Karl Popper — Philosophy Against False Prophets (1974)

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Speaker A
Das Wichtigste ist, allen jenen großen Propheten zu misstrauen, die eine Patentlösung in der Tasche haben und euch sagen: "Wenn ihr mir nur volle Gewalt gibt, dann werde ich euch in den Himmel führen".
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Speaker A
Die Antwort darauf ist, wir geben niemanden volle Gewalt über uns. Wir wollen, dass die Gewalt auf ein Minimum reduziert wird. Gewalt ist selbst von Übel und wir können nicht ein Übel mit einem anderen Übel austreiben.
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Speaker B
In seinem Landhaus im Dorf Penn nahe bei London erläuterte Karl Raimund Popper, meist diskutierter Philosoph der angelsächsischen und skandinavischen Welt, drei Tage lang vor der Kamera Grundzüge seines Denkens.
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Speaker B
In der Bundesrepublik kennen nur wenige Poppers Philosophie, dabei könnten die Gedanken dieses hartnäckigen Aufklärers, die sich ideologisch verhärtenden Fronten bei uns wieder in Bewegung bringen.
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Speaker B
Klarheit und Bescheidenheit kennzeichnen das Denken Poppers, der sich einmal als einen kritischen Rationalisten bezeichnet hat.
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Speaker B
Sein kritischer Rationalismus will auf kein philosophisches System hinaus, im Gegenteil. Alle Systeme werden abgelehnt. Eines der frappantesten Ergebnisse von Poppers Analysen lautet, wir wissen zwar ungeheuer viel, aber nichts wissen wir absolut sicher.
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Speaker B
Dieser Befund enthält Sprengkraft, denn jede Ideologie, die Sicherheit vorspiegelt, ob in den Wissenschaften oder in der Gesellschaft, wird damit zerstört.
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Speaker B
Popper zog immer äußerste Konsequenzen, wenn er irgendwo Fehler entdeckte. Typisch dafür erscheint ein Abschnitt seiner Biographie. In Wien, wo er geboren wurde, war er um 1920 Mitglied einer sozialistischen Jugendgruppe.
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Speaker A
Ich habe gegen einige Freunde, die auch Sozialisten waren, reagiert. Diese Freunde haben es nämlich als selbstverständlich angesehen, dass "wir" die zukünftigen Führer der Arbeiterschaft sein werden. Das hat mir so missfallen, diese Einstellung, dass ich mich entschlossen habe, selbst Arbeiter zu werden.
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Speaker A
Und von dem Moment an, war meine Karriere eine Karriere von Misserfolgen. Ich habe zuerst versucht, Straßenarbeiter zu werden, aber das habe ich nicht ausgehalten. Ich habe mit einer Spitzhacke, wie nennt man das? Spitzhacke. Mit einer Spitzhacke habe ich an der Straße gearbeitet, die Straße ungefähr so tief aufzugraben, eine alte Asphaltstraße.
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Speaker A
Aber nach einigen Tagen habe ich das aufgeben müssen, dazu war ich nicht imstande. Glücklicherweise wird es heute nicht mehr so gemacht, wenigstens nicht in Europa oder Amerika. Als Nächstes habe ich dann versucht, Tischler zu werden. Ich war ein Lehrling bei einem kleinen Tischlermeister in Wien, der eine Werkstatt in Wien an der Gumpendorfer Straße gehabt hat.
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Speaker A
Ich war dort 2 Jahre als ein Lehrling und dann habe ich die Gesellenprüfung gemacht. Aber ob ich die Gesellenprüfung bestanden habe, es wurde mir dann doch klar, dass ich kein guter Tischler werden könnte.
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Speaker B
Dies der Gesellenbrief. Popper studierte außerdem noch, neben anderem, Mathematik und Physik. Er war Volksschullehrer und er arbeitete an Alfred Adlers Kinderklinik. Hier ist sein handwerkliches Gesellenstück.
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Speaker B
Nie hat er vor, Berufsphilosoph zu werden. Allerdings beschäftigte ihn damals schon die Frage nach dem Charakter des menschlichen Wissens. Hier ist er mit einem solchen Erfolg nachgegangen, dass der amerikanische Verlag Open Court zwei umfangreiche Bände mit Stellungnahmen zu Poppers Philosophie herausbringen konnte, die auch seine Antworten an Kritiker enthalten.
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Speaker B
Wir fragten ihn, wie kommt man zur Philosophie? Es gibt einen Weg zur Philosophie, der sehr klar ist.
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Speaker A
Nämlich wir alle haben philosophische Vorurteile. Es gibt es eine lange Liste, zum Beispiel rassistische Vorurteile oder Klassenvorurteile, von welcher Klasse das jetzt kommt und ob es wirklich Klassen gibt, ist nicht notwendig, dass wir das besprechen, aber Klassenvorurteile gibt es selbstverständlich.
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Speaker A
Das Wichtige an der Philosophie ist, dass diese Vorurteile, die wir alle haben, größtenteils traditionelle Vorurteile sind, dass sie diese Vorurteile kritisiert, es zeigt, wie abhängig wir von diesen Vorurteilen sind, wie falsch diese Vorurteile sind. Und durch Kritik korrigiert es, sagen wir, die populäre Philosophie, die wir alle unbewusst in uns herumtragen.
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Speaker B
Hier in Penn, im sogenannten Ruhestand lebend, arbeitet Popper beständig weiter an der Lösung von Problemen, die sich aus seiner Lösung anderer Probleme ergeben haben.
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Speaker B
Ein Hauptarbeitsgebiet bildet die Theorie der Wissenschaft. Entscheidend war hier der Nachweis, dass naturwissenschaftliche Gesetze niemals bewiesen werden können, weder durch immer gleich auslaufende Experimente, noch durch logische Ableitung. Alle wissenschaftlichen Theorien sind nichts als Vermutungen, scharfsinnig erdachte, folgenreiche Hypothesen, die jedoch nie in Wahrheiten überführt werden können.
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Speaker B
Man muss anders vorgehen, indirekt. Man muss nämlich versuchen, die Falschheit einer Theorie zu zeigen, zu falsifizieren, wie Popper sagt. Wird ein Fehler gefunden, dann ist die wissenschaftliche Vermutung unwahr, und ein neuer Entwurf, der die Fehlermöglichkeit vermeidet, kommt sicher der Wahrheit ein kleines Stück näher. In der schon 1934 erschienenen Logik der Forschung wird das subtil dargelegt.
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Speaker B
Jetzt erläutert Popper seine Wissenschaftstheorie an einem berühmten Fall. Ein Beispiel, das sehr gut und interessant ist, ist Einsteins Gravitationstheorie.
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Speaker A
Einstein hat aus seiner Theorie abgeleitet, dass Lichtstrahlen, die ganz nahe an der Sonne vorbeilaufen, von der Sonne angezogen werden, so dass, ich werde es am besten vielleicht aufzeichnen. Wenn das die Sonne ist und hier ein Lichtstrahl kommt von einem fernen Stern, so soll dieser Lichtstrahl in der Nähe der Sonne abgelenkt werden. Hier ist der Winkel.
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Speaker A
Und wenn hier also die Erde ist, von der aus dieser Stern beobachtet wurde, so schaut dann der Stern aus, als ob er weiter von der Sonne weg wäre, als er wirklich ist, von der Erde gesehen. Das ist also die Ablenkung des Lichtes. Einstein hat sich ausgerechnet, dass unter gewissen Voraussetzungen, sogar aus der Newtonschen Theorie, eine solche Ableitung folgen würde, aber viel kleiner wie aus seiner eigenen Theorie. Ich werde vielleicht darüber noch etwas dann sagen. Nun,
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Speaker A
man kann aber einen Stern normalerweise nicht sehen, wenn er in der Nähe der Sonne ist. So kann man diesen Versuch nicht wirklich durchführen.
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Speaker A
Es ist Einstein eingefallen, dass man während einer Sonnenfinsternis, wenn der Mond vor der Sonne steht, könnte man die Sterne um die Sonne herum fotografieren und vergleichen mit einer Fotografie derselben Sterngruppe ohne die Sonne. Man nimmt es von derselben Sterngruppe 6 Monate auseinander, wenn die Sonne nicht in dieser Position der Sterne ist. Und das wurde durchgeführt von Eddington.
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Speaker A
Die Sterngruppe, in der die Sonne erwartet wurde, wurde 6 Monate vor der Finsternis aufgenommen.
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Speaker A
Und dann während der Sonnenfinsternis, wurden die gleichen Sterngruppen um die Sonne herum aufgenommen.
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Speaker A
Und es stellte sich heraus, dass die Sterne genauso weit auseinander waren, wie vorhergesagt.
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Speaker B
Poppers Erklärung des wissenschaftlichen Charakters von Einsteins Theorie provoziert für diesen besonderen Fall noch einmal die Frage, ob denn nun Eddingtons Beobachtungen die Theorie bewiesen haben.
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Speaker A
Nein, sicherlich nicht.
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Speaker A
Sicherlich nicht. Man kann wissenschaftliche Theorien überhaupt nicht beweisen. Eine wissenschaftliche Theorie ist reich an vielen Konsequenzen, vieles kann man daraus ableiten. Der Nachweis, dass eine dieser Konsequenzen richtig ist, kann nicht beweisen, dass alle anderen Konsequenzen richtig sind.
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Speaker A
Hingegen hätte die Theorie aber widerlegt werden können, wenn die Eddington-Beobachtung umgekehrt ausgegangen wäre und nicht zu diesen Abweichungen geführt hätte.
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Speaker A
Man muss da ein bisschen schematisieren, aber man könnte sagen, im Allgemeinen kommt die Bewährung nach der Theorie in der Wissenschaft. Erst kommt die Theorie, die spekulative Erklärung, oder wenn Sie wollen, die Hypothese, oder die Vermutung, oder das Raten, das kommt zuerst.
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Speaker A
Und dann versucht man, Experimente zu machen, um die Theorie zu überprüfen. Und hier ist das Wichtige, dass Experimente nur anscheinend darauf angelegt sind, um die Theorie zu beweisen.
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Speaker A
In Wirklichkeit müssen Experimente darauf angelegt sein, die Theorie, wenn möglich, zu widerlegen. Der Wissenschaftler ist manchmal etwas verblüfft, wenn er hört, dass der Wissenschaftler sich dessen oft gar nicht bewusst ist.
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Speaker A
Man will bewusst eine Theorie stützen. Aber nur solche Experimente können eine Theorie stützen, deren Ausgang die Theorie widerlegen könnte. Die Wissenschaft ist also wesentlich theoretisch. Alle Wissenschaft ist wesentlich theoretisch. Das ist übrigens auch eine Idee, die mich vom sogenannten Positivismus natürlich vollkommen unterscheidet, denn der Positivismus war immer antispekulativ, während ich behaupte, dass die Wissenschaft spekulativ vorgeht, alle Wissenschaft wesentlich spekulativ.
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Speaker B
Praktizierende Naturwissenschaftler in vielen Ländern haben Poppers ungewöhnlich klingende Thesen inzwischen als zutreffende Beschreibung ihrer Arbeit akzeptiert. Methodisch suchen sie nach Widerlegungen und nicht nach Beweisen. Wir können nur aus Fehlern lernen. Dieser Sachverhalt mahnt zur Bescheidenheit, die Popper denn auch zum Charakteristikum seiner Philosophie erklärt hat.
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Speaker B
Eine Folge dieser Bescheidenheit ist allerdings die scharfe Kritik aller unbescheidenen Ansprüche anderer Denker.
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Speaker B
Popper wurde 1902 in Wien als Sohn eines jüdischen Rechtsanwalts geboren. Der Faschismus trieb ihn in die Emigration. Alte Fotos zeigen ihn als vitalen, energischen jungen Mann.
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Speaker B
Über England kam Popper nach Neuseeland, wo er die Kriegsjahre als akademischer Lehrer verbringen konnte.
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Speaker B
1945 wurde er nach London berufen und bis 1969 lehrte er an der berühmten London School of Economics.
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Speaker B
Sein anwachsender Ruhm führte zu Gastprofessuren an wichtigen Universitäten, z.B. Harvard und Berkeley. 1965 hat die englische Königin ihm den Adelstitel verliehen. Die Grundelemente seiner Philosophie, seine Zweifel und Einsichten, haben einen starken biographischen Hintergrund. Zeitgeschichte wurde in ihnen kritisch umgesetzt.
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Speaker A
Ich war 12, als der Krieg ausbrach. Und sehr bald nach Ausbruch des Krieges bin ich als Kind schon Pazifist geworden, unter dem Einfluss, natürlich, sowohl meines Vaters als auch von anderen Freunden. Ich habe einen Freund in Wien gehabt, einen Ingenieur, Arthur Arndt, einen Großneffen des Ernst Moritz Arndt, und einen besonders starken, entschiedenen Antinationalisten, im Gegensatz zu seinem Großonkel.
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Speaker A
Und unter dem Einfluss von diesem Arthur Arndt, bin ich dann sehr bald gegen den Krieg gewesen, sehr bald. Und ich habe auch ziemlich bald begriffen, dass die Berichte über den Krieg, besonders über den Durchmarsch durch Belgien, das alles, das eine überaus fragwürdige Angelegenheit war, es war natürlich ungeheure Propaganda.
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Speaker A
Im Jahr 1918, als der Krieg zu Ende ging, war ich ein radikaler Sozialist, auch zum Teil unter dem Einfluss dieses Ingenieurs Arthur Arndt. Und ich habe mich sogar für einige Wochen als Kommunist betrachtet, damals. Und dann kam diese furchtbare Sache, die damals in Wien bekannt war unter dem Namen "die Schießerei in Hörlgasse". Eine Anzahl von jungen Kommunisten, unter denen ich auch war, sind zur Polizei marschiert mit der Absicht, einige Jugendliche Kommunisten, die im Polizeipräsidium eingesperrt waren, zu befreien.
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Speaker A
Wir haben natürlich nicht daran gedacht, Gewalt zu brauchen, wir haben keine Waffen gehabt und so weiter. Und die Polizei hat auf uns geschossen. Und es sind, ich kann mich nicht mehr genau erinnern, ungefähr, ich glaube, 8 oder so sind gefallen. Und für mich war das die entscheidende Wendung gegen den Marxismus.
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Speaker A
Ich war zwar entsetzt über die Tat der Polizei, aber ich war auch entsetzt darüber, dass ich und andere Leute einfach aufgrund der kommunistischen Formel, je mehr Unruhen und Ärger die Dinge werden, umso besser, umso schneller wird der Sozialismus kommen, und umso besser ist es für die Menschheit. Und das, diese Formel dann habe ich von da an eben dann bezweifelt und mir überlegt, ob das, ob irgendjemand das Recht hat, aufgrund einer angeblichen Sicherheit, dass es unvermeidlich ist, dass der Sozialismus kommt und dass je früher der Sozialismus kommt, desto schlimmer die Zustände sind.
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Speaker A
Ich habe mir dann überlegt, ob das, ob das eine haltbare Formel ist. Ich meine, man kann sein eigenes Leben für gewisse Ideale einsetzen und soll man wahrscheinlich sein eigenes Leben einsetzen. Aber ob man das Leben anderer einsetzen kann, ist überaus fragwürdig. Am fragwürdigsten ist es, das Leben anderer einzusetzen, wenn man ihnen sagt, dass es sicher eine Lösung aller dieser Probleme kommen wird im Sozialismus, wenn man von dieser Sicherheit aber in Wirklichkeit nichts weiß. Wenn man als Intellektueller den Arbeitern gegenüber für die Theorie, die Richtigkeit der Theorie sich verbirgt, sozusagen, und dann die Theorie nicht einmal richtig versteht, geschweige denn wirklich kritisiert und kritisch geprüft hat. Für mich war das irgendwie die entscheidende Erfahrung, vielleicht meines ganzen Lebens.
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Speaker B
Gesellschaftliche Erfahrung ist also ein kräftig wirkendes Motiv von Poppers Denken. Sie ist ausführlich eingegangen in die Erörterung des zweiten großen Themas seiner Philosophie, der Frage nach der Beschaffenheit einer menschenwürdigen Gesellschaft.
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Speaker B
Umfassend durchmusterte Popper die europäische Geschichte und ihre Leitideen. Am Anfang aller diktatorischen Bewegungen fand er immer wieder die Behauptung, man habe jetzt endlich die wahren Gesetze der Geschichte und einer idealen Staatsordnung entdeckt. Ein Wissensproblem, also auch hier, und zwar, wie die Diktaturen zeigen, ein lebensbedrohendes.
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Speaker B
Falsche Propheten, wie Popper sie nennt, handeln meist in der besten Absicht. Sie wollen jedoch das Heil jedermann mit Gewalt aufzwingen und bringen dabei neues, mörderisches Leid über die Menschheit, das sie mit der Verheißung des schönen Endziels, eines Himmels auf Erden, rechtfertigen.
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Speaker B
Geschlossene Gesellschaften entstehen, in denen Abweichler und Kritiker brutal verfolgt werden.
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Speaker B
Es versteht sich, dass Popper diese Lehren von seiner Kritik des Wissens her scharf angreift. Als Hauptsünder hat er den griechischen Philosophen Platon ausgemacht, der einen autoritären Idealstaat konstruierte, über den Philosophenkönige herrschen sollten. Aber auch Hegel und Marx, sowie ihre Nachfolger, haben behauptet, Geschichtsgesetze gefunden zu haben und damit totalitäre Regimes eingeleitet.
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Speaker A
Ja, das ist ganz richtig.
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Speaker A
Sehr wichtig, denn es ist eigentlich ein Kriegsbuch, ein Buch, das ich während des Krieges geschrieben habe, um damit auf die Gefahren der Nachkriegszeit hinzuweisen und vor allem auch, um die eigentlichen Dinge klar zu machen, um die es in dem Krieg gegangen ist.
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Speaker A
Wie Sie sagen, es heißt die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Die Feinde sind hauptsächlich die Faschisten, die Nazis, aber auch die kommunistische Diktatur, obwohl die Kommunistische Diktatur ja damals mit uns verbündet war.
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Speaker A
Und was ich bei der offenen Gesellschaft gemeint habe, war eine Gesellschaft, sagen wir, in der man frei atmen kann, frei denken kann, in der jeder Mensch einen Wert hat und in der die Gesellschaft keine überflüssigen Zwänge über die Menschen ausübt.
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Speaker A
Ja, es gibt Gesellschaften, die mehr oder weniger offen sind.
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Speaker A
Und es gibt Gesellschaften, vor allem, die gar nicht offen sind. Unsere westlichen Demokratien waren weitgehend offene Gesellschaften, sogar während des Krieges. Aber seit dem Krieg ist leider mehr und mehr dazu gekommen, dass die Politik so kompliziert wurde und Parteidisziplin so straff wurde, dass die Parteiführer fast diktatorische Mächte haben. Das ist sehr schlecht.
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Speaker A
Es ist der Fehler aller unserer Verfassungen, dass unsere Parlamente praktisch allmächtig sind. Und diese praktische Allmacht der Parlamente wirkt sich dahin aus, dass der regierende Parteiführer praktisch allmächtig ist. Aber die Grundidee der ganzen, des der ganzen Demokratie ist, die Macht zu beschränken, und zu kontrollieren. Nicht zu viel Macht. Das ist die Grundidee der Demokratie. Die Macht muss verteilt sein, so dass nicht zu viel Macht in einer Hand ist.
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Speaker A
Und das lässt sich wahrscheinlich durch verhältnismäßig einfache Dinge, durch verhältnismäßig einfache Verfassungsänderungen durchführen. Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall. Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meine Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit. Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist, nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an. Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen.
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Speaker A
Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen? Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat?
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Speaker A
Die Demokratie ist ein großes Experiment. Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall. Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt.
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Speaker A
Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden. Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze. Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden.
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Speaker A
Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist.
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Speaker A
Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann. Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier.
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Speaker A
Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen. Die Definitionen helfen nicht.
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Speaker A
Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden.
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Speaker A
Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an. Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen.
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Speaker A
Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment. Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall. Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze. Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden.
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Speaker A
Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor. Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht.
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Speaker A
Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen. Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden. Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt.
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Speaker A
Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit. Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist.
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Speaker A
Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann. Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel? Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier.
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Speaker A
Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen. Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen. Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden.
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Speaker A
Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist. Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen.
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Speaker A
Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an. Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen.
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Speaker A
Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen? Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment. Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden.
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Speaker A
Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen. Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall. Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier.
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Speaker A
Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen. Die Definitionen helfen nicht.
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Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an. Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen.
00:05
Speaker A
Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen? Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment. Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden.
00:05
Speaker A
Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen. Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können.
00:05
Speaker A
Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
00:05
Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
00:05
Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
00:05
Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
00:05
Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist.
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Speaker A
Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann. Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
00:06
Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
00:06
Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment. Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Speaker A
Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
00:10
Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
00:10
Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
00:10
Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Speaker A
Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Speaker A
Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
00:16
Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Speaker A
Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
00:20
Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
00:20
Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
00:20
Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
00:20
Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
00:21
Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
00:21
Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
00:21
Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
00:21
Speaker A
Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
00:21
Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
00:21
Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
00:21
Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
00:21
Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
00:21
Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
00:21
Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
00:21
Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
00:21
Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
00:21
Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Speaker A
Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Speaker A
Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Speaker A
Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Speaker A
Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Speaker A
Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Speaker A
Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Speaker A
Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Speaker A
Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Speaker A
Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Speaker A
Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Speaker A
Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Speaker A
Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Speaker A
Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Speaker A
Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Speaker A
Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Speaker A
Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Speaker A
Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Was meinen Sie bei Gerechtigkeit, zum Beispiel?
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Speaker A
Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Speaker A
Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Speaker A
Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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Und ich habe gesagt, dass man sie ersetzen soll durch eine Diskussion von politischen Vorschlägen, politischen Planungs Vorschlägen. Ich meine nicht Dirigismen, sondern politische Vorschläge, was man eigentlich durchführen soll. Und hier kommt es also nicht auf Worte an.
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Speaker A
Stattdessen wird in der politischen Philosophie immer wieder darüber diskutiert, was ist Souveränität, oder was ist der Staat und ähnliche Fragen, die zu überhaupt nichts führen. Stattdessen sollte man diskutieren, wie weit soll sich der Staat in die privaten Affären der Staatsbürger einmischen und wann soll sich der Staat in die privaten Affären einmischen?
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Das ist ein Problem, aber nicht, was ist der Staat? Die Demokratie ist ein großes Experiment.
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Und die verschiedenen Formen der Demokratie müssen gegeneinander ausprobiert werden. Eine Form und eine andere Form. Niemand ist fähig, alle die Schwierigkeiten und die inneren möglichen Widersprüche vorauszusehen, die sich in der Gesetzgebung verwirklichen, durch die Gesetzgebung verwirklichen.
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Es geht immer alles Mögliche in einer Weise schief, die man nicht vorauszusehen können. Aber das ist eben, dass man in der Politik eine mehr experimentelle Haltung annehmen sollte.
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Diese Einstellung, die aus diesen Worten spricht, hat die auffällige Eigenschaft, sehr einfach und klar formuliert werden zu können. Das ist kein Zufall.
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Für Popper sind Einfachheit und Klarheit intellektuelle Werte, deren Beachtung eine ethische Verpflichtung darstellt. Denn alles, was so einfach und klar wie möglich formuliert wird, kann leicht überprüft und das heißt, widerlegt werden.
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Klarheit ist in dieser Philosophie keine Zugabe, sondern die sachlich notwendige Beschaffenheit ihrer Sätze.
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Das ist, wie Reaktionen zeigen, in vielen Ländern bereits verstanden worden. Poppers Bücher liegen bis heute in 16 Sprachen vor.
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Der Stil seines Denkens steht im Dienst der Genauigkeit, gerade weil er sprachliche Festlegungen, Definitionen und den leeren Streit um Worte nicht mitmacht. Meiner Meinung nach ist es eine Art Lebensaufgabe, sich zu trainieren, so klar wie möglich zu sprechen.
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Und das wird nicht dadurch erreicht, dass man besonders auf die Worte achtet, sondern das wird dadurch erreicht, dass man seine Thesen klar formuliert und so formuliert, dass sie kritisierbar werden.
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Die Leute, die zu viele über Worte oder Begriffe oder Definitionen reden, die bringen eigentlich nichts vor, das einen Wahrheitsanspruch erhebt. Also man kann dagegen nichts, eine Definition ist eine reine konventionelle Angelegenheit.
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Es gibt da eine Einstellung, die meiner Meinung nach überaus, wie soll ich sagen, ruinös für die Philosophie ist. Nämlich die Einstellung, dass man erwartet, dass jedermann die Begriffe, die er benutzt, definieren kann.
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Gewöhnlich weiß er nicht, wie er es definieren soll, aber das bedeutet doch nicht, dass er nicht weiß, was Gerechtigkeit ist. Also, wenn einer zum Beispiel sagt, definieren Sie Mensch, und man gibt ihm als Antwort, Mensch, das ist ein federloser Zweifüßler, oder ein Zweifüßler ohne Federn, oder die andere aristotelische Definition, Mensch ist ein vernünftiges Tier. Wissen wir dann mehr über den Menschen? Wenn er zuerst nicht gewusst hat, was ein Mensch ist, wird er nach der Definition auch nicht wissen.
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Die Definitionen helfen nicht. Sie helfen sicher nicht zur Klarheit. Sie führen nur zu einer prätentiösen, falschen Präzision, zum Gefühl, der spricht besonders präzise.
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Aber die Präzision ist eine Scheinpräzision und ist nicht wirkliche Klarheit. Aus dem Grund bin ich gegen die Diskussion von Begriffen und gegen die Diskussion von Definitionen, sondern für einfaches Sprechen und klares Sprechen.
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Und leider Gottes ist diese, diese Forderung von mir sehr weitgehend ignoriert worden. Ich habe besonders in der offenen Gesellschaft, im Buch über die offene Gesellschaft, gezeigt, dass die politische Philosophie und die politische Diskussion voller solcher Begriffsbestimmungen ist und Diskussion über Begriffe ist.
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