SPS-Programmierung #11: SPS mit Sensoren und Aktoren ve… — Transcript

Dieses Video erklärt, wie eine SPS mit Sensoren und Aktoren verbunden wird, inklusive Klemmen, TwinCAT-Scan und Variablenverknüpfung.

Key Takeaways

  • Klemmen sind essenzielle Schnittstellen zur Wandlung analoger Signale in digitale Signale und umgekehrt.
  • Die Verbindung zwischen Entwicklungsrechner und IPC erfolgt über Ethernet und wird in TwinCAT konfiguriert.
  • Verschiedene Sensoren und Aktoren erfordern unterschiedliche Klemmentypen mit spezifischen Funktionen.
  • TwinCAT ermöglicht das Scannen der Klemmen und die Verknüpfung von SPS-Variablen mit realen Hardwaresignalen.
  • Die korrekte Identifikation des IPC im Netzwerk ist wichtig für den Verbindungsaufbau und die Programmübertragung.

Summary

  • Vorstellung der Verbindung einer SPS mit Sensoren und Aktoren als Grundlage für Steuerung technischer Prozesse.
  • Erläuterung der Funktion von Klemmen als Schnittstelle zwischen analoger Sensorik/Aktorik und digitaler SPS.
  • Demonstration der Hardware am Beckhoff-Demorack mit verschiedenen Sensoren, Aktoren und Bedienelementen.
  • Unterschiedliche Klemmentypen für verschiedene Signalarten und deren spezielle Funktionen, z.B. Kalibrierung und Motorsteuerung.
  • Beschreibung der Busankopplungsklemme als Verbindung zwischen SPS/IPC und den Klemmensträngen.
  • Aufbau der Verbindung zwischen Entwicklungsrechner und Industrie-PC mit TwinCAT im Config-Modus.
  • Prozess des Scannens und Einlesens der Klemmen und deren Ein-/Ausgangssignale in TwinCAT.
  • Verknüpfung von SPS-Programmvariablen mit Hardwaresignalen zur Steuerung von Sensorik und Aktorik.
  • Hinweise zur Identifikation des richtigen IPC im Netzwerk anhand der MAC-Adresse.
  • Erklärung der notwendigen Voraussetzungen wie Stromversorgung und laufende TwinCAT-Software auf dem IPC.

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00:02
Speaker A
In diesem Video geht's weniger um die Programmierung einer SPS, sondern vielmehr darum, wie ihr eine SPS mit Sensoren und Aktoren verbindet, was ja eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass ihr reale technische Prozesse steuern könnt.
00:13
Speaker A
Zum Beispiel müsst ihr ja einen Tastendruck erfassen und eine LED zum Leuchten bringen können, oder ihr müsst den Wert eines Potis einlesen und einen Messwert auf einem LC-Display ausgeben können.
00:25
Speaker A
Oder ihr müsst mit einer Waage das Gewicht eines Objekts messen, oder eine Achse ansteuern.
00:37
Speaker A
All diese Sensoren und Aktoren kann man natürlich nicht direkt an eine SPS bzw. einen Industrie-PC anschließen, sondern dafür braucht man sogenannte Klemmen.
00:50
Speaker A
Das sind die Komponenten, die ihr jetzt hier eingezeichnet seht.
01:00
Speaker A
Die Klemmen haben in erster Linie mal die Aufgabe, analoge Messgrößen, also z.B. Spannung oder Stromwerte in digitale Werte umzuwandeln und diese dann an die SPS zu senden, bzw. andersrum die digitalen Signale, die von der SPS kommen, in analoge Größen umzuwandeln, um z.B. eine LED mit 5 Volt zu versorgen.
01:48
Speaker A
Diese Klemmen sind also vereinfacht dargestellt, eine Schnittstelle zwischen einer analogen Welt, nämlich den Sensoren und Aktoren und der SPS, die nur digital arbeitet.
01:59
Speaker A
Ich zeige euch in diesem Video, wie die Klemmen in TwinCAT gescannt und eingelesen werden und wie ihr dann Variablen aus eurem SPS-Programm mit Hardwaresignalen verknüpft, um damit dann Sensorik und Aktorik anzusteuern.
02:12
Speaker A
Die Hardware, die ich hier in diesem Video verwende, seht ihr also hier.
02:18
Speaker A
Das ist ein Demorack der Firma Beckhoff.
02:22
Speaker A
Darauf sind eine Reihe unterschiedlicher Sensoren und Aktoren verbaut.
02:29
Speaker A
Also es gibt Bedienelemente, wie diese Taster bzw. Schalter und LEDs als Beispiel für binäre Ein- und Ausgangssignale.
02:38
Speaker A
Dann noch einige Potentiometer, über die analoge Eingangssignale erzeugt werden und LC-Displays, auf denen man über die Vorgabe von analogen Ausgangssignalen Werte darstellen kann.
02:49
Speaker A
Und hier ist noch ein Inkrementalgeber, den man über diesen Drehtaster bedienen kann.
02:59
Speaker A
Neben diesen Bedienelementen sind auf dem Rack aber auch noch einige Sensoren und Aktoren verbaut.
03:09
Speaker A
Hier im oberen Teil z.B. eine Waage.
03:13
Speaker A
Im unteren Teil des Racks seht ihr ein kleines Förderband, das über einen Schrittmotor angetrieben wird.
03:23
Speaker A
Auf dem Band kann man z.B. solche Bauteile hier transportieren, die haben auf der Rückseite kleine Schrauben, also Metall, das über diese induktiven Näherungssensoren erkannt wird.
03:36
Speaker A
Über diese vier Näherungssensoren kann also die Position eines Bauteils auf dem Band an vier diskreten Stellen gemessen werden.
03:46
Speaker A
Dann ist hier noch ein RFID-Reader verbaut und hier hinter der Blende, auf der Heizofen steht, ist eine kleine Lampe, die man in der Helligkeit über eine Pulsweitenmodulation kontinuierlich verstellen kann.
04:00
Speaker A
Und zusätzlich noch ein Temperatursensor, mit dem man die Temperatur im Heizofen messen kann.
04:11
Speaker A
Diese ganzen Komponenten sind also mit diesen Klemmen hier verdrahtet.
04:19
Speaker A
Und weil natürlich die Ansteuerung einer LED ganz anders funktioniert als die Ansteuerung eines Schrittmotors oder eines LC-Displays, braucht man für den Signalaustausch mit den einzelnen Komponenten auch jeweils andere Klemmen.
04:30
Speaker A
Die erkläre ich jetzt nicht im Detail, aber auf ein paar ausgewählte Klemmen gehe ich gleich noch etwas spezieller ein.
04:39
Speaker A
So, diese Klemmen nehmen also eine Signalaufbereitung vor, entweder um einen Aktor anzusteuern oder um ein Sensorsignal an die Steuerung zu übermitteln.
04:52
Speaker A
Nur als Hinweis vorab, ihr werdet gleich noch sehen, dass diese Klemmen mehr machen als nur eine Wandlung zwischen digitalen und analogen Signalen.
05:05
Speaker A
Auf einigen Klemmen ist eine richtige Logik implementiert, mit der z.B. Sensoren kalibriert werden können oder die eine Ansteuerung des Schrittmotors extrem vereinfachen.
05:15
Speaker A
So die Ankopplung der Signale an die Steuerung erfolgt dann über eine sehr spezielle Klemme, nämlich diese Busankopplung hier.
05:29
Speaker A
Die hat zwei Anschlüsse für Ethernetkabel, über den oberen Port wird der Computer, auf dem die Soft-SPS läuft, angeschlossen.
05:44
Speaker A
Und über den unteren Port können noch weitere Klemmenstränge angebunden werden.
05:57
Speaker A
Das ist hier auch der Fall, denn dieses grüne Ethernetkabel hier verbindet also den oberen Klemmenstrang mit dem im unteren Teil des Racks.
06:07
Speaker A
Als Herzstück sozusagen ist auf dem Rack noch ein Industrie-PC montiert, auf dem eine Soft-SPS läuft.
06:19
Speaker A
Der ist hier in der Konfiguration, die ihr jetzt seht, mit den Klemmen verbunden.
06:32
Speaker A
Das ist also wirklich der PC, der hier die Steuerung dieser Mini-Anlage übernimmt.
06:45
Speaker A
Und über dieses graue Ethernetkabel ist der IPC wiederum mit meinem Office-PC verbunden, der also im Grunde meine Engineering-Station ist, also der Rechner, auf dem die Entwicklung der Steuerung läuft.
07:12
Speaker A
Im ersten Schritt werde ich euch gleich zeigen, wie ihr euren Entwicklungsrechner mit einem IPC verbindet und euer SPS-Programm auf diesen IPC übertragen könnt.
07:21
Speaker A
Im zweiten Schritt erkläre ich dann, wie ihr die Klemmen scannt und die über diese Klemmen verfügbaren Ein- und Ausgangssignale einlest.
07:36
Speaker A
Und schließlich zeige ich euch noch an einem kleinen Demoprogramm, wie ihr die Variablen in eurem Programm mit diesen Hardwaresignalen der Klemmen verbindet.
08:16
Speaker A
Um euren Entwicklungsrechner mit einem Industrie-PC zu verbinden, muss dieser natürlich erstens ordentlich mit Spannung versorgt sein und zweitens muss TwinCAT darauf laufen.
08:26
Speaker A
Dass euer IPC in einem für den Aufbau der Verbindung korrekten Zustand ist, erkennt ihr typischerweise an zwei LEDs, die grün leuchten, nämlich Power und TC, abgekürzt für TwinCAT.
08:39
Speaker A
So, wenn das der Fall ist, kann es mit dem Verbindungsaufbau losgehen und dazu startet ihr also zunächst mal TwinCAT auf eurem Entwicklungsrechner und zwar im Config-Modus.
08:54
Speaker A
Der ist aktiv, wenn hier oben in der Menüleiste das Icon mit dem Zahnrad auf blauem Grund markiert ist.
09:05
Speaker A
In der gleichen Menüleiste habt ihr dann noch ein Dropdown-Menü, über das das Zielsystem gewählt werden kann.
09:19
Speaker A
Wahrscheinlich habt ihr bisher nur lokal gearbeitet, so dass sich in diesem Menü dann keine weiteren Einträge befinden.
09:30
Speaker A
Aus diesem Dropdown-Menü wählt ihr dann den Eintrag Zielsystem wählen, wodurch sich dieses Dialogfenster hier öffnet.
09:42
Speaker A
Hier seht ihr wieder zunächst mal nur euren eigenen Rechner, um jetzt in dem Netzwerk, an das euer Rechner angeschlossen ist, nach einem IPC zu suchen.
09:56
Speaker A
Klickt ihr auf Suchen Ethernet.
10:03
Speaker A
Dann öffnet sich ein zweiter Dialog, mit dem eine sogenannte Route erstellt werden kann.
10:14
Speaker A
Mit Route ist hier also eine Verbindung zwischen eurem Rechner und einem IPC gemeint.
10:20
Speaker A
Wenn ihr das gesamte Netzwerk nach einem IPC durchforsten wollt, klickt ihr dann einfach hier auf Broadcast Suche.
10:30
Speaker A
Und in der Regel bietet eure Netzwerkkarte verschiedene Möglichkeiten, Netzwerk zu durchsuchen.
10:40
Speaker A
Und das ist bei mir hier auch der Fall, nämlich einmal über den Ethernet-Adapter und einmal über den Wireless-Adapter.
10:49
Speaker A
Weil ja mein Rechner über Ethernet mit dem IPC verbunden ist, brauche ich nur den ersten und wähle also den zweiten ab und bestätige das Ganze mit OK.
10:59
Speaker A
Wenn die Suche erfolgreich war, bekommt ihr dann den IPC, mit dem ihr euch verbinden könnt, hier in einer Liste angezeigt.
11:10
Speaker A
Sollten sich in eurem Netzwerk mehrere IPCs befinden, enthält diese Liste dann natürlich entsprechend mehrere Einträge.
11:21
Speaker A
Okay, wie findet ihr dann den richtigen Eintrag heraus?
11:32
Speaker A
Dazu müsst ihr die MAC-Adresse von eurem IPC kennen, mit dem ihr euch eben verbinden wollt.
11:43
Speaker A
Die steht auf dem Typenschild und relevant ist dabei jetzt die MAC1-Adresse.
11:55
Speaker A
Und davon auch nur die letzten sechs Zeichen, das ist in meinem Fall also 40E842.
12:08
Speaker A
Diese Zeichen stecken nämlich auch in dem Hostnamen.
12:14
Speaker A
Bei mehreren Einträgen sucht ihr euch aus der Liste dann den Rechner heraus, dessen Hostname die letzten sechs Zeichen der MAC-Adresse eures gewünschten Zielsystems enthält.
12:27
Speaker A
Ich markiere dann jetzt hier diesen einen Eintrag und sage Route hinzufügen.
12:36
Speaker A
Wenn ihr euch das erste Mal mit dem IPC verbindet und dieser durch ein Passwort geschützt ist, wird das jetzt hier abgefragt.
12:48
Speaker A
Dann gebe ich hier das Passwort ein und bestätige das mit OK.
12:54
Speaker A
So, dass ihr jetzt mit dem Zielsystem schon verbunden seid, seht ihr an einer winzigen Änderung in diesem Dialog hier, nämlich ist in der Liste der Routen hier in der Spalte Connected ein X eingetragen.
13:10
Speaker A
Dann könnt ihr diesen Dialog nun schließen und dann kommt ihr zurück zum Dialog, indem ihr das Zielsystem auswählen könnt.
13:20
Speaker A
Indem jetzt aber ein Eintrag, nämlich euer gewünschter IPC, ergänzt ist.
13:28
Speaker A
Den markiert ihr, wenn das nicht sowieso schon geschehen ist, und bestätigt das Ganze wieder mit OK.
13:33
Speaker A
Jetzt seid ihr also mit dem IPC verbunden.
13:43
Speaker A
In dem Dropdown-Menü zur Wahl oben des Zielsystems steht jetzt nämlich statt Local der Hostname von dem Rechner.
13:54
Speaker A
Und wenn ihr dann diese Route einmal erstellt habt, könnt ihr zwischen der lokalen Soft-SPS auf eurem Entwicklungsrechner und dem IPC hin und her wechseln.
14:00
Speaker A
So als nächstes zeige ich euch, wie ihr die Klemmen, die mit dem IPC verbunden sind, scannt, um darüber einen Zugriff auf die Hardwaresignale zu bekommen.
14:06
Speaker A
Dazu müsst ihr TwinCAT zunächst wieder in den Config-Modus setzen.
14:10
Speaker A
Und die Klemmen werden gleich hier unter diesem Ordner EA im Projektmappen-Explorer hinzugefügt.
14:19
Speaker A
Um die Hardware zu scannen, klickt ihr mit Rechtsklick auf Geräte und wählt dann in diesem Kontextmenü Scannen aus.
14:26
Speaker A
Bevor das Scan dann losgeht, sagt euch TwinCAT noch, dass nicht alle Gerätetypen automatisch erkannt werden.
14:36
Speaker A
Das heißt, gegebenenfalls müsst ihr bestimmte Geräte später manuell hinzufügen.
14:43
Speaker A
So, den Hinweis bestätige ich dann mit OK und dann geht das Scan los.
14:49
Speaker A
Im nächsten Dialog zeigt TwinCAT dann die verfügbaren Netzwerkadapter an, über die die Suche gestartet werden kann.
15:00
Speaker A
Den ersten Eintrag, also das EtherCAT Automation Protocol Gerät, brauche ich jetzt hier nicht.
15:08
Speaker A
Also übernehme ich einfach die Auswahl und sage OK.
15:11
Speaker A
Dann kommt noch mal die Meldung, dass nach neuen Boxen gesucht wird.
15:15
Speaker A
Und mit Boxen sind jetzt hier die Klemmen gemeint.
15:18
Speaker A
Dann startet die Suche nach neuen Klemmen.
15:23
Speaker A
Und nach Abschluss wird die Frage gestellt, ob der Free Run aktiviert werden soll.
15:31
Speaker A
Der Free Run hat folgende Bedeutung.
15:35
Speaker A
Damit die Signale aus den Klemmen gelesen bzw. in die Klemmen geschrieben werden können, muss der Bus, also die logische Verbindung zwischen Soft-SPS und der Hardware, getriggert werden.
15:50
Speaker A
Wenn es aber keine Verknüpfung einer Variablen zu einer laufenden Task gibt, so wie jetzt auch in diesem Beispiel hier, dann wird auch der Bus nicht getriggert und ich hätte eben keinen Zugriff auf die Signale der Klemmen.
16:04
Speaker A
Im Free Run generiert TwinCAT aber von sich aus eine Task und triggert den Bus, so dass ich gleich auf alle Klemmen dann zugreifen kann.
16:18
Speaker A
Also bestätige ich die Frage mit ja.
16:21
Speaker A
Und jetzt seht ihr hier im Projektmappen-Explorer unterhalb der Ordner EA und Geräte eine Reihe neuer Einträge.
16:32
Speaker A
Unter anderem auch zwei Klemmen, die die Nummer 1 und 8 haben.
16:40
Speaker A
Die Nummern sind jetzt aber weniger wichtig, entscheidend ist hier der Typ der Klemmen, der dahinter in Klammern angegeben ist.
16:51
Speaker A
Und zwar ist das jeweils eine EK1100, also eine Busankopplung oder auch EtherCAT-Koppler genannt.
16:59
Speaker A
Diese beiden Klemmen eröffnen also jeweils einen neuen Klemmenstrang, also eine Reihe von Klemmen, die hintereinander geschaltet sind.
17:13
Speaker A
Um diese Klemmenstränge zu sehen, klappt ihr einfach die beiden EK1100 aus und bekommt dann darunter weitere Klemmen angezeigt.
17:25
Speaker A
Und das sind genau die Klemmen und zwar auch in derselben Reihenfolge, wie ihr die auf der Hutschiene gesteckten Klemmen vorfindet.
17:39
Speaker A
So über diese Klemmen könnt ihr jetzt schon direkt auf die Hardware zugreifen und entweder Eingänge einlesen oder Ausgänge schreiben.
17:50
Speaker A
Dafür müsst ihr aber im TwinCAT XAE Base Menü die Option Zeige Online Daten aktiviert haben, was aber eigentlich per Default schon gesetzt sein sollte.
18:00
Speaker A
Als erstes schaue ich jetzt mal in die Klemme 2 hinein.
18:08
Speaker A
Das ist eine sogenannte EL1859, die jeweils acht digitale Ein- und Ausgänge hat.
18:16
Speaker A
Auf dem Demorack sind an diese Klemme die Taster bzw. Kippschalter und die LEDs angeschlossen.
18:25
Speaker A
Um auf die einzelnen Ein- und Ausgänge zuzugreifen, klappt ihr die Klemme wieder aus und bekommt dann die 16 Kanäle angezeigt.
18:32
Speaker A
Eingänge sind hier gelb und Ausgänge sind rot dargestellt.
18:37
Speaker A
Ich klappe hier jetzt noch mal Kanal 1 auf.
18:40
Speaker A
Das ist der Kanal, an dem dieser Taster vom Rack angeschlossen ist.
18:48
Speaker A
Und dann klicke ich mit Doppelklick auf Input.
18:52
Speaker A
Dann öffnet sich hier ein neues Fenster, indem ihr einige wichtige Infos zu diesem Kanal bekommt.
19:01
Speaker A
Besonders interessant ist hier der Datentyp der Variablen, die das entsprechende Hardwaresignal repräsentiert.
19:10
Speaker A
Und hier in diesem Fall ist das ein Bit.
19:14
Speaker A
Und hier gibt's noch mal die Möglichkeit, das Hardwaresignal mit einer Variablen aus dem Programm zu verknüpfen.
19:22
Speaker A
Aber darauf komme ich später noch mal.
19:25
Speaker A
Ich wechsle jetzt den Reiter auf Online.
19:28
Speaker A
Und da seht ihr dann den Verlauf des Signals, das vom Taster eingelesen wird, quasi wie auf einem Oszilloskop dargestellt.
19:38
Speaker A
Der Taster ist nicht betätigt.
19:43
Speaker A
Daher ist das Signal hier null, aber wenn ich den Taster drücke, seht ihr, dass das Signal dann auf eins wechselt.
19:53
Speaker A
So, jetzt öffne ich den Kanal 9, das ist ein digitaler Ausgang, der mit dieser LED hier über dem Taster auf dem Rack verbunden ist.
20:37
Speaker A
Und hier seht ihr im Reiter Online auch wieder das Oszilloskop.
20:49
Speaker A
Das Signal ist aktuell auf null.
20:53
Speaker A
Und entsprechend ist auch die LED aus.
20:56
Speaker A
Jetzt kann ich hier den Button Schreiben klicken, um einen neuen Wert zu setzen.
21:02
Speaker A
Dann öffnet sich dieser Dialog, indem ich dann einen neuen Wert in unterschiedlichen Formaten angeben kann.
21:10
Speaker A
Ich setze jetzt hier einmal dezimal einfach die 1 und bestätige das dann mit OK.
21:18
Speaker A
Dann seht ihr im Oszilloskop, dass das Signal auch auf eins geht.
21:26
Speaker A
Und auf dem Rack seht ihr, dass die LED jetzt an ist.
21:33
Speaker A
Als ein Beispiel für eine analoge Eingangsklemme öffne ich jetzt die Klemme 4.
21:40
Speaker A
Das ist eine sogenannte EL3255, die fünf analoge Eingänge hat.
21:48
Speaker A
An Kanal 1 ist dieses Poti hier auf dem Rack angeschlossen.
21:55
Speaker A
Ich wähle dann hier das Signal Value.
21:59
Speaker A
Und dann drehe ich an dem Poti hier.
22:02
Speaker A
Ihr seht, dass das Signal in diesem Oszilloskop ansteigt und der Wert wird hier auch angezeigt.
22:12
Speaker A
Wenn ich das Poti ganz aufdrehe, ist der Wert 32767, also der maximale Wert eines Integers.
22:20
Speaker A
Dass der Datentyp dieser Variable ein Integer ist, hättet ihr auch wieder im Reiter Variable gesehen.
22:29
Speaker A
So bisher habe ich euch nur Klemmen gezeigt, die eigentlich eine analog-digital Wandlung machen.
22:40
Speaker A
Dass aber diese Klemmen nicht nur Wandlung zwischen analogen und digitalen Signalen vornehmen, zeigt das Beispiel der Klemme 7 hier.
22:54
Speaker A
In dieser Klemme ist eine Widerstandsmessbrücke untergebracht, über die das Signal der Waage ausgewertet werden kann.
23:03
Speaker A
Wenn ich diese Klemme öffne, seht ihr verschiedene Ordner, RMB Status und Value sind zwei Ordner mit Eingangssignalen.
23:13
Speaker A
Und RMB Control ist ein Ordner, indem Ausgangssignale zusammengefasst sind, mit denen man verschiedene Einstellungen an der Klemme vornehmen kann.
23:24
Speaker A
Ich habe hier den Ordner RMB Value schon geöffnet und da seht ihr den Messwert der Waage als Double Int.
23:31
Speaker A
Ihr könnt ihr erkennen, dass obwohl aktuell die Waage leer ist, der Wert hier nicht null ist.
23:40
Speaker A
Das ist ungefähr so wie auf einer Küchenwaage, die auch mal einen Wert anzeigt, obwohl er eben nichts drauf liegt.
23:52
Speaker A
Und genau wie bei einer Küchenwaage könnt ihr auch bei dieser Waage hier ein Tara durchführen.
24:03
Speaker A
Also den aktuellen Wert als Referenz und damit eben auf null setzen.
24:12
Speaker A
Und dazu gehe ich hier in den Ordner RMB Control.
24:19
Speaker A
Darin gibt's noch mal einen Unterordner.
24:24
Speaker A
Darin findet ihr ein Signal Tara.
24:27
Speaker A
Das schreibe ich jetzt auf eins und dann wieder auf null.
24:32
Speaker A
Die steigende Flanke daran hat jetzt nämlich bewirkt, dass das aktuelle Gewicht auf null gesetzt wird.
24:43
Speaker A
Und wie ihr jetzt im Signal Value seht, ist das Gewicht auch tatsächlich null.
24:50
Speaker A
Vorher war das auf dem Wert 2214 und jetzt ist eben durch das Tara auf null gesetzt.
24:56
Speaker A
So auf die weiteren Klemmen gehe ich jetzt nicht weiter ein.
25:03
Speaker A
Ich hoffe, dass ihr das Prinzip verstanden habt, wie also über die Klemmen auf die Hardwaresignale entweder schreibend oder lesend zugegriffen werden kann.
25:13
Speaker A
So jetzt zeige ich euch noch, wie ihr die Hardwaresignale in einem SPS-Programm verarbeiten könnt.
25:22
Speaker A
Das mache ich an einem einfachen Beispiel, nämlich werde ich einen Taster auf dem Rack mit einer LED verbinden.
25:33
Speaker A
Die LED soll immer dann leuchten, wenn der Taster gedrückt ist, und wenn der Taster dann losgelassen wird, soll die LED mit einer Verzögerung von 3 Sekunden ausgehen.
25:43
Speaker A
Das Programm habe ich hier schon mal vorbereitet.
25:48
Speaker A
Ich habe hier also zwei Bool-Variablen, eine für den Taster und eine für die LED.
25:57
Speaker A
Und dann einen Funktionsbaustein für eine Ausschaltverzögerung.
26:00
Speaker A
Im Anweisungsteil rufe ich einfach den Timer auf.
26:05
Speaker A
Und als Trigger wähle ich die Variable B Taster.
26:10
Speaker A
Die Ausschaltverzögerung beträgt dann hier 3 Sekunden.
26:17
Speaker A
Und das Ausgangssignal Q wird der Variablen B LED zugewiesen.
26:23
Speaker A
Soweit ist erstmal nichts Neues hier.
26:28
Speaker A
Allerdings sind die Variablen B Taster und B LED ja auch noch nicht mit den Hardwaresignalen verbunden.
26:36
Speaker A
Dazu ergänze ich im ersten Schritt im Deklarationsteil hinter den Variablennamen Angaben darüber, ob es sich um Ein- oder Ausgangsvariablen handelt.
26:44
Speaker A
Eine Eingangsvariable wird mit @%I* gekennzeichnet und eine Ausgangsvariable mit @%Q*.
26:54
Speaker A
Jetzt betätige ich den Button Konfiguration aktivieren.
27:00
Speaker A
Und bestätige dann die ganzen Meldungen wieder, die hier aufpoppen mit OK.
27:06
Speaker A
So, jetzt kann ich die Variablen mit passenden Hardwaresignalen verknüpfen.
27:10
Speaker A
Dazu klicke ich im Projektmappen-Explorer auf das entsprechende Signal, dass ich eben gerne verknüpfen möchte.
27:20
Speaker A
Also z.B. den Kanal 1 von Klemme 2, der ja mit dem Taster hier verbunden ist.
27:28
Speaker A
Im Reiter Variable klicke ich dann den Button Verknüpft mit.
27:34
Speaker A
Und wähle dann in diesem Dialog die Variable aus meinem Programm aus, die eben mit diesem Signal verknüpft werden soll.
27:43
Speaker A
In diesem Fall gibt es nur eine Variable, die hier passt, nämlich B Taster.
27:50
Speaker A
Das gleiche wiederhole ich mit dem Kanal 9, der ja mit der LED oberhalb dieses Tasters hier verbunden ist.
27:58
Speaker A
Und diesen Kanal verknüpfe ich mit der Variablen B LED.
28:03
Speaker A
So, jetzt muss ich die Konfiguration noch mal aktivieren.
28:08
Speaker A
Und wenn das abgeschlossen ist, kann ich mein Programm testen.
28:14
Speaker A
Hier seht ihr auf dem Rack, dass die LED immer dann angeht, wenn der Taster gedrückt ist.
28:24
Speaker A
Und sobald ich den Taster loslasse, geht auch die LED mit einer Verzögerung von 3 Sekunden aus.
Topics:SPSSensorenAktorenKlemmenTwinCATIndustrie-PCBeckhoffEthernetSoft-SPSAutomatisierungstechnik

Frequently Asked Questions

Was sind Klemmen und welche Funktion haben sie in der SPS-Steuerung?

Klemmen sind Schnittstellen, die analoge Messgrößen in digitale Signale umwandeln und umgekehrt, um Sensoren und Aktoren mit der SPS zu verbinden.

Wie wird die Verbindung zwischen Entwicklungsrechner und Industrie-PC hergestellt?

Die Verbindung erfolgt über Ethernet, wobei in TwinCAT im Config-Modus das Zielsystem ausgewählt und eine Route zum IPC im Netzwerk erstellt wird.

Welche Sensoren und Aktoren sind im Beckhoff-Demorack verbaut?

Im Demorack sind u.a. Taster, LEDs, Potentiometer, LC-Displays, Inkrementalgeber, Waage, Förderband mit Schrittmotor, induktive Näherungssensoren, RFID-Reader, Lampe mit Pulsweitenmodulation und Temperatursensor verbaut.

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