollten, weil sie den Sprachgebrauch des Volkes antizipiert haben und weitertragen wollten, um sich zu integrieren. Ja, also man kann als Oppositionspolitiker, der mit dieser politischen Justiz traktiert wird, keine freie Rede mehr halten. kann
263:54
Speaker A
seine Muttersprache nicht mehr frei und frank gebrauchen, ohne Angst zu haben, dass mit den Möglichkeiten der Technik, die es heute gibt, irgendwelche Versatzstücke analysiert werden, dann auf irgendwelche Quellendokumente aus der Zeit des Dritten Reiches äh angelegt werden, um dann ein Straf äh straf eine
264:09
Speaker A
Strafanzeige zu kriegen oder ein Staatsanwalt zu zu motivieren, gegen einen strafrechtig vorzugehen, weil man ja irgendwas gesagt hat, was schon mal in den 12 Jahren auch gesagt worden ist.
264:17
Speaker A
Es ist ein verrückter Zustand, ein geisteskranker Zustand und das ist das ist diese Atmosphäre der Unfreiheit.
264:23
Speaker A
gesagt, damit möchte ich nicht leben. Und äh selbst wenn es mir die letzten Körneren Energie kostet und die letzten 13 Jahre waren sicherlich nicht vergnügend steuerpflichtig, aber das akzeptiere ich nicht und werde ich niemals akzeptieren. Dieser Irsinn muss
264:36
Speaker A
ein Ende haben. Wenn ich jetzt frage, wie sie diesem Irsinn ein Ende machen würden, dann müssten sie weiß ich nicht, ob sie da groß ausholen müssen, aber kann man das schnell beantworten?
264:47
Speaker A
Ja. Indem einfach die Meinungsfreiheit voll umfänglich äh wieder ins Werk gesetzt wird. Ja, also diese ganzen Maul Maulkorparagraphen äh die müssen weg. Vor allen Dingen sind das ja unbestimmte Paragraphen, also Rechtsstaatswidrig.
265:02
Speaker A
Ja, unbestimmte Paragraphen sind Paragraphen ähm für die man verurtert wird, selbst wenn man gar nicht wissen konnte, dass etwas strafbar ist.
265:11
Speaker A
Also keiner wusste, dass alles für Dotto der SA war, weil man konnte es nicht wissen, denn die SA hatte kein Motto.
265:21
Speaker A
Passor, Passor, aber passen Sie auf so ähm aber keiner konnte das wissen. Also, ich habe ja hunderte Zuschriften gekriegt von Professoren der neueren Geschichte und habe ich noch nie gehört.
265:30
Speaker A
Das ist mir völlig unbekannt. Wie gesagt, auch die Fachwissenschaftler konnten es nicht wissen, weil es kein Motto DSA gab. Also dieses Urteil ist auch ein krasses Fehlurteil, wenn man es auf der Grundlage von Paragraph 86a Strafgesetzbuch zeigen verfassungsfeindlicher
265:46
Speaker A
Symbole äh exekutiert. Aber noch mal, es gibt keinen Katalog dieser verfassungsfeindlichen Symbole, wenn Sie sagen, wenn Sie morgen äh in ihrem Blog schreiben ähm äh nur braune Erde ist gute Erde.
266:05
Speaker A
Und zufälligerweise hat die NS Landwirtschaftsorganisation diesen Satz nur braune Erde ist gute Erde als Motto gehabt. Dann sind Sie dran. Dann sind sie dran wegen 86 Art zeigen verfassungsfeindlicher Symbole oder Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisation, ohne dass sie es wissen.
266:23
Speaker A
Das eine unbestimmte Strafnorm, die es in einem Rechtsstaat nicht geben dürfte. Und das würden wir ändern. Wir wollen endlich wieder frei reden können. Wir wollen freie Rede. Wir wollen freie Wissenschaft. Schluss mit den Maul Maulkorparagraphen und ich denke, das
266:36
Speaker A
wird ein wirklicher Akt der Befreiung werden. Das heißt, es sind einmal stehen sie im Wesentlichen in Kritik dafür ähm Formulierung zu benutzen, die möglicherweise auch irgendwie NS Analogien zumindest anstiften.
266:49
Speaker A
Ja, die Nazis haben auch Deutsch gesprochen. Ja. Ja. Ja. Und möglicherweise sind die als Dog Whistle zu verstehen. Das ist das eine und dann ähm gibt es Bilder aus irgend soer Spiegel TV Dokumentation, wo sie schon glaube ich 2010 in Dresden auf einer
267:05
Speaker A
Demonstration waren. Ähm das war eine Demonstration, die aus dem Rechtsextremlager organisiert worden ist. Ähm wie genau was war das und wie sind Sie hingekommen und warum waren Sie da? Ich weiß nicht, ob das 2000 weiß gut, kann sein 2010, also rechtsextremes Lager, da
267:23
Speaker A
sind wir schon wieder bei der Zuschreibung. Ähm ich weiß nicht, wer diese Demonstration organisiert hat, aber es findet jährlich in Dresden ein sogenannter Trauermarsch statt. Und dieser Trauermarsch, der bietet den Menschen Gelegenheit nachzudenken und zu trauern.
267:40
Speaker A
Angesichts der vielen tausenden unschuldigen Toten des Bombenangriffes in Dresden vom 13. bis zum 15. im Februar 1945, wo eine großartige Kulturstadt überfüllt mit 100tausenden Flüchtlingen aus den Ostgebieten, das Thema hatten wir zu Beginn unseres Gespräches, ohne militärischen Sinn und Verstand dem
268:00
Speaker A
Erdboden gleich gemacht worden ist. Und weil auch dieses Ereignis ist schlimmer Ereignis, wo und darüber streiten sich die Historiker, die Opferzahlen werden natürlich, wenn es Deutschopfer sind, immer weiter runter korrigiert. 10 000, vielleicht 100tausende Menschen ums Leben gekommen
268:15
Speaker A
sind, dieses Ereignis darf man nicht thematisieren, bzw. man darf es nicht als Trauer des eigenen Volkes thematisieren. Man muss es immer kontextualisieren und immer in die Schuld einbetten, die unauslöschbar mit dem Deutsch sein auch in der Gegenwart verbunden ist. Und dagegen werden sich
268:31
Speaker A
diejenigen, die an diesem an dieser Trauerkundgebung, an diesem Trauermarchen in Dresden teilnehmen und das ist meines Wissens keine Parteiveranstaltung. Ja, da mögen auch etwas härtere Jungs unterwegs sein. Das möchte ich nicht in Abrede stellen. Aber als ich da war, war alles total
268:46
Speaker A
friedlich und man hat dort einige Reden gehört und es sind Reden gehalten worden, die eben diesen diese diesen Blick auf die Geschichte auch mal ventiliert haben. Ähm in einer Zeit, in der die etablierten Medien, wie gesagt, deutsche Opfer ähm immer möglichst
269:00
Speaker A
minimalisieren und kontextualisieren und wir keine Möglichkeit mehr haben, wirklich aufrichtig auch mal unsere Leute zu gedenken.
269:08
Speaker A
Beräuch keineswegs ähm und dass man dann vielleicht auch mal ein Bild oder dass überhaupt diese Veranstaltung so systematisch abfotografiert wird, ist ja auch wieder bezeichnet. Ja. Ja. Ähm das bereu ich keineswegs. Ähm auch wenn ich das heute vielleicht nicht mehr machen
269:23
Speaker A
würde, weil ich denke, es gibt ähm ja würdigere Arten mit dem mit dem Gedenken an die Bombenopfer von Dresden umzugehen. Ich war z.B. vor zwei Jahren auf dem Heidefriedhof bei Dresden. Ähm da sind viele der ähm der der
269:38
Speaker A
Bombenopfer bestattet und da gibt's ein wunderschönes kleines Denkmal, das leider auch vor kurzem geschändet worden ist. Ähm das stellt ein ähm ein ein junges Mädchen da, das ähm ja als als Sinnbild für die vielen Kinder, die auch bei diesem Bombenangriffs und
269:54
Speaker A
Unschuldigung und Plemen gekommen sind. Und wenn ich dann bei diesem Denkmal stehe, bei diesem kleinen Denkmal, ähm und gucke auf die auf die Gräber, ähm dann kann ich mich gut in diese Zeit zurückz erinnern und kann mich in das
270:06
Speaker A
Leid und das Entsetzen ähm ja hineinversetzen und kann mir auch immer wieder vergegenwärtigen, dass ich hoffentlich in meinem Leben niemals Krieg erleben muss.
270:24
Speaker A
viel gegenwärtigen, was Krieg ist und dass wir nach den schrecklichen Kriegen des 20. Jahrhunderts als Deutsche wahrlich die Nase gestrichen voll haben von Krieg jeder Art und Weise und dass unsere Politik gut beraten ist, alles zu tun, dass Deutschland
270:40
Speaker A
auf Versöhnung ausgerichtet ist, auf Völkerverständigung ausgerichtet ist und auf Friedenswahrung ausgerichtet ist. Und das ist für mich auch ein großer Punkt, den die AfD anzugehen hat. Das tut die derzeitige Regierung nicht, das tun die Karpartei nicht. Die führen uns
270:54
Speaker A
eine schlimme existenzbedrohende außenpolitische Lage und hier gilt es auch um zu steuern. Sie haben gerade so im Nebensatz gesagt, da äh waren auch härtere Jungs dabei.
271:04
Speaker A
Ähm wo würden Sie eine Grenze ziehen? Sagen Sie unter den härteren Jungs, um das so zu sagen, haben Sie sicherlich einige Fans. Wo würden Sie sagen, Jungs, da geht so weit?
271:15
Speaker A
Gewalt. Gewalt ist für mich absolut ausgeschlossen. Gewalt ist okay. Gewalt ist das eine, aber ideologisch ähm wenn sie jetzt auf die linke Seite gucken und sagen, pass auf, seid ein nicht gewalttätig, aber ideologischen, sie nicht ideologisch, sondern von ihren Einstellungen werden
271:34
Speaker A
sie da eher sehr weit von entfernt. Ähm, wenn nehmen wir, ich stell mir so ein Skinet vor, der sagt die beste Zeit war 1941 bis 43, weil da hatten wir noch die Oberhand. Äh und da müssen wir hin
271:47
Speaker A
zurück und wir müssen den Krieg gewinnen. Ähm so, also, also wo fängt sozusagen ihre Position an, wo sie sagen würden, Jungs, das ist jetzt mal Quatsch und da gehe ich nicht mit.
272:02
Speaker A
Ja, gut, da gibt's jetzt ganz viele Punkte, wo wir jetzt einen Punkt machen müssen. Also es ist so, ich habe ich glaube ich schon ausgeführt. Also ich habe ein Problem mit Ideologen grundsätzlich. Also äh Menschen, die eine äh ein ein Welterklärungsmodell
272:16
Speaker A
haben, ähm das für sie tatsächlich das Sein erklärt ähm und die diesen Welterklärungsmodell alles unterordnen.
272:25
Speaker A
Und wenn es Not tut und wenn es notwendig ist, ihrer Meinung nach auch Menschenleben opfern, um das heere Ziel der Utopie zu erreichen. Da gehe ich nicht mit. Ja, so ähm also Ideologen lehne ich ab. Das heißt aber nicht, dass
272:40
Speaker A
ich als Politiker, als Volksvertreter mit jedem ins Gespräch kommen muss. Das ist sogar mein mein Auftrag, mein gesetzlicher Auftrag, mein verfassungsmäßiger Auftrag, ja, also politische Willensbildung zu betreiben.
272:56
Speaker A
Und ich würde mit jedem Menschen, der nicht gewalttätig ist, ja, ich habe jetzt, wenn ich an den ganzen Gegendemonstrationen denke, äh, die so stattfinden, wenn ich mal irgendwo eine Veranstaltung habe und ich muss dann irgendwie an den an diesen aggressiven
273:08
Speaker A
Typen vorbei, also dass der das der pure Hass, der der aus diesen Gesichtern herausstrahlt. Also, wenn die mich kriegen könnten, würden die mich nehmen und in der Luft zerreißen. Ja, also mit solchen Leuten möchte ich auch nicht kommunizieren, weil das ist
273:20
Speaker A
verschwendete Lebenszeit. Aber jeder, der friedlich ist und auch jemand, der abwegige Meinung hat, weil er sich vielleicht in seinem Leben nur einseitig informiert hat, auch dem würde ich als Volksvertreter zuhören. Natürlich immer mit dem Willen ihn von meinen politischen Standpunkten
273:38
Speaker A
zu überzeugen. Ja, aber ich möchte nicht, dass wir von vorne rein ausschließen, dass jemand krude denken kann. Es gibt Leute, die sagen, 911 war ein Insidej Job. gibt's ja so äh die Dinger wden gesprengt so äh wäre wahrscheinlich in Deutschland unter
273:56
Speaker A
Strafe gestellt, sowas zu sagen, wenn sowas in Deutschland passiert wäre. Ja, oder es gibt Leute, die sagen, die Amerikaner sind gar nicht auf dem Mond gelandet oder so, lasst die doch so reden oder lass die doch so denken. Ja,
274:05
Speaker A
äh solange sie nicht gewalttätigt werden, um ihre ihre Ziele durchzusetzen, ist das auch völlig in Ordnung. Wie gesagt, ich rede mit jedem und versuche meine Position deutlich zu machen. Haken dran. Ich habe eine letzte Frage und dann kann ich sie freilassen
274:16
Speaker A
hier. ähm die ich sehr häufig stelle, die kriegt eigentlich jeder. Äh und zwar eine persönliche Frage an Sie, Herr Höcke. Wenn Sie morgen mit Amnesie aufwachen würden und Sie würden sich an nichts erinnern, ich würde Ihnen aber jetzt ein Posted geben, ein Zettel,
274:33
Speaker A
einen kleinen und da könnten Sie etwas drauf schreiben, was für Sie morgen relevant wäre, wenn Sie sonst nichts mehr wissen und nur noch den Zettel haben. Was würde bei Ihnen auf dem Zettel stehen?
274:50
Speaker A
eine Amnesie. Also, ich weiß gar nichts mehr. Sie wissen nichts mehr. Und der Zettel ist aber vor meiner Amnesie geschrieben hat.
274:57
Speaker A
Der Zettel, den würde ich Ihnen jetzt geben und den können sie morgen gebe ich Ihnen den und sagen, Hörke, das haben Sie gestern geschrieben, als sie noch alles wussten. Das sollte überliefert werden an Sie selbst.
275:30
Speaker A
Da würde wahrscheinlich drauf stehen, dass was mir mal eines meiner Kinder gesagt hat, als ich sehr geknickt war. Und zwar war das Kind noch sehr klein und konnte noch nicht wirklich gut sprechen.
275:46
Speaker A
Hatte aber irgendwie ein reines Herz, als das sagte. Papa, ist es gut für sein Land zu kämpfen.
275:54
Speaker A
Das lassen wir so stehen. Herzlichen Dank, dass Sie da waren. Ähm äh war super interessant mit Ihnen mal zu sprechen. Ich habe ja schon viel aus den Medien von Ihnen gehört, aber umso wichtiger fand ich war das mals erleben,
276:05
Speaker A
wer sie sind. Und ich fand das gut, dass wir in ihre Biografie eintauchen konnten und ich habe äh ein Gefühl, wer sie sein könnten, wer sie sind, ist natürlich sehr schwierig, aber ich danke Ihnen ganz herzlich, dass sie auch so viel
276:17
Speaker A
Zeit genommen haben. Äh 4 Stunden 30 ungefähr sitzen wir, die Jungs sitzen halt draußen, die freuen sich gerade gleich auf ihren Feierabend, hoffentlich. Ähm herzlichen Dank und möglicherweise bis zum nächsten Mal.
276:27
Speaker A
Es hat mir sehr viel Freude bereitet. Danke für die Einladung. Gerne.
Topics:Björn HöckeAfDungeskriptetPolitikMeinungsfreiheitPodcastDeutschlandKontroversePersonenschutzGesellschaft

Frequently Asked Questions

Warum hat Ben Björn Höcke zu seinem Podcast eingeladen?

Ben wollte Björn Höcke als Mensch kennenlernen und verstehen, jenseits der politischen Vorurteile und medialen Darstellung.

Wie beschreibt Höcke seine politische Situation und die gesellschaftliche Stimmung ihm gegenüber?

Höcke beschreibt die Stimmung als von Hass geprägt, mit vielen Gegendemonstrationen und persönlicher Ausgrenzung, inklusive Personenschutz.

Was ist das Ziel des Podcasts 'ungeskriptet' laut Ben?

Das Ziel ist, kontroverse Meinungen offen zu diskutieren, Verständnis zu fördern und klüger aus den Gesprächen herauszugehen.

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