Translokation von Ribosomen an das raue ER – Biochemie … — Transcript

Erklärung der Translokation von Ribosomen an das raue ER während der Proteinbiosynthese und der Rolle von Signalsequenzen und SRP.

Key Takeaways

  • Signalsequenzen sind entscheidend für die gezielte Translation am rauen ER.
  • Das SRP vermittelt die Erkennung und Bindung des Ribosoms an das ER.
  • Das Translocon fungiert als Kanal für die Proteinsynthese in das ER-Lumen.
  • Proteine werden nach der Synthese im ER weiterverarbeitet und transportiert.
  • Transmembranproteine werden anders als sekretorische Proteine in die Membran eingebaut.

Summary

  • Während der Translation wird die mRNA-Basensequenz in eine Aminosäuresequenz übersetzt.
  • Ribosomen katalysieren die Verknüpfung von Aminosäuren zu Peptidketten unter Mithilfe von tRNAs.
  • Sekretorische, lysosomale und Transmembranproteine besitzen eine Signalsequenz, die sie zum rauen ER dirigiert.
  • Das Signalerkennungspartikel (SRP) bindet die Signalsequenz und stoppt vorübergehend die Translation.
  • Der SRP-Ribosomenkomplex bindet an den SRP-Rezeptor in der ER-Membran und überträgt das Ribosom auf das Translocon.
  • Das Translocon öffnet sich als Kanal, durch den das Protein in das ER-Lumen synthetisiert wird.
  • Die Signalsequenz wird während der Translation von einer Signalpeptidase abgeschnitten und in der ER-Membran abgebaut.
  • Nach der Translation wird das Ribosom freigesetzt und das fertige Protein befindet sich im ER-Lumen.
  • Proteine werden vom ER über Vesikeltransport zum Golgi-Apparat weitergeleitet und dort modifiziert.
  • Transmembranproteine verlassen das Translocon seitlich direkt in die ER-Membran und werden nicht vollständig ins ER-Lumen synthetisiert.

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00:04
Speaker A
Translotion von Ribosomen an das raue ER
00:10
Speaker A
Während der Proteinbiosynthese wird die Basensequenz einer mRNA in die Aminosäuresequenz eines Proteins übersetzt. Daher bezeichnet man diesen Vorgang auch als Translation.
00:20
Speaker A
Die Ribosomen sind dabei die Hauptkomponente der sogenannten Translationsmaschinerie. Während der Initiationsphase lagern sich die ribosomalen Untereinheiten mit der mRNA zu einem Komplex zusammen. Daraufhin katalysieren die Ribosomen die Verknüpfung von Aminosäuren zu einer Peptidkette. Die Aminosäuren werden dabei von tRNAs zum Ribosom gebracht. Für diesen komplexen Vorgang sind noch weitere Hilfsproteine notwendig, die hier jedoch nicht gezeigt werden.
00:49
Speaker A
Im Gegensatz zu zytosolischen Proteinen verfügen sekretorische, lysosomale und Transmembranproteine über eine sogenannte Signalsequenz. Diese Signalsequenz markiert die Proteine für das raue endoplasmatische Retikulum, wo ihre Translation abgeschlossen wird.
01:47
Speaker A
Wird eine Signalsequenz synthetisiert, so wird sie vom Signalerkennungspartikel, dem sogenannten SRP gebunden. Das SRP stoppt die Translation und bindet an den SRP-Rezeptor, der sich in der ER-Membran befindet. Dadurch werden der SRP-Ribosomenkomplex und das sogenannte Translocon in räumliche Nähe zueinander gebracht.
02:16
Speaker A
Das Translocon ist ein die ER-Membran durchspannender Proteinkomplex,
02:20
Speaker A
auf den der SRP-Ribosomenkomplex übertragen wird und der sich anschließend wie ein Kanal öffnet. Das SRP wird freigesetzt und kann nun recyclet werden.
02:30
Speaker A
Daraufhin wird die Translation fortgesetzt, sodass das Protein direkt in das ER-Lumen hinein synthetisiert wird.
02:40
Speaker A
Noch während der Translation wird die Signalsequenz vom wachsenden Protein durch eine Signalpeptidase abgeschnitten.
02:50
Speaker A
Die Signalsequenz verlässt das Translocon seitlich und gelangt in die ER-Membran, wo sie später abgebaut wird.
03:00
Speaker A
Nach der Termination der Translation wird das Ribosom wieder ins Cytosol freigesetzt.
03:10
Speaker A
Der Kanal des Translocons schließt sich und das fertig synthetisierte lysosomale oder sekretorische Protein befindet sich im ER-Lumen.
03:20
Speaker A
Von hier aus wird es mittels Vesikeltransport über den Golgi-Apparat weiter an den Ort seiner Bestimmung gebracht und gegebenenfalls noch modifiziert,
03:30
Speaker A
z.B. glykosyliert.
03:31
Speaker A
Transmembranproteine stellen eine Ausnahme dar. Sie werden auf ähnliche Weise am rauen ER synthetisiert, wie die lysosomalen und sekretorischen Proteine.
03:40
Speaker A
Allerdings verlassen sie das Translocon seitlich direkt in die ER-Membran und werden nicht vollständig in das ER-Lumen hinein synthetisiert.
Topics:ProteinbiosyntheseTranslationRibosomenraues endoplasmatisches RetikulumSignalsequenzSignalerkennungspartikelSRP-RezeptorTransloconVesikeltransportTransmembranproteine

Frequently Asked Questions

Was ist die Funktion der Signalsequenz bei der Translokation von Ribosomen an das raue ER?

Die Signalsequenz markiert Proteine wie sekretorische, lysosomale und Transmembranproteine für das raue endoplasmatische Retikulum. Sie wird vom Signalerkennungspartikel (SRP) gebunden, wodurch die Translation gestoppt und der SRP-Ribosomenkomplex zum SRP-Rezeptor an der ER-Membran geleitet wird.

Wie unterscheidet sich die Synthese von Transmembranproteinen von lysosomalen oder sekretorischen Proteinen am rauen ER?

Transmembranproteine werden ähnlich wie lysosomale und sekretorische Proteine am rauen ER synthetisiert. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Transmembranproteine das Translocon seitlich direkt in die ER-Membran verlassen und nicht vollständig in das ER-Lumen hinein synthetisiert werden.

Welche Rolle spielt das Translocon bei der Proteinbiosynthese am rauen ER?

Das Translocon ist ein Proteinkomplex, der die ER-Membran durchspannt und als Kanal fungiert. Es nimmt den SRP-Ribosomenkomplex auf und öffnet sich, um die fortgesetzte Translation des Proteins direkt in das ER-Lumen zu ermöglichen.

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