**KI außer Kontrolle? So gefährlich ist es wirklich — Transcript & Summary | SozAI**
Source: https://sozai.app/transcript/ki-ausser-kontrolle-wie-gefaehrlich-ist-es/

MrWissen2go erklärt, wie gefährlich künstliche Intelligenz wirklich ist: von Skynet-Ängsten über KI-Alltag und AGI bis zu Warnungen von Forschern und Regulierungsforderungen.

## Key Takeaways

- KI-Risiken sind real, doch ob eine unkontrollierbare Superintelligenz entsteht, ist wissenschaftlich offen.
- Die Debatte wird teils von Eigeninteressen der KI-Branche beeinflusst, etwa durch PR vor Börsengängen.
- Regulierung durch Regierungen, besonders USA und China, sowie freiwillige Standards der Unternehmen sind zentrale Hebel.
- Europa sollte zusammenarbeiten, um Kapazitäten zu erhöhen und mehr Einfluss im KI-Bereich zu gewinnen.

## What the video covers

- Das Video beginnt mit dem Terminator-Szenario einer außer Kontrolle geratenen KI als Ausgangspunkt der Debatte.
- KI ist bereits alltäglich: Streaming-Empfehlungen, Navigation und Videovorschläge basieren auf KI.
- Generative KI wurde mit ChatGPT (30. November 2022) für Millionen Menschen greifbar; Large Language Models bilden die Grundlage.
- Moderne KI-Systeme können Bilder erzeugen, Code schreiben und als Agenten Werkzeuge nutzen, um Aufgaben selbstständig auszuführen.
- KI bietet große Chancen in Industrie, Medizin und Alltag, wird aber auch als wichtigste Zukunftstechnologie gesehen.
- Umfragen zeigen Sorgen vor Jobverlust und Missbrauch, der die Demokratie gefährden könnte.
- Warnungen kommen von Stephen Hawking, Beatrice Fihn und KI-Forschern wie Jacob Coxon, die selbst bei OpenAI bzw. Anthropic arbeiteten.
- Die Einschätzungen einer außer Kontrolle geratenen Superintelligenz sind in der Forschung umstritten; AGI ist bisher nicht existent und nicht eindeutig definiert.
- Berichte über Vorfälle bei internen Sicherheitstests zeigen, dass Systeme unerwartete Strategien verfolgen können, ohne eigenen Willen zu besitzen.
- Vorschläge reichen von staatlicher Regulierung (u.a. Dario Amodei) bis zu freiwilligen Sicherheitsstandards der Unternehmen; Europa wird zur Zusammenarbeit aufgerufen.

## Chapters

1. 00:00 Einstieg: Das Terminator-Szenario
2. 00:57 Offener Brief und Sorgen der KI-Mitarbeiter
3. 02:17 Was ist künstliche Intelligenz?
4. 03:02 Generative KI und Large Language Models
5. 04:25 Chancen und Risiken im Alltag
6. 05:17 Warnungen von Experten und Insidern
7. 07:08 AGI und Superintelligenz im Detail
8. 10:33 Vorfälle, Regulierung und Fazit

Answers

## Questions about this video

Warum vergleicht das Video die Debatte mit dem Terminator?

Der Film Skynet zeigt eine KI, die die Kontrolle übernimmt und die Menschheit bedroht. Das Video nutzt dieses Bild als Einstieg, um zu zeigen, dass ähnliche Befürchtungen heute von Forschern geäußert werden, auch wenn sie umstritten sind.

Was ist der Unterschied zwischen KI, AGI und Superintelligenz?

KI bezeichnet Systeme, die menschliche Fähigkeiten für bestimmte Aufgaben nachbilden. AGI wäre eine allgemeine, menschenähnliche Intelligenz, die flexibel in vielen Bereichen lernt, und Superintelligenz würde diese Fähigkeiten weit übertreffen. AGI existiert laut Video bisher noch nicht.

Gibt es unter KI-Forschern Einigkeit über das Risiko?

Nein. Das Video betont, dass Einschätzungen einer außer Kontrolle geratenen Superintelligenz nicht Konsens sind. Einige Experten halten die dafür nötigen Rechenleistungen womöglich nie für erreichbar, andere warnen eindringlich.

## Full Transcript — Download SRT & Markdown

00:00

Speaker A

Eine künstliche Intelligenz gerät völlig außer Kontrolle. Sie löst eigenständig einen Atomkrieg aus, tötet in kurzer Zeit einen großen Teil der Menschheit und widmet dann ihre komplette Aktivität dem Ziel, den Rest der Menschen auch noch umzubringen, um am Ende die Welt zu beherrschen.

00:15

Speaker A

Das klingt ein bisschen nach Skynet aus dem Film Terminator. Und tatsächlich ist das auch ein wesentlicher Teil der Geschichte.

00:20

Speaker A

1984 kam dieser Film in die Kinos und war damals absolute Fiktion. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass so etwas tatsächlich irgendwann einmal passieren könnte.

00:30

Speaker A

Heute, mehr als 40 Jahre später, warnen einige KI-Forscher vor einem Risiko, das zumindest in einem Punkt an diese Geschichte erinnert.

00:39

Speaker A

Eine sehr leistungsfähige KI könnte eines Tages von Menschen nicht mehr kontrolliert werden können. Zitat: Und er ist längst nicht der Einzige, der sich Sorgen macht.

00:57

Speaker A

Knapp 1.400 Mitarbeiter führender internationaler KI-Konzerne warnen in einem offenen Brief vor, Zitat: Wird KI für uns alle bald gefährlich?

01:15

Speaker A

Worum genau machen die Experten sich Sorgen? Mehr dazu jetzt. (Helle Klänge) Wie oft habt ihr heute schon künstliche Intelligenz genutzt, also KI?

01:27

Speaker A

Wahrscheinlich mehr, als ihr denkt. Denn KI-Nutzung ist nicht nur, Fragen zur richtigen Backofentemperatur für Tiefkühlpizza bei ChatGPT einzugeben, sondern es ist viel weiter verbreitet.

01:36

Speaker A

Wenn euch der Streamingdienst neue Musik empfiehlt, euch euer Navi am Stau vorbeiführt oder wenn YouTube entscheidet, welches Video ihr nach diesem hier als Nächstes angezeigt bekommt, dann ist KI im Einsatz.

01:47

Speaker A

KI ist nahezu überall. Aber was ist das überhaupt konkret? Nils Nilsson, einer der Pioniere der künstlichen Intelligenz, der schon vor rund 70 Jahren dazu geforscht hat, definiert es so: Vereinfacht gesagt könnte man also formulieren: KI bezeichnet Computersysteme, die Aufgaben ausführen können,

02:17

Speaker A

für die bei Menschen typischerweise ganz bestimmte Fähigkeiten nötig sind. Und wie schon gesagt, kann KI, kann künstliche Intelligenz, sehr vielseitig sein.

02:25

Speaker A

Und es gibt sie auch schon lange. So richtig greifbar geworden ist generative KI für Millionen von Menschen vor allem mit dem Start von ChatGPT, von dem Unternehmen OpenAI, am 30. November 2022.

02:38

Speaker A

Plötzlich haben wir gesehen: KI spricht unsere Sprache. Sie antwortet auf Fragen. Und sie kann uns ganz nachvollziehbar in verschiedenen Situationen weiterhelfen.

02:47

Speaker A

Ähnliche KI-Modelle sind danach schnell wie Pilze aus dem Boden geschossen. Ihr kennt sie sicherlich.

02:52

Speaker A

Gemini von Google zum Beispiel. Claude von Anthropic oder Grok von xAI. Eine wichtige Grundlage für diese Anwendungen sind sogenannte: kurz LLM.

03:02

Speaker A

Also „Große Sprachmodelle“ auf Deutsch. Ein Überblicksartikel der Fraunhofer-Gesellschaft definiert das so: Moderne KI-Systeme können dabei inzwischen weit mehr, als nur Texte zu verarbeiten.

03:27

Speaker A

Sie können zum Beispiel auch Bilder erstellen, Code generieren und sie haben sogar agentische Fähigkeiten.

03:33

Speaker A

Sie können also nicht nur auf konkrete Fragen Antworten geben, sondern sie können Werkzeuge verwenden, um ein Ziel zu erreichen.

03:39

Speaker A

Ein ganz einfaches Beispiel: Ihr sagt zu eurem KI-System: Bitte suche für mich raus, wo es die günstigsten Flüge von Berlin nach Mallorca gibt.

03:47

Speaker A

Verwende meine persönlichen Daten und buche den billigsten Flug für mich. Ein KI-Agent nimmt diese Anweisungen auf und führt sie dann aus.

03:55

Speaker A

Im besten Fall mit einem Ergebnis, mit dem ihr etwas anfangen könnt, das euch zufriedenstellt.

04:00

Speaker A

Denn, das ist wichtig: KI kann schon viel, aber längst noch nicht alles. Wir sprechen gleich noch genauer darüber, denn das ist bei diesem Thema der entscheidende Punkt.

04:09

Speaker A

Wenn man sich das anschaut, könnte man zu dem Schluss kommen: Künstliche Intelligenz ist ein Segen für die Menschheit.

04:14

Speaker A

Und da ist auch was dran. Sie kann in der Industrie helfen, komplexe Vorgänge auszuführen und damit Zeit zu sparen.

04:20

Speaker A

Sie kann in der Medizin dabei unterstützen, Krankheiten sehr früh zu erkennen und schwere Verläufe zu verhindern.

04:25

Speaker A

Und natürlich kann sie uns auch ganz privat dabei unterstützen, lästige Aufgaben zu übernehmen. Davon mal abgesehen: KI kann uns alle ganz schön voranbringen.

04:33

Speaker A

91 Prozent der befragten deutschen Unternehmen bei einer aktuellen Umfrage halten KI für die wichtigste Zukunftstechnologie überhaupt.

04:41

Speaker A

Gleichzeitig zeigt eine andere Umfrage aber auch, wo Risiken von KI liegen können. Jeder Fünfte Befragte macht sich demnach Sorgen, dass KI ihm mehr oder weniger die Arbeitsaufgaben wegnehmen könnte.

04:52

Speaker A

Und 81 Prozent befürchten, dass KI missbraucht werden könnte und dadurch die Demokratie gefährdet wird.

04:58

Speaker A

Und daran kann man ganz gut erkennen: KI könnte für uns auch zum Fluch werden.

05:03

Speaker A

Oder ist es sogar schon. Wir denken an das Zitat vom Anfang des Videos. An die Sorge, dass sich die Entwicklung so rasant beschleunigt, dass wir das, was dabei herauskommt, irgendwann nicht mehr richtig kontrollieren können.

05:14

Speaker A

Und diese Befürchtung ist gar nicht neu. In einem Gastbeitrag für die britische Online-Zeitung The Independent schreibt der Physiker Stephen Hawking: Und dieses Zitat stammt aus dem Jahr 2014, also noch aus der Zeit vor den KI-Hypes.

05:52

Speaker A

Warnende Worte aus der Gegenwart kommen zum Beispiel von Beatrice Fihn. Ihre Organisation zur Abschaffung von Atomwaffen hat 2017 den Friedensnobelpreis bekommen.

06:01

Speaker A

Jetzt sagt sie in Bezug auf künstliche Intelligenz: Jetzt könnte man natürlich sagen: Na gut, das sind zwar Leute, die sich Sorgen machen.

06:12

Speaker A

Aber sie haben oder hatten, im Fall von Stephen Hawking, ja gar keine direkten Berührungspunkte mit KI.

06:17

Speaker A

Das stimmt einerseits irgendwie, aber andererseits: Diese Gedanken werden auch von Menschen geteilt, die mittendrin sind.

06:24

Speaker A

Für sehr viel Aufsehen gesorgt hat in diesem Zusammenhang ein Mann namens Jacob Coxon. Auf der Plattform X hat er Anfang September 2026 eine Reihe von Posts veröffentlicht, die inzwischen knapp 200 Millionen Mal aufgerufen worden sind.

06:37

Speaker A

Jacob Coxon ist ein KI-Forscher, der in den vergangenen Jahren sowohl für OpenAI als auch für Anthropic gearbeitet hat.

06:44

Speaker A

Und er schreibt: Übermenschliche Systeme, die uns alle bis Ende des Jahrzehnts töten könnten? Das klingt sehr stark nach Terminator und natürlich absolut erschreckend.

07:15

Speaker A

Wichtig ist aber zunächst mal: Solche Einschätzungen sind unter KI-Forschern auf keinen Fall Konsens. Wie wahrscheinlich eine außer Kontrolle geratene Superintelligenz überhaupt ist und ob sie in wenigen Jahren, Jahrzehnten oder vielleicht niemals entsteht, das lässt sich momentan nicht sicher vorhersagen.

07:30

Speaker A

Es gibt Experten, die da deutlich zurückhaltender sind. Weil es sein könnte, dass wir niemals die Rechenleistungen haben werden, um eine solche Superintelligenz auf den Weg zu bringen und am Leben zu halten.

07:40

Speaker A

Trotzdem werden Befürchtungen inzwischen auch von Menschen geäußert, die selbst an führenden KI-Systemen arbeiten. So wie eben auch Jacob Coxon. Und das ist alarmierend.

07:50

Speaker A

Was meint Coxon denn konkret mit dem, was er da sagt? Schauen wir noch mal ganz konkret drauf.

07:55

Speaker A

Coxon warnt vor einer sogenannten selbstverbessernden Superintelligenz. Was ist das genau? Die Modelle, die wir heute kennen, sind, wie der Name sagt, künstliche Intelligenzen.

08:04

Speaker A

Was sie bisher nicht können, ist, in sehr unterschiedlichen Bereichen flexibel lernen und Probleme lösen.

08:09

Speaker A

Ähnlich wie bei der menschlichen Intelligenz. Wenn das der Fall wäre, wäre das, ganz vereinfacht gesagt, eine allgemeine künstliche Intelligenz, auf Englisch abgekürzt AGI.

08:20

Speaker A

Von der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften so definiert: Die Akademie weist aber einerseits darauf hin, dass es diese Systeme bisher noch gar nicht gibt.

08:37

Speaker A

Und außerdem darauf, dass AGI in der Wissenschaft sehr kontrovers diskutiert wird. Dass es keine allgemeingültige Definition gibt.

08:44

Speaker A

Das heißt: Wie genau man AGI auslegt, das steht in der Wissenschaft bisher noch nicht fest.

08:49

Speaker A

Klar ist aber, was allgemein damit gemeint wird: menschenähnliche künstliche Intelligenz. Aber eben noch keine Superintelligenz.

08:58

Speaker A

Was ist das? Eine Superintelligenz ist, wie der Name schon sagt, superintelligent. Und zwar viel intelligenter als wir Menschen.

09:05

Speaker A

Der schwedische Philosoph und Zukunftsforscher Nick Bostrom, der dazu ein Buch geschrieben hat, formuliert es so.

09:21

Speaker A

Superintelligenz bedeutet also zunächst nur, dass ein System in praktisch allen relevanten Dingen fitter ist als wir Menschen.

09:28

Speaker A

Eine große Sorge ist, dass so ein System möglicherweise auch die KI-Forschung selbst beschleunigen und dadurch an der Entwicklung noch leistungsfähigere Systeme mitwirken könnte.

09:39

Speaker A

Genau dieses Szenario meint Coxon. Und dass uns das irgendwann auf den Händen gleiten könnte.

09:44

Speaker A

Bisher sind wir noch nicht mal bei der Stufe davor. KI kann noch nicht alles.

09:49

Speaker A

Aber Forscher wie Coxon halten es für realistisch, dass wir bei dem Tempo, das wir in der Entwicklung sehen, in einigen Jahren genau dort landen könnten, bei der Superintelligenz.

09:57

Speaker A

Dabei müssen wir drei Dinge grundsätzlich auseinanderhalten. Das geht jetzt schon. Und dann gibt es noch das dritte bisher hypothetische Szenario, dass eine künftige, sehr leistungsfähige KI sich dauerhaft menschlicher Kontrolle entzieht.

10:17

Speaker A

Vor allem um dieses dritte Szenario geht es hier in diesem Video. Und geht es bei den Sorgen.

10:22

Speaker A

Dass KI-Systeme schon heute Dinge machen können, die ihre Entwickler so nicht vorgesehen haben, also der zweite Punkt, den ich gerade genannt habe, das zeigt ein Ereignis bei OpenAI.

10:31

Speaker A

Ende August 2026. In einem großen Artikel auf der Firmenwebsite berichtet OpenAI von einem Vorfall im Rahmen interner Sicherheitsbewertungen.

10:40

Speaker A

Was bei OpenAI sehr technisch klingt, ist in Wirklichkeit ein Unfall mit weitreichenden Folgen. Hunderte digitale Agenten von OpenAI sind unbemerkt von ihren eigentlichen Aufgaben abgewichen und haben eine KI-Plattform angegriffen.

10:53

Speaker A

Hugging Face heißt das Opfer. Die Agenten haben sich auf komplexen Nachrichtenboards ausgetauscht und ihr Vorgehen geplant.

10:59

Speaker A

Rund 70.000 Messages wurden allein innerhalb von einer Woche erzeugt. Hugging Face wurde massiv kompromittiert.

11:06

Speaker A

Die Agenten sind aber von den vorgesehenen Aufgaben abgewichen und sie haben Wege gefunden, unerlaubt miteinander zu kommunizieren und sie haben sich Zugang zum Internet verschafft.

11:16

Speaker A

Wichtig ist dabei, das bedeutet nicht, dass die KI einen eigenen Willen entwickelt hatte. Die Systeme haben weiterhin vorgegebene Aufgaben verfolgt, allerdings mit Strategien, die ihre Entwickler nicht vorgesehen hatten.

11:28

Speaker A

Und besonders bemerkenswert ist, die KI-Agenten haben Mechanismen gefunden, um ihr eigenes Handeln zu verschleiern.

11:34

Speaker A

Was wäre, wenn ein solches System bei einem Sicherheitstest Zugriff auf deutlich sensiblere, reale Infrastruktur bekommen hätte?

11:41

Speaker A

Zum Beispiel ein Atomkraftwerk, das hätte fatal enden können. Und was wäre, wenn die KI schon viel weiterentwickelt gewesen wäre?

11:47

Speaker A

Eben keine einfache KI mehr, sondern eine AGI oder eine Superintelligenz. Hätte man sie rechtzeitig stoppen können?

11:55

Speaker A

Genau das ist die Sorge vieler Menschen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Dass sich eine immer leistungsfähigere KI eines Tages der menschlichen Kontrolle entziehen könnte.

12:02

Speaker A

Sie könnte gewaltige Hackerangriffe starten und Teile des Internets lahmlegen. Sie könnte in kritische Infrastruktur eindringen und weltweit Chaos auslösen.

12:11

Speaker A

Im Flugverkehr zum Beispiel oder beim Militär, wo vieles digitalisiert ist. Was wäre, wenn sich eine solche KI Zugriff auf militärische Drohnen verschaffen würde?

12:19

Speaker A

Im absoluten Extremszenario sind wir dann tatsächlich bei Terminator. Bei der Vorstellung einer KI, die sogar einen Atomkrieg auslöst, weil ihre Ziele irgendwann nicht mehr mit unseren vereinbar sind.

12:31

Speaker A

Weil wir Menschen als Feinde angesehen werden. Die gute Nachricht ist, noch sind wir von solchen Horrorszenarien entfernt.

12:39

Speaker A

So etwas kann KI einfach nicht. Aber könnte sie es bald lernen? Genau um diesen Punkt geht es auch in dem vorhin erwähnten offenen Brief.

12:47

Speaker A

Darin heißt es weiter ... Überschrieben ist der offene Brief mit Pacing the Frontier, also übersetzt ungefähr "das Tempo an der Entwicklungsfront steuern".

13:09

Speaker A

Jacob Coxon bezeichnet die Situation auf dem KI-Markt momentan als Wettrennen, das jedes Unternehmen für sich gewinnen wolle.

13:16

Speaker A

Es geht dabei ja auch um viel Geld. Das würde dazu führen, dass immer schneller immer neue Stufen erreicht würden, ohne die Zeit zu haben, und das ist das Entscheidende, passende Sicherheitsmechanismen einzubauen.

13:28

Speaker A

Seine ehemaligen Chefs stimmen ihm dabei zu. Sowohl Sam Altman von OpenAI und Dario Amodei von Anthropx teilen die Sorge von Jacob Coxon.

13:36

Speaker A

Dario Amodei geht sogar so weit, dass er sagt, liebe Politiker, bitte reguliert uns. In einem Aufsatz auf seiner Website fordert Amodei ein Dreistufenmodell für die KI-Industrie.

13:45

Speaker A

Stufe eins ist dabei, externe Gutachter sollten dauerhaft in Unternehmen eingegliedert sein und alle Prozesse unabhängig überwachen.

13:52

Speaker A

Stufe zwei, führende KI-Unternehmen in demokratischen Ländern sollten sich mit der Politik abstimmen und gemeinsame Sicherheitsstandards festlegen.

14:00

Speaker A

Und Stufe drei, demokratische Länder wie die USA sollten gemeinsam auch mit autoritär regierten Ländern für alle verbindliche Regeln festlegen.

14:09

Speaker A

Denn, Zitat: Innerhalb der KI-Branche bekommt Amodei für seine Forderungen neben Kritik viel Zustimmung. Auch einflussreiche Personen wie Elon Musk, der unter anderem hinter Grok steht, sehen einige Punkte ähnlich.

14:29

Speaker A

Dario hat recht, hat Elon Musk bei X zu Amodeis Aufsatz geschrieben. Und schon 2018 hat Elon Musk selbst davor gewarnt, KI könne, Zitat, gefährlicher als Atomwaffen sein.

14:39

Speaker A

Immer wieder wird in diesem Zusammenhang auch auf die AI-Safety-Clock verwiesen, die an die Doomsday-Clock zu einem möglichen Weltuntergang wegen einer atomaren Auseinandersetzung erinnert.

14:49

Speaker A

Ich hab's euch in der Infobox verlinkt. Das Schweizer International Institute for Management Development versucht, das KI-Risiko mit dieser Uhr anschaulich zu machen.

14:58

Speaker A

Sie ist aber keine Vorhersage, wann eine Katastrophe tatsächlich eintreten wird, sondern eine Art Risikoindikator.

15:05

Speaker A

Das große Problem ist dabei generell, wir haben es hier mit einem Wettbewerb, um die wichtigste Zukunfts- technologie überhaupt zu tun.

15:11

Speaker A

Ein bisschen vergleichbar mit dem sogenannten Space Race aus dem Kalten Krieg, dem Rennen um die Vorherrschaft im Weltall zwischen den USA und der Sowjetunion, das ja schließlich in der Mondlandung gipfelte.

15:22

Speaker A

Sowohl die USA als auch China wollen bei der KI vorne sein. Und die betreffenden Unternehmen möchten Geld verdienen.

15:29

Speaker A

Besonders wirksam wäre eine Regulierung deshalb nur dann, wenn sich die führenden KI-Staaten auf gemeinsame Mindeststandards einigen könnten.

15:36

Speaker A

Wenn sie nur einseitig in einem Land gelten würden, wäre das ja ein Wettbewerbsvorteil für diejenigen, die nicht reguliert würden.

15:42

Speaker A

Europa spielt bei der Entwicklung der leistungsfähigsten KI-Modelle und auch bei Rechenkapazitäten bisher eine deutlich kleinere Rolle als die USA und China.

15:50

Speaker A

Clemens Fuest, Direktor des ifo-Instituts, schreibt dazu bei X: Die Konsequenz daraus sei vor allem, Europa müsse zusammenarbeiten, um die Kapazitäten zu erhöhen und um mehr Einfluss im KI-Bereich zu haben.

16:23

Speaker A

Zusammengefasst ist diese Strategie in einem Konzept, an dem neben Fuest auch noch andere europäische Experten mitgearbeitet haben.

16:30

Speaker A

Wenn euch das interessiert, findet ihr auch das, wie viele andere Quellen, unten in der Infobox verlinkt.

16:35

Speaker A

Klar ist, ohne internationale Zusammenarbeit dürfte das Problem nicht effektiv in den Griff zu bekommen sein.

16:41

Speaker A

Das sagt auch Microsoft-Mitgründer Bill Gates, der sogar eine neue weltweite Organisation fordert, analog zur UNO, die sich um dieses Thema kümmert und die verschiedene Dinge reguliert und einhegt.

16:54

Speaker A

Gleichzeitig muss man aber auch sagen, ob die Befürchtungen aus der KI-Branche komplett valide sind oder zum Teil auch Eigen-PR vor Börsengängen, darüber wird international viel diskutiert.

17:04

Speaker A

Und wie sieht's jetzt aus? Müssen wir Angst vor superintelligenten Maschinen haben, die sich unserer Kontrolle entziehen und die Menschheit gefährden?

17:12

Speaker A

Ja und nein, sagt Thorsten Holz, Direktor am Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre in Bochum.

17:42

Speaker A

Thorsten Holz fordert deshalb internationale Koordination, überprüfbare Standards und unabhängige Institutionen, die die Entwicklung überwachen.

17:50

Speaker A

Im besten Fall, muss man sagen, sorgt die Diskussion gerade dafür, dass sich etwas verändert, solange das möglich ist.

17:55

Speaker A

Gefragt sind dabei vor allem die Regierungen, insbesondere die der USA und China. Unabhängig von gesetzlichen Regeln könnten sich die Unternehmen aber übrigens auch freiwillig zu Sicherheitsstandards verpflichten.

18:06

Speaker A

Ob solche Selbstverpflichtungen ausreichen und ob sie überhaupt umgesetzt werden könnten, das ist allerdings umstritten.

18:12

Speaker A

Was erwartet ihr denn? Denkt ihr, es wird effektive Lösungen für diese Herausforderung geben? Wie sollten die eurer Meinung nach aussehen?

18:19

Speaker A

Schreibt es gerne unten in die Kommentare. Hier neben mir findet ihr außerdem noch ein Video zu einer anderen Bedrohung, nämlich zu hybriden Aktionen durch Russland.

18:28

Speaker A

Und etwas zu einer deutschen Schlüsselbranche der Autoindustrie und der Krise dieser Branche. Schaut da auch gerne mal rein.

18:35

Speaker A

Danke fürs Zuschauen. © funk - von ARD und ZDF

Topics: Künstliche Intelligenz KI-Risiken Superintelligenz AGI ChatGPT Large Language Models KI-Regulierung Skynet Sicherheit Zukunftstechnologie

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